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Shuntaneurismen 31 Jan 2023 12:04 #521689

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Guten Morgen, 
als Hauptvorbereitung zur Dialyse gilt die Shuntanlage. Meine ist am linken Unterarm, oberhalb vom Handgelenk innen.

Es gilt ja die Regel, im Zickzack den Arm aufwärts zu punktieren. Aber jeder neue Einstich tut sehr weh bei den Rohren, also habe ich die alte Methode des "immer ins gleiche Loch" favorisiert.Die Folge war ein extrem dickes Aneurisma nach acht Jahren Dialyse bis zur Transplantation. Meine Frage richtet sich also an diejenigen, denen es ähnlich erging, und die das haben operieren lassen, weil es kardiologische als auch unfallspezifische Gründe gibt neben den kosmetisch ästhetischen. 
Wie seid ihr mit der OP klargekommen, gab es anschließend Empfindungsstörungen wie Kribbeln oder Taubheit?
Bitte erwähnt auch eure anderen Erfahrungen, die ich nicht angefragt habe. 
Vielen Dank, Pitjes 

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Shuntaneurismen 31 Jan 2023 14:36 #521693

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Zu den Aneurysmen kann ich nichts sagen. Aber immer ins gleiche Loch stechen ist die Knopflochpunktion (Button Hole). Wenn diese richtig ausgeführt wird, gibt es keine Aneurysmen. Nachdem die sog. Tunnel angelegt wurden, wird mit speziellen Nadeln punktiert, vorzugsweise von derselben Person. Ich habe das eine Weile gemacht.
Was meinst du mit Zick-Zackpunktieren. Die gängige Punktionsart ist Strickleiter. 
Viele Grüße 
MaWa 

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Shuntaneurismen 31 Jan 2023 15:57 #521694

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Ja klar, die meinte ich auch. Zickzack ist Quatsch)

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Shuntaneurismen 31 Jan 2023 17:28 #521698

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Puh heute nur antworten an dich :D 
Hab mir tatsächlich vor 3 Monaten den shunt entfernen lassen. 
Es gibt auch irgendwo einen Beitrag dazu, kannst dir mal her suchen. 
Hatte relativ starke Schmerzen nach OP, hat sich mittlerweile gelegt und das aneurysma bildet sich langsam zurück. 
Habe es aus esthetischen sowie kardiologischen Gründen gemacht. 
Kurz nach op war der Arm natürlich taub, andere Dinge habe ich aufgrund der Schmerzen nicht bemerkt. Mittlerweile alles wieder normal.
Grüße paul 
 

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Shuntaneurismen 01 Feb 2023 21:20 #521735

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Hallo Pitjes, mir wurde gerade ein thromoisiertes Shuntaneurysma operativ entfernt. Das hatten mir die Schwestern gestochen, weil mein Shunt nicht richtig funktioniert hat (falsch angelegt, was aber keiner wusste) und es viele Stellen gab, die problematisch waren. Da haben sich die Schwestern nicht getraut, also immer rein in die sichere Stelle und ein schönes Aneurysma gestochen. Nein, hübsch war das natürlich nicht.

Mein Shunt musste sowieso umgebaut werden, also berichtigt in 2 aufwendigen Operationen. Zwischen den OPs hatte sich ein Faden mitten im Aneurysma entzündet. Dadurch war die Haut perforiert und das Aneurysma hätte platzen können. Deswegen wurde die OP vorgezogen. Das hässliche "Ei" ist nun weg, zum Glück. Ich weiß nicht, ob es auch ohne Shuntumbau weggekommen wäre, aber ich denke schon. Ich hatte furchtbare Angst, dass es aufgeht. Ich bin jedenfalls froh, dass es weg ist. An der Stelle kann der Shunt allerdings nicht mehr benutzt werden.

UNter dem Aneurysma mit Thrombus lag noch ein weiteres, das gestochen wurde, weil die Anastomose falsch war. Da habe ich jetzt ein Plastikröhrchen ("Frame") drin, damit nichts platzen kann. Nun ist mindestens 1/3 des unteren Oberarmshunts weg. Aber die Punktionen ganz oben zur Achselhöhle hin funktionieren gut. Im MOment machen es noch die Ärzte. Die Schwestern haben einen Heidenrespekt vor dem Punktieren. Bei meiner fast 6 Jahre währenden Shunt(miss)geschichte verständlich.

