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Heimdialyseanfrage Bundesministerium f. Gesundheit 15 Feb 2016 13:21 #506063

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Hallo,

da ich nun schon fast 15 Jahre Hämoheimdialyse mache, hat mich mal interessiert was es eigentlich für Regelungen bezüglich Heimdialyse gibt, dazu habe ich verschiedene Leute (KfH, Barmer GEK, privates Zentrum, verschiedene Politiker) gefragt, und unter anderen einen Bundestagsabgeordneneten der Mitglied im Gesundheitsausschuß ist, der hat mir nun, die in der anghängten Datei (hätte Sie gerne als PDF angehängt. geht leider nicht) enhaltene Information zukommen lassen.

Wenn ich den Brief so durchlese, habe ich den Eindruck, dass da vieles wie z.B. Kostenerstattung schon eindeutig geregelt ist, eigentlich auch der Anspruch auf Heimdialyse, wenn die Voraussetzungen gegeben sind. Allerdings gibt es hier sicherlich Auslegungsspielraum zu Gunsten des Vertragsarztes, dem ermächtigten Arzt oder der ärtzlichen geleiteten Einrichtung.

Ich würde gerne euere Meinung dazu hören.

Viele Grüße
Werner

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Re: Heimdialyseanfrage Bundesministerium f. Gesundheit 25 Feb 2016 18:12 #506132

  • Antonio
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Hallo grossf,
das Schreiben gibt so den Stand wieder. Allerdings wird auch deutlich, dass man das Thema nicht für aktuell hält und meint, dass alles schon ganz gut geregelt ist.
Es bleibt ein leichtes, zu begründen, warum jemand nicht für HHD geignet sei. Das große Thema der finanziellen Fehlanreize zuungunsten der Heimdialyse wurde aber schön umgangen. Es bleibt ein weiter Weg, dass Patientinnen und Patienten gefördert und gefordert werden, so aktiv wie möglich mit ihrer Erkrankung umzugehen und diese Möglichkeit zu nutzen.

LG antonio

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Re: Heimdialyseanfrage Bundesministerium f. Gesundheit 26 Feb 2016 11:33 #506141

  • bgudschun
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Antonio schrieb:
> Hallo grossf,
> das Schreiben gibt so den Stand wieder. Allerdings
> wird auch deutlich, dass man das Thema nicht für
> aktuell hält und meint, dass alles schon ganz gut
> geregelt ist.
> Es bleibt ein leichtes, zu begründen, warum
> jemand nicht für HHD geignet sei. Das große
> Thema der finanziellen Fehlanreize zuungunsten der
> Heimdialyse wurde aber schön umgangen. Es bleibt
> ein weiter Weg, dass Patientinnen und Patienten
> gefördert und gefordert werden, so aktiv wie
> möglich mit ihrer Erkrankung umzugehen und diese
> Möglichkeit zu nutzen.
>
> LG antonio

Moin, das Thema ist aus meiner Sicht auch nicht aktuell,
dafür ist die Zahl der Dialysepatienten viel zu niedrig
und die Zahl derer die Heimdialyse machen wollen aber
nicht dürfen, geradezu verschwindend gering.
Es hat keine gesellschaftliche Relevanz.

Im Übrigen kenne ich eigentlich nur Ärzte, die die Heimdialyse
fördern aber keine Patienten finden, die das wirklich tun wollen.
Aber vielleicht sind meine Erfahrungen mit Ärzten da auch nicht
repräsentativ.

Schöne Grüße,

Boris

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Re: Heimdialyseanfrage Bundesministerium f. Gesundheit 28 Feb 2016 10:07 #506148

  • grossf
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Hallo,

der Grund für die Anfrage war, das mein Dialysezentrum, großer deutscher Dialysierer mir eine Mail geschrieben hatte, das die Kostenerstattung eine freiwillige Leistung wäre, das kam mir komisch vor daher habe ich mich mit diversen Politikern in Verbindung gesetzt und habe von allen (SPD, CSU, Linke) letztendlich die Anwort bekommen, dass diese keine freiwillige Leistung ist und eigentlich die Situation bezüglich Heimdialyse gerade umgekehrt ist, der Arzt muss dokumentieren dass Sie keine Heimdialyse machen können.

Also ich persönlich habe noch nicht erlebt, dass einer meiner Ärzte jemand aktiv auf Heimdialyse angesprochen hätten, auch ich kam zur Heimdialyse nur aufgrund von Eigeninitative, ich kannte Heimdialyse von der Verwandschaft Ende der 70 Jahre, wo das üblich war, weil es noch keine Zentren gab. Erst neulich war ein an Heimdialyse interessierter Patient (42J) zu Hause bei mir und in Laufe des Gespräches kam die Frage auf, Warum hat mich mein Arzt in den 21/2 der Zentrumsdialyse nie auf die Möglichkeit der Heimdialyse angesprochen?. In Laufe des Gespräches hat sich dann noch herausgestellt dass sein Arzt auch mein erster Arzt war.

