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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 05 Mär 2021 09:07 #515894

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Meine Frau leidet seit über 10 Jahren am RLS. Anfangs half Levodopa/Benserazid. Im Laufe der Zeit musste sie um die Beschwerden zu lindern die Dosis erhöhen. Schließlich kam es durch immer höhere Medikament-Gaben zu einer Verschlimmerung des RLS, verschiedene andere Medikamente, die der Neurologe verschrieb, zeigten kaum Wirkung.

Eine deutliche Besserung des RLS konnte durch die Umstellung auf retardiertes Oxycodon/Naloxon erreicht werden. Levodopa/Benserazid konnte sie ausschleichen und es geht ihr insgesamt, trotz diverser Dialyse-Begleiterkrankungen aufgrund eines ruhigeren und damit erholsamen Schlafes wieder besser.

Vorerst eine Baustelle weniger.

Oldman
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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 05 Mär 2021 18:56 #515914

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hallo oldmann,

vielen Dank für deien beitrag, von dem ich mir auch Hilfe erhoffe.

Habe zwar das RLS noch nicht so lange, aber dafür extrem heftig. Das Restex (Levodopa/Benserazid) half mir auch am Anfang, aber dabei musste ich immer mehr einschmeisen. Bedingt durch die Peritonitis und den KH-Aufenthalten war es fast verschwunden, kommt aber jetzt wieder verstärkt. Habe nun Pramipexol 0,88 verschrieben bekommen, half genau 1 Woche lang und nun schmeiß ich wieder Restex ein! Nehme auch Pregabalin, aber trotzdem plagen mich wieder die Beine. Schlafen ist ein martyrium.

Werde mal dieses Oxycodon/Naloxon ausprobieren.

Bisher konnte mir niemand sagen, was effektiv helfen sollte, leider, oder weiß hier noch jemand was evtl. funktioniert?

lg
Flüstermann alias Harald

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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 05 Mär 2021 19:24 #515915

  • Oldman
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Hallo Harald,

kennst Du die retardierte Form von Levodopa/Benserazid. Das wirkt nach Einnahme etwas schwächer, aber über einen längeren Zeitraum. Mit der Kombination "nicht retardiert/retardiert" ist meine Frau einige Jahre gut zurechtgekommen. Vor dem Schlafengehen das "unretardierte" Levodopa/Bens. zum Einschlafen und dazu das "retardierte", das zeitlich verzögert freigesetzt wird. Damit konnte sie meist gut durchschlafen.
Trotzdem musste sie im Lauf der Jahre die Dosen erhöhen bis Levodopa/Bens. nicht mehr wirkte und das RLS noch verstärkte.

Oldman
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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 06 Mär 2021 09:10 #515920

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Meine Schwester ist auch schwer RLS geplagt, nachdem alle anderen Medis nicht mehr wirkten, nimmt sie seit Oktober Oxycodon. Kann wieder besser schlafen, Beine sind ruhiger geworden. Reicht bei ihr aber noch nicht ganz, muss noch Ropinirol dazunehmen.
Anfangs hatte sie Bedenken, weil es doch ein Opioid ist, jetzt ist sie froh, dass sie es geacht hat. Auch Autofahren geht nach Eingewöhnungszeit wieder.

Liebe Grüße
Sabine
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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 06 Mär 2021 10:27 #515921

  • Flüstermann
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danke für eure Tipps, werde ich ausprobieren.

heute Nacht war es mal wieder extrem, sobald ich mich hinlegte zuckten und krampften die Beine wie verrückt. Habe dann ferngesehen und siehe da, auf der Couch im Sitzen eingeschlafen. so bin ich zu etwas Schlaf gekommen.

Übrigens, Autofahren tue ich seit Feststellung der D-PNP nicht mehr, denn diese beschert mir manchmal kurze Blackouts. Im Zusammenhang mit meinen nun eher niedrigen Blutdruck, seit ich so enorm abgenommen habe, sackt das Blut beim aufstehen, schnellen Bewegen, Drehen ab, da die Venenklappen auch schon gestört sind. Und dies sorgt, zusammen mit meiner 50%-igen Stenose der rechten Halsschlagader zu vor beschriebenen kurzen Blackouts. Dies ist das zusammenfassende Ergebnis der 10-tägigen Untersuchung kurz vor meiner Peritonitis. Seit ich dies weiß, hallte ich mich entsprechend und habe -bis auf zweimal kurzes Aufflackern mit sofortiger Korrektur, sprich innehalten- keinen Absturz mehr gehabt (vorher zwei- bis dreimal pro Woche einen Sturz, manchmal sogar beim Aussteigen aus dem Auto!).

Wenn ich nun das RLS auch noch so in den Griff bekämme, wäre ich sehr zufrieden.
Werde berichten.

lg

Flüstermann alias Harald (dessen Stoma endlich nicht mehr so flüssig ist, das es rausdrückt, was bis vor kurzen enorme Rötungen um das Stoma bedingte, was natürlich schmerzhaft und teilweise sogar blutig war)

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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 12 Mär 2021 23:04 #515979

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Hallo,
ich hatte seit Beginn der Dialyse schwerstes RLS.
Restex half nur kurze Zeit. Dann wurde die Dosis immer mehr erhöht ohne das man seinerzeit wusste, das es dadurch zu einer Verschlimmerung kommen kann, wenn man zu viel davon nimmt.
Schlußendlich bin ich auch bei Opioiden gelandet als wirksame Medikation.
Zwar kein Oxycodon aber ein anderes Opioid, Tramadol oder auch Tilidin.
Am Besten vertrage ich Tramadol Retard 150mg eine Tablette Abends.
Die nehme ich nun seit 15 Jahren und die Beschwerden sind gleich Null.

Opioide wie Oxycodon, Tramadol, Tilidin u.Ä sind anerkanntermaßen die wirksamsten Mittel gegen RLS.
Ansonsten wurde schon vor 15 Jahren alles versucht an Medikamenten ( Carbamazepin u.ä) . Das RLS war bei mir so schlimm, daß ich das wohl nicht überlebt hätte die letzten 15 Jahre. Der Leidensdruck war enorm. Im Schlaflabor hatte man bis zu 680 Arousals (Muskelzuckungen) die Nacht diagnostiziert.
Es war seinerzeit so schlimm, daß ich Tagelang nicht schlief und dann alle 3 bis Tage in ein tiefes Schlafkoma gefallen bin.

