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GdB Erhöhung möglich? 22 Feb 2021 10:49 #515712

  • Chillilili
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Hi, ich bin neu in dem Forum, aber schon länger mit dem Thema Niereninsuffizienz vertraut. Ich bin 32, seit 17J nierenkrank, habe aber das Glück bislang noch keine Dialyse erhalten zu müssen.

Derzeit liegt meine Gfr bei ca. 37. Ich bin zwar weniger belastbar als andere, konnte aber meinen Bürojob Vollzeit super ausüben. Seit dem Sommer herrscht Personalmangel, und ich arbeite eher 45-50 std (leider ohne Ausgleich da Vertrauensarbeit). Der Stresslevel ist zu hoch, ich weiß nicht wie lange ich dieses Level noch aushalte. 2 Hilfeschreie von mir an meine a.i. Führungskraft blieben erfolglos.

Ich möchte meine Arbeitszeit reduzieren, aber da mein Unternehmen nicht sozial ist und mich lieber ersetzt als Alternativen prüft würde ich gerne meinen Sozialstatus prüfen auf Schwerbehinderung neu prüfen.

2015 habe ich einen Behindertengrad von 40 erhalten, die gfr lag zum Zeitpunkt bei ca. 65-70. Keine weiteren Erkrankungen. Nun liegt die gfr bei 37- creatinin lt. Labor bei 1,77 mg/dl.
Ich wollte in der
Tabelle GdB nachschauen, aber bei unter 2 mg//dl erhält man max 20-30 GdB. Rechne ich aber bspw 4 mg/dl serumkreatinin die gfr aus (ab dem Wert erhält man 50% Schwerbehinderung zugesprochen), komme ich normiert auf eine gfr von 15- d.h. Terminals Nierenversagen und Dialysepflicht (Dialyse wird wieder mit 100 GdB behandelt).

Ich verwechsle wahrscheinlich die Begriffe oder habe einen Denkfehler. Kann mich jmd aufklären? Leider habe ich erst im Mai wieder Termin beim Nephrologen.

Ganz lieben Dank für eure Unterstützung und mein Unvermögen mich kurz zu fassen.

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GdB Erhöhung möglich? 22 Feb 2021 11:08 #515713

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Hi. Ich habe das auch hinter mir und kann aus leidlicher Erfahrung sagen,dass Dir zur Zeit nur bleiben würde, einen Gleichstellungsantrag zu stellen.
Mit deinen Werten wirst Du nicht höher eingestuft.
Im Internet findest Du auch dementsprechende Tabellen zum Thema Niere und GDB.

Beste Grüße

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GdB Erhöhung möglich? 22 Feb 2021 11:11 #515714

  • Christian
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Hiho,

solltest dir einfach eine Psychotherapie auf Krankenschein verordnen lassen, vorzugsweise bei einem Psychiater, weil die auch Ärzte sind.
Auch ein GdB von 100 schützt dich nicht vor Ausbeutung....gibt genug Mitglieder im Forum denen GdB >50 auch nichts beim Arbeitgeber hilft, die werden trotzdem ausgebeutet.

Falls dich dein Arbeitgeber feuert, könnte dir ein Psychiater bescheinigen, dass du durch deine Arbeit einen Psychischen Schaden davongetragen hast, könnte zu Schadensersatz- und Lohn-Fortzahlungspflicht führen. Wird Arbeitsrechtlich ähnlich eingestuft wie ein Arbeitsunfall mit bleibenden Folgen. Bei Streiterei mit dem Arbeitgeber hat man lieber die bessere Munition und starke Rückendeckung. Und der Profi stellt dem Arbeitgeber Fallen und hat sich selbst schon längst ein Sicherheitsnetz gespannt, falls er die Flucht ergreifen muss.

Ich kenne Menschen die mit Alter<40 über den Psychiater in Pension geschickt wurden, weil angeblich so arbeitsunfähig und leben wie die Prinzessinnen auf der Erbse.

