Frau Steinmeier
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Frau Steinmeier
23 Aug. 2010 11:16So oder so - das Thema in den Medien kann uns nur gut tun.
Elke
www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,713189,00.html
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Re: Re: Frau Steinmeier
23 Aug. 2010 20:13ich wusste, dass ich heute hier was dazu finde. Die Berichte im Fernsehen genau zu diesem Thema sind unerträglich (zum weg- oder umschalten).
Da wurde doch eben gerade eine Frau präsentiert, die ihrem Mann nach 1 1/2 Jahren eine Niere gespendet hatte - endlich wäre die schreckliche Dialyse vorbei, die ewige Übelkeit, das langsame Dahinsiechen etc... und jetzt das Beste: sie hätten Partner von Dialysepatienten in der Klinik getroffen, die sich geweigert hätten, eine Niere zu spenden.
Seit wann fragt man denn nach einem Organ??? Seit wann fragen Ärzte danach? Das A und O meines Nephsv war immer, dass man das niemals tun dürfe. Sowas kommt vom Spender, niemals von Empfänger oder gar Ärzten... niemals...
Dann war da noch eine sehr seriös anmutende Journalistin, die ihren schlecht recherchierten Senf abgab, dass Herr STeinmeier seiner Frau eine Niere spenden würde und als Sonderbemerkung hintendrauf, dass der ja einen Organspendeausweis besitzen würde.
Hilfe, Hilfe, Hilfe!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Und sowas kommt im Fernsehen, auf allen Programmen, in allen Nachrichten. Das ist Antiwerbung im höchsten Stil - gerade für die postmortale Spende.
Dann kam Herrn STeinmeiers Interview, dass die Ärzte dringend zur Organtransplantation geraten hätten - wegen fehlender Alternative!!!!!!!
Wenn ich das sehe und höre, wird mir wirklich schlecht.
Ich gönne den Steinmeiers alles Gute, aber ich gebe Rio absolut Recht. Hier wird mal wieder die Werbetrommel für ein Thema gerührt, bei dem die meisten gar nicht durchblicken. Was bleibt, sind die bösen Verwandten und Freunde von Patienten, die keine Organe gespendet haben. Dabei könnte das doch (laut Medien) eigentlich jeder...
Dafür können die Steinmeiers ja nichts, aber der ganze Rest gehört in den medialen Mülleimer.
LG
chrisi
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Re: Re: Frau Steinmeier
23 Aug. 2010 20:30Chrisi schrieb:
> und jetzt das Beste: sie hätten Partner von
> Dialysepatienten in der Klinik getroffen, die sich geweigert
> hätten, eine Niere zu spenden.
> Seit wann fragt man denn nach einem Organ??? Seit wann fragen
> Ärzte danach? Das A und O meines Nephsv war immer, dass man
> das niemals tun dürfe. Sowas kommt vom Spender, niemals von
> Empfänger oder gar Ärzten... niemals...
Dann hör Dich mal um und ließ ältere Beiträge hier nach, mittlerweile üben Ärzte (und ja, leider) auch Empfänger teilweise ganz massive psychischen Druck auf potentielle Spender aus. Und wenn sich Herr Steinmeier vor die Presse stellt und sagt, (Zitat aus der Pressekonferenz) es gebe den ärztlichen Rat, dass Ihr nur eine Organtransplantation wirklich helfen könne, dann haben die das auch so gesagt.
Ihr habt mich mal wieder überholt. Ich wollte heute abend einen Beitrag mit meinen Gefühlen und Gedanken am heutigen Tage im Ethik / Orgspende-Forum einstellen, aber erstens habe ich Arbeit und Frau und Kind und zweitens brauche in disem Fall ein bisschen Zeit zur Verarbeitung. Vielleicht schreibe ich gleich noch was.
Alles Liebe
joe
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Re: Re: Frau Steinmeier
23 Aug. 2010 21:48ich stimme dir zu.
Mein Mann hat unserer Tochter auch eine Niere gespendet.
Kommt er jetzt auch ins Fernsehen??
Alles Gute den Steinmeiers.
