Vom Anruf bis zur OP fast 10 Stunden Wartezeit
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Vom Anruf bis zur OP fast 10 Stunden Wartezeit
30 Sep. 2007 21:59
Hallo zusammen,
meine Frau bekamm Samstag morgen um 3 Uhr den Anruf es wäre eine pasenede Spenderniere da, sie solle sich auf dem Weg zur Uni Klinik machen. Wir waren mit den Kindern im Urlaub 350 km weg von der Klinik. Wir ließen alles stehen und liegen und fuhren mit Vollgas zur Uni Klinik wo wir eigentlich dacheten das wir dort schon dringend erwartet wurde. Bei der Notaufnahme geklingelt es war 7,00 uhr, da sollten wir uns melden bis jemand gekommen war dauerte es schon 15 min, es wurden dann erst mal Aufnahme usw usw geregelt in aller Ruhe. Dann kam eine Assitensärztin klärte meine Frau auf, sagte das es sich eine Niere aus NRW handelt und um 1.00 UHr entnommen wurde,es wurde schon eine Kreuzprobe gemacht die Niere ist passend. Meine Frau wurde untersucht, geröngt und EKG das ganze dauerte bis 10 Uhr dann kam noch eine Oberarzt und erklärte noch mal alles und sagte wir müssen uns noch was gedulden bis die Chirug so weit ist um 13,00 Uhr wurde meine Frau dann zum OP gefahren und kam um 19,00 uhr wieder auf die Station Nephrologie ein normales Zimmer wo nur ein Schild an der Türe ist Hände desinfiezieren und Mundschutz anziehen. Keine Intensivstation oder so.
Meine Frau war noch ganz schwach.
Ist das alles so normal, hatte ich von Berichten ganz anders in Erinnerung, die Niere müsse so schnell wie möglich tranzplantiert werden hier aber lag die Niere fast 12 Stunden in Eis.
Es konnte uns auch heute noch keiner sagen (waren nur Assiestensärzte da) ob die Niere funktioniert, da die beiden Nieren noch Urin produziert haben.
Ich mache mir nun sorgen weil die Niere so lange auf Eis lag??
Wie war es bei Euch??
Gruß
Markus
meine Frau bekamm Samstag morgen um 3 Uhr den Anruf es wäre eine pasenede Spenderniere da, sie solle sich auf dem Weg zur Uni Klinik machen. Wir waren mit den Kindern im Urlaub 350 km weg von der Klinik. Wir ließen alles stehen und liegen und fuhren mit Vollgas zur Uni Klinik wo wir eigentlich dacheten das wir dort schon dringend erwartet wurde. Bei der Notaufnahme geklingelt es war 7,00 uhr, da sollten wir uns melden bis jemand gekommen war dauerte es schon 15 min, es wurden dann erst mal Aufnahme usw usw geregelt in aller Ruhe. Dann kam eine Assitensärztin klärte meine Frau auf, sagte das es sich eine Niere aus NRW handelt und um 1.00 UHr entnommen wurde,es wurde schon eine Kreuzprobe gemacht die Niere ist passend. Meine Frau wurde untersucht, geröngt und EKG das ganze dauerte bis 10 Uhr dann kam noch eine Oberarzt und erklärte noch mal alles und sagte wir müssen uns noch was gedulden bis die Chirug so weit ist um 13,00 Uhr wurde meine Frau dann zum OP gefahren und kam um 19,00 uhr wieder auf die Station Nephrologie ein normales Zimmer wo nur ein Schild an der Türe ist Hände desinfiezieren und Mundschutz anziehen. Keine Intensivstation oder so.
Meine Frau war noch ganz schwach.
Ist das alles so normal, hatte ich von Berichten ganz anders in Erinnerung, die Niere müsse so schnell wie möglich tranzplantiert werden hier aber lag die Niere fast 12 Stunden in Eis.
Es konnte uns auch heute noch keiner sagen (waren nur Assiestensärzte da) ob die Niere funktioniert, da die beiden Nieren noch Urin produziert haben.
Ich mache mir nun sorgen weil die Niere so lange auf Eis lag??
Wie war es bei Euch??
