Unser neues Nierchen ist da :-)
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Unser neues Nierchen ist da :-)
28 März 2010 14:56
Mittwoch nacht um 2.10 kam der Anruf......die kleine ist da.
Mein Freund hat die OP vergleichsweise gut überstanden, da liegen in der Klinik ganz andere Fälle, so dass ich heilfroh und überglückllich bin.
Allerdings verwirren mich ein paar Sachen und vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen.
Die OP war um 23 Uhr vorbei um zwei Uhr wurde er von der Wachstation auf die normale Station verlegt, ich dachte immer, man kommt erst auf die Intensivstation ????
Am Donnerstag hatte er einen Kaliumert von 8,7 auf seine Anmerkungen, dass er zu hohes Kalium hat wurde nicht reagiert ???
Angesichts der Tatsache, dass er irgendwann nach Hause kommt un duns mal gesagt wurde, dass man das Infektionsrisiko gering halten soll, was ist sinnvoll zu beachten ?
Über die eine oder andere Antwort würde gerade zum letzten Punkt würde ich mich sehr freuen, damit ich ein wenig Vorlauf habe und die Wohnung ok ist, wenn er nach Hause kommt.
Danke und Gruß Uli
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Re: Re: Unser neues Nierchen ist da :-)
29 März 2010 12:51Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Re: Unser neues Nierchen ist da :-)
29 März 2010 20:27
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Re: Re: Unser neues Nierchen ist da :-)
29 März 2010 21:04Mittwoch nacht um 2.10 kam der Anruf......die kleine ist da.
Bei allem Respekt über eure Freude, hab ihr ein Kind bekommen oder wurde eine Niere transplantiert dessen Angehörige bzw. der Spender sich zu Lebzeiten dazu bereiterklärt haben. Bei aller Freude darüber, ein wenig mehr Pietät war meiner Ansicht nach angebracht. Irgendwo haben gerade Angehörige einen Partner verloren oder ein Kind und lesen vielleicht auch diese Zeilen!
Michi
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Re: Re: Unser neues Nierchen ist da :-)
29 März 2010 22:19@ ullil: Ich habe in den ersten Wochen unglaublich oft an den Spender und dessen Familie gedacht, war eher dankbar und habe niemals von meiner Kleinen geredet (und schon gar nicht lauthals gejubelt), als ob sie gerade geboren wurde. Nein das Gegenteil war der Fall: Sie hatte gerade ihren Besitzer verloren. Bei aller verständlichen Freude, sie hat bestimmt nicht darauf gewartet, zu euch kommen zu dürfen-wie irgendwo in deinem posting geschrieben stand. Der Spender oder dessen Angehörige haben (vielleicht unter großen Schmerzen) der Organspende zugestimmt und das fordert eine Menge Respekt ab. Stell dir vor, einer deiner Angehörigen wäre der Spender. Wolltest du eine solche Reaktion des Empfängers?
Vielleicht sollte man sich mit dem Thema ausführlicher beschäftigen, dann wird man sich auch angemessener (dankbarer) freuen können.
Trotzallem alles alles Gute und ein langes Leben mit der neuen Niere... und übrigens... es sind wirklich keine bös gemeinten Worte, sondern eher ein Anstoß zum Nachdenken.
Chrisi
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Re: Re: Unser neues Nierchen ist da :-)
30 März 2010 06:09ich weiß genau wie es ist wenn man ein geliebtes Familienmitglied verliert.
Ich bin der Familie des Spenders auch sehr dankbar und wir werden mit Sicherheit immer wieder daran denken, was sie uns ermöglich haben bzw. uns erst einmal die Chance eingeräumt haben.
Mag sein, dass meine Einstellung für andere nicht Nachvollziehbar ist, aber dieser Mensch ist ohne unser Zutun gestorben. Er selber oder eben die Angehörigen haben sich zu einer Organspende entschlossen und darüber sind wir sehr froh.
Ich denke das ist der Sinn einer Spende, jemand anderem die Chance auf eine halbwegs Bechwerdefreie Zeit zu geben.
