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Essensärger im Krankenhaus 19 Sep 2012 20:47 #487117

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Ich muß mal meinem Ärger Luft machen. Mehrere Jahre hatte ich das Glück, nicht auf unserer Heimatstation (ich dialysiere im gleichen Krankenhaus) liegen zu müssen, doch vor kurzem war es mal wieder soweit. Zum Glück nur eine Woche. Dabei habe ich erfahren, zuerst natürlich durchaus erfreut, daß man beim Mitagessen jetzt auch auswählen darf, genau wie alle anderen Patienten. Früher bekamen Dia-Patienten nur Dialysekost, ohne aussuchen. Da war ich angenehm überrascht, denn sowohl Frühstück als auch Abendbrot sind furchtbar eintönig, Seit vielen Jahren gibt es beim Abendbrot Woche für Woche das gleiche Programm, und seit ich vor einigen Jahren über 6 Wochen dort gelegen habe mag ich einiges davon heute noch nicht wieder. Außerdem muß man Beilagen wie z.B Salat jetzt alles extra bestellen, sonst bekommt man nur Brot mit Belag, nur sagt einem das keiner, das erfährt man nur durch Zufall. Dabei wäre es für die Küchenfee, die jeden Tag die Bestellungen aufnimmt, doch wohl kein Problem mal darauf hinzuweisen. Aber gut, das weiß ich ja jetzt.
Beim Frühstück sieht es leider nicht viel besser aus. Zuerst wurde beim Geschirr gespart. Es gibt jetzt keine Kännchen + Tasse mit Untertasse mehr, sondern nur noch große Tassen in denen der Kaffee/ Tee superschnell kalt wird. Dann wurden die Abdeckhauben über den Tellern eingespart, d.h. die Brötchen/ Brot liegen im Freien, und Weißbrot, daß meistens Patienten bekommen, die ohnehin nicht mehr gut kauen können, wird steinhart und trocken. Den Schwestern, die sich beschwert haben, wurde gesagt, sie könnten ja einige Abdeckhauben in der Küche bestellen und die Teller abdecken wenn der Wagen angekommen ist. Nur liegt dann das Brot bereits einige Stunden im Wagen und ist bereits hart und trocken. Besonders widersinnig ist aber: früher lag der Brotbelag zusammen mit Brötchen/ Brot auf dem großen Teller, alles war mit einer Haube abgedeckt. Jetzt liegt er extra auf einem Tellerchen und ist ebenfalls mit einer Haube abgedeckt. Wo ist da der Sinn? Weniger Abwasch gibt es so jedenfalls nicht, es ist ja ein Teil mehr. Und das Weißbrot (das ich zum Glück nicht essen muß) trocknet weiter vor sich hin. Und der Belag ist seit Anfang des Jahres auch immer der Gleiche, je nach Wochentag, sogar die Marmelade. Aber zur Dialyse kann ich mir ja zum Glück immer noch Belag von zu Hause mitbringen um ein bißchen Abwechslung zu haben.
Nun wie gesagt, über die Wahlmöglichkeit beim Mittagessen war ich angenehm erfreut. Allerdings nicht lange. Am 4. Tag meines Aufenthalts wurde Blut abgenommen. Und sowohl Kalium als auch Phosphat waren wesentlich höher als wenn ich von zu Hause komme. Sonst sind meine Werte immer so ausgezeichnet, daß ich nicht einmal Phosphatbinder nehmen muß. Und das, obwohl ich zu Hause auch viel Käse, jeden Tag einen Joghurt und auch etwas Obst esse. Und ich hatte nur die Krankenhauskost gegessen. Als Konsequenz bekam ich gleich Phophatbinder verordnet, die ich inzwischen zum Glück wieder absetzen konnte nachdem ich einige Tage zu Hause verbracht habe und das nochmal kontrolliert wurde.
Aber das kann ja wohl nicht sein, daß man womöglich noch seine Gesundheit aufs Spiel setzt nur weil die Küche sparen will. Diese Sparmaßnahmen fingen auch erst an, nachdem die Küche privatisiert wurde.
Was mich auch ärgert ist, daß es Samstags für Dia-Patienten jetzt sogar Suppe gibt. Das mag ja noch angehen, wenn man noch Ausscheidung hat, ich z.B. habe aber keine mehr, und ich esse auch zu Hause keine Suppe, und wenn würde ich es niemals am Wochenende tun. Es mag sich ja inzwischen in Sachen Ernährung vieles geändert haben, aber was das Wasser angeht ist es immer noch dasselbe.
Da es außer zwei Sorten Suppe nur noch Nudeln mit Tomatensoße zur Auswahl gab, die ich aber nicht vertrage, habe ich nichts bestellt. Bekam aber trotzdem Suppe, die ich allerdings nicht gegessen habe.
Unverständlich finde ich auch, daß man Dia-Patienten an einem Freitag Matjes zur Auswahl anbietet. Und nicht jeder ist ja so vernünftig, dann das andere Gericht zu wählen. Zu Hause esse ich auch ab und zu Matjes, aber niemals am Wochennde.
Ich habe es zu Hause noch nie besonders streng gesehen mit der Ernährung, ich esse durchaus was mir schmeckt. Nur eben in Maßen und ich überlege mr, wann für ein kritisches Gericht der beste Zeitpunkt ist. Meine guten Werte beweisen ja, daß ich mit meiner Methode völlig richtig liege. Aber mit diesem Krankenhaus-Essen kann ja wohl irgendwas nicht ganz stimmen wenn sich bereits nach so kurzer Zeit die Werte derart verschlechtern.
Auch für Patienten mit anderen Krankheiten, die auf ihre Ernährung achten müssen, gibt es nur noch das normale Essen. Um es mal ganz deutlich zu sagen. ich finde das eine Sauerei! Aber soviel man sich auch aufregt, ändern kann man es doch nicht. Ich hoffe nur, daß ich nicht so bald wieder ins Krankenhaus muß.

