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Mein Chirurg ist mein Stalker 08 Sep 2022 03:55 #520388

  • Christian
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Ich hab ja Anfang Juni einen Demers-Katheter bekommen, weil mein vorheriger ausgerissen war. Die Pfleger waren einfach zu oft zu grob.
Der neue Katheter hat von Anfang an nicht richtig funktioniert, musste verkrümmt liegen damit der Schlauch sich nicht abklemmt. (Venöser Druck steigt auf >500 wenn ich flach liege)
Ich sollte dem ganzen Zeit lassen, das hab ich. Hab wiederholt gesagt, dass ich den Katheter für schlecht gemacht halte und der Chirurg das nächste mal an wem anderen üben soll.

Aber mein Chefarzt der das gemacht hat ist ein bissl verliebt in mich glaub ich. Der hat das Spital gewechselt als ich das Spital gewechselt hab, lässt nicht zu dass mich ein anderer Arzt als er operiert. Und jetzt wo er den Katheter verpfuscht hat und ich einen anderen Chirurgen will, versucht er alles in seiner Macht, dass mich kein anderer Chirurg operiert. Ich telefoniere in anderen Spitälern herum um eine Operation zu bekommen - aber jedes Spital in der Umgebung weiß schon Bescheid und ich soll mich doch mit meinem Chefarzt versöhnen.

Daraufhin hab ich ihn sehr tief beleidigt, unterste Schublade und gossen Niveau......und er will mich immernoch operieren -_-

Hab jetzt seit anfang Juni keine vollständige Dialyse mehr gehabt, hab >10kg Wasser.....komm mit dem Flow nicht über 200 mit dem Katheter und schaffe selten mehr als 2 Stunden Dialyse.

Ich hatte mich auch schon mit anderen Chefärzten auf Akut-Dialysen einigen können und hab aktuel bis zul 5x die Woche Dialyse, wird aber immer abgebrochen wenn es den Pflegern zuviele Alarm sind. Trotz extra viel Gerinnungshemmer und kriege zunehmend blaue Flecken.

Vielleicht sterb ich dann nächste Woche oder so am Lungenödem oder wach bald garnicht mehr auf, weil bei mir dreht im Kopf langsam alles ab und ich steh schon mit einem Fuß im Jenseits.

Und doch bin ich Glücklich gelebt zu haben in dem Wissen, dass es jetzt wohl zu Ende geht.

lg
Chris

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Mein Chirurg ist mein Stalker 08 Sep 2022 16:55 #520392

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Hallo Chris,

ich weiß, ich wiederhole mich: Aber WARUM probierst du es nicht mal mit 'nem ganz gewöhnlichen Shunt???

Ich versteh nicht recht, weshalb es unbedingt der Katheder sein soll. Und, im Übrigen - die beste Lösung wäre immer noch die Transplantation, trotz aller Einwände deinerseits.

Viele Grüße, Gerd
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Mein Chirurg ist mein Stalker 11 Sep 2022 19:09 #520404

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Aus dem selben Grund aus dem ich nicht einfach auf PD gewechselt bin: Es stand nicht zur Debatte.
10 Wochen lang hieß es ich muss dem Katheter mehr Zeit geben. Dann hieß es muss sofort ein neues Katheter gemacht werden und es bleibt für nichts anderes mehr Zeit.
Sprich mein Nephrologe lässt keine anderen Chirurgen an seine Fälle heran und will alles selbst operieren und wollte selber aber noch abwarten ob sich die Probleme mit der Zeit von selbst bessern.

Und ich hab eine persönliche Vergangenheit mit dem Chirurgen, halte den neuen Katheter für schlecht gemacht und möchte eben einen anderen Chirurgen. Für egal was jetzt gemacht wird, Shunt, Katheter oder ws auch immer.

Aber meine Wundheilung ist seit dem neuen Katheter sehr schlecht, weil die Dialysequalität nicht ausreicht. Der Katheter steckt zu tief im Herzen und saugt sich fest sobald man über 160 Flow fahren will.
Somit ist mein Kt/V so schlecht, dass ich eigentlich schonlängst tot sein müsste.