Mein Freund hat 11 Jahre gewartet und das als sehr junger Mensch....vielleicht kann er die letzten Jahre nicht zurückdrehen, aber zumindestens kann er wenn alles gut geht die nächsten Jahre ein bisschen Freiheit genießen.
Und genau das denke ich ist im Sinnes des Entscheidungsträgers zur Spende so gewollt.
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Re: Re: Unser neues Nierchen ist da :-)
30 März 2010 07:37genau so war es gemeint. Ich wünsche natürlich auch noch alles erdenklich Gute.Mein Post gestern hatte auch einen sehr konkreten Hintergrund. Hatte kurz zuvor vom tragischen Tod eines Kindes erfahren, dass ich noch nicht mal persönlich gekannt hatte. Aber die halbe Stadt hatte wohl gebetet, dass es überleben möge und im Anschluss daran laß ich obiges Post und konnte das so nicht stehen lassen.
Michi
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Re: Re: Unser neues Nierchen ist da :-)
30 März 2010 09:46Björn, das beuteltier.
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Re: Re: Unser neues Nierchen ist da :-)
30 März 2010 19:32> Mag sein, dass meine Einstellung für andere nicht
> Nachvollziehbar ist, aber dieser Mensch ist ohne unser Zutun
> gestorben.
Hallo Ullil,
ich denke mal, hier können eine Menge Leute deine Einstellung nachvollziehen, schließlich bist du hier in einem entsprechenden Forum, aber deine Wortwahl (wenn auch in der ersten Euphorie geschrieben) hat hier wohl vielen zu denken gegeben. Hier haben eine Menge Leute verdammt lange auf ein Organ gewartet und viele tun das jetzt noch.
Nur mit solchen Sätzen (wenn auch in der ersten Euphorie geschrieben) spielst du vielen Gegnern in die Hände, die jede Gelegenheit ergreifen, um Organempfänger als egoistische Menschen hinzustellen, die nur auf den Tod anderer warten. Die gibt es, glaube mir. Natürlich ist das Unsinn, natürlich ist er nicht für euch gestorben, aber du hast dich gegenteilig ausgedrückt.
Hättest du diesen Satz wenigstens weggelassen:
Wir wussten, dass da draußen eine Niere nur darauf wartet, zu uns zu kommen
Erzähl den Menschen lieber, wie glücklich ihr seid und wie dankbar gegenüber dem Spender und dessen Angehörigen. Ich denke, das entspricht ja auch die Wahrheit.
Und nun Schwamm drüber und nochmal alles Gute
chrisi
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Re: Re: Unser neues Nierchen ist da :-)
31 März 2010 20:04naja... den Thread müssen wir nicht mehr diskutieren. Aber ich tu ihn ab als eine Reaktion eines überglücklichen Menschen, der in diesem Moment nicht so nachgedacht hat, sich einfach mal hat gehen lassen. Ich denke, so ist es uns allen schon gegangen, also häng dich bitte nicht so daran auf. Ich wollte nur zum Nachdenken anregen und nicht gleich alles in Frage stellen.
Aber eine andere Frage: Wenn du in den Raum stellst, dass DO deine negative Einstellung gegenüber Organspende verstärkt hat, sag uns, die transplantiert sind bzw. auf eine Niere warten, was wir (oder einige) deiner Meinung nach falsch gemacht haben oder gerade falsches tun, auch hier im Forum. Kritik ist nur dann konstruktiv (und glaubhaft), wenn man die Fehler aufzeigt und beschreibt, denn nur dann kann man es besser machen. Ich bin offen für alles, auch für genannte Fehler jeglicher Art, denn die werden ohne Ende gemacht - auch von Menschen auf der Warteliste.
Vielen Dank für deine Anregungen und alles Liebe
chrisi
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Re: Re: Unser neues Nierchen ist da :-)
31 März 2010 22:24Gute und schnelle Besserung....
gruß
Holger
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Re: Re: Unser neues Nierchen ist da :-)
01 Apr. 2010 08:22Mein LG wurde Montag auch transplantiert. Er liegt noch auf der Intensivstation. Noch arbeite die Niere nicht. Gestern war er in der Röhre und wurde hinterher 3 Stunde dialysiert, wegen dem Kontrastmittel. Heute wird er evtl. biopsiert.
