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Donald Trump will Geld sparen mit mehr Organspende 10 Dez 2019 17:03 #512242

  • balou
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Moin, ein Bericht aus der Ärzte Zeitung:
WASHINGTON. US-Präsident Donald Trump will Medienberichten zufolge am Mittwoch (US-Zeit) ein neues Dekret präsentieren, mit dem er die Zahl der Organtransplantationen deutlich erhöhen will. Damit sollen im Umkehrschluss die hohen Ausgaben des öffentlichen Gesundheitswesens für Dialysebehandlungen gesenkt werden.

Allein die öffentliche Krankenversicherung Medicare gibt dafür jährlich rund 35 Milliarden US-Dollar (rund 31 Milliarden Euro) aus. Etwa eine halbe Millionen US-Amerikaner ist auf die Dialyse angewiesen – zwei Drittel aller Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz (CKD-Stadium 5).

Der „Washington Post“ und „Politico“ zufolge erhofft sich Trump jährlich 17.000 mehr Nierenspenden und 11.000 andere Organe zusätzlich. 2018 wurden in den USA von knapp 11.000 postmortalen und rund 7000 Lebendspenden über 36.500 Organe transplantiert, so die US-Organisation UNOS.

"Matching" verbessern

Trump will den Berichten zufolge mit dem Dekret Gesundheitsminister Alex Azar anweisen, neue Richtlinien für die Organgewinnung zu erlassen.

Damit soll das „Matching“ von Spender und Empfänger verbessert und die Zuteilung sowie der Transport beschleunigt werden. Letztlich soll so die Zahl verworfener Transplantate verringert werden.

Minister Azar soll daneben neue Vergütungsregeln entwickeln, mit denen Ärzte für die Behandlung von Patienten mit niedrigen CKD-Stadien besser bezahlt werden als heute. Die Versorgung mit der Hämodialyse ist den Berichten zufolge für US-Ärzte bis dato ungleich lukrativer.

Auch soll Azar eine Kampagne starten, mit der für die Heimdialyse geworben und die Früherkennung von Niereninsuffizienz verbessert werden soll. Die allermeisten Dialysepatienten in den USA werden in Zentren mit der Hämodialyse behandelt. Die wesentlich günstigere Bauchfelldialyse wird nur bei sehr wenigen Patienten angewandt.

In USA gilt Zustimmungsregelung

Außerdem will Trump die Zahlungen an Lebendorganspender erhöhen, die Verdienstausfall und Kinderbetreuung kompensieren sollen. Auch soll die Qualitätsprüfung bei der Organspende ausgebaut werden.

Die Organspende wird in den USA von 58 sogenannten „Organ Procurement Organizations“ (OPO) organisiert, die für verschiedene Landesteile zuständig sind. In den USA gilt die Zustimmungsregelung.

Das Land zählt mit rund 33 postmortalen Organspenden pro eine Million Einwohner zu den Nationen mit den meisten Transplantationen. Spitzenreiter Spanien kommt auf knapp 50 Spenden je Million. (nös)

Ob er das wohl umgesetzt bekommt?
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Donald Trump will Geld sparen mit mehr Organspende 11 Dez 2019 06:35 #512244

  • Christian
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Die USA haben ein großes Problem:

Die Krankenversicherung zahlt die Immunsuppresiva nur für wenige Jahre ehe die Kosten nichtmehr übernommen werden. Gerade da will die Trump-Regierung nachbessern hab ich kürzlich gehört.
Die Gesundheitsversorgung bei einer Lebendspende für den Spender ist übrigens auch nicht gratis und bei schlechter Lebenssituation kann man sie verlieren und der Spender fällt aus der Versorgung.

Hatte erst eine Diskussion auf Facebook über das Amerikanische Gesundheitssystem und die Vor und Nachteile des Sozialismus.....mit dort lebenden Patienten die die Situation genauestens kennen.
In den USA regiert der Populismus, moderne Schlagwörter und eindringliche Slogans haben eine höhere Wirkung als sachliche Argumente. So werden viele Veränderungen schlechter von der Bevölkerung angenommen, weil man der Diskussion eine objektive Grundlage raubt und alle politische Themen auf kurze Slogans reduziert.