Gruß
Markus
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Re: Re: Vom Anruf bis zur OP fast 10 Stunden Wartezeit
30 Sep. 2007 22:12
Hallo Markus,
fast genauso ist es bei meinem Sohn auch abgelaufen. Um 2 Uhr kam der Anruf, wir sind wie von Furien gehetzt aufgebrochen, dann kam die Aufnahme, Warten in menschenleeren Fluren, Untersuchungen und zu guter Letzt noch eine 4-stündige Dialyse. Die OP war am Nachmittag und alles Weitere kennst du ja aus eigenem Erlebnis...
Gruß
Egon
fast genauso ist es bei meinem Sohn auch abgelaufen. Um 2 Uhr kam der Anruf, wir sind wie von Furien gehetzt aufgebrochen, dann kam die Aufnahme, Warten in menschenleeren Fluren, Untersuchungen und zu guter Letzt noch eine 4-stündige Dialyse. Die OP war am Nachmittag und alles Weitere kennst du ja aus eigenem Erlebnis...
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Re: Re: Vom Anruf bis zur OP fast 10 Stunden Wartezeit
30 Sep. 2007 22:15
Hallo Egon,
hat die Niere denn dann funktioniert und gehalten?
hat die Niere denn dann funktioniert und gehalten?
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Re: Re: Vom Anruf bis zur OP fast 10 Stunden Wartezeit
30 Sep. 2007 22:25
Ja, fast 7 Jahre lang.
Mein Sohn war damals 12 Jahre alt und hat sich kaum an Diätempfehlungen gehalten. Gerade das Disco-Zeitalter mit den Energy-Drinks, Red-Bull, Burger-King etc. hat ihm und der neuen Niere sicher geschadet. Jetzt ist er erwachsen und wartet schon wieder seit über 3 Jahren auf ein Transplantat.
Mein Sohn war damals 12 Jahre alt und hat sich kaum an Diätempfehlungen gehalten. Gerade das Disco-Zeitalter mit den Energy-Drinks, Red-Bull, Burger-King etc. hat ihm und der neuen Niere sicher geschadet. Jetzt ist er erwachsen und wartet schon wieder seit über 3 Jahren auf ein Transplantat.
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Re: Re: Vom Anruf bis zur OP fast 10 Stunden Wartezeit
01 Okt. 2007 16:11
Hallo Markus, mein Mann bekam um 4.30 Uhr den Anruf. Mussten 2 Stunden fahren. Waren um 1/2 7 Uhr in Ulm. Mit der ganzen Wartezeit kam er um1/2 12 Uhr mittags in den OP. Kam nach Narkoselegung noch ein Notfall (haben die gesagt) dazwischen und um 19.30 Uhr kam er ins Wachzimmer.
Trotz allem wünschen wir Euch alles Gute und eine lange Laufzeit. Liebe Grüße von Beate und Manne.
Trotz allem wünschen wir Euch alles Gute und eine lange Laufzeit. Liebe Grüße von Beate und Manne.
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Re: Re: Vom Anruf bis zur OP fast 10 Stunden Wartezeit
01 Okt. 2007 16:37
Hallo Markus,
zunächst die Besten Wünsche an Deine Frau - auf dass es Euch allen gut gehen möge.
Bei mir kam der Anruf um 1:30h morgens. Ich hatte Glück, war zu Hause (kein Urlaub in der Türkei). Zum KKH sinds von meiner Wohnung aus ca. 15Minuten. Um 6 Uhr sollte ich mich an der Notaufnahme melden....
Dort angekommen wusste niemand etwas von einer NTX. Nach kurzer Arztsuche fand sich dann jemand, der zumindest davon gehört hatte. Nach Röntgen und Kreuztest wars denn ca. 10 Uhr. Um 13 Uhr fragte ich, ob ich denn trinken dürfe. Das wurde verneint. - Na denn eben nicht. Gegen 15 Uhr sagte man mir, eine dringende Leber-OP sei dazwischen gekommen. Klar hatte ich absolut Verständnis, denn die LTX geht nun einmal vor. Um 17 Uhr kam dann aber auch ein Chirurg und die OP ging um 18:30h los.
Der Tag streckte sich doch sehr; Frau und Tochter hatte ich schon gleich um 8 morgens wieder nach Hause geschickt. Man kennt halt die Beteiligten schon eine Weile.
Im Nachhinein sieht man das nicht mehr so extrem - als Angehöriger leidet man doch offensichtlich sehr stark.
Frau und Tochter waren an dem Tag zu nix mehr zu gebrauchen; zumindest meinten das Chef bzw. Klassenlehrer.