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Re: Essensärger im Krankenhaus 20 Sep 2012 10:36 #487130

  • nierentisch
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Hachiko, das ist ein großer Ärger!

Ich habe das Gefühl, dass in den Krankenhäusern an allen Ecken gespart wird! und dazu gehört offenbar, dass in den Küchen keine Diätassistenten gibt. die kosten ja auch Geld!
vor ein paar Jahren hatte ich meine Mutter nach einem Schlaganfall im Krankenhaus und habe für sie die Essensbestellung schriftlich ausgefüllt:
auf jeden Zettel extra noch mal drauf geschrieben Dialysediät mit vielen Ausrufungszeichen... und z B drum gebeten NUR Nudeln oder Reis als Beilage zuzuteilen.
Erfolg....?
Wie bei Dir beschrieben: Sa Kartoffelsuppe... Fr Fisch ( übrigens auch schön salziger Hering mit Pellkartoffeln...) zum Nachtisch schönen Obstjoghurt, und dazu: ( Obst ist gesund..) jeden morgen und abend einen Banane zum Essen!!!
Nach drei Tagen bekam ich von einer Ärztin der stroke unit zu hören: Ihre Mutter hat nicht nur den Schlag.. sie hat auch massiv Herzrythmusstörungen... das ist übrigens ein Krankehaus mit nephrologischer Abteilung!!!
Ich denke, im Krankenhaus ist man enorm drauf angewiesen selbst zu wissen was gut ist, und muss notfalls die Familie um Essen auf Rädern bitten, was wir dann bei meiner Mutter gemacht haben.
Nur: ich habe viele Geschwister... und wir haben einen Plan gemacht wer wann das Essen ( und das Futtern der PBs, oftmals waren die nicht oder nicht in zum Essen passender Menge zugeteilt!) überwacht. Wenn das alles nicht gegeben ist.. ist es richtiger Mist!

Dir wünsche ich vorerst eine völlig krankenhausfreie Zeit!

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Re: Essensärger im Krankenhaus 20 Sep 2012 11:13 #487131

  • bgudschun
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Haj Hachiko,


Hachiko schrieb:

> Woche. Dabei habe ich erfahren, zuerst natürlich
> durchaus erfreut, daß man beim Mitagessen jetzt
> auch auswählen darf, genau wie alle anderen
> Patienten. Früher bekamen Dia-Patienten nur
> Dialysekost, ohne aussuchen. Da war ich angenehm

Das würde ich als einen deutlichen Fortschritt empfinden,
ich kann mich noch daran erinnern, wie anfänglich meine
Dialysediät im Krankenhaus aussah: Es war genau das gleiche,
was die Anderen bekommen haben, aber von den verdächtigen
Sachen weniger und dafür etwas mehr Nudeln oder Reis und die Sauce
wurde weggelassen. Später habe ich dann für mich durchgesetzt, dass
das Häkchen bei Dialysediät gestrichen wurde und ich normal aussuchen
durfte, inzwischen ist das wohl bei selbständigen Patienten usus.

