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Schwangerschaft nach der Nierentransplantation 05 Feb 2018 17:42 #508535

  • Evi
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Hallo, ich suche Frauen, die nach der Nierentransplantation schwanger geworden sind. Im Netz findet man leider sehr wenig Berichte darüber.
Wer hat schon Erfahrung damit? Vielen Dank für eure Rückmeldungen!

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Schwangerschaft nach der Nierentransplantation 05 Feb 2018 21:51 #508537

  • Mucki
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Hallo,
ich möchte dir kurz meine Erfahrung schreiben.

Bin seit 5 Jahren NTX und 2015 war ich dann schwanger.
War alles geplant. Medikamente wurden angepasst (eigentlich nur ein Bluthochdruckmittel Ramipril wurde ersetzt)
Ansonsten hab ich an Immunsuppresiva Prograf, Azathioprin und Prednisolon genommen.

Bis so ca. zur 25. SSW lief alles ohne Probleme. Dann allmählich ist der Blutdruck gestiegen. Das Blutdruckmedikament wurde erhöht. Ansonsten war noch alles im "grünen Bereich". Bis dann in der 29. SSW der Blutdruck schlagartig angestiegen ist und ich Werte von 200 / 110 gemessen hab.
Bin sofort in die Klinik. Dort wurde ein HELLP- Syndrom (Schwangerschaftsvergiftung) diagnostiziert.
Es wurde sofort ein Kaiserschnitt gemacht und unser Kind kam 11 Wochen zu früh zur Welt.
Durch die Schwangerschaftsvergiftung hatte die transplantierte Niere einige Tage gestreikt.
Mein Kind lag auf der Frühchenstation und mir ging es so schlecht das ich mich Anfangs nicht um mein Kind kümmern konnte. Es war einfach nur schrecklich.
Zum Glück war unser Sohn soweit gesund und stabil.
Die TX- Niere hat wieder zu arbeiten angefangen und mir ging es von Tag zu Tag besser. Ich wurde dann nach gut 2 Wochen aus dem Krankenhaus entlassen.
Mein Kind war insgesamt 9 Wochen in der Klinik.
Es war keine einfache Zeit, aber ich hab das noch keine Sekunde bereut!

Ich hoffe ich hab dir jetzt keine Angst eingejagt?! Es gibt ja auch genügend Schwangerschaften nach TX die ganz normal verlaufen sind.
Aber es handelt sich eben um eine Risikoschwangerschaft und man muss mit allem rechnen.

Viele Grüße

P.S. Meine Nierenwerte sind wie vor der Schwangerschaft und haben sich nicht verschlechtert.
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Schwangerschaft nach der Nierentransplantation 06 Feb 2018 16:48 #508543

  • Evi
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Hallo Mucki, vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Ich bin erst seit einem Jahr nierentransplantiert. Die Ärzte sagen, man sollte nach einer Nierentransplantation mind. zwei Jahre mit einer Schwangerschaft warten, ansonsten spricht nichts dagegen. Ich möchte nun jetzt die Erfahrungen sammeln. Ich habe Angst davor, duch eine Schwangerschaft meine Niere zu verlieren. Vor allem ich habe wegen eines Arztfehlers das Nierenversagen bekommen. Mein Papa hat mir letztes Jahr eine Niere gespendet, deshalb habe ich echt Angst, noch mal ein plötzliches Nierenversagen zu erleben.
Vielen lieben dank noch mal für deine Geschichte! Viele grüße!

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Schwangerschaft nach der Nierentransplantation 06 Feb 2018 21:20 #508545

  • Mucki
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Hallo Evi,
mit dem Arztfehler da können wir uns die Hand reichen...
Auch ich habe eine Lebendspende erhalten.
Ich glaube wenn die Werte gut und stabil sind (zu mir wurde immer gesagt Krea unter 1,5 ) ist das machbar.
Auf jeden Fall würde ich mir einen guten Frauenarzt und ein Krankenhaus suchen das sich mit solchen Problemschwangerschaften auskennt und die auch mit deinen Nephrologen bzw. TX-Zentrum eng zusammenarbeiten.
Viele Grüße!