Ist alles eine echt lange Geschichte. Ein anderer Arzt wird mir Dienstag oder so versuchen den Katheter 2cm aus dem Herz zu manipulieren trotz eingewachsener Muffe. Wobei nochnicht fest steht ob Primat/Chefarzt das OK dazu geben.

Und die Transplantation ist aktuell sooo weit in die Ferne gerückt, dass ich von der Pensionsversicherungsanstalt einen Bescheid für dauerhafte Berufsunfähigkeit bekommen hab. Ich bekomm ab Oktober BU-Rente 14x im Jahr (statt bisher nur 12x)


Aber der Knackpunkt ist eben, dass ich einen Nephrologen habe mit dem ich mich nicht verstehe und von dem ich mich nicht operieren lassen möchte. Sprich man möchte mir die freie Arztwahl verweigern, was ich nicht nachvollziehen kann.
Nicht jeder Nephrologe ist ein guter Chirurg und meiner hat bei mir ein paar Fehler gemacht die man laut Lehrbuch so auf garkeinen Fall machen darf. (Nähte zu Nah am Exit setzen.) Das ist eben ne schlechte Erfahrung die ich nicht wiederholen will.
Ich würde mir von dem Nephrologen also auch keinen Shunt oder PD-Katheter operieren lassen wollen, wofür aber sowieso keine Zeit bleibt.


lg
Chris

Kleine Erklärung wieso ich meinen Nephrologen für einen schlechten Chirurgen halte. Mein Hauttunnel hat ein Loch weil er eine Naht zu nahe am Hauttunnel gesetzt hat. Da loch ist nie verheilt und nur schlimmer geworden.
foto aktuell: i.imgur.com/CEWosqn.jpg
foto mit naht: i.imgur.com/3pQIHdD.jpg
 

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Mein Chirurg ist mein Stalker 19 Sep 2022 14:05 #520442

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Hallo Christian,

wie wäre es denn für den Anfang mit einem Sheldon Katheter? Der ist in 10 Minuten gelegt und kannst zumindest wieder eine Zeit lang vernünftig dialysieren.
Ich habe mich am Anfang auch gegen einen Shunt gesträubt, bis der Demers auch immer schlechter lief. Ich hatte es nicht bereut mit dem shunt. Trotz TX vor 2 Jahren läuft er immer noch. Und das seit 13 Jahren...

VG

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Mein Chirurg ist mein Stalker 19 Sep 2022 14:22 #520443

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Hallo schwede,

beim Shaldon müsste die Katheter-Spitze in den linken Vorhof, wo aktuell schon der Demers ist. Den müsste man vorher entfernen.
Bisher noch keinen Chefarzt gefunden der sich auf einen Kompromiss einlässt. Jeder will umbedingt einen Demers und auf der rechten Seite legen.
Ich hätte ja gerne wieder einen Tesio, aber das Spital sagt die werden heutzutage nichtmehr gemacht - ich wette die haben nur keinen Chirurgen der das kann.

Und ein Shaldon bietet jetzt auch keine Spitzenleistung, ich hatte schon 2x einen und die waren auch sehr Störanfällig. Mein Spital hält auch sowieso nichts von Shaldon-Kathetern, die wollen alles getunnelt und vermeiden ohnehin jedes Risiko.

Ich mach aktuell die Dialyse verzweifelt in verdrehter Körperhaltung auf der rechten Seite liegend, weil ich dann 160 Flow bei niedrigen Drücken schaffe, jede Körperbewegung oder entspannt liegen führt zu einem Alarm. Wenn der Muskelkater und die Schmerzen zuviel werden, muss ich mich an die Bettkannte setzen und mit durchgestrecktem Rücken gerade dasitzen und genau auf dem Bildschirm achten in welcher Körperposition die Dialyse noch funktioniert.