Gibt auch das andere Extrem, indem man soviel belastendes Material gesammelt hat, dass man dich nicht gehen lässt um dein Schweigen zu erkaufen.
z.B. wenn das Unternehmen unmengen an Schadensersatz zahlen müsste, wenn gewisse Geheimnisse ans Licht kommen, die du kennen solltest. Jede große Firma hat 1-10 solcher Geheimnisse.
z.B. Betrug bei den Corona-Hilfen, das machen doch fast alle Firmen -_- (oder Schmiergeld-Skandale mit den kontrollierenden Behörden, haben auch alle irgendwo)


lg
Chris
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GdB Erhöhung möglich? 22 Feb 2021 15:01 #515720

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Hi, vielen Dank für eure Rückmeldung. Ja klar, ein höherer GdB bedeutet auch nicht wirklich Sicherheit. Wenn man Personen aus dem Unternehmen haben möchte, findet man Wege.

Ich habe ein generelles Problem mit der Berechnungsmethode. Rechne ich bei einer Frau in meinem Alter von 4 mg/dl serumkreatinin die gfr aus, komme ich auf eine gfr von 14. Also bekomme ich laut Tabelle für Behinderung wohl gerade eine Einstufung von 50%. Zeitgleich bei diesem Wert hat man terminales Nierenversagen und sollte demnächst/ sofort an die Dialyse je nach Verfassung. Und dann erhält man einen GdB von 100?
Das ergibt für mich keinen Sinn. Interpretier ich da was falsches?

PS wie kann ich euch Dank aussprechen :umpf:

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GdB Erhöhung möglich? 22 Feb 2021 17:30 #515724

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Hallo,
die Tabellen für die Einstufung des GdB sind nicht als Anspruchsvoraussetzung zu sehen, sondern eher als "Richtschnur", gerade auch für die bewilligenden Sachbearbeiter. Die Nierenleistung kann gar nicht nur vom Kreatinin abhängig gemacht werden, denn wenn ein 2-Meter-Mann mit 120 Kilo einen Krea von 4 hat, ist es zum Beispiel was ganz anderes, als wenn ich mit meiner "halben Zwergenportion" einen Krea von 4 habe. Die GFR ist da schon eher ein Gradmesser der Nierenfunktion.
Ich sehe es auch so, dass du mit deiner Nierenleistung zur Zeit keine Erhöhung bekommen wirst.
Was ich nicht verstehe ist die Tatsache, dass du Stunden reduzieren willst. Oder sind damit nur die Überstunden gemeint? Ansonsten würdest du weniger Geld bekommen und trotzdem Überstunden machen-unlogisch.
Falls vorhanden könntest du dich mal an die Schwerbehindertenvertretung wenden.
Pass auf dich auf (Nieren mögen keinen Stress).
Liebe Grüße
Bärbel

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GdB Erhöhung möglich? 22 Feb 2021 18:36 #515727

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Hi, wie viele hier schon geschrieben haben, wirst Du keinen höheren GdB bekommen. Ich habe es damals auch versucht, aber nichts zu machen. Als Dialysepatient bekommt man automatisch GdB 100, weil man so viel Zeit mit der Dialyse verbringt, die einem echt fehlt im Arbeits- und sonstigem Alltag.

Was Deine Möglichkeiten arbeitsmässig angeht, da kann Dir der VdK helfen, ein Sozialverein, die einem beratend und juristisch unter die Arme greift. Man muss Mitglied werden, aber es lohnt sich. Als chronisch kranker Mensch steht man doch immer mal wieder vor schwierigen Situationen, wo jemand mit arbeitsrechtlichem, juristischem etc. Sachverstand hilfreich ist. Du kannst ja mal auf deren Homepage schauen.

Liebe Grüße, Ulrike
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GdB Erhöhung möglich? 23 Feb 2021 07:00 #515729

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Hallo,

ich habe einen GdB von 50%. Allerdings im Jahre 1998 beantragt und unbefristet bekommen. Vielleicht kommt es auf die ärztlichen Bericht an, der dazu eingereicht wurde? Gibt es denn eine ursächliche Erkrankung, die zu der schlechten Nierenleistung führt? Vielleicht kann man da noch was draus machen? Ich habe die ärztlichen Befunde dann selbst eingereicht.

Ich glaube mich erinnern zu können, dass es dort auch unter "glomeruläre Erkrankungen" Abstufungen gab, also, ob man ein nephrotisches Syndrom hat, ob man Ödeme hat und ob man Immunsuppressiva bekommt.

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GdB Erhöhung möglich? 23 Feb 2021 20:22 #515742

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Guten Tag ,

Ich habe meinen Behindertenausweis seit 1977 der GdB 100% ( da steht hinten das halbe abc drauf :lach: ) und daran hat sich bis heute nichts geändert; ob ich NTX war oder Dia. Patient.

