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Partnerschaft zerbricht an der Situation 11 Apr 2019 15:00 #510708

  • Füchsin93
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Hallo!
Ich möchte mich erstmal vorstellen, denn bisher habe ich hier noch nichts geschrieben. Ich bin 25 Jahre alt und seit einem Jahr an der HD. Ein Wechsel zur PD steht jetzt im Raum. Seit einigen Wochen gehe ich auch zur Psychotherapie und arbeite hart daran meine Situation zu akzeptieren. Hatte eigentlich auch den Eindruck, dass es schon positive Auswirkungen auf die Beziehung hat. Aber kommen wir zum eigentlichen Problem.

Mein Partner und ich sind seit 2 Jahren zusammen, wohnen seit einem Jahr zusammen. Er wusste von Anfang von meiner Erkrankung und das die Dialyse nicht mehr allzu weit entfernt ist. Gestern Abend sagte mir mein Partner, dass er nicht weiß ob er die Beziehung noch so aufrechterhalten kann. Dass er nicht zusehen kann, wenn es mir schlecht geht und das er einfach ein Problem mit der Dialyse allgemein hat. Seine Beziehungen vorher waren "freier". Ich habe ihm immer mal gesagt, er kann jederzeit zu mir kommen, wenn alles zu viel ist, damit eben nicht die Situation eintritt, in der wir uns jetzt befinden.

Laut seiner Aussage liebt er mich aber definitiv noch. Eine Lösung konnte er mir nicht nennen. Ich sagte ihm, dass ich es verstehen kann, dass das alles auch sehr schwer für ihn ist und ob er sich nicht mal mit jemand Außentehendes unterhalten möchte. Aber er äußerte sich nicht. Sagte immer nur "weiß ich nicht". Und ich bin jetzt ziemlich verzweifelt und ratlos was ich tun soll. Ich tendiere dazu, dass alles erstmal sacken zu lassen ein paar Tage, aber ich habe das Gefühl er hat keine Kraft zu kämpfen und möchte das vllt auch nicht. Und ich habe Angst, dass einfach nichts passiert von seiner Seite bis ich quasi die Trennung ausspreche.

Liebe Grüße

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Partnerschaft zerbricht an der Situation 11 Apr 2019 15:31 #510709

  • Christian
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Hallo Füchsin93,

ist es fair von dir zu erwarten, dass dein Freund mit der Umstellung und der neuen Lebenssituation fertig wird, während du selbst noch nicht vollständig abgeschlossen hast?
Wie muss das wohl aus seiner Perspektive sein?
Der Freundin gehts schlechts, zusätzlich in psychischer Betreuung und somit vermutlich viele Stimmungsschwankungen, traut sich vielleicht nicht auszusprechen was er sich denkt, aus Angst dich damit psychisch runter ziehen zu können. Vielleicht will er ja nur abwarten bis du wieder psychisch "die Alte" bist oder zumindest abwarten ob das überhaupt noch möglich ist.
Bist du überhaupt noch seelisch der selbe Mensch in den er sich verliebt hat oder könnte es sein, dass du dich verändert hast?
In wieweit ist dein Partner in deine Krankheit mit einbezogen? Muss er auf irgendetwas Rücksicht nehmen, hilft er dir irgendwie im Alltag? Wie hat sich sein Leben seit deiner Dialyse verändert?
Was sind seine Hoffnungen und Träume für die Zukunft, was hat er für Ziele im Leben und sind diese mit einer Dialysepatientin als Partnerin umsetzbar?
Wie sah eure gemeinsame Zeit vor der Dialyse aus und was hat sich alles geändert, dass es ihn jetzt so runterzieht?

Ich denke, da fehlen noch viele Informationen bevor man als Außenstehender was dazu sagen kann. Ich sag nur, muss ein ziemliches Gefühls-Chaos für deinen Freund sein, vermutlich kann er sich die Zukunft schon garnicht mehr vorstellen, weil alles immer soviel anders kommt als man es sich vorgestellt hat.