> die Abdeckhauben über den Tellern eingespart,
> d.h. die Brötchen/ Brot liegen im Freien, und
> Weißbrot, daß meistens Patienten bekommen, die
> ohnehin nicht mehr gut kauen können, wird

Das ist in der Tat nicht nur unpraktisch und ärgerlich,
sondern aus meiner Sicht auch ein Hygienemangel,
mal davon abgesehen, dass die Patienten dann vermutlich
weniger essen, denen eh jede Energie fehlt.

> Nun wie gesagt, über die Wahlmöglichkeit beim
> Mittagessen war ich angenehm erfreut. Allerdings
> nicht lange. Am 4. Tag meines Aufenthalts wurde
> Blut abgenommen. Und sowohl Kalium als auch
> Phosphat waren wesentlich höher als wenn ich von
> zu Hause komme. Sonst sind meine Werte immer so
> ausgezeichnet, daß ich nicht einmal
> Phosphatbinder nehmen muß. Und das, obwohl ich zu
> Hause auch viel Käse, jeden Tag einen Joghurt und
> auch etwas Obst esse. Und ich hatte nur die

Dazu kann man jetzt natürlich wenig sagen, da nicht bekannt
ist, was Du so zu Essen bekommen hast, wenn Du allerdings
aussuchen darfst und etwas wählst, was nicht geeignet ist
liegt es auch in Deiner Verantwortung. Kalium kann aber auch
mal ansteigen, wenn man Substanz abbaut oder Verletzungen
hat, wie es beim Phosphat aussieht kann ich nicht sagen.

> Aber das kann ja wohl nicht sein, daß man
> womöglich noch seine Gesundheit aufs Spiel setzt
> nur weil die Küche sparen will. Diese
> Sparmaßnahmen fingen auch erst an, nachdem die
> Küche privatisiert wurde.
> Was mich auch ärgert ist, daß es Samstags für
> Dia-Patienten jetzt sogar Suppe gibt. Das mag ja

Vermutlich wird die Küche am Sonnabend mit einer
Notbesetzung arbeiten und deshalb nur Suppe kochen,
hätte man Dir nicht eventuell Brot und Wurst/Käse
geben können, andererseits denke ich, man kann
durchaus auch mal eine Suppe verkraften.

> Unverständlich finde ich auch, daß man
> Dia-Patienten an einem Freitag Matjes zur Auswahl
> anbietet. Und nicht jeder ist ja so vernünftig,
> dann das andere Gericht zu wählen. Zu Hause esse

Warum nicht, Eigenverantwortung oder Kindermädchen,
zuhause hat doch auch niemand eine Diätassistentin, die
sagt, NEIN, das dürfen wir aber nicht essen!.
Und wenn jemand meint trotz Dialyse und langem Intervall
Salzhering essen zu können, soll er das doch tun, zumal es
vermutlich nicht für alle das lange Intervall ist, da es ja
regelmässig noch eine Di - Do - Sa Frühschicht gibt.
Hier gilt es natürlich zwischen langjährigen, erfahrenen
Patienten und neuen oder eventuell nicht mehr so fitten
Patienten zu unterscheiden, die eventuell mehr Unterstützung
oder Führung brauchen.

Schöne Grüße,

Boris

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Re: Essensärger im Krankenhaus 20 Sep 2012 11:22 #487132

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Hallo
Ich bin in letzter Zeit viel im Krankenhäuser gewesen und habe festgestellt das die Blutwerte u.all anderen Werte durch das Dialyse- u.Schonkostessen keine nennenswerte Unterschiede gab.Außerdem gibt es drei verschiedene Mittagssorten in den meißten Kh. Da weiß ich sogar selbst was in frage kommt für Essen als langjähriger Dialysepatient.Bin leider schon im achten Jahr.Zum Frühstück und Abendbrot bestelle ich mir das was infrage kommt.

