10 Tage Lago Maggiore

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10 Tage Lago Maggiore

07 Okt. 2026 08:41
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Hallo Herr Dr. xxx,hallo Schwester yyy, nochmal eine kleine Bilderauswahl unserer Kurzreise zum Lago Maggiore. Viel Spaß beim Anschauen, natürlich dürfen die Links auch an andere Interessierte weitergegeben werden!______________________________________ =14ptEs geht wieder mal „hinaus“, dieses Mal gar nicht so weit, und wir bleiben in Europa. Die oberitalienischen Seen sind das Ziel, genau genommen, einer davon, der =14ptLago Maggiore=14pt. Daneben gäbe es noch den Luganer See, den Comer See und den Gardasee. Der Luganer See teilt sich eine Eigenschaft mit dem Lago Maggiore: er liegt zu einem Teil in der Schweiz und zu einem anderen Teil in Italien. Beim Lago Maggiore sind es 20%, die schweizer Gebiet sind, der große Rest gehört zu Italien (Lombardei/Piemont). Das Schöne an all diesen Seen ist, dass sie alle auch für Dialysepatienten bereisbar sind, denn an allen gibt es Dialysestationen, die auch Feriengäste aufnehmen. =14ptWir fahren nach =14ptLocarno=14pt, einer Stadt im Süden der Schweiz, im Kanton Tessin, direkt am Nordufer des Sees. Locarno liegt nur gut 400 km südlich von Tübingen; man könnte also über die Autobahn und weiter durch die Schweiz mit einer Vignette in wenigen Stunden dort sein. Wir haben (und wollen) aber keine Vignette und nehmen demzufolge den viel schöneren Weg über Landstraßen, wo wir inmitten der imposanten Bergwelt durch Dörfer und kleine Städte kommen, vorbei an grünen Wiesen mit schweizer Kühen und Ziegen. Wir überqueren den =14ptSan Bernadino Pass=14pt (2.065 m, im Kanton Graubünden), der gleichzeitig die Sprachgrenze zwischen deutschsprachiger und italienischsprachiger Schweiz darstellt – nördlich davon wird deutsch gesprochen, südlich davon italienisch. =14ptAm Lago Maggiore werden wir an unserem ersten Tag  mit dem Schiff die kleine Insel „=14ptIsole di Brissago=14pt“ auf der schweizer Seite besuchen und an unserem letzten Tag, ebenfalls mit dem Schiff, die „=14ptIsola Bella=14pt“, die schöne Insel. Sie liegt im italienischen Teil des Sees und zählt mit dem Palazzo Borromeo zu den großen Touristenattraktionen der Region. =14ptAn den übrigen Tagen widmen wir uns 3 verschiedenen Seitentälern, 2 auf der schweizer Seite, das =14ptValle Maggia=14pt und das =14ptValle Verzasca=14pt, beide bekannt durch ihre wildromantische Natur mit steilen Hängen und historischen Steindörfern. Das 3. Tal liegt auf der italienischen Seite, wo wir im kleinen Örtchen Cannobio über die SS 631 in großem Bogen über Centovalli nach Locarno in die Schweiz zurückkehren. =14ptMit Italien als Reiseziel kann man eigentlich gar nichts falsch machen, unabhängig, welche Region man besucht. Ob es die Landschaft ist oder die gute Küche, oder ob Kultur und Geschichte auf dem Plan stehen, es ist immer ein Volltreffer und Italien zählt zu den schönsten Reiseländern auf Erden. Und ganz besonders trifft das auf die oberitalienischen Seen zu. =14ptZum Verlauf  - Teil =14ptI [url] photos.app.goo.gl/yXzZfJhQSLrXcZnXA [/url] =14ptAm Samstag, nach Beendigung der Dialyse fahren wir los in Richtung Schweiz und übernachten dort in der Nähe des Fürstentum Liechtenstein, das zwischen der Schweiz und Österreich liegt. Am nächsten Morgen geht es weiter nach Süden, vorbei am Zusammenfluss von Vorder- und Hinterrhein und durch die dramatische Viamala Schlucht nach einem Stopp weiter über Splügen auf den San Bernadino Pass, der die Sprachgrenze zwischen