Meine Gefühle fahren Achterbahn. Da ist alles dabei - Trauer um den Spender und Mitgefühl für seine Angehörigen gehört da auch dazu aber auch Freude, Angst, manchmal regelrecht Panik dann wieder Zuversicht...
Wird alles gut? Was wenn nicht?
Ich möchte nichts falsch mach - worauf muss ich achten, wenn er nach Hause kommt? Wir haben 4 Katzen - ich will sie auf keinen Fall hergeben aber ich will auch ihn und die Niere nicht gefährten.
Ich schreib mir schon eine Liste mit Fragen für die Ärzte, damit ich nix vergesse zu fragen.
Wie geht es Dir so in dieser Zeit, Ullil?
Wenn Du magst kannst Du mir gerne eine eMail schicken: wolke3103@email.de
Liebe Grüße
Geli
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Re: Alternativen und Konsequenzen
01 Apr. 2010 12:52Aber was mich so stört, besonders an Frau Greinert und Herrn Rodondo (fundamentalistische Gegner der Organspende - für alle Nichtwissenden). Ich habe von diesen Menschen noch keine einzige Alternative gehört, noch nicht eine. Ich weiß auch warum, weil die Alternativen oder besser Konsequenzen folgende wären:
Dialysezentren, die auseinanderplatzen (ist ja teilweise jetzt schon so), damit verbunden wenig bis gar keine Flexibilität für Diapatienten, erzwungene Dialysevarianten (capd, HHD), die zu Hause durchgeführt werden müssen (wie in England jetzt schon), und irgendwann eine Alterbeschränkung?
Andere Organerkrankte würden unweigerlich sterben, ohne einen Funken Hoffnung während ihres vorherigen Sichtums - auch Kinder.
Blinde bleiben blind, Taube taub - wir lernen unser Schicksal anzunehmen. Ach wie gut, dass es Dialyse gibt und wenigstens die Nierenkranken noch eine lange Zeit ganz leidlich leben können auch wenn nicht mehr ganz so anspruchsvoll wie jetzt.
Frohe Ostern
Chrisi
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Re: Re: Alternativen und Konsequenzen
01 Apr. 2010 14:18es darf doch wohl Menschen geben die sich kritisch mit der Organtransplantation auseinandersetzen. Sie sind deshalb noch lange nicht fundamentalistisch. (mM)
Eine Alternative wäre eine rechtzeitige umfassende Vorsorge, wenn ca 10 % der Bevölkerung (8,2 Millioen) eine Niereninsuffizienz haben dann kann nur eine Vorsorge dieses Problem lösen.
Im übrigen verstehe ich die Aufrufe zum Spendenausweis nicht:
wenn die BRD 82 Millionen Einwohner hat und angeblich nur 15 % davon einen Organspendeausweis besitzen sind das... 12 Millionen, jählich versterben ca 1%
das sind dann 120 000 Spender, nach Abzug der nicht geeigneten Spender verbleiben wenigsten 50 000= 100 000 Nieren, da frage ich mich doch, wo bleiben die?
Ach ja, Dr. Lars Nickel wird in DJ 1/10 in: „Quo vadis Transplantationsmedizin“ zitiert: „ Der Bericht der Bundesregierung zeigt, dass der Hauptansatzpunkt für die Steigerung (der Organtransplantation) in den Krankenhäusern liegt“ Also offensichtlich nicht bei denen, die keinen Organspenderausweis besitzen.?
Das BMG schreibt in seiner Zusammenfassung zur Transplantationsmedizin in Deutschland 2009 :
Die Aufklärung durch öffentliche Stellen soll von Sachlichkeit und Neutralität geprägt sein“
Dazu gehört auch Kritik?
Und weiter steht dort:
Die passive Zustimmung der Bevölkerung ist recht hoch, die Auseinandersetzung mit der Organspende jedoch selten. Das Wissen der Angehörigen über die Einstellung eines potentiellen Organspenders zur Organspende ist gering. Ängste im Hinblick auf die Organspende sind beim Einzelnen als Spender und auch als Angehörige, die einer Organspende zustimmen müssten verbreitet, denn Organspende bedeutet auch immer eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod. Missbrauch in Form von Organhandel, Irrtümer bei der Todesfeststellung und mangelnde medizinische Versorgung werden befürchtet, teilweise religiöse oder ethische Bedenken geäußert.