...das sind mal so meine Gedanken dazu, ganz unzensiert, vielleicht hilfts ja als Denkanstoß.

LG
Christian

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Partnerschaft zerbricht an der Situation 11 Apr 2019 22:49 #510712

  • diebina
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Hallöchen Füchsin93,

das tut mit deinem Partner tut mir sehr Leid!
Ich hatte diese Angst auch ein bisschen, als sich herausgestellt hat, dass ich so schnell nicht von der Dialyse los komme, mein Freund kommt damit nicht klar. Aber zum Glück kommt er damit sehr gut zurecht. Besser als ich. Er hinterfragt viel, ist auch mal bei Terminen dabei und stellt auch meinen Nephros fragen, wenn er was wissen will.
Persönlich finde ich es schwierig, dir da einen guten Rat zu geben. Uns hilft es, viel miteinander zu reden. Ich weiß auch nicht, ob euch eine kleine Auszeit helfen könnte.
Wie denkt er denn über eine Paartherapie? Vielleicht wäre das ja was.

Liebe Grüße
Sabrina

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Partnerschaft zerbricht an der Situation 12 Apr 2019 10:22 #510718

  • kohana
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Eine Möglichkeit wäre, dass er (und du) den Kontakt mit anderen Dialysepatienten HD und PD und ihren jeweiligen Partnern sucht. Vielleicht mal zusammen etwas trinken gehen, zusammen spazieren gehen fühlen, mit eigenen Augen sehen, dass das Leben weiter geht, dass es andere auch können, Dialysepatienten und ihre Partner (ich weiss, alle können es nicht). Dass sie vielleicht auch Zeit gebraucht haben, bis sie damit umgehen konnten, es ertragen konnten, die Partner einen Weg manchmal damit und manchmal drum herum finden (ein eigenes Hobby (weiter)pflegen, während der Partner an der HD ist oder PD macht oder sich davon ausruht), beide es in ihr Leben einbauen können, ohne alles andere, bisherige aufgeben zu müssen. Wie der Partner mit der Hilflosigkeit und dem Gefühl des Ausgeschlossenseins umgeht. Dass das Leben nicht nur aus der Dialyse und dem Drumherum besteht, aber es nun mal ein Teil davon geworden ist.
Lieber Gruss Kohana
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Partnerschaft zerbricht an der Situation 13 Apr 2019 12:51 #510730

  • Füchsin93
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Hallo,

entschuldigt, dass ich jetzt erst schreibe. Danke für eure Beiträge.
Leider haben wir uns jetzt getrennt da er er sagte er sieht keine Zukunft und hat keine Kraft mehr für die Situation.

Es ist sehr schmerzhaft, aber ich kann ihm keine Vorwürfe machen.

Liebe Grüße

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Partnerschaft zerbricht an der Situation 13 Apr 2019 15:42 #510733

  • diebina
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Oh, das tut mir Leid! Ich wünsche dir ganz viel Kraft, dass du die Trennung gut verarbeitest.

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Partnerschaft zerbricht an der Situation 14 Apr 2019 11:08 #510742

  • Flüstermann
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@ füchsin93,
wenn mein Partner (=Ehefrau) genau so ein Miesling wie dein Freund gewesen wäre, wäre ich jetzt nicht schon 44 Jahre verheiratet!
Bereits nach knapp einem Jahr Ehe hatte ich einen schweren Motorradunfall, 2 Jahre Krankenhaus, 1 Jahr lang künstlich ernährt, in der Zeit 14 Ops, davon fast ein Jahr 300km von zu hause weg - alles kein Problem für meinen Partner: sie arbeitete unter der Woche (Akkord) und fuhr am Wochenend diese 300km teilweise über Landstraße zu mir und in der kurzen Erholungszeit zu hause (war dreimal auf Heimaturlaub aus dem Krankenhäusern), hat sie mich gepflegt: Schlauchwechsel der Ernährung (Nahrungssonde im Magen), Schleimabsaugung der offenen Rinne (d.h. die Kehle war offen bis zum brustbein) - alles kein Problem, war ja nur Ihr Urlaub! Auch die -eine- Aussage- des Prof. der Uniklinik, das wird nichts mehr mit ihrem Mann, wird so bleiben mit 10 Jahre Lebenserwartung hat sie nicht "flüchten" lassen, obwohl ich wirklich entstellt war!