Die OP hat 2 Stunden gedauert. Die Narbe war anfangs wulstig, jetzt unauffällig. Die ersten Tage hatte ich ein Redon drin, in das das Blut aus der Wunde reinlief. Die Heilung verlief komplikationslos.

Miss Germany werde ich mit dem Arm nicht mehr, aber schöner als vorher sieht er schon aus. Das Wichtigste ist eh, dass endlich alles funktioniert.

Wenn ich das richtig verstanden habe, möchtest du Deinen Shunt wegmachen lassen, weil Du NTx bist?

Liebe Grüße, Ulrike

 
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Shuntaneurismen 02 Feb 2023 16:46 #521741

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Hallo, liebe Ulrike, 
ja, ich habe vier dicke Bobbles, von denen zwei richtig groß sind. Die Anlage liegt kurz vor dem Handgelenk, und ich fahre viel Fahrrad. Ich habe immer so einen Staugurt wie zur Blutabnahme bei mir, in der irrigen Annahme, es würde noch was nützen. Ich schätze, wenn da was passiert, habe ich oder ein ErsthelferIN max. eine Minute. Ich bin 2020 am 9. Januar transplantiert worden, und wollte es gg. Ende '20 machen lassen, wenn klar ist dass alles gut läuft, aber da war Corona da, und sämtliche unwichtigen OPs wurden verschoben. Mittlerweile habe ich die Transplantation und die drei Komplikationsoperationen gut überstanden, insgesamt sechs Monate Kh., und ich denke es wird mal Zeit. 

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Shuntaneurismen 03 Feb 2023 18:04 #521747

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Ja, Pitjes, das hört sich an, als solltest du Dich bei einem guten Shuntchirurgen vorstellen.

In meinem Shunt ist viel Fluss (1,2 l oder so ähnlich). Ein Pfleger sagt mir, ich hätte 5 Minuten, bis ich bewusstlos werden würde. 1 oder 5 Minuten - beides ist zu wenig, um sich selbst abzubinden und einen Notarzt anzurufen.

Ich habe auch einen Stauschlauch bei mir getragen. Aber im Shuntzentrum gab man mir einen Deckel vom OptiFlo mit (OptiFlo ist ein Absaugschlauch für Beatmungskatheter)  . Das sollte ich über das Aneurysma stülpen. Durch den Unterdruck würde das Blut gerinnen. ZUm Glück habe ich es nicht gebraucht.

Ich hoffe, Du hast eine gute Adresse. Alles Gute für Dich, Ulrike

PS: Das mit dem Bild kriege ich nicht besser hin.



 
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Shuntaneurismen 03 Feb 2023 18:23 #521748

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Liebe Ulrike, 
nicht schlimm mit dem Photo, denn ich halte es für noch weniger praktikabel: bis ich das über einen richtigen Shuntriss o. Ä. am Arm, dazu noch dicht, drübergewurschtelt habe, kann ich es auch gleich laufen lassen und in Ruhe den Stauschlauch zücken. Und dann würde Was gerinnen? Nä nä, Vertellerei - 
Aber kennst du einen Stauschlauch, den man einfach über Kreuz zusammendreht? Geht schneller als die Gurte mit - schloss.

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Shuntaneurismen 03 Feb 2023 19:40 #521749

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Hallo Pitjes, ich kenne nur die normalen mit Schloss. Man kann auch eine Blutdruckmanschette nehmen. Ich weiß aber nicht, ob ich irgendetwas von den "Werkzeugen" alleine händeln könnte. Schon alleine wegen meiner extremen Panik in solchen Fällen nicht.

Der Optiflowdeckel, den mir die Shuntchirurgin im Shuntzentrum gegeben hat, funktioniert. Das kann ich zwar nicht aus eigener Erfahrung berichten, aber ich habe in einem Vortrag Bilder von Aneurysmen gesehen, die damit gestillt worden sind. Sonst könnte ich mir das auch nicht vorstellen. Ich möchte damit aber trotzdem nicht in der Praxis konfrontiert werden. Bin jetzt richtig froh, dass mein "Ei" weg ist und auch das andere Aneurysma (da liegt ein kleiner Plastikschlauch drin).

 
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