Ich habe auch Probleme damit wenn einem kranken, alten Menschen z.B. ein Herz transplantiert wird, und er damit eine kurze Zeit unwürdig lebt. Das kann für mich nicht der Sinn von Medizin sein.
peter
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Re: Re: Alternativen und Konsequenzen
01 Apr. 2010 15:25Trotzdem hst du recht das das Hauptproblem bei den Krankenhäusern liegt weil eifach viele ihre Hirntoten nicht melden.
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Re: Re: Alternativen und Konsequenzen
01 Apr. 2010 18:31Im Uebrgen: Wann ist ein Leben unwuerdig? Ab wann ist ein Mensch ein alter Mensch?
Du begibst Dich auf gefaehrliches Terrain.
Viele Gruesse und frohe Ostern!
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Re: Re: Alternativen und Konsequenzen
01 Apr. 2010 19:13> Hallo,
>
> es darf doch wohl Menschen geben die sich kritisch mit der
> Organtransplantation auseinandersetzen. Sie sind deshalb noch
> lange nicht fundamentalistisch. (mM)
die beiden (Frau Greinert und Herr Rodondo) aber. Ansonsten habe ich niemanden so betitelt. Du scheinst sie nicht zu kennen. Das würdest du aber, wenn du themenfest wärest.
>
> Eine Alternative wäre eine rechtzeitige umfassende Vorsorge,
> wenn ca 10 % der Bevölkerung (8,2 Millioen) eine
> Niereninsuffizienz haben dann kann nur eine Vorsorge dieses
> Problem lösen.
völlig anderes Thema, aber trotzdem richtig
>
> Im übrigen verstehe ich die Aufrufe zum Spendenausweis nicht:
>
> wenn die BRD 82 Millionen Einwohner hat und angeblich nur 15 %
> davon einen Organspendeausweis besitzen sind das... 12
> Millionen, jählich versterben ca 1%
> das sind dann 120 000 Spender, nach Abzug der nicht geeigneten
> Spender verbleiben wenigsten 50 000= 100 000 Nieren, da frage
> ich mich doch, wo bleiben die?
> Ach ja, Dr. Lars Nickel wird in DJ 1/10 in: „Quo vadis
> Transplantationsmedizin“ zitiert: „ Der Bericht der
> Bundesregierung zeigt, dass der Hauptansatzpunkt für die
> Steigerung (der Organtransplantation) in den Krankenhäusern
> liegt“ Also offensichtlich nicht bei denen, die keinen
> Organspenderausweis besitzen.?
Klausi hat schon treffend geantwortet, im übrigen ist das mit den Kliniken, die sich nicht ans TX-Gesetz halten ein alter Hut, wie schon oft von mir hier gepostet. Aber darum gehts hier in diesem Thread doch gar nicht.
>
> Das BMG schreibt in seiner Zusammenfassung zur
> Transplantationsmedizin in Deutschland 2009 :
> Die Aufklärung durch öffentliche Stellen soll von Sachlichkeit
> und Neutralität geprägt sein“
> Dazu gehört auch Kritik?
Ja sicher. Aber Kritik ohne Lösungsansätze sind für mich reine Meckerei, ohne selbst nur den Hauch einer Alternative aufzuzeigen. Das kenn ich schon von der Politik. Wo sind denn deine Alternative zur Organspende? Habe nix gelesen.
>
> Und weiter steht dort:
>
> Die passive Zustimmung der Bevölkerung ist recht hoch, die
> Auseinandersetzung mit der Organspende jedoch selten. Das
> Wissen der Angehörigen über die Einstellung eines potentiellen
> Organspenders zur Organspende ist gering. Ängste im Hinblick
> auf die Organspende sind beim Einzelnen als Spender und auch
> als Angehörige, die einer Organspende zustimmen müssten
> verbreitet, denn Organspende bedeutet auch immer eine
> Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod. Missbrauch in Form von
> Organhandel, Irrtümer bei der Todesfeststellung und mangelnde
> medizinische Versorgung werden befürchtet, teilweise religiöse
> oder ethische Bedenken geäußert.