Keep Cool! - Ganz liebe Grüsse von Carli
zunächst die Besten Wünsche an Deine Frau - auf dass es Euch allen gut gehen möge.
Bei mir kam der Anruf um 1:30h morgens. Ich hatte Glück, war zu Hause (kein Urlaub in der Türkei). Zum KKH sinds von meiner Wohnung aus ca. 15Minuten. Um 6 Uhr sollte ich mich an der Notaufnahme melden....
Dort angekommen wusste niemand etwas von einer NTX. Nach kurzer Arztsuche fand sich dann jemand, der zumindest davon gehört hatte. Nach Röntgen und Kreuztest wars denn ca. 10 Uhr. Um 13 Uhr fragte ich, ob ich denn trinken dürfe. Das wurde verneint. - Na denn eben nicht. Gegen 15 Uhr sagte man mir, eine dringende Leber-OP sei dazwischen gekommen. Klar hatte ich absolut Verständnis, denn die LTX geht nun einmal vor. Um 17 Uhr kam dann aber auch ein Chirurg und die OP ging um 18:30h los.
Der Tag streckte sich doch sehr; Frau und Tochter hatte ich schon gleich um 8 morgens wieder nach Hause geschickt. Man kennt halt die Beteiligten schon eine Weile.
Im Nachhinein sieht man das nicht mehr so extrem - als Angehöriger leidet man doch offensichtlich sehr stark.
Frau und Tochter waren an dem Tag zu nix mehr zu gebrauchen; zumindest meinten das Chef bzw. Klassenlehrer.
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Re: Re: Vom Anruf bis zur OP fast 10 Stunden Wartezeit
01 Okt. 2007 20:47
Hallo Kosamet,
mein Mann bekam den ersten Anruf abends um 8.00 Uhr, das war nur die Vorwarnung, endgültige Entscheidung um 23.30 Uhr. Der Arzt sagte, wir können uns Zeit lassen, da die Niere aus einem anderem Zentrum kommt. Waren so gegen 01.00 Uhr in der Klinik. Alles locker, die Niere käme so gegen 04.00 Uhr. Vorgespräche geführt, gewartet, Zimmer für die restliche Nacht bekommen. Angeblich sollte die OP als erstes m 08.00 Uhr durchgeführt werden. Daraus wurde dann 12.00 Uhr, da ein Notfall dazwischenkam. Die OP dauerte bis 23.00 Uhr, da extreme Komplikationen auftraten. Die Niere war mittlerweile seit gut 24 Stunden draußen. Durch das zu frühe Auftauen und Präparieren der Niere - während die Komplikationen auftraten - war diese über 4 Stunden warm, das heißt, sie war schon geschädigt, als sie angeschlossen war. Sie ist erst gar nicht angesprungen, dann kam noch eine Abstoßung hinzu, nach OKT-Therapie lief sie knapp 4 Wochen. Jetzt macht mein Mann wieder wie bisher PD, hat immer noch Probleme wegen der extremen Nachwirkungen des OKT, im Moment laboriert er an einer Bauchfellentzündung - wahrscheinlich vom Darm herkommend - und ständig fängt er sich irgendwelche Infektionen ein.
Was ich aber eigentlich sagen wollte, die Ärzte haben mir versichert, daß eine Niere ohne weiteres bis 36 Stunden nach Entnahme auf Eis liegen kann, ohne Schaden zu nehmen. Ob das letztendlich stimmt, kann doch sowieso keiner nachweisen.
Gruß
Brandy
mein Mann bekam den ersten Anruf abends um 8.00 Uhr, das war nur die Vorwarnung, endgültige Entscheidung um 23.30 Uhr. Der Arzt sagte, wir können uns Zeit lassen, da die Niere aus einem anderem Zentrum kommt. Waren so gegen 01.00 Uhr in der Klinik. Alles locker, die Niere käme so gegen 04.00 Uhr. Vorgespräche geführt, gewartet, Zimmer für die restliche Nacht bekommen. Angeblich sollte die OP als erstes m 08.00 Uhr durchgeführt werden. Daraus wurde dann 12.00 Uhr, da ein Notfall dazwischenkam. Die OP dauerte bis 23.00 Uhr, da extreme Komplikationen auftraten. Die Niere war mittlerweile seit gut 24 Stunden draußen. Durch das zu frühe Auftauen und Präparieren der Niere - während die Komplikationen auftraten - war diese über 4 Stunden warm, das heißt, sie war schon geschädigt, als sie angeschlossen war. Sie ist erst gar nicht angesprungen, dann kam noch eine Abstoßung hinzu, nach OKT-Therapie lief sie knapp 4 Wochen. Jetzt macht mein Mann wieder wie bisher PD, hat immer noch Probleme wegen der extremen Nachwirkungen des OKT, im Moment laboriert er an einer Bauchfellentzündung - wahrscheinlich vom Darm herkommend - und ständig fängt er sich irgendwelche Infektionen ein.