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Schwangerschaft nach der Nierentransplantation 20 Jul 2018 14:20 #509077

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Hallo,
Ich weiß nicht ob meine Antwort schon zu spät kommt, aber vielleicht ist sie ja für andere auch interessant und hilfreich.
Ich bin zwei mal transplantiert mit Lebendspenden (Mutter 2004 und Vater 2013). Ein Jahr nach der zweiten Transplantation bekam ich das ok zur Schwangerschaft, die Tabletten wurden umgestellt, dann musste ich noch mal 3 Monate warten und war sofort schwanger. Ich hatte eine Bilderbuchschwangerschaft und brachte im Dezember 2014 meinen gesunden und wunderschönen Sohn auf natürlichem Weg zur Welt. Ich weiß, dass nicht alle so viel Glück haben, aber vielleicht macht meine Geschichte Mut. Ich war übrigens 40 Jahre alt bei der Geburt und in sofern war es ein doppeltes Risiko! Liebe Grüße
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Schwangerschaft nach der Nierentransplantation 01 Sep 2018 07:27 #509363

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Hallo...
ich weiß nicht ob du dich schon entschieden hast für oder gegen ein Kind aber ich kann nur sagen, möchte nicht ohne meine Tochter mehr sein!
Meine Geschichte
Ich bin seit dem 5 Lebensjahr Nieren krank, habe 98 (20J.) meine dritte Niere bekommen von meiner älteren Schwester(25J.).
Da ich sonst gestoben wäre, ich habe die Dialyse nicht mehr vertragen und die Heimdialyse war nur eine Überbrückung für mich.
Bin dann mit 29 Schwanger geworden mit unserer Tochter, die Ärzte wären damals nicht begeistert wegen meiner Krankheitsvorgeschichte aber wer mich kennt, weiß das ich nicht will wert auf die Meinung der Ärzte lege. Aber das ist ein anderes Thema und hat mit meiner Vorgeschichte und Kindheit/Jugend zu tun also lasst die Kommentare dazu.
Meine Schwangerschaft war eigentlich toll , die Medikamente wurden ab gesetzt fast alle außer für den Blutdruck . Nach ein bar Monaten aber auch die. Da meine Tochter mir einen Super Blutdruck verpasst hat und die Blutwerte waren fantastisch. (Keine Medikamente)
Bin dann in der 24. Schwangerschaftswoche in der Charité zum Ultraschall gewesen und da wurde fest gestellt, dass eine unter Versorgung unserer Tochter da war . Bin dann gleich im Krankenhaus geblieben. In der 30 SSW wurde unsere Tochter geholt ohne Komplikationen, Niere war Top (Nieren Ärzte waren dabei um auf die Niere zu schauen ob alles so liegt wie es sein soll) und Tochter kam zur Welt mit 38 cm und 990g. Sie war gesund und alles war dran, heute ist sie 11 Jahre und man merkt nichts mehr das Sie ein Frühchen war.
Steht jetzt grad in der Pupatät :grgr: !!!
Mir selber ging es auch nach der Schwangerschaft super, meine Blutwerte waren stabil nur der Blutdruck ist wieder gestiegen und ich musste wieder mit Blutdruckmittel anfangen. Meine Medikamente für die Abstoßung habe ich nie wieder angefangen auf eigene Gefahr natürlich.
Ich nehme jetzt nur noch Blutdruckmittel aber versuche das nicht, dass habe ich auf eigene Gefahr gemacht, die Ärzte haben abgeraten. Ich habe mich aber da für entschieden, da ich meine beiden anderen Nieren mit Einnahme dieser Tabletten verloren habe. Die erste nach 5 Jahren und die zweite nach einem Jahr. Ich bin der Meinung, sollte jetzt aus irgendwelchen Gründen einen Abstoßung sein, könnte man erstmal mit den Tabletten es versuchen, da mein Körber sie noch nicht kennt. Bevor jetzt jede menge negative Beiträge kommen dazu, jeder sollte das tun was er für Richtig hält.
Heute bin ich 40 Jahre, meine Werte sind super und ich würde es nie anders machen....
Wir überlegen sogar noch einmal Schwanger zu werden aber haben uns noch nicht entschieden, vielleicht sollte man das Schicksal entscheiden lassen. :)

Ich hoffe ich konnte Dir etwas mit meiner Geschichte Helfen... Die Entscheidung kannst nur du treffen! :blume: Liebe Grüße

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Schwangerschaft nach der Nierentransplantation 02 Sep 2018 01:07 #509365

  • Christian
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Nette Geschichte....aber jeder der das nachahmt, würde sterben, weißt du oder? :/
Und sei lieber vorsichtig, eine akute Abstoßungsreaktion kann auch äußerst blutig und tödlich verlaufen.