Damit habe ich mich vor 10 Jahren beschäfigt. Diese Themen sind mir (und allen anderen, dich sich damit beschäftigen) schon lange bekannt und werden rundum akzeptiert und verstanden. Deshalb reden wir mit den Menschen und rufen keineswegs dazu auf, sich einen Ausweis zu holen, ohne sich vorher eingehend zu informieren. Wie kommst du zu solchen Weisheiten?
>
> Ich habe auch Probleme damit wenn einem kranken, alten Menschen
> z.B. ein Herz transplantiert wird, und er damit eine kurze
> Zeit unwürdig lebt. Das kann für mich nicht der Sinn von
> Medizin sein.
Damit hast du dich jetzt selbst abqualifiziert. Dasselbe könnte übrigens für einen alten Dialysepatienten gelten. Lebt dieser auch unwürdig oder was verstehst du darunter und ab wann gilt ein Mensch eigentlich als alt? Wie unwürdig lebt ein Transplantierter eigentlich?
Das klingt für mich nach einem hilflosen Versuch, irgendwelche Ansichten zu rechtfertigen, ihnen ein Fundament zu geben. Ich möchte endlich mal Argumentationen und keine herausgepickten Ausnahmefälle!
Außerdem war das Thema Organspende gemeint und nicht Organspende für alte Menschen - darüber kann man diskutieren, muss man aber nicht.
Die meisten Herz-TXler sind außerdem im klassischen Sinne nicht alt. Warum wird das Thema immer auf bestimmte Bahnen gelenkt? Auf Ausnahme- und Extremfälle. Um so einer guten Argumentation zu entgehen? Um weiterhin Antworten schuldig zu bleiben? Lenk die Diskussion doch mal auf organkranke Kinder und Jugendliche. Da wird es dann richtig schwer.
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Re: Re: Alternativen und Konsequenzen
01 Apr. 2010 19:51Du fragst : ab wann gilt ein Mensch eigentlich als alt? Für mich ab
Du schreibst : Dasselbe könnte übrigens für einen alten Dialysepatienten gelten. Das sehe ich nicht ganz so, zwischen einer Herztransplantation und der Dialyse gibt es für mich einen gewaltigen Unterschied. Aber Gedanken werden darüber auch angestellt.
Siehe Bündnis Niere :
Podiumsdiskussion: Dialyse - Wie kann eine patientenorientierte Behandlung auch in Zukunft finanzierbar sein?
Datum: 21. April 2010, 18.00-20.30 Uhr
Ort: Palais am Festungsgraben, Berlin-Mitte
Die Frage, ist alles medizinisch machbare auch sinnvoll muß doch gestellt werden.
Die Medizin, auch wenn sie noch so gut ist, erlöst nicht vom Tod. Sie zögert ihn allenfalls hinaus, und ob die gewonnene Zeit ein Geschenk ist oder ein Fluch, hängt von vielen Faktoren ab, medizinischen wie persönlichen. Es besteht die Gefahr, dass der spätere Tod durch chronische Krankheit erkauft wird - die Gefahr also, dass wir, anstatt länger zu leben, lediglich „länger Patient sind. Wir brauchen eine ethische Diskussion über die Massierung medizinischer Interventionen in ausweglosen Situationen, vor allem am Lebensende.
und weiter:Wie kommst du zu solchen Weisheiten? Das ist ein Zitat aus der Kurzfassung Bericht zur Situation der Transplantationsmedizin in Deutschland vom 26. Juni 2009 des Bundesministerium für Gesundheit an die Regierung.
vG peter
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Re: Re: Alternativen und Konsequenzen
01 Apr. 2010 20:09> Hallo,
>
> Du fragst : ab wann gilt ein Mensch eigentlich als alt? Für
> mich ab
Da wird wohl eher niemand mehr transplantiert. Ich kenne keinen Fall und wenn, sind das Superausnahmen...
>
> Die Frage, ist alles medizinisch machbare auch sinnvoll muß
> doch gestellt werden.