Viele Grüße Willi

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Re: Essensärger im Krankenhaus 20 Sep 2012 15:23 #487140

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ich bestehe im KH auf das essen fuer normalos! ich bin nicht magenkrank und daheim esse ich auch keine dialysediaet, also warum im KH! sollten 10 erdaepfel auf dem teller liegen, was ich mir nicht vorstellen kann, bin ich nicht gezwungen sie alle zu essen. dann esse ich davon ein oder zwei. im KH hat man, da man ja meist im bett liegt, eh wenig hunger.
ich esse immer das worauf ich lust habe, egal ob es donnerstag, freitag oder sonntag ist. ich hatte in den 8 1/2 dialyse deshalb noch nie ein problem. die menge macht es!
kaimana

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Re: Essensärger im Krankenhaus 20 Sep 2012 17:24 #487142

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zum glück war ich bisher sehr selten im krankenhaus .....allerdings habe ich jedesmal darauf bestanden,normale vollkost zu essen ,weil die sogenannte dialysediät einfach nicht schmackhaft ist ---gab es da probleme ,hab ich auf meine blutwerte hingewiesen .natürlich muß man dann auch selber wissen wieviel von den kartoffeln geeignet ist (für mich immer noch besser eine kleine als 3 gewässerte ...)und an suppentag ist es doch auch kein problem ,einfach nur das dicke zu essen und die brühe eben nicht .....in unserem kh ist mittags wahl zwischen 4 gerichten ,frühstück und abendbrot nach wunsch,da bin ich eigentlich zufrieden .....lg taffi

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Re: Essensärger im Krankenhaus 21 Sep 2012 07:58 #487152

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Hallo Hachiko!
Ich kenne den umgekehrten Fall, der ebenso ärgerlich ist. Shunt-OP ein Jahr vor Dialyse (!!!): Ich hatte einen niedrigen Kaliumwert und keine eingeschränkte Ausscheidung. Mit Krankenhausaufnahme auf eine Neph.-Station (Durchschnittsalter 80?) bekam ich sofort Kaliumarme Ernährung und ein DINA 4 Blatt übers Bett, dass ich max. 1l trinken darf. Habe mich sehr mit den Ärzten angelegt, man habe Verständnis für meinen Zorn, es blieb alles wie es ist, ich habe dann den Zettel entfernt und bin dann durch meine treue Freundin versorgt worden..meine Zimmernachbarn haben sich darüber gefreut. Ich wäre sonst am Stock gegangen. Ich habe vor Urzeiten mal eine Ernährungsfachschule besucht, was mir heute sehr zu Gute kommt. Ich weiß was in den Lebensmitteln steckt, aber was uns serviert wurde war unterste Kiste. Ärgerlich für die, die nicht die Möglichkeit haben Einfluss zu nehmen. Medis waren übrigens auch falsch gestellt bei mir, ich habs aber auch kontrolliert und generell meine eigenen Medis dabei.
Gruß und wehrt Euch ME

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Re: Essensärger im Krankenhaus 21 Sep 2012 08:48 #487153

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ich fuerchte bei einigen hirnlosen im KH ist noch nicht angekommen, dass nicht alle dialysepats gleich sind.
nur weil ich entsprechend meiner ausscheidung immer getrunken habe, habe ich heute noch eine ausscheidung. eine kaliumarme diaet waere mein herztod, da ich unmengen an kalium ausscheide.
der heutige moderne dialysepatient ist durchaus in der lage, zu wissen was geht und was nicht geht. waere es nicht so, muesste jeder von uns schon laengst tot daheim liegen, da dort auch keiner uns die unnoetige strenge diaet eintrichtert.
wir sind nierenkrank, aber nicht entrechtet, hirn- und willenlos.
kaimana

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Re: Essensärger im Krankenhaus 22 Sep 2012 18:47 #487163

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Im Grunde hast Du natürlich recht, und Bevomundung kann ich auch nicht leiden. Aber leider gibt es eben auch Patienten, die nicht (mehr) in der Lage sind, selbst zu entscheiden und zu handeln. Sie können sich nicht das für sie geeignete Essen aussuchen, aus organisatorischen Gründen wird für diese Menschen, oder auch für die, die aus irgendeinem Grund nicht da sind wenn die Küchendame kommt, immer Menue 1 bestellt, egal was das ist. Ist ja klar, das die Schwestern keine Zeit haben für die Patienten das geeignete Essen auszusuchen, und die Küchendamen haben keine Ahnung. Meine Bettnachbarin, die erst wenige Monate Dialyse macht und noch unsicher beim Essen ist, fragte z.B. ob Spinat nicht zuviel Kalium hätte. Die junge Küchendame guckte nur verständnislos und meinte: Kalium? Wieso? Keine Ahnung, mit sowas kenne ich mch nicht aus, ich nehme nur die Bestellungen auf. Naja, ändern kann am Essen sowieso nichts, nur froh sein, wenn man sich das für einen am wenigsten ungünstigste selber raussuchen kann.