In Wien haben wir übrigens eine sündhaft-teure Maschine aus den USA mit der wir Herzen nach einem Herzstillstand außerhalb des Körpers reanimieren und dann verpflanzen können.
Haben wir der Trump-Regierung zu verdanken, die versucht medizinische Innovationen schneller auf den Markt zu bringen und lange Testphasen zu verkürzen wo es sinnvoll ist, statt die Wirksamkeit vorher x-fach zu belegen bevor eine Maschine verwendet werden darf.
www.krone.at/2058358 (gilt in der Medizin als Unmöglich aufgrund der Leichengifte...)
Soll heißen die haben dort bahnbrechende Innovationen die erstmal den Weg zu uns finden müssen. Eine Nation die es zu respektieren gilt und die wir nicht beleidigen sollten, das darf man bei der Trump-Hetze nicht vergessen.
Und darum habt ihr Deutschen so eine Maschine garnicht, die Beziehungen Deutschland-USA sind ja aktuell äußerst schlecht und respektlos, wir Ösis sind ja eher die Arschkriecher und bekommen dafür politische Zuckerl.
("Wien ist übrigens das einzige Zentrum im deutschsprachigen Raum, das diese Technologie beherrscht.")

Wobei ich keine Ahnung hab ob man mit Deutschen allgemein eine Diskussion über Trump führen kann, eure Medien betreiben ja gerne Rufmord am Trump und Hetzen gerne und stellen ihn als möglichst dummen Menschen dar der nicht weiß was er tut...tatsächlich versucht er aber seine Wahlversprechen auch einzuhalten, was man von keinem deutschen Politiker behaupten kann.

Jedenfalls setzt die Trump-Regierung vorallem auf eine höhere Bereitschaft zur Lebendspende indem die Gesundheitsversorgung der Spender verbessert wird, wodurch sich das Gesundheitssystem effektiv Geld spart.
Denn es ist billiger einen Lebendspender gut zu versorgen auf Kosten der Krankenversicherung des Empfängers, als einen Empfänger auf Dialyse zu halten.

lg
Chris

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Donald Trump will Geld sparen mit mehr Organspende 11 Dez 2019 07:17 #512246

  • balou
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Moin ,
Donald Trump möchte also mit neuen Richtlinien für Organspenden erlassen, wie könnten diese wohl aussehen?
Da ja beim Matching zwischen Empfänger und Spender verbessert werden sowie neue Richtlinien gelten sollen, gehe ich einfach mal davon aus, daß er auch HIV positive Nieren transplantieren wird.
Die dafür benötigten Tabletten sind billiger als eine Dialyse .

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Donald Trump will Geld sparen mit mehr Organspende 11 Dez 2019 07:31 #512247

  • Christian
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Sollte natürlich eine Entscheidung des Empfängers sein, ob er so eine Niere auch haben will oder nicht.
Und es ist sicher eine sehr große Anzahl an Nieren die man da transplantieren könnte, die meisten Hirntoten in D und Ö sind ja wegen Drogen-Überdosis, wurde mir mal von einem Internisten auf der Intensivstation gesagt. Drogensüchtige sind ja bekanntlich eine Risikogruppe für HIV. (Konkret wurde mir gesagt, die meisten Organe kommen von 1. Drogentoten, 2. Ertrunkene bei Badeunfällen und erst 3. Schädeltrauma jeglicher Unfallursache)
Was wenn man dir eine Niere eines 19-jährigen anbietet, der an einer Heroin-Überdosis gestorben ist und wegen seiner Jugend trotzdem noch gesunde Organe hat?
Was wenn dieser Mensch aber HIV hatte? Sind die Organe deshalb für niemanden mehr zu gebrauchen, wenn man das ja mit Tabletten in den Griff bekommen kann?
Eine Thema für Philosophen :/

Aber wie sieht es bei Organen wie Herz oder Lunge aus? Würde man da nicht eher ein HIV-Organ nehmen als ohne Organ zu sterben?
Wenn einem das die Richtlinien verbieten, dann würde man an diesen Richtlinien sterben, oder?

lg
Chris

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Donald Trump will Geld sparen mit mehr Organspende 11 Dez 2019 07:52 #512248

  • balou
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Moin, Zitat Ärzteblatt
,Eine Organtransplantation war lange Zeit für HIV-infizierte Patienten undenkbar. Durch die Einführung hochaktiver antiretroviraler Kombinationstherapien (HAART) hat sich die Lebenssituation dieser Patienten jedoch grundlegend geändert, sodass ein genereller Ausschluss der Patienten von Organtransplantationen nicht länger gerechtfertigt scheint. Wegen der Herausforderungen in der klinischen Betreuung von HIV-Patienten ist allerdings eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit vor und nach der Organtransplantation erforderlich.

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