Mein Spital macht es sich einfach, die warten drauf, dass ich irgendwann zum Notfall werde damit ich das ganze nichtmehr selbst entscheiden kann. Wobei keiner damit gerechnet hätte, dass ich solange die Dialyse mit einem störanfälligen Katheter durchhalte.
Und ich wollte eigentlich vor egal was für einer Operation nochmal das Haus auf hochglanz putzen, fühl mich aber dauernt ausgelaugt.....vorallem das Treppen steigen wird schwieriger, meinem Herz fehlt es zunehmend an Kraft und Ausdauer, dürfte mit der Dialyse also trotzdem nicht gut genug laufen.

Zwischendurch versucht mich das Spital auch zu verarschen, dass ich mir ja auf der rechten Seite einen Demers legen lassen kann und in einem halben Jahr oder so, wenn die linke Seite wieder besser verheilt ist, kann man ja über die linke Seite diskutieren. Aber bei mir vernarbt die Muffe zu stark und ein neu verlegen auf der linken Seite wäre zu heikel. Wobei ich sage die übertreiben, weil die alten Muffen waren ja >50 Monate eingewachsen, klar waren die schwierig zu entfernen, die neue die seit 3 Monaten drinnen ist müsste einfacher sein -_-

Und beim Thema Shunt die leidige Diskussion, dass die einen auf der rechten Hand wollen und den linken Arm ablehnen, weil ich einen offenen Knochenbruch am Oberarm hatte mit relativ viel Gefäßschädigung.
Auf dem linken Arm kann ich aber nicht Blutdruck messen, weil die Manschette auf eine Narbenplatte drückt und sich nicht an die Mulden vom Armbruch anpasst und deshalb höllisch schmerzt....
Lass ich mir nen Shunt rechts machen, wäre das mein letzter gesunder Arm und ich müsste dann den kaputten Arm zum Blutdruckmessen nehmen. Da gäbs auch keine Kompromisse und den Ärzten ist das egal wie es um meine Lebensqualität steht :/

Hatte auch schon endloslange Diskussionen mit Chefärzten die MIR erklären wollen, wie schmerzfrei der Alltag mit einem Katheter doch ist und, dass der andere Patienten so garnicht stört...manche Ärzte haben auch ein sehr verträumtes Weltbild -.-

lg
Chris

EDIT:
Zusätzliches Problem: An guten Tagen räume ich meine Wohnung auf, schmeiße meinen Müll weg und mache Haushalt, an schlechten Tagen mach ich Müll in der Wohnung und der Staub vermehrt sich.
Seit dem neuen Katheter Anfang Juni gehts bei mir bergab, also verdreckt meine Wohnung und es bildet sich eine Staubschicht.....und was der Hund aktuell an Haare verliert ist auch enorm.

Und kaum hab ich einen Raum sauber, verteilt sich aus den anderen Räumen und auch von draußen soviel Dreck beim Lüften, dass in 2-3 Tagen wieder alles dreckig ist.
Aber mit dem Staub wirds auch jährlich verrückter, mein Laptop braucht nur einen halben Tag stehen und zieht eine sichtbare Staubschicht an.

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Mein Chirurg ist mein Stalker 19 Sep 2022 22:44 #520444

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Hallo Christian ,
Es gibt ja auch einen Sheldon Katheter der nur in der Halsvene liegt , den hatte ich als Kind ca 3 Monate fuer die Dialyse, vielleicht ist das was als Uebergansloesung.

Und wenn du so schlecht mit deinen Aerzten klar kommst es gibt ja noch Optionen im Ausland oder woanders bei dir im Land.

Bei mir ist es zurzeit so das die Aerzte auch nur gewisse Optionen anbieten die mir nicht gefallen , wollen unbedingt nen Shunt machen aber dann kann ich meine Arbeit nicht mehr ausueben was fuer mich ein nogo ist , zudem ist mir das ding zu schmerzhaft , deswegen wollte ich wieder nen Kath entweder Demers oder Sheldon  aber dann wieder am Hals moeglichst weit oben.
Nur da sagen die mir das die das hier nicht so machen wollen und da mein Vertauen immho sehr gering ist zu den Aerzten in meiner Region habe ich mich entschlossen den Aerzten in Japan mal zu fragen und das dann da machen zu lassen .