Und in meinem Leben ging es weiter rund, sei es gesundheitlich oder auch gesellschaftlich (hatte mal einen anständigen Konkurs, an dem ich fast 20 Jahre lang knapperte - aber auch dies überstand unsere Ehe als auch das Haus als auch die Kinder).

Das ist ein Partner!

Wer schon beim ersten kleinen Anlass türmt, dem gib noch Geld mit, damit er möglichst weit von dir weg kommt!

m2ct

Du bist noch jung und glaube mir, wenn der Deckel kommt, der auf dich "Topf" paßt, wird der spätestens aus deinem Kopf sein!

Das wünsch ich dir nicht, das weiß ich aus eigener Erfahrung!

Die Worte bei einer Eheschliessung ; ..in guten wie in schlechten Zeiten..." sind die Grundlage einer Ehe, nicht das gute Aussehen, die gesellschaftliche Situation oder die -momentanen- Gemeinsamkeiten.

Was Christian so von sich gibt, bin ich zum ersten mal nicht seiner Meinung: er spricht nur von dem was der Typ denkt, fühlt und sich vorstellt (für die Zukunft).
Das ist typisches Egomensch denken!
Wie, was passiert denn dann mit mir? - statt, egal was kommt, wir sind Partner und machen das zusammen durch!

Stell dir mal vor, du hättest einen unverschuldeten Unfall und wirst dadurch zum "Krüppel" (extra in Anführungszeichen, keiner kann was dafür wie er aussieht, es sei denn er ist ungepflegt!).
Dieser Typ hätte dich sofort verlassen!

Darum, weine ihn keine Träne hinterher, ist er nicht wert!

Hier im forum ist ein ähnliches Schicksal wie deines, bei Beginn der Dialyse vom Ehemann verlassen!

Heute ist sie wieder frisch verliebt mit einem Mann, der sie so nimmt wie sie ist - mit dem Schlauch im Bauch!

Und ich bin überzeugt, da passiert dir auch!

Glg
Harald, alias der Flüstermnn (der seine Behinderung zum Kennzeichen erhoben hat - vor 44 Jahren)
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Partnerschaft zerbricht an der Situation 18 Apr 2019 00:45 #510765

  • Krischan
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Hallo,
schreibe erst jetzt, weil mir die Zeit für eine ausführliche Antwort fehlte.

Ersteinmal tut mir natürlich leid, das Eure Beziehung nicht stand gehalten hat.

Im Prinzip erging es mir genauso.
Auch ich bin in jungen Jahren an die Dialyse gekommen. Ich war 30, meine Partnerin, mit der ich bereits 4 Jahre zusammen lebte 27.
An dem Tag an dem mir der Shunt gelegt wurde, habe ich bereits gemerkt, das sie das mit der Dialysepflicht von mir nicht lange aushalten kann.

Es gibt halt Menschen, die sind nicht dazu geschaffen, ständig mit Krankheiten konfrontiert zu sein.
In jungen Jahren hat man im Allgemeinen kaum was mit Erkrankungen zu tun, um die sich nun der ganze Alltag dreht.

Meine Ex hat sich da durchaus bemüht. Aber dann kamen die eigenen Lebenserwartungen mit Anfang 30, die Ungewissheit mit meiner Gesundheit, die allen gemeinsamen Plänen im Wege stand und dann natürlich auch das Umfeld. So hörte sie wohl des Öfteren von Freundinnen und Bekannten: " Was willst Du denn mit einem kranken Mann, das sind die besten Jahre deines Lebens", " Du willst doch Kinder?" usw
Und irgendwann, man hat sowieso mal eine Krise in der Beziehung, kam dann der Andere, Gesunde, mit dem man auch eine Familie gründen kann.
Ich hätte um die Beziehung kämpfen können, sie liebte mich wirklich sehr.
Dennoch lies sie ziehen, obwohl sie auch Skrupel hatte einen kranken Mann zu verlassen.
Vielleicht wollte ich auch instinktiv, das diese Frau nicht psychisch kaputt gegangen wäre und das wäre sie wahrscheinlich, wenn ich so an meine Krankengeschichte denke.