Ohne das Opioid, das als Retardtablette auch keinerlei Nebenwirkungen bei mir hat, wäre ich heute nicht mehr am Leben. Min Körper und meine Psyche hätten das wohl nicht jahrelang ertragen.

Übrigens, nach meiner Transplantation, waren die Beschwerden nach 4 Wochen vollständig weg.
Als ich dann nach 2,5 Jahren wieder an die Dialyse kam, ging es sofort wieder los,
Da half dann Restex nicht mehr 2 Monate wie das erste mal, sondern nur noch 2 Wochen.
Auf das Opioid bin ich gekommen, da ich nach einer OP unter dieser Medikamentation eben kein RLS mehr hatte.
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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 12 Mär 2021 23:27 #515980

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Naja....kann mich nur wiederholen.

Bei RLS hilft Cannabis, sowohl mit THC alsauch die neumodischen/legalen CBD-Varianten. (wobei CBD vermutlich nicht bei den Stolperattacken hilft, THC aber vielleicht.)
Oxycodon und Tramadol sind dann schon härtere Medikamente.....da macht ihr mir ein bissl Angst, dass Gras bei mir mit zunehmendem Alter und Dialysedauer vielleicht irgendwann nicht mehr reichen wird.
Mein drogensüchtiger Vater hat sich beides gerne reingepfiffen, darum möchte ich soetwas niemals nehmen müssen.
Aber RLS hab ich eben nur, wenn ich nüchtern bin.

War übrigens in der Anfangszeit als ich stationär im Spital war so schlimm mit dem RLS, dass man mich regelmäßig gefragt hat ob ich harte Drogen nehme und schon Entzugserscheinungen vermutet hatte, was sehr beleidigend war. (RLS hatte ich vor Dialysebeginn nochnie....)

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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 12 Mär 2021 23:28 #515981

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@Krischan
Konntest du / hast du Tramadol nach der Transplantation absetzen können / abgesetzt? Wenn ja, wie lange hat es gedauert und wie schwierig war es? Eine nahe Verwandte von mir nimmt seit Jahren Tramadol gegen starke Schmerzen. Deshalb bin ich neugierig.
LG Kohana

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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 13 Mär 2021 07:12 #515983

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Durch die erkennbare Linderung des RLS durch Oxycodon hat sich bei meiner Frau eine weitere, erwähnenswerte Verbesserung eingestellt.
Sie leidet u.a. .... auch unter urämischer Polyneuropathie, darauf möchten wir jetzt hier nicht weiter eingehen.

Aber durch das vom RLS verursachte, zeitweise unkontrollierte, heftige Gezappel und wilde Herumschlagen mit den Beinen hat sie sich immer wieder irgendwo mit den Füßen angehauen und gelegentlich dabei auch schlecht heilende Wunden zugezogen, die sie selbst erstmal nicht (wegen der Polyneuropathie) bemerkt hat.
Neue Wunden an den Füßen sind in letzter Zeit bei ihr nicht mehr aufgetreten, der Alltag einer von vielen Begleiterkrankungen geplagten, langjährigen Dialysepatientin ist etwas erträglicher geworden.

Oldman
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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 13 Mär 2021 11:02 #515986

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Da ich ja auch mit RLS zu kämpfen habe, werde ich dieses Oxycodon mal ausprobieren.

Bezüglich der Verletzungen -gerade bei Diabetischen Füßen- habe ich mit Silberfolie gute Erfahrungen gemacht, heilt schnell und gut ab. Gibt es Rezeptfrei in Apo und Drogerien. Selbst eine beginnendes offenes Bein meiner Frau heilte dadurch einwandfrei ab.

lg
Flüstermann alias Harald
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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 13 Mär 2021 11:29 #515987

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Danke Harald für den Hinweis mit der Silberfolie.
Momentan sind die alten Verletzungen weitgehend abgeheilt, aber die Verletzungsgefahr an den Füßen ist auch ohne schlimmes RLS immer gegeben.

Oldman

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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 14 Mär 2021 15:18 #516003

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Huhu !

Was ist RLS!?

Bin schon lange dabei! Kenne ich nicht, will ich nicht!

Vielleicht kann mich diesbezüglich jemand aufklären, bevor ich einen Kommentar darüber abgebe und ich wieder mal eins drüber bekomme :hard_reset: von dem allwissenden Orakel :blume: ( könnte auch Google fragen, aber das Forum ist mir lieber)



LG

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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 14 Mär 2021 16:25 #516004

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kohana schrieb: @Krischan
Konntest du / hast du Tramadol nach der Transplantation absetzen können / abgesetzt? Wenn ja, wie lange hat es gedauert und wie schwierig war es? Eine nahe Verwandte von mir nimmt seit Jahren Tramadol gegen starke Schmerzen. Deshalb bin ich neugierig.
LG Kohana

Vor der Transplantation hatte ich es noch nicht genommen.
Da hat man noch mit Lyrica Gabapetin usw herum probiert.
Man wird da wohl abhängig von. Aber ein Abhängiger meinte mal zu mir, das Abhängigkeitspotential ist nur dann gegeben, wenn man es mißbräuchlich nimmt. Sie nahm ca 1500 mg pro Tag und hatte einen anstrengenden Entzug.
Wie dem auch sei, es hilft halt und hat auch nicht wirklich viele Nebenwirkungen, wenn man es mal mit Dopaminantagonisten vergleicht.
Merken tue ich von den Retardtabletten gar nichts, nur das eben das schwere RLS komplett weg ist.
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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 14 Mär 2021 18:33 #516006

  • Oldman
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Mucky schrieb: Huhu !
Was ist RLS!?
Bin schon lange dabei! Kenne ich nicht, will ich nicht!


Mucky,
sei froh dass Du nicht vom RLS betroffen bist.