Viele Grüße
Werner

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Re: Heimdialyseanfrage Bundesministerium f. Gesundheit 28 Feb 2016 13:31 #506151

  • Hati
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Hallo,

ja es gibt eine Richtlinie für Dialysebehandlungen von den KK, die sind schon ziemlich alt und geben aber im wesentlichen Empfehlungen. In einem anderen Thread hat neulich da auch jemand raus zitiert, als es darum ging, dass die Punktionsstellen nicht verdeckt sein sollten. Es sind eben im wesentlichen Soll-Bestimmungen, also Empfehlungen ohne wirkliche Verbindlichkeit. Demnach sollten in den Zentren eigentlich nur die Patienten dialysiert werden, die für die Heimdialyse nicht geeignet sind bzw. für die zentralisierte Heimdialyse. In letzterer sollte der Patient wie zu Hause dialysieren nur eben im Zentrum. Vermutlich kennen die Politiker diese Richtlinie (oder haben sie irgendwo rausgekramt), aber nicht die Realität.

Viele liebe Grüße
Hati

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Re: Heimdialyseanfrage Bundesministerium f. Gesundheit 29 Feb 2016 10:41 #506155

  • grossf
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Hallo,

also eine Politkerschelte halte ich in diesen Zusammenhang prsönlich nicht für angebracht, ich fände es gut, wenn die Schelte die für medizinische Leistungen entscheidenden Akteure Zentren, Ärzte, Pflegekräfte, Patienten treffen würde und genau in der Reihenfolge. Ich bin selbst Heimdialysepatient und finde es schade das viele Heimdialysepatienten sich als Elite der Dialysierenden empfinden und nicht die großen Zentrumsplayer wie KfH und PHV kritisieren die in Sonntagsreden die Heimdialyse pro­pa­gie­ren. Ich habe bisher zwei Zentren kennengelernt aber in keinen dieser Zentren Werbung für Heimdialyse gesehen, obwohl Werbung für Ernährungsergänzungsprodukte und Feriendialyse dort auslagen. Auch mutmachende Gespräche durch Ärzte und Pflegepersonal würden hier vielleicht etwas ändern, heute ist es ja so, dass gesunden Dialysepatienten die nach Heimdialyse fragen, im ersten Gespräch nur die Risiken erläutert werden, statt dass mit den Chancen die Heimdialyse bietet, begonnen wird. Meistens kommt es dann gar nicht mehr zu weiteren Gesprächen. Wichtig und Richtig wäre auch dass den Patienten sofort erzählt wird, das selbstverständlich keine Maschine und Dialysematerial zu kaufen ist, das entstehende Nebenkosten selbstverständlich durch das Zentrum gedeckt werden. Das Zentrums-Ärzte ihren Pflegepersonal die Angst nimmt, dass Heimdialyse ihren Arbeitsplatz bedroht und diese somit auch Werbung für die Heimdialyse machen und dies in Ihren täglichen Gesprächen mit den Patienten einbringen. Ich bin mir sicher dass mehr Patienten zur Heimdialyse bereit wären und auch medizinisch in der Lage wären, siehe auch Bundespressekonferenz Zukunft und herausforderung der Dialyse um 2020 .

Gruß Werner

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Re: Heimdialyseanfrage Bundesministerium f. Gesundheit 29 Feb 2016 12:00 #506156

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grossf schrieb:

> Dialysierenden empfinden und nicht die großen
> Zentrumsplayer wie KfH und PHV kritisieren die in
> Sonntagsreden die Heimdialyse pro­pa­gie­ren.
> Ich habe bisher zwei Zentren kennengelernt aber in
> keinen dieser Zentren Werbung für Heimdialyse

Ich habe in allen Zentren der beiden genannten Großdialysateure
mindestens eine Informationsbroschüre zur Heimdialyse ausliegen
gesehen und in Gesprächen mit dem Pflegepersonal immer gehört,
das keine Heim HD machen will, weil man sich da selbst punktieren
muss und den ganzen Ärger mit dem Material, der Maschine etc. hat.

Bei Gesprächen mit Patienten höre ich auch immer wieder, oh Heimdialyse,
ist ja total interessant, aber wenn ich dann den genauen Ablauf schildere,
einschließlich der Vorteile eines ganz normalen Lebens trotz Dialyse,
kommt fast immer, ach nee, da ist es ja im Zentrum doch bequemer.

