Guten Abend Ihr Lieben,
ganz herzlichen Dank, dass Ihr Euch die Zeit genommen habt, so schnell & so ausführlich zu antworten

Meine laienhafte Vermutung ist ja auch unter anderem, dass sich noch nicht das richtige Gewicht eingependelt hat - was Ihr ja auch vermutet.
Was vielleicht auch schwierig ist allein dadurch, dass er mit gesunden 75 kg am 05.01.2026 ins Krankenhaus kam, dann die Nierenkrebs-OP hatte, sofort an die Dialyse kam und danach fast 4 Wochen im Krankenhaus bleiben musste (davon 1,5 Wochen Intensivstation) und auch danach 3 mal Krankenhaus-Aufenthalte wegen Luftnot hatte, die auch jeweils 1-1,5 Wochen dauerten. Sprich`er hat allein durch die lange Krankenhauszeit ziemlich abgenommen und auch an Muskulatur verloren unabhängig von der Dialyse. Seine Kleidung schlackert und der Ehering passt ihm nicht mehr. Wenn ich mit 1,60m neben ihm am Krankenbett sitze, kommt er mir plötzlich so schmal vor
Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, hat der Nephrologe sein Trockengewicht zurzeit auf ca. 67 kg festgelegt; ca. 2-2,5 l werden ihm alle zwei Tage abgezogen, was ja nicht wenig ist! Und vielleicht doch ein Zeichen, dass er - auch wenn er sich an die Trinkmenge hält - zuviel Flüssigkeit über die Nahrung aufnimmt?! Ich bin halt unsicher, ob er nicht noch strenger sein müsste - was gemein ist, weil er wirklich vieles ganz weg lässt ernährungstechnisch und sich zusammen mit meiner Mutter da Gedanken macht, was er essen darf und was nicht. Und ehrlich gesagt, wenn ich die ganzen Tabellen und Anleitungen sehe, blicke ich selbst nicht mehr durch, was überhaupt noch ohne sich Gedanken zu machen gegessen werden darf.
Andererseits hat er keine offensichtlichen Ödeme - so wie Du es beschreibst, Hachiko - keine geschwollenen Füße, Hände oder geschwollenes Gesicht/ Augen. Die Dialyse mit durchschnittlichen 2 l verträgt er ohne Kofschmerzen, Kreislaufproblemen etc. pp. Sein Blutdruck ist normal. Er hatte vor der Dialyse immer sehr hohen Blutdruck, der mit Tabletten eingestellt war. Das hat sich jetzt fast komplett selbst reguliert.
Tatsächlich wird aber jetzt im Krankenhaus am Montag auch nochmal das Herz richtig untersucht, da der Verdacht überprüft werden soll, ob eine (unbemerkte) Herzschwäche vorliegt.
Darf ich noch eine allgemeine Frage stellen, ob ich den Begriff Trockengewicht, mit dem bei den Ärzten ständig um sich geschmissen wird, richtig verstehe:
Damit ist doch das Gewicht gemeint, was mein Vater zum jetzigen Zeitpunkt hätte, wenn er nicht Dialyse-Patient wäre und der Körper Wasser einspeichern würde bzw. nicht ablassen kann?
Also das Gewicht vor Krankenhausaufenthalt 75 kg minus geschätzte 8 kg Gewichtsabnahme durch die Strapazen der OP/ Krankenhausaufenthalte etc.pp.?
Das wären dann ca. 67 kg. Von diesem Gewicht wird dann ausgegangen, wenn die Dialyse das überschüssige Wasser rauszieht? Oder verstehe ich das falsch?
Ich muss noch sagen, dass ich das Forum & seine Mitglieder hier toll finde! Ich lese, seitdem mein Vater Anfang des Jahres Dialyse-Patient geworden ist, hier mit. Ihr habt alle meine Hochachtung, dass Ihr - mehr oder weniger eingeschränkt durch Nierenerkrankungen & Dialyse - Euer Leben meistert, so klingt es bei ganz vielen hier, und Euch trotz Hoch und Tiefs nicht unterkriegen lasst

Und ich finde es total nett, dass wildfremde Menschen hier mit ihren Fragen - so wie ich - so nette, persönliche und hilfestellende Antworten bekommen
Habt alle Drei ein schönes Wochenende,
Andrea