Ich hab schon viel von Schwangerschaften gehört, unheilbare Erkrankungen die nachher weg waren etc.
Aber ob das Immunsystem durch eine Schwangerschaft eine Toleranz gegenüber einem fremden Organ aufbauen kann.....da wettest du mit dem Leben :/

Kenne selbst einen TX-Patienten, der jahrelang keine Immunsuppresiva genommen hat.
Seine Werte waren auch Jahrelang ok und seine Ärzte wussten nichtmal, dass er die Tabletten abgesetzt hatte.
Er verlor seine Niere, bekam nach 6 Monaten eine neue, weil bei ihm kein Shunt operierbar war und er auf eine Akut-Liste gekommen ist.
Hat jetzt eine Tochter, nimmt seine Tabletten brav weil er an ihre Zukunft denkt.
Ging mit seiner Krankengeschichte an die Öffentlichkeit, mit vollem Namen.
Hat ihm viel Bekanntheit eingebracht. Und seine jetztige Niere wird seine Letzte sein. Er wird niewieder eine bekommen, er wird jetzt als Non-Compliant gehandelt, heute ist er 34.

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Schwangerschaft nach der Nierentransplantation 21 Jan 2019 22:01 #510254

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Hallo Nadja,

das klingt wunderbar und macht Mut! Ich habe nämlich fürchterliche Angst!

Wo befindet sich deine Niere? Hat das Baby auf die Niere gedrückt und sie evtl. gestaut? Wie lange warst du zuvor an der Dialyse?

Mir geht es momentan psychisch wirklich schlecht, ich habe Angst, eine Entscheidung zu treffen, die ich bereue, etwas falsch zu machen.

Würde mich freuen, von dir zu hören & wünsche dir weterhin alles Gute!

LG
Lena

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Schwangerschaft nach der Nierentransplantation 31 Mai 2021 17:09 #516746

  • Mona-37
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Hallo,
Ich bin neu hier und habe ein paar Fragen.
Ich hoffe hier auf nette Unterhaltung und hoffentlich auch Tips.
Ich heiße Mona bin 37 Jahre jung, ich habe seit meiner Geburt ein Alkohol Fetalsyndrom falls das jemandem etwas sagt.
Das Alkohol Fetal Syndrom habe ich weil meine Mutter damals als sie mit mir Schwanger war Drogen genommen hat und Alkohol getrunken hat.
Als ich ca 6 Monate alt war gab meine Mutter mich zur Adoption frei weil sie wohl wusste das sie bald stirbt.
Mein Vater ist nach meiner Geburt abgehauen,
deswegen kann ich leider nix weiteres zu meiner Familien Sache erzählen.
Anfang 2013 kam plötzlich raus das meine Nieren versagen und ich dringen eine spenderniere brauche.
Das Nierenversagen so sagen die Arzte kommt wohl von dem Alkohol in der Schwangerschaft.
Jetzt habe ich meine niere fast 8 Jahre und bin sehr glücklich und dankbar dafür.
Ich bin seit 9 Monaten in einer Fernbeziehung .
Ich lebe in Berlin mein Freund wohnt in Luxemburg und wird aber demnächst nach Berlin ziehen wo wir dann auch zusammen wohnen werden.
Mein Freund und ich sind uns einig das Wir beide ein Baby möchten.
Ich bin ja nun schon bald 38 Jahre,
Ich möchte ungern bis 40 warten Schwanger zu werden.
Mein Nephrologe und auch meine Frauenärztin sagten zu meinem kinderwunsch das es in meinem Alter eine Hochrisikoschwangerschaft wäre und ich am besten sofort damit anfangen soll schwanger zu werden.
Ich und mein Freund sind in der Hinsicht ein bisschen verunsichert,
wann der richtige Zeitpunkt ist um ein Baby zu bekommen.
Wäre es besser am besten gleich die Pille abzusetzen und damit anzufangen oder sollen wir lieber noch ein bisschen warten.
Mir macht die Aussage Hochrisikoschwsngerschaft die meisten Sorgen.
Kann mir in der Hinsicht vielleicht jemand seine Erfahrung mitteilen oder gut Tips geben?
Vielen Dank schonmal