Anja
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Re: Re: Frau Steinmeier
24 Aug. 2010 00:39die Berichterstattung ist das eine, wir sehen es kritisch, da wir uns auskennen, die meisten Leute da draußen wissen aber nicht, dass es möglich ist, eine Lebendspende zu machen. Ich habe das erste Mal ganz erstaunt davon gehört, als ich nach 8 Jahren transplantiert war und ein Mitpatient erzählt hat, dass er die Niere von seiner Mutter bekommen hat. Ich denke, wenn ein Angehöriger jetzt davon erfährt und eine Spende anbietet, ist das doch schon gut. Mich hat kein Nephrologe je auf eine solche Möglichkeit hingewiesen. Viele Angehörige wissen auch überhaupt nicht über dieses Thema bescheid, wir tauschen uns hier miteinander aus, aber die meisten Patienten nicht.
quetsch
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Re: Re: Frau Steinmeier
24 Aug. 2010 08:49den normale Patienten zu kämpfen haben (gleichgültige Ärzte,
schlechte Information, der Kampf um Existenz z.B in Form von
Verdienstausfall, Arbeitsplatzsicherheit, Verständnisvolle Arbeitgeber,
Kampf mit den Versicherungen) und wenn sich Herr Steinmeier
schlapp fühlt nach der OP, dann spritzen die ihm auch sein EPO
bis er wieder fit ist.
Sicher muss er auch nicht über Laproskopie oder Schnittverfahren
diskutieren, wird alles gemacht wie gewünscht. Auch Dinge wie
Reha sind sicher kein Thema....
lg Monster
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Re: Re: Frau Steinmeier
24 Aug. 2010 08:52es ist die Charite.
Ein kleiner Auszug aus dem Tagesspiegel vom 24.08.0, geschrieben vom Leiter des Wissenchaftsresort H. Wewetzer:
Tatsächlich ist eine Nierentransplantation auch für den Spender mit Risiken behaftet. Doch der Fortschritt der Medizintechnik hat sie deutlich verringert.
Nur bei vier bis fünf von 10 000 Eingriffen gibt es schwerwiegende Zwischenfälle“, sagt Ulrich Frei, Nierenspezialist und Ärztlicher Direktor der Berliner Uniklinik Charité. Auch nach der Transplantation gibt es für den Spender selten Probleme. Der Mensch ist von Natur aus mit einer Nieren-„Überfunktion“ ausgestattet. Er kann mit zehn Prozent Nierenfunktion problemlos und ohne Dialyse überleben. Die Entnahme einer Niere fällt also kaum ins Gewicht. Zudem steigert die verbleibende Niere ihre Leistung. „Eine Niere ist völlig ausreichend, wenn man ansonsten gesund ist“, sagt Frei.
Die Entnahme der Niere kann heute mit einer Schlüssellochoperation, also einem kleinen Schnitt durch die Bauchdecke, erfolgen. Die Patienten werden in der Regel nach fünf Tagen aus dem Krankenhaus entlassen. Nach vier Wochen können sie oft wieder arbeiten gehen. Steinmeiers Optimismus scheint gut begründet.[/url]
vG peter
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Re: Re: Frau Steinmeier
24 Aug. 2010 09:49Fr. Büdenbender bekommt jetzt die Niere von ihrem Mann F.-W. Steinmeier! Na und? Das ist in meinen Augen eine ganz normale Lebendspende, und ich wünsche den beiden viel viel Glück und Gesundheit und das alles bestens verläuft!
Das Thema wird jetzt nur dadurch, das es einen Prominenten aus der Politik betrifft, wieder RIESIG aufgebauscht! Das kennen wir doch nun schon, durch Fußballer, Formel1-Fahrer und diverse Prinzen in Deutschland und Schweden!
In 8 Wochen ist alles wieder vorbei und es geht wieder alles so wie immer! Jetzt beruhigen wir uns alle wieder, und gut ists......
!Michi!!! [cool]
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Re: Re: Frau Steinmeier
24 Aug. 2010 10:29wohl wissen wies mit einer Niere ist.
Mein Mann hatte mit 10 % Nierenfunktion erhebliche Probleme! Und ohne
Dia gings da auf Dauer nicht mehr!