Gruss

YauLOng

 

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Mein Chirurg ist mein Stalker 19 Sep 2022 22:54 #520445

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Hallo YauL Ong,

der Shaldon wird zwar in die Halsvene gestochen, von dort geht der Schlauch aber bis in den linken Vorhof.
Weil das Blut für die Dialyse musst du an einem Ort zapfen wo genug Blutfluss herrscht, die Menge also nicht fehlt.
So eine hohe Blutmenge fließt aber nur im Herzen.

Der Demers unterscheidet sich zum Shaldon nur insofern, dass der Demers noch unter der Haut eine lange strecke getunnelt wird bevor er die Haut verlässt.
Wenn Bakterien durch die Haut eindringen ist dann die Entfernung zu den Blutgefäßen weiter und man hat mehr Zeit zu reagieren. Beim Shaldon kann eine Infektion direkt vom Exit zu den Blutgefäßen und hat keinen verzögernden Hauttunnel.

Es mag einem beim Shaldon vielleicht nur so vorkommen, als würde der im Hals stecken, aber tatsächlich ist der Schlauch eben viel länger und geht weit in den Körper hinein.

lg
Chris

P.S.
Mein Tesio-Katheter war ja so optimal damals, mit dem war ich auch oft schwimmen. Scheiß egal ob er nass wird, wenn er bereits gut eingewachsen ist und man danach einfach gut mit Wasser und Seife die Haut von Bakterien befreit....
www.facebook.com/groups/978625352183201/...nk/3241967085849005/

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Mein Chirurg ist mein Stalker 19 Sep 2022 23:06 #520446

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Hallo Chtistian ,

Also mein Sheldon Katheter so hat die Aerztin ihn jedengalls genannt, lag nur in der Halsvene war ca 10-15cm lang.
Die art Katheter wird auch notfallmaessig im Klinikum (UKM Muenster) benutzt wenns schnell gehen muss.


Gruss,

YauLOng


 

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Mein Chirurg ist mein Stalker 19 Sep 2022 23:09 #520447

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Habs nochmal gegoogelt, ist der rechte Vorhof, das verwechsel ich immer.

gefaesszentrum-bremen.de/dialyse/vorhofverweilkatheter/

Und das geht ziemlich schnell den bis zum Herz zu schieben mit nur lokaler Betäubung :P


Wie gesagt, es kommt einem nur so vor aber er geht tief rein bzw. vom Hals zum Herz ist es ne relativ kurze Strecke.

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Mein Chirurg ist mein Stalker 19 Sep 2022 23:49 #520448

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Hallo Christian ,
Joa kann sein das mir der wohl kuerzer vorkam als er war , dann muss der andere Katheter wohl raus.

Zum Thema das du mit deinen Aerzten nicht zurechtkommst lass ich dir mal den Kontakt meiner Psychologin hier, die hat mir sehr geholfen.
Da ich fast das selbe Problem mit meinen Aerzten hatte , dass meine Wuensche nicht beachtet werden und mir versucht wurde immer etaswas anderes zu Verkaufen was mich sehr belastet hat.

Dr. med Anna Reckert
Dingbaengerweg 41
48163 Muenster
Tel. 0251-973 065 74

Da du ja nicht in Deutschland lebst einfach mal anrufen die macht das sicher auch Telefonisch.

Gruss,

YauLOng


 

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Mein Chirurg ist mein Stalker 20 Sep 2022 22:33 #520464

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Ist wohl nett gemeint, aber als Österreicher wäre das wohl eine Ferntherapie :P

Meine Dialyse läuft übrigens immernoch richtig blöd.
Hab heute von 160 auf 200 Blutfluss zu steigern probiert, was auch relativ gut geklappt hat. Aber wenn ich meine Körperposition auch nur ein bisschen wechsel spüre ich wie der Katheter im Herz zu schwingen anfängt. Trommelt mir gegen die Herzwand.
Hab das Gefühl das Katheter-Ende in meinem Herzen schwingt herum wie die Flosse eines Spermiums das gerade auf Turbo beschleunigen will.
Das ist echt so scheiße, wenn man den Katheter im Herz spüren kann so ganz deutlich. Das hatte ich früher nochnie und macht mir eine heiden Angst.