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Schwangerschaft nach der Nierentransplantation 31 Mai 2021 17:22 #516747

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Hallo,
für mich wäre eine Schwangerschaft undenkbar, da ich aus Erfahrung weiß, was es heißt ein krankes Kind zu haben. Dabei war es bei mir eine ganz normale Schwangerschaft.
Damals wusste ich noch nicht, dass wir eine Stoffwechselerkrankung in der Familie haben.
Nimm es mir bitte nicht krumm, aber wenn die Ärzte schon von einer Risikoschwangerschaft sprechen, dann ist es auch so. Viele Partnerschaften oder Ehen sind in die Brüche gegangen, aufgrund der Belastung durch ein krankes Kind.
Das ist nur ein wohlgemeinter Rat.
VG

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Schwangerschaft nach der Nierentransplantation 31 Mai 2021 18:03 #516748

  • Christian
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Ich denke zwischen Zusammenziehen und Kinder kriegen sollte etwas mehr Zeit vergehen......

Oder anders ausgedrückt, du kannst doch nicht schon Kinder planen bevor der Typ bei dir eingezogen ist....das ist zu schnell und muss doch schief gehen!!

Mal abgesehen davon, viele Männer taugen nicht als Vater, dann bist du ziemlich schnell alleinerziehend....

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Schwangerschaft nach der Nierentransplantation 31 Mai 2021 18:26 #516750

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Wann man mit jemandem ein Kind bekommen möchte,(wie lang die Beziehung bisher ist oder ob getrennte Wohnungen) meine ich, das es jedem Selbst überlassen ist. Wir sind zwar erst 9monate zusammen und er wohnt zwar noch nicht bei mir aber zieht demnächst endgültig bei mir ein.
Letztendlich spielt es keine Rolle ob man zusammen wohnt oder wie lang man in einer Beziehung ist,wenn man sich sicher ist und es gemeinsam will wo liegt dann das Problem?

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Schwangerschaft nach der Nierentransplantation 31 Mai 2021 18:28 #516751

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Mein Arzt sagte daß es letztendlich eine Risiko Schwangerschaft wäre,da ich schon über 35jahre alt bin,aber mit engmaschiger Kontrolle ist eine Schwangerschaft kein problem

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Schwangerschaft nach der Nierentransplantation 31 Mai 2021 18:44 #516752

  • Christian
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Das Problem fängt schonmal damit an, dass Kinder ein stabiles Umfeld brauchen.

Wie will man ein Kind in den Alltag integrieren, wenn man sich noch keinen gemeinsamen Alltag aufgebaut hat?

Kenne genug Beziehungen die daran zerbrochen sind, dass der Kindsvater nach der Arbeit zu fix und fertig für die Kinder war und sich nie gekümmert hat.


Zieht doch lieber mal zusammen und adoptiert nen Hund ausm Tierheim um zu schauen, ob das mit nem lebenden Wesen überhaupt funktioniert. ;)

Mal abgesehen davon, nimmt doch jeder irgendeinen "Balast" in die Beziehung mit, den man erst beim Einziehen bemerkt.....
Gibt auch Frauen die bemerken erst nach der Hochzeit, dass er eigentlich hohe Schulden hat. (wie will man das vorm Zusammenziehen alles wissen....)


Und das ist nur einer von vielen Punkten.
Kinder erben viel Scheiß von den Eltern aus genetischer Sicht. Wer selber krank ist, kann sich kein kerngesundes Kind erwarten.
Die Wahrscheinlichkeit sieht eher so aus, dass das Kind eine Veranlagung für alle Vorerkrankungen der Eltern in sich trägt. Was davon aufkeimt und was nicht ist glückssache.

Das größte Geschenk das Eltern einem Kind machen können ist gute Gesundheit.
Mir wäre lieber wenn nur die kerngesunden Menschen mit krankheitsarmen Stammbaum Kinder bekommen würden und sich die Kranken etwas zurückhalten, dann wäre die nächste Generation eine Gesündere. Gibt genug hübsche kerngesunde Weisenkinder die keine Eltern haben.....

Und wie gut kennst du dich mit Immunsuppression aus?
Das Zeug ist genauso übel wie Alkohol in der Schwangerschaft.....also die Leber von dem Kind möchte ich nicht sein.