Außerdem gibt es nicht ausreichend Langzeitstudien insbesondere
in Bezug auf Eiweißausscheidung und Bluthochdruck.
Mann kann Bluthochdruck halt nicht 100 % zuordnen!
Auch eine Lebensmittelvergiftung, was doch glei mal vorkommt kann
das plötzliche Aussteigen der verbleibenden Niere mit sich bringen.....
Ist eine Entscheidung die man treffen kann, aber deren Folgen man
sich schon bewußt sein muss und die sind oft ned so harmlos wie dargestellt.
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Re: Re: Frau Steinmeier
24 Aug. 2010 10:47ich halte in dem Fall die 10% Aussage auch für absoluten Quatsch.
peter
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Re: Re: Frau Steinmeier
24 Aug. 2010 11:48es geht nicht um die Steinmeiers. Die hat es nunmal erwischt, weil sie bekannt sind. Es geht um den unerträglichen Unsinn, der in den Medien über Nierenerkrankungen, Dialyse, Lebendspende und überhaupt Organspende verbreitet wird. Die Steinmeiers waren jetzt zufälligerweise der Anstoß. Die haben nichts damit zu tun, auch wenn ich das Interview von Frank-Walter bezüglich der fehlenden Alternative auch nicht berauschend fand. Für alle Transplantationswilligen, die gezwungenermaßen auf diese fehlende Alternative zurückgreifen müssen, ein ungewollter Schlag ins Gesicht.
Alles Liebe
chrisi
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Re: Re: Frau Steinmeier
24 Aug. 2010 11:58Lediglich die GFN hat heutemal eine klarstellende PM herausgegeben.
Das Thema Organspende hatte zur Zeit eigentlich einen guten Stellenwert in der Presse, es gab ein ganz Menger vernünftige Artikel und nun das.
Frust.
vg
Wolfgang
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Re: Re: Frau Steinmeier
24 Aug. 2010 12:53Mein erster Gedanke: Vielleicht erwartet Ihr hier zu viel von den vielen vielen nicht Betroffenen und der breiten Öffentlichkeit die im Zweifelsfall so gar keine Ahnung von dem Thema hat?
Ich muss aber ergänzen, dass ich bis auf einen Artikel dazu nichts in den Medien verfolgt habe.
Ich lasse mir Eure Meinung mal durch den Kopf gehen....LG Elke
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Re: Re: Frau Steinmeier
24 Aug. 2010 13:44Regelungen für Lebendspender aufgegriffen würden....
Aber wie gesagt, die Steinmeiers trifft das sicher nicht!
Was ich supi finde, dass dadurch dass ein Politiker eine Niere
spenden muss deutlich wird, dass Organe wirklich fehlen!
Finde es auch Achtenswert, dass er seine Ehefrau vor die Politische
Kariere stellt, weil die hatte ja immerhin die Möglichkeit der Dia.
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Re: Re: Frau Steinmeier
24 Aug. 2010 14:11nein, da täuschst du dich. Nicht von der breiten Öffentlichkeit verlangen wir zuviel, sondern von den Medien, die genau diese Öffentlichkeit, statt einigermaßen vernünftig aufzuklären, regelrecht für dumm verkauft... und das in seriös anmutenden Sendungen bzw. Nachrichten.
Von der Boulevardpresse erwarte ich ohnehin nichts anderes.
Aber das ist ja kein ausschließliches Problem der Organspende. Da gibts tausende von anderen Beispielen, nur dieses tangiert uns halt besonders.
LG
chrisi
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Re: Re: Frau Steinmeier
24 Aug. 2010 14:27von der breiten Öffentlichkeit erwarte ich gar nicht soviel, außer dass sie sich mit dem Thema beschäftigt und dann für oder gegen Organspende entscheidet. Von den Medien erwarte ich aber, dass sie sich des Themas etwas differenzierter annehmen. In vielen Medienbeirchten werden wichtige Dinge nicht erwähnt
- Wartezeit auf ein post-mortales Organ
- Eingeschränktheit der Lebendespende (Leber, Lunge, Herz, Bsd)
- Wartezeiten im europäischen Vergleich
- u.a.
vg
Wolfgang
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Re: Re: Frau Steinmeier
24 Aug. 2010 17:50irgendwo hast da auch Recht. Is im Endefekt Werbung für die
Pharmaindustrie für Lebendspende und für die Krankenhäuser.