Ich musste von Zeit zur Zeit für die Verlängerung Arztberichte einreichen und irgendwann ( so nach 20 Jahren) wurde er mit unbefristet gültig abgestempelt.

Ich bin immer arbeiten gegangen, brauchte keinen Psychologen Der mir irgend etwas bescheinigte, denn wenn man wegen Nierenkrankheit nicht mehr arbeiten kann , oder nur noch bedingt; wird dein Nephro Arzt dir deine Krankheiten bescheinigen. Dieser Arztbrief enthält alle deine Leiden ; die einem das Arbeiten garnicht oder nur bedingt erlauben und diesen Brief sendet man an die zuständige Behörde ( Versorgungsamt!?).

Meine Chefs wussten immer das ich schwerbehindert bin und hatten keine Angst mich einzustellen, oder dass ich irgendwelche geheime x Akten verraten könnte, wenn sie mich entlassen 8)


Der GdB wird erst geändert, wenn eine neue schwerwiegende Verschlechterung bescheinigt wird.

Ich hoffe aber für dich , dass sich dein jetziger Gesundheitszustand nicht dramatisch verschlechtert und du die Erhöhung des GdB lange noch nicht benötigst.

Sende Grüße

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GdB Erhöhung möglich? 05 Mär 2021 16:06 #515909

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Hallo Chillilili,

berichte doch mal, wie es bei dir weitergeht.

Ich habe gerade erst einen SBA beantragt. Ich bin seit 16 Jahren niereninsuffizient. Bei der letzten Kontrolle war mein Krea bei 3,5 und mein GFR bei 15.

Ich habe noch eine weitere chronische Erkrankung.

Mal sehen, was rauskommt.

Es ist sicher individuell unterschiedlich, aber bei einem Krea um die 2 ging es mir noch sehr gut.

Auch jetzt geht es noch, ich arbeite allerdings seit Januar 30h/Woche.

Da ich so lange um Homeoffice kämpfen musste (mittlerweile ist es mobile office, aber auch ganz okay), erhoffe ich mir von einem SBA mehr Akzeptanz von Arbeitgeber und Kollegen.

Bisher schauen mich immer alle an wie ein Alien, wenn ich wegen der Niereninsuffizienz Angst wegen Corona habe.

Liebe Grüße
Anja

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GdB Erhöhung möglich? 12 Mär 2021 13:09 #515969

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Hallöchen,

ich bin auch noch nicht so lange in diesem Forum. Ich befinde mich derzeit in der Prädialyse-Phase und mir war bis vor kurzem gar nicht bewusst, dass man mit einer chronischenn Nierenkrankheit einen Behinderungsgrad hat. Was würde der eigentlich für mich großartiges bewirken, dass man dafür einen Antrag stellt? Ich komme allerdings aus Österreich, aber vielleicht ist das ja ähnlich wie in Deutschland. Sorry für die Frage, aber ich bin da wirklich noch Anfänger. Bin seit 20 Jahren chronisch nierenkrank und bin gespannt, ob ich mich jetzt ärgern würde, wenn sich ein GdB enorm auswirken könnte.....

LG
Petra

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GdB Erhöhung möglich? 12 Mär 2021 13:24 #515970

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Hallo Petra,

das GdB-System ist in Österreich komplett anders. Bei uns kriegt man einen Behindertenausweis, bei mir als Dialysepatient sind es 60% Behinderung.

Link zu Infos vom Sozialministerium: sozialministeriumservice.at/Menschen_mit...indertenpass.de.html

Sind halt wenige überschaubare Vorteile die man mit Behindertenausweiß hat ;)
Billiger mit Öffis fahren oder auf Behindertenparkplätze parken darf ich nicht, dafür benötigt es eine Zusatzeintragung.

Behindertenausweis gibts erst ab 50% Behinderungsgrad, das ist vor Dialysebeginn nur mit diversen Vorerkrankungen zu erreichen.
Arbeitsrechtlich hat es ein paar Vorteile wie erhöhter Kündigungsschutz und Schutz vor Diskriminierung aufgrund der Behinderung. (Behindertenanwalt, Streitschlichtungshilfe etc. über die Behörde)

Der größte Vorteil ist wohl wenn man es schafft, einen Job bei der Behörde über die Behindertenquote zu bekommen. ;)

lg
Chris aus Niederösterreich
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GdB Erhöhung möglich? 12 Mär 2021 13:44 #515971

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Vielen Dank Christian, für deine schnelle Antwort.