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Schwangerschaft nach der Nierentransplantation 31 Mai 2021 20:23 #516754

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Hallo Mona

Schwangerschaft nach Nierentransplantation war hier schon öfters ein Thema, zB auch in dieser Diskussion . Ich zitiere meinen damaligen Beitrag der Einfachheit halber:

Betreffend Schwangerschaft - nicht aus eigener Erfahrung: Ich war letztes Jahr im Rahmen des Weltnierentages an einem Vortrag, bei dem unter anderem Ärzte des Inselspitals Bern (eines der Schweizer Transplantationszentren) über ihre Erfahrungen/Erkenntnisse betr. Schwangerschaft erzählten (Notizen in Stichworten von mir):

"Erreichtes und Aussichten. Die Aussage eines Experten auf diesem Gebiet zeigt, wie schwierig die Lage für Nierenkranke mit Kinderwunsch ist: „Zeigen Sie mir eine effizientere Verhütungsmethode als die terminale Niereninsuffizienz“. Die Vortragenden [2 junge Ärzte des Inselspitals Bern] hatten bisher selbst keine „erfolgreichen“ Schwangerschaften von Dialysepatientinnen miterlebt. Sie kannten nur ein paar wenige Fälle aus anderen Ländern, hofften aber, in ihrer Karriere selbst auch einmal Zeuge dieses „riskanten Abenteuers“ zu werden. Niereninsuffizienz bedeutet Verminderung der Libido, der Fertilität, Verschlimmerung der möglichen Komplikationen während der Schwangerschaft und bei und nach der Geburt. Auch bei Patientinnen, die Bauchdialyse machen und transplantierten Patientinnen ist ein ganzes Team von Spezialisten nötig, die ein Paar mit Kinderwunsch von der Planung bis zur Geburt begleitet, um die Chancen zu erhöhen. Transplantierte Patientinnen haben zwar die grössten Chancen, sie betragen aber immer noch nur 1/10 im Vergleich mit einer gesunden Frau (Dialyse: weniger als 1/50). Eine dialysepflichtige Frau hat die besten Chancen, wenn eine intensive Dialyse vor (während den Empfängnisversuchen) und während der ganzen Schwangerschaft möglich ist. Intensive Dialyse bedeutet 42-48 Stunden Dialyse pro Woche. Zu beachten ist auch, dass zu den Schwierigkeiten, überhaupt schwanger zu werden, ein Kind auszutragen und es lebend in die Welt zu setzen, sich durch die Schwangerschaft die Nierenfunktion sich verschlechtern wird und sich auch verstärkt Leberzysten bilden werden.
Nichts desto trotz: Nierenkrankheit und Schwangerschaft schliessen sich nicht aus. Es braucht aber sicher noch mehr Durchhaltevermögen, Glück und ein gutes medizinisches Team als bei einer gesunden Frau."

Erstaunt war ich ein paar Monate später, als mir mein Nephrologe erzählte, dass in meinem Zentrum (ein grosses Krankenhaus mit Nephrologie, Dialyse usw., aber kein Transplantationszentrum) eine junge Frau 2 Kinder geboren hatte, während sie an der Dialyse war. Sie musste während der Schwangerschaft jeden Tag an die Dialyse. Die verwantwortlichen Ärzte seien heute noch stolz darauf, dass das geklappt habe.

Mehr Details kenne ich nicht. Aber vielleicht gibt es ein bisschen Grundlage für das Gespräch mit dem nächsten Arzt ....


Zusammenfassend kann wohl sagen:

- es ist möglich :)
- es braucht ein erfahrenes Team von Ärzten aus verschiedenen Fachgebieten - also wenn möglich ein grosses Zentrum
- es kommt häufiger zu Komplikationen - es wird immer eine Risikoschwangerschaft sein
- es braucht Durchhaltevermögen

Ihr müsst wissen und euch bewusst sein, worauf ihr euch einlasst. Ich würde euch raten, mit Ärzten der verschiedenen Fachgebiete intensiv zu sprechen:

Gynäkologe - mit welchen Komplikationen ist aus Erfahrung eher zu rechnen

Nephrologe - welche Risiken bestehen betr. der Immunsuppressiva für das werdende Leben?
- welche Risiken bestehenden für das Transplantat durch die Belastung der Schwangerschaft?

Möglicherweise muss man auch abklären, ob der Faktor, der bei dir zum Nierenversagen geführt hat, einen Einfluss haben kann.