So haben die kräftig zu tun und verdienen schön dran.
Muss es nochmal sagen, Lebendspende ist ok, wenn man wirklich
ausreichend aufgeklärt wird. Aber da musst ja unterschreiben,
dass nicht alle Spätfolgen der Spende bekannt sind und somit
sind die ausm Schneider.
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Re: Re: Frau Steinmeier
24 Aug. 2010 19:20Man muss als normales Spender/Empfänger-Ehepaar doch ganz schön drauf zahlen.
Ich denke mir, dass es eventuell auch noch andere gibt, die nicht so ohne weiteres für Fahrtkosten und Verdienstausfall eine Sparbüchse haben.
beri
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Re: Re: Frau Steinmeier
25 Aug. 2010 00:19Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Re: Frau Steinmeier
25 Aug. 2010 00:27Um was es geht: Da spendet ein Promi seiner Frau. Ist doch ok. Da verbreiten Medien ein unvollständiges bis falsches Bild. Das ist Mist.
Wir sehen aber nicht die Chance für jeden von uns, die dieses Spekakel bietet:
In kleinen Schritten, mit Angehörigen, mit KollegInnen und im Bekanntenkreis haben wir jetz doch einen tollen Aufhänger, Werbung für unsere Überzeugungen zu machen. Statt über die Medien zu lamentieren, haben wir hier eine Steilvorlage für positive Gespräche. Wir können bestimmt auch bald Leserbriefe schreiben ... Gebe zu, das ist mühselige Kleinarbeit, aber wie sonst soll sich in den Köpfen etwas ändern? Durch Verbände und Medienschelte bestimmt nicht. hemago
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Re: Re: Frau Steinmeier
25 Aug. 2010 04:57Ich erwarte in den nächsten Tagen die Reaktionen der Leser, weil ich halt im persönlicen Umfeld ein bekannter Dialysepatient bin! Bin mal gespannt ob es heute bei der Dialyse ein Thema sein wird!
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Re: Re: Frau Steinmeier
25 Aug. 2010 10:33Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Re: Frau Steinmeier
25 Aug. 2010 10:49seit heute bin ich im 14 jahr der dialyse und lebe völlig normal weiter. ich arbeite ungekürzt weiter, ich reise halt dahin wo es eine dialyse gibt, und habe spass am leben. dass ich dahin siechen würde ist weder mir noch meinen freunden aufgefallen. und die 3 mal 4 std dialys pro woche ab ca 18 uhr bingen mich nicht um sondern schenken mir leben.
eclipse
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Re: Re: Frau Steinmeier
25 Aug. 2010 11:38dem möchte ich mich voll und ganz anschliessen. Die Transplantation ist eine Therapieoption wie CAPD und HD.
peter
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Re: Re: Frau Steinmeier
25 Aug. 2010 14:15manchmal ist es schwer, den Zorn eben nicht hochkommen zu lassen. Die Medien machen halt viel viel vernünftige, jahrelange Aufklärungsarbeit in Stunden kaputt. Aber eines noch vorab: Ich gönne Frau Büdenbender wirklich alles alles Gute und dass sie keine Probleme bekommt. Das ist doch klar, das gönne ich jedem TXler. Aber die Blitz-OP (O-Ton N24 von gesternabend) ist ja gut verlaufen.
Ich habe niemanden etwas unterstellt. Es war eine Lebendspende, ein ganz persönlicher und privater Akt (normalerweise). Da habe ich nichts zu unterstellen. Ich weiß nicht, was du meinst. Es geht auch nicht um die beiden. Wieso versteht das keiner? Es geht nicht um Steinmeiers und Büdenbenders. Von denen gibt es Hunderte.