Was ich aber eigentlich sagen wollte, die Ärzte haben mir versichert, daß eine Niere ohne weiteres bis 36 Stunden nach Entnahme auf Eis liegen kann, ohne Schaden zu nehmen. Ob das letztendlich stimmt, kann doch sowieso keiner nachweisen.
Gruß
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- Gerd
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Re: Re: Vom Anruf bis zur OP fast 10 Stunden Wartezeit
01 Okt. 2007 21:39
Hier meine kurze TX-Story:
Mein Tx-Anruf kam um 9:30 Uhr morgens am 21. März 1995, ich lag gerade an der Dialyse (in der Uniklinik Tübingen, wo am selben Tag die Transplantation erfolgte).
Zuerst Röntgen und Blutwerte, dann in die Chirurgie, wo ich ca. 13 Uhr eintraf. Dort ließ man sich reichlich Zeit, ein ZVK (Zentraler Venen-Katheder) wurde gelegt.
Um 17 Uhr wurde ich in den OP geschoben - der Chirurgie-Professor wartete schon auf mich. Er wollte eigentlich an diesem Tage früher nach Hause, musste aber diese OP noch erledigen...
Ich erinnere mich noch daran, wie ich 2,5 Stunden später aufwachte; mein Chirurg hatte schon wieder seinen weißen Kittel an. Er sagte, dass alles gut ging und dass meine neue Niere bereits Urin produziert... und das tut sie heute noch, nach 12,5 Jahren und einigen Zwischenfällen, die nicht von Pappe waren... (s. meine HP bei Dialyse-Online).
Gruß,
Gerd
Mein Tx-Anruf kam um 9:30 Uhr morgens am 21. März 1995, ich lag gerade an der Dialyse (in der Uniklinik Tübingen, wo am selben Tag die Transplantation erfolgte).
Zuerst Röntgen und Blutwerte, dann in die Chirurgie, wo ich ca. 13 Uhr eintraf. Dort ließ man sich reichlich Zeit, ein ZVK (Zentraler Venen-Katheder) wurde gelegt.
Um 17 Uhr wurde ich in den OP geschoben - der Chirurgie-Professor wartete schon auf mich. Er wollte eigentlich an diesem Tage früher nach Hause, musste aber diese OP noch erledigen...
Ich erinnere mich noch daran, wie ich 2,5 Stunden später aufwachte; mein Chirurg hatte schon wieder seinen weißen Kittel an. Er sagte, dass alles gut ging und dass meine neue Niere bereits Urin produziert... und das tut sie heute noch, nach 12,5 Jahren und einigen Zwischenfällen, die nicht von Pappe waren... (s. meine HP bei Dialyse-Online).
Gruß,
Gerd
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- womaro
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Re: Re: Vom Anruf bis zur OP fast 10 Stunden Wartezeit
03 Okt. 2007 13:15
Hallo kosamet,
ich bekam auch Nachts um 03:00 Uhr am 05.09.2007 den Anruf der Klinik. war so gegen 05:20 dort angekommen und gegen 13:30 in den OP schoben und um 20:15 Uhr war ich wieder auf einem ganz normalen Zimmer.
gruß womaro
alles gute zur TX und ein gemeinsames langes gemeinsames Leben. Fleißig dein neues Nierchen pinkeln lassen.
ich bekam auch Nachts um 03:00 Uhr am 05.09.2007 den Anruf der Klinik. war so gegen 05:20 dort angekommen und gegen 13:30 in den OP schoben und um 20:15 Uhr war ich wieder auf einem ganz normalen Zimmer.
gruß womaro
alles gute zur TX und ein gemeinsames langes gemeinsames Leben. Fleißig dein neues Nierchen pinkeln lassen.
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