RLS ist die Abkürzung von Restless-Legs-Syndrom. Restless Legs sind unruhige, zappelige Beine.
Tritt u. a. gehäuft bei Dialysepatienten auf.
Vor allem am Abend oder/und bei längerer Ruhe beginnen die Beine ein Eigenleben, es kommt zu Missempfindungen, man kann nicht stillsitzen, vorübergehend hilft Bewegung.
Lästig sind die Restless Legs dann beim Einschlafen. Meine Frau musste immer wieder aufstehen, herumlaufen, hinlegen, aufstehen ….Eine Qual, am nächsten Tag nach einer unruhigen Nacht war sie müde und abends statt erholsamen Schlaf beginnen die Beine wieder ihr Eigenleben.
Lästig auch beim langen Herumliegen bei der Dialyse.
Es gibt Medikamente z.B. Levodopa/Benserazid. Das hat meiner Frau jahrelang geholfen. Aber die Dosis musste immer weiter gesteigert werden ….
Störend bei Theaterbesuchen, auch abends beim Essengehen. Beim fortgeschrittenen RLS ist sie dann im Lokal mehrmals aufgestanden, hat im Garten oder am Parkplatz ein paar Runden gedreht und konnte dann wieder 10 Minuten halbwegs ruhig sitzen.
Längere Autofahrten, wir haben uns vorher über Parkmöglichkeiten auf der Strecke informiert, um Pausen zur Bewegung der Beine einzulegen.
RLS – da geht viel Lebensqualität verloren, der/die Betroffene ist am Verzweifeln und auch der Partner ist irgendwann genervt und leidet mit.

Oldman

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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 14 Mär 2021 19:07 #516008

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Lieber Oldman,

Das was du beschreibst hatte ich auch irgendwie, aber ich dachte , dass ich sehr Aktiv bin und mein Arzt meinte, dass ich vielleicht Erwachsen adhs habe; Ich habe immer gedacht es kommt von zu vielen Kolenhydraten (ich nahm während der Dia. Zeit um nicht zu viel abzunehmen; eine Menge an Kohlenhydrate zu mir).

Vielleicht war es ja RLS , aber ich habe diesbezüglich nie eine Diagnose bekommen, aber mir ging es immer besser; wenn ich körperlich ausgelastet war ( habe auch während der Dia. Zeit körperlich schwer gearbeitet)

:hm: Vielleicht gibt die Unruhe die ich während der Dialyse Zeit hatte ; jetzt einen Sinn :hm:

Danke für deine verständliche Antwort ( ohne Fachchinesisch)

Liebe Grüße

Mucky

PS solche Kommentare liebe ich und das können nur Menschen teilen , die es wirklich wissen! ( eine Frage, eine zufriedene Antwort)

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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 17 Mär 2021 14:28 #516025

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So, Leute,

habe gestern versucht, Oxycodon verschrieben zu bekommen!

Meine Ärztin (Diabetologin) will mir dies nicht verschreiben, erst wenn die Nephrologen grünes Licht geben würden.
Und diese lehnen dies strikt ab! Macht abhängig und man ist den ganzen Tag düdelig, so die Aussage (was mir egal wäre, hauptsache keine Beschwerden).
Die weitere Empfehlung war: Schmerztherapie!

Nur gut, das da eine 3-4 monatige Wartezeit vorliegt!
Ganz toll, ich bin begeistert ob unserem Gesundheitswesen.

Bleibt eigentlich nur noch Cannabis!

Und nun, was für eins, das legal ist, das ist hier die Frage.

Wer weiß dies?

lg
Flüstermann alias Harald (den es heute wieder gewaltig plagt)

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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 17 Mär 2021 15:08 #516026

  • Christian
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Deine Ärzte sind ja nicht gerade freundlich.....

Ein ehemaliger Schulkollege von mir "sammelt" Schmerzmittel und Psychopharmaka.
Ist eigentlich ein Chemiker und sehr kluger Kopf, hat aber chronische Schmerzen seit einem Labor-Unfall, als er sich den Arm mit Salzsäure aufgeäzt hat.
Der nutzt die freie Ärztewahl geschickt aus. Gibt ihm ein Arzt nichts mehr, geht er zum Nächsten.

Zum Thema Cannabis: CBD-Cannabis gibt es mittlerweile sogar auf Amazon.
Wenn man Diabetiker und Nichtraucher ist ein kompliziertes Thema.
Außerhalb des Internets gibt es CBD-Cannabis vorallem in Bäckereien und in Head-Shops.(dort wo Kiffer ihre Wasserpfeifen kaufen)
In einigen Städten gibt es außerdem Automaten.
Ist schwierig zuckerfreie Lebensmittel mit CBD zu bekommen.
Bei Kräutern würde ich mich nach einem Wirkstoffgehalt von 8% orientieren, bei Ölen eher >10% und man benötigt vermutlich 0,2-0,5 Gramm pro Tag.
Auf Amazon gibt es CBD-Öle mit >10% CBD Gehalt, die man als Tropfen wie ein Medikament einnehmen kann. (Nicht zu verwechseln mit CBD-Liquids für E-Zigaretten.)

Cannabis muss erhitzt werden, damit die Wirkstoffe aktiv werden(Decarboxylierung). Bei vielen Ölen wurde das bereits ab Werk erledigt, bei Kräutern nicht.
Gibt im Internet viele Anleitungen wie man mit Cannabis kocht.

Bei Cannabis sei gesagt, alles über 0,2% THC Gehalt fällt unters Suchtmittelgesetz. Der Anbau von Cannabis ist in Deutschland verboten, selbst das Saatgut.
Einige Krebspatienten dürfen auf Rezept Cannabis besitzen, es aber nicht selbst anbauen und haben kaum Beschaffungsmöglichkeit.
In den Niederlanden ist Cannabis wiederrum legal, dort kann man nach belieben THC-Cannabis ausprobieren und schauen, wie es auf einen wirkt.

Eine weitere wirkungsvolle Alternative bei Schmerzen sind übrigens Mohnblumen.
Haben viele Menschen im Garten und man kann einen starken Tee daraus kochen, wenn man mal dringend eine Nacht Ruhe braucht.
War nach dem Krieg eine beliebte Arznei, weil es nichts anderes gab.
Um einen möglichst starken Tee zu erzeugen, die Kapseln am Vortag anritzen, bereits 24-Stunden später haben diese einen recht hohen Opium-Gehalt und man benötigt weniger für einen starken Tee. (der ja nicht gerade gut schmeckt...)
Ist kurzfristig eine gute Sache, aber langfristig macht es sehr schnell abhängig, also vorsicht bei Opiaten. :psst:


lg
Chris
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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 17 Mär 2021 15:31 #516027

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Etwas muss ich machen, sonst werde ich verückt!