Hab es heute geschafft 4,5 Stunden nur auf der rechten Seite zu liegen. Dadurch hatte ich dann die Ödeme durch die Schwerkraft rechtsseitig.
z.B. linkes Bein linksseitig total skeletiert, rechtsseitig Ödem. Aber immernoch das selbe Bein.
rechtes Bein linksseitig total skeletiert, rechtsseitig auch Ödem. Torso links die rippen skeletiert, rechtseitig Ödem.

Beim Heimtransport sollte ich mich dann beeilen, weil da noch eine ältere Patientin gewartet hat die auf Morphium ist und ziemliche rumgegröhlt hat.
War ziemlich heftig, als sich die Ödeme beim Fahren wieder zurück gemischt haben, hab kurzfristig kaum Luft gekriegt. Ziemlich besorgniseregend und skuril.

Aber das Gespräch mit nem Pfleger fasst es im Prinzip gut zusammen: Das ist zuwenig Dialyse zum Leben aber zuviel um zu Sterben.
Für einen brauchbaren kt/v bräuchte ich eher 350-400 ml/min Blutfluss.

lg
Chris

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Mein Chirurg ist mein Stalker 21 Sep 2022 21:12 #520483

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Egal wie sich die nächsten Wochen entwickeln, ich hab mir heute ein Bett bestellt.
Ein Verstellbares wie im Spital aber optisch nicht so auffällig, mit Fernbedienung. www.beliani.at/polsterbett-leinenoptik-g...0-x-200-cm-duke.html

Weil aktuell schlaf ich auf einem Klapp-Sofa seit >10 Jahren, das langsam dellen bekommt, weil ich da immer in der selben Position auf der Seite schlafe, am Rücken geht garnicht, zu hart und zuviele dellen. Also leg ich mir ein Bett mit echter Matratze zu und investier mal ordentlich und belohne mich für den Stress der letzten Monate :/

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Mein Chirurg ist mein Stalker 22 Sep 2022 11:43 #520486

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Hab die Dialyse heute nicht über 130 ml/min bekommen und hab deshalb nach 3 Stunden dann aufgehört weils nurnoch lästig und nutzlos war.

Hab mit den Spital zu verhandeln versucht und mit Verbündete unter den Pflegern zu Hilfe geholt die meine Geschichte schon gut kennen.....nützt auch alles nichts, das Spital meint ich muss mir ein anderes Spital suchen wenn ich einen anderen Chirurgen haben will.

Und dann ist da noch die alte Muffe vom vorherigen Katheter die man in der Haut vergessen hatte, die chronisch entzündet ist und rumeitert und starke Hautveränderungen drum herum verursacht.....die muss ich auch noch irgendwie loswerden und das Spital streitet ab einen Fehler gemacht zu haben.

Ich dokumentier aber meinen Katheter schon seit ner Ewigkeit mit Fotos.....reicht um meinen Ärzten deutliche Fehler nachzuweisen und deutliche Mängel in der ärztlichen Sorgfaltspflicht.....wird mir eine Freude sein einen Kunstfehlerprozess vorzubereiten und eine Akte anzulegen für den Fall, dass ich in die offensive gehen muss.

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Mein Chirurg ist mein Stalker 23 Sep 2022 20:14 #520495

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Und wie soll das nun weitergehen? Klingt lebensbedrohlich.

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Mein Chirurg ist mein Stalker 24 Sep 2022 03:03 #520496

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Ist äußerst lebensbedrohlich wenn man zuwenig Dialyse bekommt, man geht schleichend kaputt, kann sich mit unter bleibende Schäden züchten.

Ich versuche bei dem Stress objektiv zu bleiben. Mein letzter Chirurg war nur ein Nephrologe und macht so eine OP wohl nicht oft und ist ziemlich schlecht darin.
Ich will aber einen Gefäßchirurgen der sich eben auf Chirurgie spezialisiert hat und darin mehr Übung und Erfahrung hat.
Ob ich mich jetzt zu einem Shunt überreden lass oder mir einen Katheter machen lass, ich will dass es diesses mal auf jeden Fall was wird bevor mir die Zeit ausgeht, wird also eher Katheter werden weil sich der nicht entwickeln muss.

