Hallo Anna1987
Herzlich willkommen hier im Forum
Ich hoffe, der Besuch in der Nephrologie hat etwas gebracht. Je nachdem, was die Reduktion der Nierenleistung verursacht, gäbe es wohl schon das eine oder andere, was dein Vater ändern könnte, um seine Nieren zu schonen / den Verlust der Nierenleistung zu verlangsamen. Aber als Angehörige, vor allem eines männlichen Angehörigen, fühlt man sich oft auf verlorenem Posten. Man ist zu stark selbst involviert, gefühlsmässig, hat gewisse Sachen schon tausend Mal gesagt usw. Manchmal hilft es etwas, wenn ein energisch auftretender (männlicher) Hausarzt oder Nephrologe einem männlichen Patienten klare Instruktionen gibt, was er besser tun oder lassen soll. "seufz"
Dir als Pflegekraft würde ich den Rat geben, mal in einer Dialysestation vorbei zu schauen, damit du die Szenarien in deinem Kopf einordnen kannst. Viele Patienten arrangieren sich mit der Dialyse, es geht ihnen besser als ohne, sie nutzen die Zeit an der Dialyse und an dialysefreien Tagen, sie überstehen schwierigere Zeiten, sie leben weiter.... Aber es gibt natürlich immer auch die Pechvögel, die mit mehreren Baustellen, die die mehr Zeit, Zuwendung und Unterstützung benötigen.
Wie könnte es eurer Erfahrung nach weiter gehen?
Es gibt keine feste Zahl, um zu sagen, ab wann man dialysepflichtig wird. Der Nephrologe würde unter anderem den Trend der GFR-Reduktion beobachten. Hier in der Schweiz sagt man, so zwischen 15-8GFR, je nachdem wie man sich fühlt, wie schlimm ist die Übelkeit, Appetitlosikgeit, Müdigkeit usw. Wenn der Trend das anzeigt, würde man normalerweise vorher darüber sprechen, ob Bauchfelldialyse (PD) in Frage kommt oder in einem Dialyse-Zentrum, oder allenfalls vielleicht eine Lebendspende. Je nachdem würde dann mal ein Shunt / eine Fistel angelegt oder zur richtigen Zeit ein Anschluss für die PD. usw. usw.
So viele Fragen sind möglich ...
Liebe Grüsse Kohana
(ich bin Angehörige und Betroffene - wir haben eine erbliche Nierenkrankheit in der Familie)