Ich wünsche Dir, das Du vielleicht bald jemanden kennen lernst, der mit Deiner Dialysepflicht klar kommt und bereit ist sein Leben auch mit einem kranken Menschen zu teilen und die Momente zu genießen.
Ich hab da viele positive Beispiele erlebt.
(Leider nicht selbst)

Die Meinung von @Flüstermann teile ich so gar nicht.
Die Situation ist schon deshalb nicht miteinander zu vergleichen, weil man schon verheiratet war, später dann Kinder zusammen hatte usw.
Man hatte sich ja schon für einander entschieden und wie sie schrieb "bis das der Tod euch scheide"
Das sind ganz andere Vorraussetzungen
Außerdem ist jeder Mensch anders belastbar.

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Partnerschaft zerbricht an der Situation 28 Apr 2019 16:40 #510804

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Hallo,

möchte nur sagen, dass ich seit 25 Jahren trotz und mit Dialyse mit meinem Partner durch dick und dünn gegangen bin, und es kann nicht sein, das man die Partnerschaft in frage stell nur weil man krank ist.

Es gibt nur zwei Möglichkeiten!!! Gehen oder bleiben.

LG

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Partnerschaft zerbricht an der Situation 30 Apr 2019 17:58 #510811

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Hallo

Ich kann mich eigentlich Flüstermann nur anschließen.Bin 50 Jahre verheiratet und bin meinem Mann dankbar,dass er mit mir (wie es so schön heisst in guten und schlechten Zeiten)durch dick und dünn gegangen ist. Am Anfang dachte ich nach der Dialyse gibt es keine Steigerung mehr,der Schlauch aus meinem Bauch wäre das schlimmste. Heute hab ich zusätzlich noch ganz andere Sachen und die Krönung noch einen künstlichen Ausgang bekommen und das war der stärkste Hammer für mich.Ich kam am Anfang nicht damit klar,aber mein Mann.Er hat sich um alles gekümmert und sogar den ständigen Wechsel bei mir gemacht.Ich wird ihm immer dankbar sein,für ihn ist es sagt er selbstverständlich.Es werden in deinem jungen Leben noch viel Situationen kommen,da wirst du sicherlich einen Partner an deiner Seite haben,der das mitträgt.Wünsche dir auf alle Fälle alles Gute

Gruss lissi
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Partnerschaft zerbricht an der Situation 30 Apr 2019 18:11 #510813

  • Füchsin93
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Hallo!

Ich wollte mich nochmal melden. Erstmal danke für eure Beiträge. Sie helfen verschiedene Sichtweisen auf die Situation zu bekommen. Mittlerweile bin ich auch so weit, dass ich denke, es ist besser so. Es hätte ja nur wieder mal was passieren müssen und er wäre wahrscheinlich spätestens dann weg gewesen. Die Situation ist schwierig. Wir gehen vernünftig miteinander um, aber ich muss nun von Berlin aus eine Wohnung in Hamburg finden. Wäre alles einfacher, wenn da nicht das Jobcenter wäre. Aber das wird schon.
Ich gehe fleißig zur Psychotherapie und kann schon kleine Erfolge verzeichnen.

Ich wünsche Euch allen noch einen schönen Abend!

Liebe Grüße
Füchsin93
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Partnerschaft zerbricht an der Situation 30 Apr 2019 22:09 #510814

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Na das hört sich doch sehr positiv an.Den Gang zur Psychotherapie hab ich noch vor mir du hast wenigstens schon den Anfang gemacht.Ich bin überzeugt du wirst deinen Weg gehen und einen lieben verständnissvollen Partner finden.Übrigens Hamburg ist auch eine sehr schöne Stadt .Alles Alles Gute

Gruss lissi

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Partnerschaft zerbricht an der Situation 01 Mai 2019 10:43 #510816

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Alles gut!