Du sagst, dass sie die Dialyse vielleicht nicht vertragen hätte. Mag sein (ich persönlich kennen niemanden... aber heißt ja nix), aber was ist mit jenen, die keinen Lebenspender zur Verfügung haben und selbige ebenso nicht vertragen? Oder aus beruflichen Gründen keine Zeit haben - wie hier irgendwo erwähnt. Trifft ja fast alle Jüngeren zu. Da bleiben nur die langen Wartezeiten, weil unsere Politik jahrenlang versagt hat und es immer noch tut- auch schon unter rot/grün und rot/schwarz.
Hätten sich Politiker frühzeitig darum gekümmert, dass endlich unser Transplantationsgesetz befolgt wird (unter Androhung von Sanktionen) - und zwar von allen Kliniken mit Intensivstation und nicht nur von kläglichen 40 Prozent - bräuchten wir heute nicht über Herztod, Widerspruchslösung (bringt bei Meldeverweigerung eh nix), Lebendspender, inkompatible Spenden etc. zu diskutieren.
Und nun sind die vernachlässigten Kinder in den eigenen Brunnen gefallen.
Ich wünsche dir alles Liebe
chrisi
P.S Postings werden nicht immer richtig oder vollständig gelesen. Da wird soviel missverstanden. Ich habe meinen Senf zur Genüge abgegeben. Mehr als ich wollte.
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Re: Re: Frau Steinmeier
25 Aug. 2010 17:43bei uns gibt es auch keine finanziellen Probleme.
Wir bekommen seit 14 Jahren alle Fahrkosten bezahlt und mein Mann (Lebendspender für unsere Tochter) ist jetzt seit 8 Wochen krank geschrieben und bekommt von der KK Krankengeld ohne Probleme.
Man muss nur vorher alles abklären, dann läuft es auch.
Liebe Grüße, Anja
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Re: Re: Frau Steinmeier
26 Aug. 2010 08:16Ehepaar Monster hat hier im Forum am 13.08. unter Interessantes zur Lebendspende/ Krankenversicherung die neuesten Antworten ihrer Krankenkasse reingestellt.
Ich habe die ganze Vorgeschichte schon mitverfolgt. Es bei gab bei ihnen nichts als Ärger mit der Krankenkasse und auf Fahrtkosten und Verdienstausfall sind sie definitiv sitzen geblieben.
Ich hätte weder die Nerven für so einen endlosen zermürbenden Rechtsstreit, noch würde sich unsere Familie einige Wochen ohne Einkommen oder Ersatzleistung über Wasser halten.
Ich habe auch eie Krankenkasse, die prinzipiell nichts bezahlt, womit sie sich nicht auskennt.
Natürlich freut es mich zu hören, dass es auch positive Beispiele gibt.
beri
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Re: Re: Frau Steinmeier
26 Aug. 2010 19:58Hallo beri,
ich kenne die Geschichte der monsters, die keine schöne ist, außer, dass es Herrn und Frau monster wieder gut geht.
Ich habe auch nicht gesagt, dass es selbstverständlich ist.
Leider liegt es wahrscheinlich wirklich an der Krankenkasse.
Ich denke, dass wir ein riesiges Glück mit unserer Krankenkasse haben und das schon seit sehr vielen Jahren, wir hatten noch nie Stress oder Probleme. Ich habe sogar schon mal vor Jahren ein Dankschreiben an die KK abgeschickt.
Unser TX-Zentrum hat sich aber auch für uns eingesetzt, da die ersten Krankschreibungen meines Mannes verschwunden waren.
Ein Anruf des TX-Zentrums und am nächsten Tag waren alle Unterlagen wieder da.
Habt ihr denn schon dahingehend Vorgespräche mit eurer KK gehabt?
Liebe Grüße anjamonti:-]:-
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Re: Re: Frau Steinmeier
26 Aug. 2010 20:48Ich wollte eigentlich sagen, dass es wichtig wäre, die Regelungen über die Krankenkassen gesetzlich eindeutiger zu regeln.
Kann ja wohl nicht sein, dass man auf das Glück angewiesen ist, einen netten Sachbearbeiter zu haben oder finanziell gut gepolstert zu sein.