Da warte ich dann lieber mal ab bis ich an der Dialyse bin, das wird sicher noch dieses Jahr sein. Meinen Termin in der Shuntambulanz habe ich in einem Monat, dort bekomme ich vermutlich einen Termin für den Eingriff. Wenn die Werte weiter so in den Keller rasseln, geht das sicher ganz schnell. Ich glaube, da hab ich ohnehin wichtigeres zu tun, z.B. die Liste der Untersuchungen für die Transplant-Warteliste "abarbeiten"

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GdB Erhöhung möglich? 12 Mär 2021 13:57 #515972

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Das mit der Warteliste kannst du dieses Jahr eh vergessen.
Die Prä-Transplantations-Ambulanz im AKH reagiert kaum noch auf eingereichte Befunde. Da wird auch viel Personal wegen Corona freigehalten, weil frisch Transplantierte stärker gefährdet sind.
Die Wartezeit beginnt ja sowieso ab Dialysebeginn, egal wann du später auf die Liste gesetzt wirst, in Österreich braucht man sich da vor dem 2ten Jahr an der Dialyse kaum Hoffnungen zu machen, sind zuviele in der Reihe vor dir dran. ;)

Die meisten Voruntersuchungen muss man jährlich wiederholen. So lahm wie die aktuell die Befunde überprüfen musst du die nachreichen bevor du das erste Mal auf der Liste bist. Mit <1 Jahr Wartzeit wird man eh nochnicht ernst genommen und hat 0 Chance auf eine Wartelisten-Niere. Die Warteliste basiert auf einem Punktesystem. Für Wartezeit gibts Punkte, für Kompatibilität zum jeweiligen angebotenen Organ gibts Punkte (6 Humane Leukozyten Antigene die bei jeder Niere abgeprüft werden und übereinstimmen können. 6 Übereinstimmungen = Full House, die perfekte passende Niere.)
Für das Lebensalter gibts Minuspunkte.
Wartezeit + Kompatibilität - Lebensalter = Punkte auf der Rangliste
Die meisten HLA-Profile sind häufig und du hast viel Konkurrenz die schon länger auf der Liste sind und exakt die selbe Niere benötigen.

So als Tipp, ich war mit meinen Voruntersuchungen nach 2 Tagen durch. Ich hab alle Termine in Wien beim Gesundheitszentrum gemacht(in Wien beim Wienerberg im 10ten Bezirk), beim Telefon auf die Dringlichkeit wegen einer Nierentransplantation hingewiesen, die haben sich so sehr bemüht.
Und im Gesundheitszentrum haben die jeden einzelnen Facharzt den du brauchst in einem Gebäude. Bin von einem Termin in den nächsten. Von einem Facharzt zum Nächsten ohne großer Wartezeit.

Das einzige was mit Dialysebeginn interessant ist, ist Invalidenrente/Reha-Geld. Wenn man dialysepflichtig wird ist Invalidenrente/Rehabilitationsgeld sehr leicht zu bekommen.

Ich lass mich erst transplantieren wenn ich endlich eine Möglichkeit gefunden hab bei meinen Eltern auszuziehen....hätte aber theoretisch schon 3,5 Jahre Wartezeit sobald ich mich raufsetzen lasse, wegen Corona hat das aber für mich aktuell keine Eile.

Pandemie ist eben kein günstiger Zeitpunkt um Immunsuppresiva wegen der Transplantation zu beginnen, da kriegt man ziemlich sicher einen schweren Verlauf falls man sich ansteckt.
Ich bin ja erst 30, da bin ich als Dialysepatient besser dran falls ich mich anstecken sollte. ;)


Und über das Thema Shunts lässt sich streiten. Da sollte man schon abwägen, ob sich das bei der kurzen Wartezeit in Österreich überhaupt lohnt.
Zum einen gibt es Bauchfelldialyse über einen Katheter im Bauch, lässt sich nach der Transplantation leichter wieder entfernen, aber einen Shunt kann man schwerer rückgängig machen.
Oder ich hab z.B. einen Katheter für die Hämodialyse. Ich hab so schnell an die Dialyse müssen, da war keine Zeit für eine Shunt-Anlage. Ich hab aber frecherweise den Katheter behalten und auf den Shunt verzichtet, weil das so gut lief. Nach 3,5 Jahren mit penibler Hygiene würd ichs jetzt auch nichtmehr anders wollen.