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Re: Essensärger im Krankenhaus 22 Sep 2012 20:25 #487164

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Hallo,

ich habe dieses Krankenhausessen gerade mal im KH erlebt. War in einem für mich bisher neuem KH in einer normalen chirurg. Station. Da ich zu den Essenswunschbefragungen wegen Dialyse, Voruntersuchungen und Arztterminen nie da war, erhielt ich vorsichtshalber mal vegatarische Kost. Da kann man nichts falsch machen, lautete die Begründung also z. b. falls ich Moslem sei oder prinzipiell Fleischverächter. Das sind natürlich wichtigere Argumente, als dass sich ein Dialysepatient bei diesem Essen nach einer gewissen Zeit, überlegen muß, ob er sich die Kaliumkante (mit des vielen frischen Obstes, der diversen Gemüsespeisen, bei den Obstnachtischen usw.)gibt, innerlich ersäuft (waren diverse Gemüse-, Milchsuppen u.ä.) oder in den Hungerstreik geht...
Offensichtlich sind ja inzwischen religiöse und lebensmittelethische Fragen wichtiger als diätische, wobei ich denke, es muß beides geben im KH. Im Zweifel ist aber für das Personal sicherer erst mal vorsichtshalbe für einen Dialysepatienten ein Dialysessen zu bestellen, bis man den mal live erwischt und mit ihm reden kann, gesundheitlich gesehen immer das unbedenklichere. Auf den Normalstationen kann man nämlich nicht in Dialysediätproblematik geschultes Personal erwarten.
Die Auswahl eines Dialyseessens gab es aber gar nicht (mehr). Also im Zweifel auch für Dialysepatienten vegetarische obst-, gemüse- und suppenreiche Kost.

Viele liebe Grüße
Hati

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Re: Essensärger im Krankenhaus 22 Sep 2012 21:07 #487165

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wenn ich mal in ein KH gehe, lag bisher immer der essenplan fuer die laufende woche auf dem bett und der fuer die kommende woche. also konnte ich ankreuzen was ich essen wollte. da ich z.B. viele sachen einfach aus allergiegruenden nicht essen kann, bitte ich dann, dass ein verantwortlicher aus der kueche zu mir kommt. das hat immer geklappt. ich esse keinen aufschnitt, also bekam ich immer schinken und kaese abends. genauso war es , wenn es mittags in allen essen wurst gab! die esse ich nicht, also bekam ich was anderes. oder einfach mal einen frischen blattsalat mit gurke, paprika etc.

die dame oder der herr aus der kueche war meist recht schnell da! geschmeckt hat es mir zwar dennoch fast nie wirklich, da ich so gesundes und gedaempftes einfach nicht mag. ich habe mir damals oft abends ein pizza anliefern lassen, oder ein lasange oder etwas vom chinesen. auch das war kein problem.

daheim gehe ich ja auch oft essen, also warum nicht auch im KH?
kaimana

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Re: Essensärger im Krankenhaus 23 Sep 2012 00:11 #487167

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Über Essen in Krankenhäusern ärgere ich mich kaum noch - es lohnt nicht .... zumal wenn ne gute Cafeteria im Haus ist! Durch die Dialysezeiten bekommt man tagelang die Essensaufschreiber nicht mit und oft bekommt man auch das Essen in der Dialyse nicht!
D.b. tagelang Eingangsessen, dass auch wieder genau die Sachen enthält die ich nicht vertrage oder nicht mag! Traditionell verliere in in einer KH-Woche ca. 2 - 3 Kilo Gewicht!

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Re: Essensärger im Krankenhaus 23 Sep 2012 11:16 #487170

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Man gerät jhöchst selten mal in ein Krankenhaus, wo die Leute Ahnung von kaliumarmer Kost haben. Bei meinem letzten Aufenthalt wurde mir angekündigt ich erhalte zum Mittag dialyse geeignete Spezialkost. Mir wurde dann gesagt, sie wissen nicht was das ist, ob ich bestimmte Sachen nicht esse. An einem Tag kam dann glatt Fisch mit Salzkartoffeln. Da hätten die sich das sparen können.