Psychologische Betreuung während der Schwangerschaft wäre sicher ideal, vielleicht schon im Vorfeld, bevor du und dein Freund euch entscheidet.

Zum Schluss noch ein Auszug aus einem Kongressbeitrag

Geburtshilfe Frauenheilkd 2016; 76 - A12 / DOI: 10.1055/s-0036-1571409
Schwangerschaft nach Nieren-Transplantation
G Inci 1 (Klinik für Gynäkologie, Campus Virchow-Klinikum, Charité Universitätsmedizin Berlin)

Hintergrund: In der gynäkologischen und geburtshilflichen Sprechstunde stehen wir oft vor einer Herausforderung bei organtransplantierten Frauen, die lebenslang Immunsuppressive Medikamenten erhalten, optimal zu betreuen. Insbesondere die Schwangerschaftsbetreuung erfordert Erfahrung. Die deutsche Stiftung für Organtransplantation (DSO) hat veröffentlicht, dass im Jahre 2014 insgesamt 3847 Organe transplantiert wurden. Darunter wurden 2128 Nierentransplantationen durchgeführt. 809 von 2128 dieser Patienten sind weiblich und ca. 50% befinden sich im fertilen Alter.

Methoden: Deshpande et al publizierte 2011 eine Review Arbeit über Schwangerschaften nach Nierentransplantation. Sie fasste 50 Studien aus 25 Ländern im Zeitraum 2000 bis 2010 zusammen, die über Schwangerschaften nach Nieren- Tx berichteten. Insgesamt wurden über 4706 Schwangerschaften bei 3570 Nieren-Tx Patientinnen beschrieben.

Ergebnisse: Die Geburtenrate für Nieren-Tx Patientinnen lag mit 73,5% (95% CI 72,1 – 74,9)höher gegenüber der allgemeinen US-Bevölkerung mit 66,7%. Die Abortrate bei Nieren-Tx Patientinnen lag mit 14,0% (95% CI 12,9 – 15,1) niedriger bei der allgemeinen US-Bevölkerung mit 17,1%. Allerdings waren die Geburtskomplikationen deutlich häufiger: Gestationsdiabetes (8,0%, 95% CI 6,7 – 9,4),, 27,0% Präeklampsie (27,0%, 95% CI 25,2 – 28,9), 45,6% Frühgeburt (45,6%, 95% CI 43,7 – 47,5) (35,6 Wochen), niedriges Geburtsgewicht (2420 g) und Sectiorate (56,9%, 95% CI 54,9 – 58,9).

Folgerung: Die Schwangerschaftsrate lag höher in den Studien mit durchschnittlich jüngerem mütterlichen Alter. Die geburtshilflichen Komplikationen steigen, wenn der Zeitraum zwischen der Organtransplantation und der Schwangerschaft sich verkürzt. Die amerikanische Gesellschaft für Transplantation hat 2006 eine Empfehlung formuliert. Eine Schwangerschaft sollte erst 1 Jahr nach Transplantation geplant werden. Die Dosierung der immunsuppressiven Medikamente soll stabil eingestellt sein. Es dürfen keine Infektionen bestehen, die auf den Fötus auswirken könnten. Der Blutdruck muss gut eingestellt und der Serum-Kreatinin muss unter 1,5 mg/dl mit keiner oder minimaler Proteinurie definiert als weniger als 500 mg/24 Stunden sein.

Schwangerschaft nach Nierentransplantation ist möglich, allerdings sind diese Schwangerschaften mit höheren geburtshilflichen Komplikationen verbunden. Die Patientinnen benötigen eine ausführliche intensive Beratung und Betreuung.

Quelle

Liebe Grüsse
Kohana

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Schwangerschaft nach der Nierentransplantation 31 Mai 2021 21:01 #516756

  • Witharos
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Hallo Mona,
ich werde mich nun zu dem Thema zurücknehmen. Möchte Dir nur noch mitteilen, dass es die Möglichkeit eines Gentest vor der Schwangerschaft gibt und zwar von beiden zukünftigen Elternteilen.
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Schwangerschaft nach der Nierentransplantation 09 Jul 2021 23:25 #517010

  • RickyMarie
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Liebe Evi, das klingt ja ganz genau ich meiner Geschichte und auch letztes Jahr transplantiert und von meinem Papa die Niere erhalten. Wenn du magst können wir uns auch gern mal austauschen :-)
LG Marie

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