Seit 2 Tagen habe ich RLS, gestern 3 Pramiprexoll und 5 Restex eingeschmissen, dann konnte ich ab 24:00 Uhr schlafen bis 05:00. Musste dann eh aufstehen, da heute wieder Dia-Tag war. In der Dia dann eine weitere Restex eingeschmissen (was anderes hatte ich nicht dabei) und half - nichts.
Daheim eine weitere Restex und ne Pramiprexoll, Ergebnis, die Füße toben immer noch.

An den Dia-Tagen bin ich sowieso immer etwys mieslaunig, aber jetzt - am liebsten würde ich alles kurz und klein hauen.

Mit dem Laufen klappt es ja immer noch nicht, darum kann ich mich auch nicht viel bewegen, nur einige kleine tapserer mit Rollator in der Wohnung.
Ist auch unbefriedigend!

Diese Tropfen (Cannabis) habe ich mal bestellt (Medihemp Complete 30ml – 10% ), gasnz schön teuer.

Werde berichten.

lg
Flüstermann alias Harald

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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 17 Mär 2021 15:57 #516030

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30ml ist ein netter Vorrat, das sind etwa 300 Tropfen.
Einfach unter die Zunge tropfen, einwirken lassen und später einen Schluck nachtrinken.
Ich würde ja mit 5 Tropfen anfangen, aber wenn man das nicht gewöhnt ist, lieber mit 3 Tropfen und ne halbe Stunde warten, ob dir nicht schwummrig/übel wird.
Eingie Menschen reagieren auf ihre erste Erfahrung mit Cannabis mit Brechreiz.

5 Tropfen wäre etwa die Menge einer ganzen Cannabis-Zigarette aus reinem Cannabis. 3 Tropfen eher eine halbe Cannabis-Zigarette, die man über die Schleimhäute schneller aufnimmt als über die Lunge.
Also wie gesagt vorsicht, das fährt recht schnell ein und kann die Wirkung anderer Medikamente verstärken. (Was ja auch erwünscht ist.)

lg
Chris

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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 17 Mär 2021 17:54 #516031

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Flüstermann schrieb: ...Etwas muss ich machen, sonst werde ich verückt!...


Am Ball bleiben!
Probiere es über den Neurologen. Dort oder alternativ auch in einem Schlaflabor kann die Schwere Deiner Restless legs – Erkrankung beurteilt werden. Rezepte für Opioide gibt es nur nach vorheriger gründlicher Untersuchung.

Wegen der Dialysepflichtigkeit erhielt meine Frau eine niedrige Dosis von 5 mg/2,5 mg Oxycodon/Naloxon. Wird bisher gut vertragen.
Die Nebenwirkungen von Restex und den anderen Medikamenten gegen Restless Legs sind auch nicht ohne.

Das Problem ist, wenn man bisher kein neurologischer Patient, Wartezeiten von 2 – 3 Monaten.

Zur Information:
www.kompendium-news.de/2015/06/targin-ox...econd-line-therapie/

Oldman

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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 17 Mär 2021 18:08 #516032

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Hallo Oldman, das mit den Neurologen ist wirklich ein Problem. Ich bin mal dort gewesen, weil ich öfter gestürzt bin. Es wurde eine sensitive PNP festgestellt, aber nicht schlimm. Der Neurologe wollte, dass ich einmal im Quartal zu ihm komme. Auf meine Frage, warum, meinte er:"Damit Sie im System bleiben."

Das habe ich nicht gemacht, und so durfte ich dann Termine frühestens im halben Jahr wahrnehmen. Und das war schon entgegengekommen. Als ich wegen meiner Karpartunnelsyndrome eine Messung brauchte, ging es nicht. Daraufhin habe ich gewechselt.

Die neue Neurologin hat bei einem Bein NLG gemessen. Und dann hat sie mir erklärt, meine Stürze könnten nicht von der PNP kommen und dass ich nicht mehr auf einen Stuhl steigen könne, habe auch nichts damit zu tun. Was brauche ich da noch eine Neurologin!

Aber sie möchte alle halbe Jahre meine Beine ausmessen. Mein Nephrologe hat davon noch nichts gehört und findet das seltsam. Ich bin noch am Überlegen, aber im Mai gehe ich noch einmal hin und werde sie fragen, warum ich dauernd zu ihr hin soll. Denn ich weiß, dass ich damit anderen Patienten die Termine wegnehme.

Allerdings ist sie hundert Mal besser organisiert als mein alter Neurologe. Da hat man auch mit Termin Stunden warten müssen und es war dort eine sehr unfreundliche Atmosphäre.

Als ich das erste Mal an der Dialyse war (CAPD), da hatte ich auch RSL, kam mit L-Dopa so leidlich aus. Ist das normal, wenn das nach einer TX weg ist?

Ich wünsche Euch alles Gute und dass Ihr Linderung erfahrt, liebe Grüße, Ulrike

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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 17 Mär 2021 19:03 #516033

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Ich war bei einem Neurologen, welchen ich aber nicht mehr konsultieren möchte, da er mir persönlich zu eingebildet, arrogant und überheblich erschien. Wenngleich seine Untersuchung sehr gründlich war. Nur hat er außer D-PNP und Gabapentin nichts anderes verordnet, was meine damaligen CAPD - Nephrologen und auch die Diabetologin nicht gut fanden. Mein Neurochirug hat mich dann zu seiner Frau gebracht, welche mich fast 14 Tage im KH durchcheckte, was zu folgender Diagnose führte:
- infolge D-PNP Störungen der Beinnerven, welche auch die Venenklappen der Beine beeinflußt
- 50%ige Stenose der linken Halsschlagader (wodurch mein Demers Katheter erst knapp vor dem Herzen einfließt)
- Herzrythmusstörungen
- beide Herzklappn insuffienz, jedoch nicht marginal genug, um Handlungsbedarf zu erreichen, bzw. bei vorliegenden Allgemeinzustand
- nunmehr so gut eingestellter Blutdruck, das beim Zusammentreffen aller Umstände es zu einem Absacken desselben kommt, wodurch meine Blackouts entstehen (hatte vorher Bluthochdruck über Jahrzehnte)

Nachdem die Blutdrucksenker abgestellt wurden, ich mich dementsprechend bewege (kein schnelles Aufstehen mehr - geht momentan sowies nicht, keine schnellen Drehbewegungen) ist es mir bisher nur noch zweimal Ansatzweise schwindelig geworden, ohne Blackouts.