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Re: Essensärger im Krankenhaus 23 Sep 2012 12:55 #487174

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fisch und kartoffeln sind doch lecker! es wird ja nicht gleich ein kilo kartoffeln gewesen sein. und fisch ist immer gesund, jedenfalls wenn er fangfrisch ist.
kaimana

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Re: Essensärger im Krankenhaus 23 Sep 2012 16:00 #487175

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Hallo kaimana,

gegen mal Fisch und Kartoffeln ist sicher nichts zu sagen, wenn man nicht zu empfindlich auf Kalium/Phosphat reagiert. Aber ich glaube kaum dass fangfrischer Fisch im KH serviert wird. Da wo ich bisher war, vermute ich eher dass die Essensfirmen ein geheimes Gewürz kennen, dass das gesamte KH mit dem Duft von 3Tage altem Fisch umhüllt. Damit auch jeder weiß, dass Freitag ist, wahrscheinlich.

Viele liebe Grüße
Hati

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Re: Essensärger im Krankenhaus 24 Sep 2012 18:38 #487197

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Fisch wird wohl eher aus der Tiefkühlung kommen, jeenfalls sehe ich manchmal, wenn ich morgens zur Dialyse komme, den Kühllaster mit der Aufschrift Deutsche See wegfahren. Manchmal gibt es bei uns sogar Currywurst, und früher wurde uns immer erzählt,die hätte zuviel Phosphat. Aber eins muß man unserer Küche lassen: das Körnerbrötchen, daß ich bei der Dialyse bekomme schmeckt super. Hoffentlich fangen sie da nicht auch noch an zu sparen :D

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Re: Essensärger im Krankenhaus 03 Okt 2012 14:15 #487449

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Lach, ja da kann man so einiges erleben.

Ich wurde mit einem Natrium von 110 ( normal ist 132-145 so in etwa ) ins KH aufgenommen.
Das war innerhalb von zwei Monaten das zweite Mal, das erste Mal hatte ich sogar das Natrium nur bei 99 und war fast weg.

Bei der Essesbestellung bestand die Schwester auf salzarme Kost, weil ich ja nierenkrank sei,
meint ihr ,ich hätte ihr das beibringen können, daß Salz für mich lebensnotwendig ist ?
Ich mußte mir erstmal einen Salzstreuer mitbringen lassen, bis wir durchsetzen konnten ,daß ich normales Essen bekomme.

Ganz abgesehen davon, daß man mir über den Tropf den Salzhaushalt versuchte wieder auffzufüllen.

Wenn man solchen Leuten ausgeliefert ist, dann kann man froh sein, wenn man das unbeschadet übersteht, denn leider hab ich auch solche unter den Ärzten erlebt.

lg BIna

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Re: Essensärger im Krankenhaus 07 Okt 2012 17:59 #487552

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..oh ja, dass kenne ich auch!!

Bei meiner letzten Kur habe ich wochenlang versucht den Diät-Assistentinen klar zu machen, dass ich kaliumREICHE Kost brauche. Aber die meinten: Dialyse = kaliumARM!

Zum Glück habe ich liebe Tischnachbarn gehabt, die immer mal mit mir das Essen getauscht haben. Und Obst konnte man sich selbst nehmen. Sonst wäre ich da bestimmt irgendwann umgekippt....

LG jette

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Re: Essensärger im Krankenhaus 07 Okt 2012 18:31 #487556

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In letzter Zeit war ich ein paar Mal nicht in meinem üblichen KH: habe immer direkt darauf hingewiesen, dass ich normales Essen haben möchte (Vollkost) und für den Samstag bitte keine Suppe, sondern halt die Alternative (in dem KH wurde so zusammengespart, dass man selbst das Menü nie zu Gesicht bekam).

Und es hat, bis aus ein Mal, immer auch funktioniert (inzwischen wissen die es sogar schon und grinsen einem entgegen, wenn man die Station betritt - eine chirurgische, keine nephro). Und das eine Mal, wo am Samstag doch der Pott Suppe da stand wurde mir aus der Stationskasse Geld gegeben und damit konnte ich in die Cafeteria essen gehen.

Dass das Essen in Krankenhäusern nicht gut ist, ist nun mal allgemein bekannt, leider. Bei den warmen Speißen liegt es oft daran, dass diese schon lange unter der Haube in der Gegend rum standen und den letzten Geschmack deswegen verlieren :(

Grüße, Elena.

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Re: Essensärger im Krankenhaus 08 Okt 2012 20:45 #487589

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Eines habe ich aus meinen ganzen Krankenhausaufenthalten gelernt .... man sehe sich erst die Cafeteria an bevor man sich anmeldet und man solle doch auch die Telefonnummern von Pizzadiensten o.ä. mit haben!

Ich kenne hier in der Gegend nur zwei Krankenhäuser in denen man ohne externe Hilfen auskommen kann!

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