Ja unbedingt... diese Frage stellen sich einige Religionsgemeinschaften schon bei Blutübertragungen... es gibt auch Menschen, die schließen Dialyse kategorisch aus, sehen diese als Eingriff in die göttliche Macht, ins Schicksal etc. Gehst du deshalb nicht mehr hin?
>
> Die Medizin, auch wenn sie noch so gut ist, erlöst nicht vom
> Tod. Sie zögert ihn allenfalls hinaus, und ob die gewonnene
> Zeit ein Geschenk ist oder ein Fluch, hängt von vielen Faktoren
> ab, medizinischen wie persönlichen. Es besteht die Gefahr, dass
> der spätere Tod durch chronische Krankheit erkauft wird - die
> Gefahr also, dass wir, anstatt länger zu leben, lediglich
> „länger Patient sind. Wir brauchen eine ethische Diskussion
> über die Massierung medizinischer Interventionen in ausweglosen
> Situationen, vor allem am Lebensende.
das schreibst du ausgerechnet als Dialysepatient??? Ich glaubs ja nicht.
> und weiter:Wie kommst du zu solchen Weisheiten? Das ist ein
> Zitat aus der Kurzfassung Bericht zur Situation der
> Transplantationsmedizin in Deutschland vom 26. Juni 2009 des
> Bundesministerium für Gesundheit an die Regierung.
Damit meinte ich den angeblichen Aufruf zur Organspende. Wir wollen Menschen informieren, die informiert werden wollen - freiwillig an unseren Stand kommen.
In allem anderen gab ich dir Recht. Übrigens sind diese Dinge ein alter Hut, dazu bedarf es keines Bundesministeriums, sondern nur eines guten Menschenverstandes.
Immer noch keine Alternativen, keine Antworten - nur Hinweise wer welche Studien verfasst hat und welche Menschen irgendwelche Meinungen vertreten.
>
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Re: Re: Alternativen und Konsequenzen
01 Apr. 2010 21:48>
> Du schreibst : Dasselbe könnte übrigens für einen alten
> Dialysepatienten gelten. Das sehe ich nicht ganz so, zwischen
> einer Herztransplantation und der Dialyse gibt es für mich
> einen gewaltigen Unterschied. Aber Gedanken werden darüber auch
> angestellt.
Ist das so? Eine Herztransplantation ist mit Sicherheit viel günstiger als ein paar Jahre Dialyse, das zum Thema Kosten. Aber wer entscheidet dass ein Leben nicht mehr lebenswert ist? Und vorallem wieviele Herzen werden in der BRD jedes Jahr transplantiert, und wieviele davon sind Menschen die älter als
> Die Frage, ist alles medizinisch machbare auch sinnvoll muß
> doch gestellt werden.
Natürlich muß die gestellt werden, wer aber soll entscheiden was sinnvoll ist und was nicht? In Deutschland gab es schonmal eine Zeit in der Gott gespielt wurde, und angeblich nicht lebenswertes Leben ausgelöscht wurde. Ich denke wir sollten daraus doch gelernt haben.
> Die Medizin, auch wenn sie noch so gut ist, erlöst nicht vom
> Tod. Sie zögert ihn allenfalls hinaus, und ob die gewonnene
> Zeit ein Geschenk ist oder ein Fluch, hängt von vielen Faktoren
> ab, medizinischen wie persönlichen. Es besteht die Gefahr, dass
> der spätere Tod durch chronische Krankheit erkauft wird - die
> Gefahr also, dass wir, anstatt länger zu leben, lediglich
> „länger Patient sind. Wir brauchen eine ethische Diskussion
> über die Massierung medizinischer Interventionen in ausweglosen
> Situationen, vor allem am Lebensende.
Wenn man das so sieht, dass der Tod bei schweren lebensbedrohlichen Erkrankungen nur hinausgezögert wird, und das Leben durch eine chronische Krankheit somit erkauft wird, dann sollte man sein eigenes chronisch Krankes Leben auch nicht unnötig und auf Kosten der Allgemeinheit hinauszögern.