Weiß, das dies in irgendeiner Zukunft doch noch behandelt werden muss, jedoch vorerst muss ich wieder zu Kräften kommen, das Stoma entfernen und normal HD machen (über Shunt).

Und dann kommt erst noch mein Krebs, vorher kriege ich keine Chemo(s). Kann nur hoffen, das die Metastierung langsam voranschreitet.

Werde jetzt mal Cannabis versuchen, denn erneut einen Neurologen aufsuchen, erspare ich mir (in der nahegelegenen kleinen Stadt -20000 EW- sind zwei neurologen, besagter mein bisheriger und ein Zweiter mit noch schlechteren Ruf). Im KH der Kreisstadt sind mehrere , welche auch ambulant tätig sind. Zu einen diesen lasse ich mjich von meiner Diabetologin überweisen (habe die Erfahrung gemacht, das ÜW von Facharzt zu Facharzt prima funktioniert).

Wenn ich so nahcdenke:
- Diabetologin (welche auch als mein Hausarzt zeichnet)
- Urologe
- Onkologin
- Kardiologe
- Pneumologe
- Augenarzt
- HNO-Arzt
- Nuklearmediziner
- Nephrologen
- Neurochirurg

ohne Terminkalender verlöre ich den Überblick, ist schon Wahnsinn, wieviel Zeit ich in den Praxen verbringe.

Und allmählich mache ich mir Gedanken, was es noch so alles geben könnte, was ich noch nicht habe!


LG
Flüstermann alias Harald

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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 17 Mär 2021 22:07 #516034

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Du scheinst wirklich, überall "hier" zu schreien. Ganz schön viel auf einmal.

Ich wünsche Dir, dass die Zeiten besser werden, Ulrike

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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 17 Mär 2021 23:42 #516036

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Cannabis bringt so gut wie gar nichts bei meinen RLS .
Ich spreche da von illegalem C. das ich auch zeitweise täglich konsumiert habe.
Beruhigt zwar, im Allgemeinen aber konnte das RLS eben nicht ausschalten
Wenn die Ärzte nicht bereit sind Opioide zu verschreiben, nur weil diese abhängig machen können, dann kann ich nur entgegnen, das ganze Krankheitbild RLS sei ja schlußendlich nur darauf zurück zu führen, daß man abhängig ist von der Dialyse.
So hab ich das meinen Ärzten mal entgegnet, weil die auch mit dem Argument Abhängigkeit kamen.
Einem Dialysepatienten mit dem Argument zu kommen, dieses oder jenes Medikament helfe zwar, aber werde nicht verschrieben wegen möglicher Abhängigkeit ist schlichtweg der falsche Ansatz einem chronisch Kranken gegenüber

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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 18 Mär 2021 01:47 #516039

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Hallo Harald!

Ich glaube dir das dein Problem echt nervig ist.Das mit dem abhängig machen ist immer ein echtes Totschlagargument.
Warst du mal abhängig von Alkohol oder Nikotin?Wenn das nicht der Fall ist wirst du mit Sicherheit auch davonm nicht abhängig.
Ich spreche aus eigner langjähriger Erfahrung. In den 42 Jahren Nierenkrankheit hatte ich immer mal Phasen mit starken Schmerzen.
Wegen der chronischen HEP C seit 1981 kam Diclac,IBU etc als Mittel nicht in Frage.
Ich hatte das Glück das meine Exfrau in der Anesthäsie arbeitet in der langjährige Chef war ein anerkannter Schmerztherapeut.
Bis 1989 bekam ich dann von ihm die Schmerzmittel in Ampullen zum selbst spritzen.
Ich wurde von ihm angleitet so wenig wie möglich zu dosieren.
Abhängig wurde ich von den verschiedenen Mitteln nie.
Es waren bei mir immer Knie oder Rücken verletzungen von Radfahren.
In der Zwischenzeit ist die HEP C wahrscheinlich ausgeheilt.
Selbst in den Jahren der TX haben die TX Drs vom Benjamin Fränklin das Oxicodon bei Knie Schmerzen empfohlen.
Es reichten bei mir meist max 20-40mg pro dann aus.
Ich konnte damit nach Test beim Verkehrsarzt privat Auto fahren.
Abhängig bin ich davon genauso wenig geworden wie nach gelegentlichen Zopiclon 7,5mg oder exessiveen Whisky Partys nicht geworden.
Unsere Dialyseärzte verschreiben das Oxicodon eher als wenn die Patienten unkontrolliert IBU schlucken und dann Herzinfarkte riskieren.
Natürlich immer unter strenger Kontrolle.
Ich habe in 2020 eine op an der Lendenwirbelsäule wegen spinaler Enge benötigt.
Ich hab noch Nervenschäden an den Füssen seitdem
mit manchmal starken brenn und kribbeln entweder an der Fußsohle oder am Spann.
Ich nehm dann 20mg Oxi und hab dann auch keine Beschwerden.
Es gibt auch zeiten da brauch ich 4-5 Wochen nix.
Zum Glück hab ich seit der OP aber nicht mehr diese starken Schmerzen am Rücken.

Ich drücke dir die Daumen das du ein Termin beim Schmerzdoc bekommst.
Musst du denn unbedingt die Hausärztin fragen?Bekommst du die Medis nicht von der Dialyse verschrieben?

VG Dietmar Knop
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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 18 Mär 2021 10:25 #516041

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Danke an Alle,

seit fast frei Tagen plagen mich nun diese RLS Schmerzen, habe heute nacht bis 01:00 geschlafen und bin dann durch RLS aufgewacht. Selbst zwei Restex haben mich nicht vor 04:30 einschlafen lassen und das auch erst durch Übermüdung (habe ein Buch gelesen, bis ich die Buchstaben nicht mehr sehen konnte). Waren gestern auf heute 5 x Restex.

Meine Diabetologin fungiert als meine Hausärztin, will mir diese Oxcodon aber genauso wenig verschreiben wie meine Nephrologen in der Dia. Werde mal massiver Druck auf diese Ärzte ausüben, vielleicht klappt es doch.

Tja, abhängig, das kann fürchterlich werden, aber selbst meine Millionen schwere Pleite in 1991 brachte mich nicht dazu, selbst wenn ich zugeben muss, das der Alkohol in dieser -ersten- Zeit danach mir manchmal unbeschwerte Stunden verschaffte (dreimal wurde versucht, mein Haus zu versteigern, was jedesmal nicht klappte. Habe mich dann auch dank des Erbes meiner Mutter außergerichtlich einigen können, mit den Banken - 175.000,-€).