Falls bei der Voruntersuchung für die Shuntanlage irgendwelche Mängel an den Blutgefäßen gefunden werden, würd ich eher einen Katheter empfehlen, weil Plastik funktioniert immer gleich gut.

Ich würde ja jedem neuen Dialysepatienten raten, sich zuerst über Peritonealdialyse(Bauchfelldialyse) zu erkundigen, weil das im Vergleich zu Hämodialyse(Blutwäsche) weniger Stress für den Körper bedeutet, mehr Leistungsfähigkeit/Wohlbefinden und bessere Blutwerte als bei Hämodialyse.


lg
Chris
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GdB Erhöhung möglich? 18 Mär 2021 17:12 #516047

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Heute habe ich das Schreiben vom Versorgungsamt bekommen, mir wurde ein GDB von 40 % bewilligt. Ich habe außer der Niereninsuffizienz noch eine CED.

:hm:

Na ja, immerhin einen kleinen steuerlichen Vorteil gibt es.

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GdB Erhöhung möglich? 18 Mär 2021 19:03 #516049

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Liebe Anja, mehrere Krankheiten summieren sich da leider nicht. Liebe Grüße, Ulrike

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GdB Erhöhung möglich? 20 Mär 2021 12:15 #516070

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Erhöhung des GdB ist immer möglich. Beim Schwerbehinderten Ausweis alle Krankheiten angeben. Da Nierenkranke ( nicht alle) auch mit Depressionen und Ängsten zu kämpfen haben, sollte man frühzeitig erstmal einen Facharzt aufsuchen und sehen was der dazu sagt. Gegen Stress kannst du dich leider nur selbst versuchen zu schützen und deine Einstellung zur Arbeit ändern. Hilfe vom Chef oder den Kollegen bekommst Du nur in den seltesten Fällen. Oft geht es Ihnen genauso. Eine frühzeitige Therapie kann Dich unterstützen, gelassener mit der Situation umzugehen. Das tut auch deinen
Nieren gut.
Liebe Grüsse
Joey

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GdB Erhöhung möglich? 20 Jun 2022 21:27 #519734

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Ich habe diesen Beitrag erst jetzt gelesen und habe gerade einen Lachanfall bekommen.
Der Profi stellt dem Arbeitgeber Fallen... Ich habe selten so gelacht.
Ernstes Thema sehr amüsant kommentiert.

 

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GdB Erhöhung möglich? 20 Jun 2022 22:24 #519737

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Ich hatte zu Dialysebeginn einen Sozialarbeiter, der es mir immer ausreden wollte einen Antrag zu stellen wenn ich etwas beantragen wollte, mir auch immer gesagt hat, dass ich auf nichts einen Anspruch hab.
Weil von der Krankenkasse kann man sich als Kranker irgendwo keine Hilfe erwarten sondern wird nur belogen, schlecht aufgeklärt und abgewimmelt.

Hab dann meinen Sozialarbeiter gewechselt. Wobei sich die neue erst garnicht bei mir meldet.

Mein alter Sozialarbeiter hat mir jetzt ein Mail geschickt, dass er in Pension geht. Ähm....hallo, wann kriegt der mit, dass er garnicht mehr mein Sozialarbeiter ist? Wozu in Pension gehen, arbeitet ja scheinbar eh nichts. Also für mich hat der ja nochnie nen Finger krum gemacht sondern immer nur alles "am Postweg" verloren was ich ihm doppelt und dreifach per einschreiben geschickt habe.

Ich bekomm ja mein Rehageld/Invalidenrente jährlich befristet, muss mir mal meine Unterlagen durchschauen wann im Herbst ich wieder Befunde einreichen muss.

Bürokratie ist ja ne feine und simple Sache. Einfach den Papierkram zur selben Zeit wie letztes Jahr einreichen, dass sich an meinem Zustand nix geändert hat, dann gibts wieder ein Jahr Berufsunfähigkeit und Rehabilitatsionsgeld.

lg
Chris

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