deutsch- und italienischsprachiger Schweiz darstellt. Von der Passhöhe (2.066 m) ist es nicht mehr weit nach Locarno (Tessin) und wir erreichen das Schlosshotel in der Altstadt. Das wird unsere Bleibe für die nächsten 4 Nächte und wir gönnen uns einen Sundowner auf dem Balkon, wo der Blick über die Stadt schweift und wo, ganz in der Ferne, tatsächlich ein kleines Fitzelchen des Sees sichtbar wird (wenn man nur genau genug schaut). Obwohl Locarno in der italienischsprachigen Schweiz liegt, sprechen etwa 10% der Bevölkerung auch Deutsch, natürlich Schweizerdeutsch (aber gut verständlich). =14ptUnser erster Ausflug führt uns an den Lago Maggiore – die kleine Insel Isole di Brissago ist unser Ziel. Die Überfahrt mit den Schiffchen dauert nur 10 Minuten, kostet aber ganze 25 € (umgerechnet) hin/rück. Dafür erreichen wir eine wirklich sehr schöne Insel, auf der wir einige Stunden verbringen und letztendlich in einem Palast inmitten des Eilands einkehren (Cola und Cappucino je 6 Schweizer Franken = 6,40 €). =14ptAm späten Nachmittag dann die 1. von 3 Dialysen; die Station heißt DiaLago, sehr sinnig, man kann tatsächlich während der Behandlung auf den See sehen. Das Schöne ist, dass jeder Feriendialysegast nach jeder Behandlung einen Gutschein erhält, Wert 10 Schweizer Franken, und diesen Gutschein kann er im chinesischen Restaurant einlösen, das im selben Gebäude wie die Dialyse untergebracht ist. =14ptWährend ich die Dialyseaussicht genieße, macht meine Frau eine (für sie) sehr interessante Entdeckung – ein Lost Place der Extraklasse, einen verlassenen und im Verfall begriffenen Palast in Halbhöhenlage mit unverbaubarem Blick über den See. Leider schon ziemlich vandalisiert, aber, welch ein Platz! =14ptAm nächsten Morgen steht das erste von 3 Tälern auf dem Programm, das Maggia Tal (Valle Maggia). Auffällig in diesem Tal sind die Dörfer mit den Häusern, die einen völlig unterschiedlichen Baustil, verglichen mit dem der Deutschschweiz im Norden, aufweisen. Während in der Deutschschweiz außerhalb der Städte im Alpenraum die Häuser einen gemauerten Sockel vorweisen und, darauf aufbauend, eine reine Holzkonstruktion folgt, sind die Häuser im Maggiatal (und anderen Tälern in der Region) sehr rustikal und rein aus Stein gebaut. Am Ende des Tals kann man mit einer Seilbahn noch höher in die Berge, was wir dann auch tun; anschließend Rückfahrt und „Einkehr“ bei einer Take Away Pizzaria in der Altstadt, 3 Minuten von unserem Schlosshotel entfernt. =14ptAm nächsten Tag folgt unser 1. Ausflug nach Italien. Wir fahren bis Cannobio, biegen dort rechts ab und dann die SS 631 weiter in die Berge. Unser Weg führt an steilen Felswänden entlang in eine phantastische Bergwelt, wo winzige Ortschaften und alleinstehende Häuser sich abwechseln. Immer wieder sieht man an einzelnen Gebäuden das Schild „Vendesi Casa“, zum Verkauf, und es wundert uns nicht, dass die nachfolgende Generation lieber in die lieblichen Täler gehen möchte. Unser Weg führt in weitem Bogen wieder nach Norden und in einem der Bergdörfer blicken wir auf die =12ptSantuario della Madonna del Sangue (Wallfahrtskirche der Madonna del Sangue). =14ptHier sollen schon im Jahre 1494 Wunder geschehen sein, und zunächst wurde eine kleine einschiffige Kirche errichtet. Später, 1922, wurde dann die heute dort stehende neobyzantinische Basilika gebaut. =14ptTeil II [url] photos.app.goo.gl/uTq7WvPKaFSsCrsn7 [/url] =14ptHeute steht das Verzascatal (Valle Verzasca) auf dem Plan, ebenfalls auf der schweizer Seite, so wie schon zuvor das Maggiatal. Auch dieses Mal ist