Aufgeben ist für mich so schnell keine Option, es gibt immer irgendwie eine Lösung,.

War und Ist mein Motto. Im Freundeskreis gelte ich als Aufstehmännchen, meine Frau sagt Unkraut vergeht nicht und ich persönlich glaube immer noch an ein Ende ohne Schrecken (einmal muss doch selbst ich Glück haben).

Apropos Spinalkanalstenos, ich habe ein Le U genanntes Implantat zwischen L4/L5 (interspinöses U, schaut aus wie ein liegendes U nach hinten offen mt seitlichen Flügeln welche an den Dornfortsätzen fixiert sind. Wirkt wie eine Distanz zwishen den Wirbel, somit kein Wirbelgleiten der Knochen aufeinander mehr, kein Druck auf die Bandscheibe bei voller Beweglichkeit da das liegende U aus Titanstahl wie eine Feder wirkt. Seit 2008 implantiert, einen schweren Autounfall kurz danach habe ich besser überstanden denn mein fahrender Sohn, der 6 Wochen krank war, mir fehlte nichts.)

Und Ibuprofen meide ich wie der Teufel das Weihwasser, sprich, das mache ich verantwortlich für mein Nierenversagen (Medikamenten Abacus nennt sich das).

Werde mal meinen Neurochirugen und dessen Frau (Oberärztin in der Stroke Unit genannten Abteilung des KH und Chefin derselben) mal wieder einschalten, vielleicht geht über diese Schiene was. Meine Diabetologin will die Zustimmung der Nephrologen und diese wollen die nicht geben.

Aber so kann es nicht weitergehen, hoffe jetzt erstmal auf das Cannabis.

Werde berichten!

lg
Flüstermann alias Harald

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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 18 Mär 2021 11:30 #516043

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Ein Stehaufmännchen für's Stehaufmännchen :)
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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 04 Apr 2021 06:23 #516234

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Mal das Thema nach oben pushen.

Wie siehts aus mit einem neuen Statusbericht?! :)

Wie gehts dir Harald?

lg
Chris

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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 04 Apr 2021 10:56 #516235

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Na denn:
- Shuntverlagerung am Donnerstag gut gelaufen (zumindest für mich, für die Op-Chirurgen nicht, hatten Probleme, aus geplanten 1,5 Stunden wurden fast 4, versetzten mich auch in Tiefschlaf, war aber mit meiner Einverständnis, Ursache war mein operierter Bizepsabriss, welcher aber erneut abgerissen war, hatte sich an Fadenschraube aufegfieselt -gespleist- und dies war im Weg, mussten sie aufwändig "säubern")
- 19 Stiche, 20cm langer Schnitt
- bin am Samstag nachmittag entlassen worden
- und bekam mitgeteilt, das mein geplanter Stomarückbau bis auf weiteres verschoben wird (Ursache: fürCorona werden die gesamten Intensivbetten benötigt - Mist)
- und mein RLS tobt besser denn je!

Heute Nacht von 0:00 Uhr bis 05:30 Uhr in der Wohnung rumgetigert, mit kurzen Unterbrechung und versuchen, Schlaf zu finden, was erst um 1/2 6 gelang bis 08.30 Uhr.

Und das bestellte Cannabis ist momentan nicht lieferbar (wäre ein 5%-iges THC gewesen, von Holländern). Werde versuchen, mit herkömmlichen (0,2%-igen THC) ein Mittel zur Linderung zu erhalten.

Werde auch versuchen durch den Chirurgen (der der mir die Peritonites behandelte und zu dem ich Vertrauen habe) evtl. doch die geplante Op zur Stomarückverlegung zu bekommen (er müsste halt eine medinzische Notwendigkeit zur Rückverlegung begründen). Hoffe und denke, das dieser sich dafür einsetzen wird.

Ansonsten:
- was bedeutet hämolytisch beim blutbild unter Kalium?- mein calcium ist zu hoch, aber nur geringfügig (2,7)
- Chlorid zu niedrig 94, Norm 98-107
- das kreatinin bei 5,46
- Hrnstoff bei 74,3 (<50 Norm)
- das CRP bei 4,6 (<0,5 Normwert)
- aPTT zu niedrig mit 21,5 (unterer sollwert 25,1)
- Hämoglobin zu niedrig mit 11,7 (unterer Wert 14,0)
- die Erythrozyten auch zu niedrig 4,0 (Unterer Wert 4,5)

Ansosnten die übrigen Blutwerte im Normbereich.

Was sagt das alles aus?

lg
Flüstermann alias Harald

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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 04 Apr 2021 11:51 #516236

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hämolytisch = die Bildung roter Blutkörperchen ist chronisch schlecht und deren Lebensdauer(Halbwertszeit) verkürzt. (wie bei allen Dialysepatienten....)
Chlorid gehört zu den Elektrolyten und ist ein häufiger Begleiter vom Natrium und beeinflusst die elektrische Leitfähigkeit des Körpers. (also meistens relativ uninteressant, kann aber mit RLS und neurologischen Störungen zusammenhängen, weil es die Signalgeschwindigkeit der Nerven beeinflusst.)
Kreatinin sagt bei Dialysepatienten nur wie sportlich sie in letzter Zeit waren^^
Und Harnstoff nur wielange und wiegut die letzte Dialyse war....(74 ist da nicht so toll....)
cRP ist der Entzündungswert und zeigt an, dass dein Körper gerade mit Entzündungen zu kämpfen hat, wobei der Körper ja immer auf Operationen mit Entzündungen reagiert.
apTT zeigt die Blutgerinnung innerhalb des Körpers, zu niedrig heißt glaube ich niedrige Blutgerinnung.

Hämoglobin von 11 wäre für einen Shuntbesitzer normal. (werte ab 12 führen zu kürzerer Shunt-Lebensdauer und höherem Risiko für Shunt-Verschluss, sollte also bei 11 bleiben und wird über die EPO-Dosierung eingestellt.)
Und Erythrozyten krieg ich auch nie mehr als 4 zusammen, hängt mit der hämolytischen Anämie und harnpflichtigen Toxinen zusammen....wer kaputte Nieren hat, der produziert schlechter Blut und künstliches EPO ist auch kein Allheilmittel.