Ich versuch den Arzt ans Telefon zu kriegen der mir den ersten Katheter gelegt hat, ist aber schwierig, weil das der wichtige Chefarzt der Gefäßchirurgischen Abteilung meines alten Spitals ist. Den ersten Katheter hat der Chef scheinbar selbst gelegt.

Bis ich eine Lösung gefunden hab werd ich aber trotzdem wieder an meine Dialyse müssen, auch wenn es fast nichts bringt.
Bei 200 Flow ists zuviel zum Sterben aber zuwenig zum Leben.
Bei 130 Flow wirds aber zunehmend tödlicher. Wielang Herz, Gehirn und Leber das mitmachen bevor bleibende Schäden auftreten?

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Mein Chirurg ist mein Stalker 25 Sep 2022 23:54 #520516

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Hab am Samstag was neues ausprobiert.

Hab meinen linken Arm während der Dialyse hochgehoben und hinter den Kopf gelegt.
Der Demers hat seine Muffe ja hinterm Schlüsselbein knapp vor der Halsvene, dort wo am Hals der Einschnitt war.
Wenn ich den linken Arm über Augenhöhe hebe, bewegt das den Demers. Keine Ahnung wie genau sich die Position ändert, aber es hilft.
Wobei sich dabei die alte Muffe die bei mir vergessen wurde, die dauernt entzündet ist und rumsaftelt, unter den Demers-Katheter verschiebt.

Schaffe so 200ml/min mit Spielraum nach oben. Wobei ich davon einen ziemlichen Muskelkater im linken Oberarm bekomme. (da wo ich schonmal einen offenen Oberarmbruch hatte...)


Hab jetzt 3 Positionen wo mein Katheter 200ml/min schafft.
1. Wenn ich in Embryo-Stellung auf der rechten Seite liege.
2. Wenn ich meinen linken Arm über Augenhöhe hebe und so lasse.
3. Aufrecht sitzend.

Aber eben wirklich genaue und präzise Posen und sich auf keinen Fall bewegen. Mal kurz einen Schluck trinken geht da ohne Alarm nichtmehr. Zu tiefe Atemzüge sind auch verboten.
Selbst zu langsam Atmen löst einen Alarm aus.
Naja das schlimmste daran ist der Muskelkater nach der Dialyse wenn man nicht entspannt liegen darf.

Jetzt am Sonntag hatte ich einen halbwegs guten Tag.
Viel mit dem Hund gespielt, bissl die Wohnung aufgeräumt....im Kopf fühl ich mich besser, aber mein Körper ist immernoch total kurzatmig und der Blutdruck höher als sonst.

lg
Chris

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Mein Chirurg ist mein Stalker 27 Sep 2022 10:54 #520524

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Hatte heute ungeduldige Pfleger....kaum hats endlich funktioniert, sogar mit 260 Flow, hat mich der andre Pfleger mit Oleovit genervt, musst mich wieder aufrichten....
Danach große Jammerei wegen Alarme, was ja logisch war wenn ich Medikamente nehmen soll.....

Wurde abgehängt und nachhause geschickt mit dem erneuten Ultimatum, dass mich der selbe Chirurg operieren soll den ich nicht will und kein anderes Spital mich annehmen wird und es ihm egal ist ob ich ihm mit Anwalt und sonstwas drohe. Er wartet jetzt einfach bis es mir schlechter geht.

Kommt mir vor wie Erpressung.....

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Mein Chirurg ist mein Stalker 27 Sep 2022 13:33 #520525

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Kommt mir ehrlich gesagt so vor als halten die dich für einen riesen großen querulanten, und als ob keiner in diesem Laden mehr lust hat mir dir zu sprechen (nach einigen geschichten von dir auch nicht verwerflich). 
Wenn man überall um sich rum nur a... Löcher und Leute sieht die nur blöd zu einem Sinn, sollte man vlt mal drüber nachdenken woher das kommt... 