Soll heißen jede lebensbedrohliche Erkrankung soll nicht unnötig behandelt werden, denn früher oder später stirbt der Patient eh. Das würde unser Gesunheitssystem natürlich ganz nach vorne bringen. Es gibt dann nur noch gesunde Menschen, die vieleicht mal einen Schnupfen oder einen pickel auf der Nase haben. Der Traum von einer überlegenen Gesellschaft, wie gesagt den gabs schonmal.
Für mich unfassbar, und nicht erstrebenswert.
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Re: Re: Unser neues Nierchen ist da :-)
02 Apr. 2010 00:53Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Re: Unser neues Nierchen ist da :-)
02 Apr. 2010 07:13
Die Katzenkisten mache sowieso immer ich sauber außer, ich wäre mal ein paar Tage nicht da. Im Oktober bin ich z.B. ein Wochenende mit Kolleginnen verreist aber dafür hab ich schon meine Freundin beauftragt, die Kisten sauber zu machen - die versorgt die Katzen auch, wenn wir beide zusammen verreist sind.
Geli
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Re: Re: Unser neues Nierchen ist da :-)
02 Apr. 2010 08:38ich kann dich sehr gut verstehen, auch meine Gefühle fahren Achterbahn.
Nach der TX war mein Freund wohlauf, Lebensmut geschöpft hat er, vorsichtig schon Pläne geschmiedet und dann musste er am Dienstag noch einmal unters Messer, das Nierchen hat sich verschoben. Sie musste nochmal raus und wieder neu eingesetzt werden, nun müssen wir 5 Tage warten, erst dann kann man sagen, ob sie noch einmal anspringt. Medizinisch ist erstmal alles ok.
Neben ihm liegt einer der wurde 2 Tage vorher transplantiert und dem gehts gut, dass muss so deprimierend sein

Aber ehrlich gesagt ist es scheiße, da liegt der Mensch den man liebt, der mit 34 Jahren schon 12 an der Dia hing und dann so eine verdammt scheiße. Schmerzen hat er, 10 Kilo zuviel an Bord, Atemnot und die Ärzte sagen alles im normalen Bereich.
Jetzt liegt er da und wartet, dass das Nierchen will. Ich denke, dass da auch einbisschen Psyche dahinter steckt. Wenn man auf etwas wartet passiert es eh nicht. Das einzige was wir jetzt machen können ist für sie da sein, sie auf andere Gedanken bringen und Daumen dücken *drück*
Ich fahre heute ins Krankenhaus und wollte mal ein Kartenspiel mitnehmen und Sonntag gibt es ein riesiges Osterfrühstück im Krankenhaus, das lenkt bestimmt ein bisschen ab und bringt ein Stück von zu Hause ins Krankenhaus.
LG und viel Glück Uli
P.S. Wo wurde dein Mann transplantiert ? Die Geschichte kommt mir bekannt vor ?
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Re: Re: Unser neues Nierchen ist da :-)
02 Apr. 2010 09:35Er wurde gestern auch nochmal operiert. Die neue Niere hatte eine Stenose und war schlecht durchblutet. Lt. Ultraschall war soweit alles in Ordnung gerstern Abend.
Mal sehen, ob er bis Samstag/Sonntag schon wieder essen darf. Bis gestern gab es noch nix. Morgen in 1 Woche hat er Geburtstag. Den werden wir dann aber im Krankenhaus feiern. Hoffe, er kann dann schon ein Stück Geburtstagskuchen essen

Ich fahr heute Nachmittag natürlich auch wieder hin.
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Re: Re: Unser neues Nierchen ist da :-)
02 Apr. 2010 21:21Durchhalten, das wird schon... wir müssennur fest daran glauben.
Bei meinem Freund wird die Niere whl sehr gut durchblutet, allerdings hat er eben einen Rückschlag erlitten und das merkt man ihm an. So wirklich dran glauben tut er nicht mehr und das obwohl die Niere die Giftstoffe wohl rausfiltert. Aber er hat halt eben 10 KG zuviel an Bord und das macht ihm Sorgen.
Ich würde ihn so gerne aufheitern, aber all meine Worte bringen nicht viel.
Gruß Ulil
P.S. Dabei bin ich mir ganz sicher, dass es was wird.
Er hat es jedenfalls mehr als verdient, aber das habenalle
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