Und genau genommen ist Hämoglobin der rote Blutfarbstoff, ein Protein, das von den roten Blutkörperchen, den Erythrozyten produziert wird.
Wobei die Erythrozyten bei ihrem beschleunigten Zerfall durch Hämolyse ebenfalls Hämoglobin freisetzen, darum lässt sich schwer ein guter Erythrozytenspiegel bei hämolytischen Patienten erreichen, weil Hämoglobin dann zu hoch wäre.

lg
Chris
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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 04 Apr 2021 12:31 #516237

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Flüstermann schrieb: ...- was bedeutet hämolytisch beim blutbild unter Kalium?...


Hämolyse ist die Zerstörung oder Auflösung der Roten Blutkörperchen. Hämolyse erfolgt ständig im kleinen Umfang beim Absterben der Roten Blutkörperchen.
Hämolyse bei Blutentnahme führt mitunter zu erheblichen Auswirkungen auf gemessene Kaliumwerte.

- Während der Blutabnahme kann ein zu langes Ballen der Faust oder zu langes Stauen durch erhöhten Druck in der Vene zum Platzen der Erythrozyten (Rote Blutkörperchen) führen und den Kaliumwert im Serum erhöhen.
- Kalium ist in den Erythrozyten in einer viel höheren Konzentration als im Serum vorhanden. Wenn die Probe nach Abnahme falsch behandelt wird, z. B. zu lange steht, kann Kalium von den Erythrozyten austreten und die Probe verfälschen.

Franz
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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 04 Apr 2021 12:35 #516238

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Hämolyse entsteht aber auch durch die harnpflichtigen Toxine, unter anderem Kreatinin.

de.wikipedia.org/wiki/Ur%C3%A4mietoxin

Urämietoxine:
Kreatinin -> in hoher Konzentration führt es zur Hämolyse
Methylguanidin -> Ebenfalls Hämolyse

Hämo = Blut
Lyse = sich auflösen, zerfallen.
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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 01 Mai 2021 12:07 #516486

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So Leute,

nachdem ich den Neurologen gewechselt habe, bekam ich auch das Oxycodon!

Ergebnis:
- die erste Tablette wuchtete mich innerhalb 1 Stunde ins Land der Träume - für 24 Stunden!
- und selbst dann musste ich massiv geweckt werden!

Allgemein, nachdem ich nun schon etwas eingewöhnt bin, diese Tabletten wirken bei mir innerhalb einer halben Stunde, das RLS ist weg, das Krampfen auch, nur es bleibt so eine komische Ausbildung und auch ein empfinden, als hätte ich Krämpfe.
Und wenn ich wachbleibe, also morgens, wirkt das Ganze so 4-5 Stunden, dann krieg ich wieder RLS.
Heute nacht hat es fast gar nicht funktioniert, dieses Krampfgefühl war zu stark ausgeprägt. Erst um 04:30 bin ich eingescshlafen. Dann bis 08.30 geschlafen.

Der Neurolgoge hat mir keine schöne Zukunft vorhergesagt, da die PNP bereits so ausgeprägt sei, das er keine messbaren Empfindungen mehr auslösen kann (hat die Elektroden an meine Hnd angeschlossen - hui, da ging ich in die Luft. Und er meinte, das war volle Pulle, was an den Füßen keinerlei Reaktion auslöste).

Er unterstützt mich voll und ganz auch mit den Schmerzmitteln, selbst wenn das Oxycodon nicht mehr voll wirkt, weiß er noch eine Lösung (Morphium?).

Natürlich hat auch er das Autofahren angesprochen, aber da meine Frau dabei war, glaubte er uns, das ich freiwillig nicht mehr fahren würde, seit ich das mit der PNP weiß. Was ich bisher auch konsequent so machte!

Und damit ist das Wohnmobil gestorben (Frau will so einen Kasten nicht fahren, obwohl sie schon 7,5 to fuhr - das Alter?).

Bleibt als Mobilität nur noch der E- Antrieb für meinen Rollstuhl (letzter Stand: es fehlt nun meine Begründung, warum ich einen solchen brauche! Habe aber Kopie gehabt und sofort in den Briefkasten geworfen).

Es bleibt weiter spannend.

lg
Flüstermann alias Harald

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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 02 Mai 2021 01:43 #516487

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Hiho,

also das mit dem Oxycodon klingt ein bissl nach beginnender Toleranz. Wobei man da mit RLS und PNP ein bissl aufpassen muss, weil erste Gewöhnungs- und Abhängigkeits-Symptome von den Grunderkrankungen nicht zu unterscheiden wären. Du willst ja nicht abhängig von Oxycodon werden, weil da kriegst du die selben Symptome.
Gegen eine Toleranz könnte man jedenfalls mit abwechselnden Konsum verwandter Medikamente gegensteuern. z.B. nach jeder Oxycodon die Wirkung mit Tramadol verlängern.
Oder Mischkonsum, also gelegentlich eine halbe Dosis + ein ähnliches Medikament, damit die Grundwirkung bei einer niedrigen Dosis schon ausreichend ist.
Durch geschickte Variation können die Toleranzbildung, Gewöhnungseffekte und Abhängigkeit hinausgezögert werden.
Ist aber auch die typische Vorgehensweise bei Drogenkonsum, ein Milieu das sich mit Toleranzbildung auskennt, dementsprechend könnten medizinische Erfahrungen aus dem Substitutions-Bereich helfen.

Toleranzbildung wäre auch bei stärkeren Medikamenten wie Morphium, Methadon und anderen Opiaten ein Thema.
Klingt auch so, als hättest du mit einer zu hohen Dosis angefangen, dann ist die Toleranzbildung schneller.
Da hilft dann vermutlich nur konsequente Abstinenz bis der Körper entwöhnt ist und man von vorne anfangen kann.
Nach einer kurzen Abstinenz würde die ursprüngliche Dosis die dich für 24 Stunden ausgeknockt hat wieder so funktionieren wie am Anfang. Aber du hättest dann wieder schnell eine Toleranzbildung, also muss man Dosis und Interval soweit verändern, dass die Toleranzbildung nichtmehr so schnell auftritt und das Oxycodon weiterhin so gut wirkt wie am Anfang.