Wir haben momentan noch etwas Zeit (hoffentlich)
Ich freue mich vor allem für alle, wo es gut geklappt hat und wünsche Spendern und Empfängern viel Glück für das neue Leben!
beri
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Re: Re: Frau Steinmeier
26 Aug. 2010 22:35ein Steinmeier-Tread war ja zu erwarten. Als (ehemaliger) Journalist muss ich doch mal was zu der Kritik an den Medien (das ist genauso verallgemeinernd wie die Statistik) sagen. Medienleute haben keine Ahnung von Nierenerkankungen, Dialyse, Transplantation etc - bis auf wenige Ausnahmen *g. Also tun sie das, was sie bei 1000 anderen Themen auch tun: sie nehmen dpa oder sie interviewen einen Typ mit Sachkenntnis, in diesem Fall einen Mediziner (am besten aus dem Verbreitungsgebiet der eigenen Zeitung). Und an dessen Aussage gibt es für den Journalisten keinen Zweifel, Zeit für eine weitergehende Recherche haben höchstens die Kollegen von Zeit, Spiegel oder Stern.
Aber das Entscheidende ist doch, was hängenbleibt, nämlich das Thema Nierenerkrankung und Transplantation. Was mir wirklich gefehlt hat, aber das sagt kein Arzt, weil es ihm wurscht ist, dass der Spender das ja auch für sich tut, wie ich immer wieder höre.
Und noch was zu den Docs: Wenn ein Kölner Arzt in einem Interview zum Thema Steinmeier / Lebendspende behauptet, dass die Blutgruppe zu 100 Prozent passen muss, dann ist das eben Medizin von vorgestern. Dass das in die Medien kommt, ist nicht die Schuld der Medien.
Und dass dieses Thema hochgespielt wird, hat Steinmeier sicher gewusst, aber was will er machen, dafür ist er nun mal prominent.
Schönen Abend noch Hans-Dieter
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Re: Re: Frau Steinmeier
27 Aug. 2010 01:42habe heute den Stern-Artikel gelesen. War erstaunt wie relativ wenig Mist darin stand.
Aber dass Niki Lauda ohne Lebendspenden nicht mehr am Leben wäre. dürfte wohl eine gewagte Aussage sein. Soweit ich weiss, war er noch nicht einen Tag an der Dialyse. Freue mich trotzdem für ihn!
Freue mich auch für Steinmeier/Büdenbender. Deshalb sollte man trotzdem nicht vergessen, dass in diesem Fall keine evtl. Versorgungs-/Rentenprobleme bestehen. Die Entscheidung aus Liebe kann mit Sicherheit leichter fallen. Wenn Du kleine Kinder hast und noch nicht viele Versorgungsansprüche aufgebaut hast nutzt die größte Liebe nichts. Dann kommst Du echt ins Grübeln!
Und die TX-Kliniken helfen Dir da wenig und können es gar nicht.
Wenn ich dann noch von solchen Schwierigkeiten wie bei monster lese, muss man sich doch fragen, warum dieses Thema nicht mal zum Anlass genommen wird, darüber zu berichten. Scheinheiligkeit? Wenn sogen. Ethikkommissionen finanzielles Interesse ausschließen sollen? Wer denkt denn nicht an die Zukunft seiner Lieben? Risiko ist gefragt?! Lebendspenden jetzt groß herausstellen und angeblich längere Überlebenszeiten propagieren? Bei guter Organisation der Kliniken kann u.a. auch die Ischämiezeit ganz kurz gehalten werden. Bedarf nur etwas mehr unbezahlter Mühe. Auch die Meldung von TX-Organen oder der Einsatz von TX-Beauftragten könnte doch mal wieder in den Vordsergrund rücken.
Meint
trockengewicht
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Re: Re: Frau Steinmeier
27 Aug. 2010 09:56An dieser Stelle möchte ich allen meinen Respekt und Dank aussprechen, die in Liebe treu zu einem Partner stehen, der durch Krankheit in einer besonderen Situation lebt.
beri
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Re: Re: Frau Steinmeier
28 Aug. 2010 19:22> haben Geld ect. und darum geht es evtl. schneller...
Hallo Anja,
Ging es bei den beiden denn schneller mit der OP? Wir wissen ja nicht, wie lange der Termin schon stand. Solche Äußerungen würde ich nie tun, sind hier nie gefallen. Bei Lebendspende bitte keine sinnentleerten Neiddebatten, aber diese sind nach wie vor keine echte Alternative zur postmortalen Spende, sondern im höchsten Fall begleitend - zumindest für Nieren - und teilweise für Leberkranke (was noch schwieriger ist). Da gibts aber noch andere Organerkrankte und die sind rettungslos auf Spenden von Toten angewiesen. Zudem gibt es Menschen, die Lebendspenden ablehnen, wie ich zum Beispiel. Ich könnte mich in eine solche seelische Abhängigkeit nicht begeben. Einer von vielen Gründen, gehört aber jetzt nicht hierhin.