es ein wildes Tal mit steilen Hängen und unzähligen Wasserfällen. Die Häuser sind aus grauem Stein mit weißen Umrandungen an den Fenstern und schweren Steinplattendächern. Das Tal wird vom Fluss Verzasca durchflossen, der am Talausgang gestaut wird und den Lago di Vogorno bildet. Etwa in der Mitte des Tals überspannt eine originell-bemerkenswerte Fußgängerbrücke aus dem 17. Jhdt. den Verzascafluss, der Ponte dei Salti (Brücke der Sprünge). Ihre beiden Bögen haben eine Weite von jeweils 14 m und in der Breite passen gerade 2 oder 3 Fußgänger nebeneinander. Unter der Brücke bildet die Verzasca ein 9 m tiefes und 120 m langes Becken, ein idealer Ort für gewagte Sprünge von der Brücke. Wir fahren das Tal bis zum Ende der Straße bis ins letzte Dorf nach Cabioi und übernachten dort in einem einfachen Gasthof. =14ptAm nächsten Morgen treten wir den Rückweg an; es regnet teilweise und wir lassen die Landschaft an uns vorüber gleiten. Die Dialysestation ruft an und fragt, ob ich schon etwas früher kommen könne. Das passt uns heute sehr gut und so erscheine ich schon um 15 Uhr in der Station. Und schon vor 8 können wir beim Chinesen unsere 2 (gesammelten) Gutscheine loswerden. =14ptFür die letzten beiden Übernachtungen haben wir ein schönes Apartment mit Dachterrasse gebucht. Es liegt oberhalb der Stadt und von unserer Terrasse aus können wir ein sogar kleines Stück des Lago Maggiore sehen. =14ptDer letzte volle Tag am Lago bricht an und wir unternehmen einen weiteren Ausflug zum See; dieses Mal auf der italienischen Seite und schon etwas weiter südlich. Als erstes besuchen wir die Botanischen Gärten der Villa Taranto, die seit 1952 für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Alsdann wenden wir uns dem Lago zu und besteigen abermals ein kleines Schiffchen, das uns in ca. 40 Minuten zur Isola Bella bringt. Dieses kleine, schöne Eiland, gerade mal 320 x 180 m groß, zählt zu den Borromäischen Inseln und seine Hauptattraktion stellt der Palazzo Borromeo dar. Dieser Palast ist ein Beispiel barocker Kunst, man findet in ihm Räume mit Ausblicken auf den See, zahlreiche Gemälde berühmter Künstler, kostbare Möbel und flämische Wandteppiche aus Seide. Unser Schiff (14 € für Hin- und Rückfahrt (!), man vergleiche die schweizer Preise am Nordteil der Insel!) bringt uns wieder zum geparkten Auto und wir fahren zu unserer Unterkunft, wo wir auf der Dachterrasse zu Abend essen. Auf dem Weg nach Locarno fahren wir an der Ostseite des Sees entlang und kommen am Castelli die Cannero vorbei, wenige Kilometer südlich von Cannobio, einer Burgruine im See, nahe des Ufers. =14ptAm folgenden Tag treten wir die Heimreise an. Es geht auf gleicher Strecke wie der Weg hierher, nur eben umgekehrt. Auf der Passhöhe machen wir Rast und genießen nochmal das schöne Wetter in der schönen Natur. Eine schöne Woche geht zu Ende.=14pt _____________________________________ =14ptWir haben in dieser kurzen Zeit etwa ein Dutzend Super-Super- Luxusautos gesehen, Rennwägen mit Straßenzulassung. Aus Interesse habe ich mal nachgeschaut, was solch ein Auto kostet - z.B. der Lamborghini Huracan STO mit 640 PS (in giftgrüner Ausführung ganz am Schluss dieser Bilder, schon auf der Rückreise), von dem es weltweit nur ca. 3.000 Exemplare gibt – 300.000 € werden dafür fällig und man fragt sich, welche Leute dafür infrage kommen. Jedenfalls ist die Schweiz der richtige Platz für diese Klientel; man kann hier in nur einer Woche mehr dieser Autos sehen als in einem Jahrzehnt in anderen Ländern.

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