Wenn man 7 Tage die Woche die selbe Dosis Oxycodon nimmt, dann ist die Toleranzbildung vermutlich ebenfalls schnell erreicht.
Aber man könnte sich auch mit Oxycodon, Tramadol, Naloxon, Tilidin, Fentanyl etc. abwechseln und vorzugsweise vermischen um die nötigen Dosierungen möglichst niedrig zu halten.
Wobei das jetzt alles nur Opiate sind, da gibts noch viele andere Schmerz und Schlaftabletten die man probieren könnte um weniger Oxycodon zu benötigen und die selbe Wirkung durch Mischkonsum zu erzielen und die Toleranzbildung hinauszuzögern.
Und natürlich möglichst retardierte Formen und nicht auf leeren Magen.
Bei retardiert wirkenden Medikamenten kann man ja mit der richtigen Ernährung noch etwas verlangsamend nachhelfen und ein leerer Magen wäre kontraproduktiv.

Auto fahren hat sich mit solchen Medikamenten sowieso erledigt, weils ja eine klare Beeinträchtigung ist. Jeder Amtsarzt könnte dir nach Lust und Laune den Führerschein entziehen und bei einem Unfall würde die Versicherung vermutlich nichts bezahlen.

Und ich kann dein Frauchen schon verstehen, die Reflexe müssen gut genug sein um die Dummheiten vieler anderer Verkehrsteilnehmer auszugleichen, sonst knallt es wenn der nächste Idiot die Spur wechselt ohne zu schauen und zu blinken.
Da werden im Alter die guten Tage wo man es noch schafft einen Wohnwagen sicher zu lenken immer weniger. Und die Idioten auf der Straße werden jedes Jahr mehr, schauen alle nurnoch aufs Smartphone.
Und mit zunehmender Überbevölkerung wirds auf der Straße auch immer enger....und es werden zunehmend mehr Kreisverkehre statt Kreuzungen und das Navi schickt dich dann um eine enge Kurve in der es sich mal doch nicht ausgeht und du stecken bleibst.

lg
Chris

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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 02 Mai 2021 09:11 #516488

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Flüstermann schrieb: ...Der Neurolgoge hat mir keine schöne Zukunft vorhergesagt, da die PNP bereits so ausgeprägt sei, das er keine messbaren Empfindungen mehr auslösen kann (hat die Elektroden an meine Hnd angeschlossen - hui, da ging ich in die Luft. Und er meinte, das war volle Pulle, was an den Füßen keinerlei Reaktion auslöste)...


Ein Hinweis für fortgeschrittene PNP-Betroffene

PNP (Urämische) wurde bei meiner Frau letztes Jahr festgestellt. Auch bei ihr zeigten sich an einem Fuß beim Neurologen keine messbaren Empfindungen, der andere Fuss reagierte noch schwach.

Zur Kombination RLS und Polyneuropathie kam dann ein paar Monate später wegen einer nicht heilenden Fusswunde vom Hausarzt der Verdacht auf eine pAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit).
Temperaturveränderungen des Fusses und nicht feststellbarer Fußpuls. Überweisung Gefäßchirurgie. Dort mit Duplexsonographie Bestätigung der pAVK und nachfolgend Angiographie zur Lokalisierung der Engstelle. Stadium 4.
Stimmung mehr als im Keller.

Nach Setzen eines Stents Durchblutung wieder hergestellt, Fußpuls wieder vorhanden, Temperatur besser.
Ein Klinikarzt formulierte vorsichtig, dass u. U. durch die verbesserte Durchblutung auch die Nerven im Fuss wieder besser versorgt werden könnten. Abwarten und Hoffen...
Das Problem ist, dass aufgrund einer Nervenschädigung im Fuss eine gestörte oder fehlende Schmerzempfindung vorliegt und die Schmerzen einer fortgeschrittenen PAVK nicht gespürt werden. Kann mit Amputation enden.
Patienten mit PNP sollten ihren Arzt auf eine mögliche pAVK ansprechen. Besser wäre es, wenn der Arzt von sich aus bei gefährdeten Patienten gelegentlich den Fusspuls misst, um Schlimmeres zu vermeiden.

RLS, PNP, pAVK. Was kommt als Nächstes???
Zurück zum Thema
Oxycodon/Naloxon hilft bei meiner Frau bisher (ca. 6 Monate) ohne Dosiserhöhung beim RLS, Nebenwirkungen bisher nicht feststellbar.
Kleine Einnahmepausen (2 Tage) hat sie gut verkraftet.

Alles Gute
Franz

PS: Eine verständlich geschriebene Übersicht zum Thema pAVK, jeweils aus der Sicht eines Angiologen, Diabetologen, Gefäßchirurgen. (Facharzt ganz unten im link wählbar)
www.diabetologie-online.de/a/diabetes-un...s-angiologen-1797543

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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 02 Mai 2021 13:38 #516489

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Hallo Oldman
Das ähnliche Proz. hab ich jetzt vor mir. Habe auch eine oAvk im rechten Bein,zusätzlich eine Verengung dnach Narbenbildung ind Leisterechts.
War am Freitag zum CT mit Kontrastmittel.
Warte jetzt auf Anruf wie die Gefässchirurgen vorgehen wollen.
Schmerzmittel wirken auch nur marginal.
Kleine Wunde am Zeh heilt seit 3-4Mon nicht recht .
Nach 40 Jahren Dialyse isdt nu so.
Muss mich jetzt auch immer kutschieren lassen.
Man gewöhnt sich auch daran. (leider)
Seit meinem 3.Lebensjahr war ich immer am liebste n auf Rädern unterwegs;
Erst Roller dann Fahrrad,Moped....

Franz ich wünsch euch alles erdenklich gute
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Langjähriges RLS - Besserung durch Oxycodon 02 Mai 2021 22:55 #516493

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dknoppers schrieb: Hallo Oldman
Das ähnliche Proz. hab ich jetzt vor mir. Habe auch eine oAvk im rechten Bein,zusätzlich eine Verengung dnach Narbenbildung ind Leisterechts.

Die Adernerweiterung mit Stent-Setzung war für meine Frau unproblematisch. Musste dann noch für einen Tag nach dem Eingriff zur Überwachung und Erfolgskontrolle in der Klinik bleiben.
Die mittlerweile umfangreiche Medikamentenliste ist wegen des Stents um Clopidogrel für ein paar Monate erweitert worden.

Alles Gute bei Deiner weiteren Behandlung.
Franz

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