Das war der Spruch, den ich auf der Intensivstation immer wieder hörte.

Fühlt sich erstmal nicht so an, aber (Lebensweisheit oder dummer Spruch?) das Leben geht weiter.

Du musst bewusst nach vorne schauen, Blicke zurück verklären nur die momentane Lage (man behält immer nur die guten Sachen in Erinnerung, die schlechten Dinge werden vom Unterbewußtsein verdrängt).

Somit konzentrier dich auf Hamburg und deinen Start dort, evtl. findest du ja hier Kollegen(-innen) aus HH, die dir beim Start dort helfen (wünsche ich dir und fordere die HHler, -innen dazu auf).

Laß wieder hören, wie es weiter geht (oder gegangen ist).

lg
Harald, alias Flüstermann

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Partnerschaft zerbricht an der Situation 01 Mai 2019 14:44 #510817

  • Füchsin93
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Hallo!

Danke flüstermann und lissi, aber ich bin waschechte Hamburgerin :)

Liebe Grüße
Füchsin93

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Partnerschaft zerbricht an der Situation 10 Jun 2022 02:18 #519612

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Wow, was für eine Antwort von Dir! Ich dachte, ich traue meinen Augen nicht. Du gibst Ihr die Schuld??? Krass! Er war einfach ein schwacher Mensch, und Sie kann froh sein, dass er weg ist! Wenn man Jemanden liebt, hält man in JEDER Situation zu dem Anderen.
Und klar ist es schwierig, aber so ist nun mal das Leben. Ein Geben und Nehmen!

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Partnerschaft zerbricht an der Situation 10 Jun 2022 09:42 #519615

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Also ich hab mir früher immer gedacht: Bevor ich ein Pflegefall werd, spring ich lieber in einen Vulkan.

Man kann sich halt auch in Menschen verlieben die mit Krankheit und körperlichen Verfall des Partner nicht umgehen können.

Ich für meinen Teil bin froh, meine Krankengeschichte alleine durchzumachen, da zählt dann immer nur, wie ich mit der Situation und meinen Entscheidungen klar komme.

Wäre natürlich schön für jemand chronisch kranken, wenn er wem mit Helferkomplex findet, die die Situation tapfer und hilfsbereit durchsteht - solche Menschen sind selten, findet man aber typischerweise im Krankenschwester/Pflegerberuf häufiger......

Wie man sich bettet, so liegt man. Wer einen fürsorglichen Partner in Alter und Krankheit will, muss sich einen solchen suchen. Und manche Menschen sagen eben klar: Halt, so bin ich nicht. Das geht so nicht weiter.

Ist wie mit der Partnersuche heutzutage - da gibt es ja auch viele verschiedene.
z.B. Parship um eine feste Beziehung zu suchen, Elitepartners um sich einen sozial höhergestellten Partner zu suchen weil man sich für was besseres hält.
Oder Tinder weil man einfach nur Vögeln will. Oder Grindr für Menschen ohne Niveau und Hygiene,

Für jeden Topf den richtigen Deckel....aber für jemanden Anfang 30 zählt z.B. nicht wie man sich das Leben im hohen Alter vorstellt, sondern ob man im Alltag und im Schlafzimmer kompatibel ist.
Man kann sich natürlich einreden, dass man mit jemanden ewig zusammen sein will. Aber was langeweile und sich gegenseitig runterziehen gibts in jeder Beziehung, nicht nur bei den chronisch kranken. Man weiß nie, ob man sich in 1-2 Jahren noch lieben kann.
Interessant wird eine Beziehung ja erst, wenn die Schmetterlinge im Bauch schon lange verflogen sind und sich Alltag und Normalität einstellen - ob die Beziehung dann immernoch lebenswert ist......

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