Schöne Grüße,

Boris


P. S. bezugnehmend auf die Elite der Dialysepatienten, ja ich bin sicher
dass die Heimdialysepatienten so etwas wie eine Elite sind. Was das Wissen
um die Dialysebehandlung angeht stehen sie dem Pflegepersonal oft in nichts
nach und haben sich meistens intensiver als dieses mit manchen Vorteilen und
Nachteilen der Behandlung beschäftigt, eben weil es sie persönlich betrifft und
nicht nur die Arbeit. Das heißt nicht, dass es solche Patienten nicht auch im
Zentrum gibt, aber die Dichte unter den Heimpatienten ist zwangsläufig höher.
Folgende Benutzer bedankten sich: reddog1

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Re: Heimdialyseanfrage Bundesministerium f. Gesundheit 29 Feb 2016 17:45 #506159

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Hallo boris,

ich habe in einem KfH dialysiert und ja ich habe einige der Heimdialyse gegenüber aufgeschlossene Ärzte und Pflegekräfte angetroffen. Aber ich habe auch Pflegekräfte und Ärzte angetroffen, die da ganz andere Einstellungen dazu hatten und es jedem Patienten, der irgendwie was Eigenständiges wollte, das Leben schwer machten mit ihrem auf die Defizite der Kranken und das (überalterte) Fürsorgeprinzip basierenden Patienten(drauf)sicht. Und wenn das KfH zu seinem Jubiläum in der Diatra als X Jahre Einsatz für den Patienten statt mit dem Patienten, dann spricht das schon für sich. Bei Heimdialyse geht nur mit und für eben gar nicht mehr.

Viele liebe Grüße

Hati

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Heimdialyseanfrage Bundesministerium f. Gesundheit 29 Jan 2021 08:10 #515529

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Hallo, wie es gemacht wird es wie im Zentrum, nur ohne Dialyseschwester. Du machst alles alleine, oder mit Deinem Partner. und Du kannst es nach Deiner Zeit und Deinen Umständen planen und durchführen.
Ich bin jetzt seit 2014 Heimi und will solange es geht es auch bleiben, ich mache meine Dia "wetterabhängig", bei schönen Wetter eher am Abend, bei schlechten Wetter eher am Nachmittag nach der Arbeit. Achja voll Arbeiten gehe ich auch und bin froh das es so ist und ich es kann. :regenbogen:
Was für Dich besser ist oder ob Du es Dir zutraust kannst Du gern mit Deinem Arzt besprechen oder uns gerne mal unter

www.hdpev.de

besuchen.
VG
Tom

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Heimdialyseanfrage Bundesministerium f. Gesundheit 29 Jan 2021 09:27 #515530

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Beim Thema Heim-Hämodialyse sollte man mit folgendem Satz anfangen.

Dafür benötigen Sie eine eigene Trinkwasserleitung und ein Abflussrohr dort wo die Maschine aufgestellt werden soll oder es müssen entsprechende Schläuche bis zum Badezimmer verlegt werden können.
Außerdem muss der Raum Hygienevoraussetzungen wie ein Spitalszimmer erfüllen, also aufwaschbarer Boden und kein Teppich.

Manche Mieter dürfen nicht einmal den Badezimmerspiegel austauschen, wenn die Sanitären anlagen vom Vermieter "vollständig" installiert wurden und nicht verändert werden dürfen.

lg
Chris

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Heimdialyseanfrage Bundesministerium f. Gesundheit 01 Feb 2021 19:52 #515577

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Klar.. gibts Probleme.. aber man kann es halt versuchen!
Wir wohnten in einem uralt Haus.
E installationen von gefühlt 1900..
Kein Wasser oder Abwasser..
Der Berater von Fresenius hat sich das angesehen und gute Ideen gehabt.
Unsere Vermieterin hat gar kein Problem gehabt..
Da hätte ja sowieso was passieren müssen..

Zum Schuss wurde das gesamte Zimmer auf Rohbau entkernt..
Und neuer Boden neue Elektrik Lan Telefon Notausgang...Antenne und aus dem Keller ein 15er Loch.. über einen nicht mehr genutzten Kamin.
Später haben wir zum Auszug die Leitungen zurück verlegt. Und das Loch verschlossen.
Das ging nicht hau ruck!!!
Hat fast ein Jahr gedauert!
Mein Zentrum hat alles unterstützt!

Dir eine gute Entscheidung!

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Heimdialyseanfrage Bundesministerium f. Gesundheit 03 Feb 2021 11:36 #515594

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@Kohana@ulineu

Es gibt Arbeit für Euch. s. o. KevinCasey
Da will jemand Geld machen.

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Heimdialyseanfrage Bundesministerium f. Gesundheit 03 Feb 2021 11:58 #515595

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Hallo MaWa, schon geschehen, danke :boing:

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