Mich ärgert nur, dass das Thema TX-Gesetz geschaffen wurde und konsequenzlos von vielen Kliniken missachtet wird. Daran ist unsere Politik nicht ganz unschuldig und wenn ich mich erinnere, ist Herr Steinmeier ein führender Politiker -wenn auch nicht in der Gesundheitspolitik, aber immerhin war er lange genug federführend in der Regierung. Bei Agenda 2010 war er auf jeden Fall sehr aktiv...
Und nun redet er von fehlenden Alternativen... weil die Wartezeiten zu lange sind? Weil Dialyse für seine Frau keine echte Alternative darstellt? - Keine Ahnung, was er damit meint. Vielleicht anwortet er uns ja mal unter silberlocke oder ähnlichem nick

Und nochmal: Nein, ich bin nicht neidisch, dass Frau B. eine neue Niere hat und nein, ich bin grundsätzlich nicht dagegen, wenn jemand aus Liebe seinem Partner/Kind eine Niere schenkt, aber ich habe Bedenken, dass das Thema nun in den Vordergrund geschoben wird, dabei sollten wir viel mehr über postmortale Spenden aufklären, denn da liegt für die meisten Patienten der Stein der Weisen.
Mich macht es auch furchtbar müde, mich da immer wieder erklären zu müssen.
Ein schönes Wochenende wünsche ich dir
chrisi
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Re: Re: Frau Steinmeier
28 Aug. 2010 19:34ich habe es hier noch nie getan, aber für deinen Thread möchte ich mich wirklich mal bedanken. Du sprichst mir sowas von aus dem Herzen.
Ein schönes Wochenende wünscht
chrisi
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Re: Re: Frau Steinmeier
29 Aug. 2010 19:28na... da lieferst du mir noch einen Grund mehr, unsere Tageszeitung (eine ziemlich große) abzubestellen. Die klagen eh schon über mangelnde Abonnementen... und die damit verbundenen Anzeigenschaltungen (auf die kommts ja an). Da beißt sich die Katze in den eigenen Schwanz.
Es sind aber nicht immer die Interviewten die Schuldigen, sondern eben solche Reporter, die nicht in der Lage sind, Gehörtes richtig auf Papier (oder in den Computer) zu bringen. Bin selbst schon befragt worden und musste genau das feststellen. Da gehts in anderen Artikeln sicherlich nicht anders zu.
Medien sind mittlerweile Meinungsmacher Nummer 1 - insbesondere das Fernsehen. Die müssten sich ihrer Verantwortung eigentlich bewusst sein und wenn solche wichtigen Themen wie Organspende und viele andere so eben mal hoppla hopp behandelt werden, glaube ich in Zukunft gar nichts mehr. Bin eh schon immer sehr skeptisch.
Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass du und viele deiner Kollegen nicht dazu gehören, aber das System scheint zu stinken.
Ich wünsche mir in der Branche mehr Hans-Dieters

Ganz liebe Grüße
Chrisi
P.S. Bist du sicher, dass der Arzt aus Köln (welche Klinik?) das so gesagt hat?
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Re: Re: Frau Steinmeier
29 Aug. 2010 20:38eigentlich müßte man als Interviewter den Artikel lesen und kontrollieren dürfen, bevor er gedruckt wird. Bei uns wird auch Schwachsinn geschrieben, sei es nur über den Bau der Siedlung oder die Kirchweih, nie steht es in der Zeitung wie
es gesagt wurde, und die Organspende oder Transplantation setzt einiges an Fachwissen voraus, um das korrekt widerzugeben.
quetsch
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