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Mein Chirurg ist mein Stalker 27 Sep 2022 22:15 #520529

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Du siehst das falsch.
Sprechen tun sehrwohl alle mit mir. LOL.

Ich hab seit Dialysebeginn vor 5 Jahren den selben Nephrologen. Kennen gelernt haben wir uns, als er mich auf der Intensivstation extubiert hat.
Ich hatte damals zuviele Infusionen bekommen und bin an einem Lungenödem erstickt und war 3 Tage intubiert.
Das hat mich dann meine restliche Nierenfunktion gekostet, hat sich dann herausgestellt, dass ich einfach nur so trocken dialysiert wurde, dass meine Nieren wochenlang kein Wasser abgekriegt haben. Seither will ich einen anderen Nephrologen und in ein anderes Spital.
Hab ewig versucht das Spital zu wechseln, irgendwann wurde ich aus Platzmangel "zwangsversetzt" und zufälligerweise ist mein Nephrologe dort Chefarzt Nr. 2 geworden und fühlt sich persönlich für mich zuständig, weil wir uns doch schon solange kennen.

Und hey, ich hab versucht ihm zu vertrauen als ich ihn meinen Katheter habe tauschen lassen. Jeder Pfleger sagt mir vom 1ten Tag nach der OP an, dass der zulang ist, zu tief im Herzen steckt, immer ansaugt und nicht gut gemacht ist. Wochenlang hab ich um Reperatur gebettelt. Und monatelang hat er dann nur andere Ärzte vorgeschickt. Nach >2 Monaten wo alles eingeheilt ist, soll ich den Katheter auf der anderen Seite neu machen lassen.....aber ich jammer schon seit 2 Monaten rum wie schlecht der Katheter geworden ist und welche Details hätten anders sein sollen....

Ich sehe das so, dass ich wiederholt von meinem Arzt bitter enttäuscht worden bin und für die nächste Operation will ich einen echten Gefäßchirurgen mit mehr Praxiserfahrung, weil ich mir keine Fehlschläge leisten kann.

Um einese klarzustellen, seit mich der Nephrologe vor 5 Jahren übernommen hat, hatte ich nochnie einen anderen behandelnden Arzt, er ist der was für mich persönlich zuständig ist und mich nicht hergeben will, obwohl ich ihn eigentlich nie haben wollte.
Und hier in Ö hast du nicht die Freiheit dein Spital und deinen Arzt zu wechseln wie du Lust und Laune hast. Sonst wäre ich in einem der Spitäler die näher zu meinem Wohnort sind.

Aus meinen früheren Geschichten weiß man ja, dass mein Nephrologe mich nicht ausstehen kann, weil ich damals frech den Katheter behalten hab und keinen Shunt wollte. Es hat ihn regelrecht geärgert, dass der Shunt >4 Jahre funktioniert hat. War dumm ihn überhaupt einen neuen Katheter setzen zu lassen, weil ihm diesbezüglich garnicht zu trauen ist.

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Mein Chirurg ist mein Stalker 29 Sep 2022 11:20 #520536

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Der Demers ist nun endgültig hinüber und die Dialyse geht garnichtmehr, er saugt nurnoch an.

Das Spital wollte mir schon für heute einen OP-Termin ansetzen. Mit dem selben Chirurgen. Und gleichzeitig wurde ich schon ausgefragt wo und wie denn ein Shunt sinnvoll wäre.....
Hab ewig verhandelt, dass ich einen anderen Chirurgen will und schon einen Termin in einem anderen Spital hab.
Die haben mir zum Schein zuerst zugestimmt und mir dann klar gemacht, dass es doch wieder der Chirurg sein wird, der den Katheter falsch gelegt hat.

Ich hab so das Gefühl, dass ich das bis Montag wohl nichtmehr aushalten werde.....

Bin mir noch unsicher wie es jetzt weiter geht. Werd wohl als Akut-Patient in ein anderes Spital müssen. Aber ob das was wird.....ich glaub jetzt steh ich endgültig mit dem Rücken zur Wand und mir gehen die Ideen aus. Muss ich meinen Arzt erst erschlagen um ihn loszuwerden?

lg
Chris

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