depressionen nach tx
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depressionen nach tx
19 Mai 2007 13:51
,ich bin seit über fünf jahren tx. die niere arbeitet sehr gut und krea ist bei 1,2.
leider habe ich seitdem mit depressionen und vielen anderen nebenwirkungen zu kämpfen. ich bin tagsüber immer müde kann nachts nicht schlafen. kann mich nur schwer konzentrieren. bekomme nichts geregelt und bin sehr antriebslos. nun bin ich in behandlung bei einer psychologien. diese hat mir aber nicht sehr große hoffnungen gemacht. da das alles ja nebenwirkgungen sind. leider hatte sie auch noch keinen fall wie meinen.
meine frage! hatte das schon jemand von euch? was habt ihr gemacht und habt ihr ein anti depressivum bekommen. ging es euch dann besser?
lieben gruß von mir :-]
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Re: Re: depressionen nach tx
19 Mai 2007 14:02Depressionen nach TX sind nicht ungewöhnlich, eher der lange Zeitraum bei dir.
Lasse dir doch in deinem Transplantationszentrum einen Psychiater empfehlen!
(Nein, man muß nicht komplett verrückt sein, bevor man zum Psychiater geht
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Re: Re: depressionen nach tx
20 Mai 2007 14:04
.mich würde mal interessieren ob es noch andere txler gibt die auch solche probleme haben und was evtl. geholfen hat.
gotte sei dank hatte ich nur solche phasen in den fünf jahren. doch leider ist es jetzt seit einigen monaten ganz schlimm
und ich glaub ich schaff das alleine nicht mehr.ich wäre sehr froh wenn diese antriebslosigkeit mal weg wäre dann würde es mir schon ne ganze ecke besser gehn.
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- RIO
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Re: Re: depressionen nach tx
20 Mai 2007 16:42ich kann Dir nur dringend empfehlen, gemeinsam mit Deinem TX-Zentrum Deine Medikamente durchzugehen - und zwar jedes einzeln.
Bekannt für so etwas sind die Immunsupressiva aber auch manche Blutdruckmedikamente, Stichwort Betablocker. Bei manchen Patienten können diese Medikamente so etwas auslösen. Da hilft Dir letztlich auch kein Psychologe.
Ist es ein Blutdruckmedikament -> es gibt immer Alternativen!
Ist es Immunsuppression -> es gibt in Deinem speziellen Fall eventuell Alternativen
Es könnte natürlich auch irgend ein anderes Medikament sein. Das mußt Du aber abklären, gemeinsam mit dem TX-Zentrum.
Wenn es Dich so extrem belastet, lass Dich nicht mit dem Hinweis abspeisen, dass man das hinnehmen muß. In aller Regel muß man das nicht. Das wird wahrscheinlich nur etwas langwierig sein, die konkrete Ursache, das konkrete Medikament herauszufinden, weil man ja meist einen ganzen Mix an „Teufelszeug“ schluckt. Aber in der Regel wissen die Ärzte schon, welches Medikament besonders für solche Nebenwirkungen bekannt ist.
VG
MaRIO
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Re: Re: depressionen nach tx
20 Mai 2007 17:07Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Re: depressionen nach tx
20 Mai 2007 20:27Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- RIO
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Re: Re: depressionen nach tx
20 Mai 2007 22:12Natürlich kann man Prograf nicht einfach absetzen. Aber wenn es solche starke Nebenwirkungen hervorrufen sollte, die zu einer für Dich unakzeptablen Einschränkung der Lebensqualität führen, könnte man eventuell über eine Umstellung nachdenken. Erinnere sie doch mal daran, dass zur Lebensqualität nicht nur ein funktionierendes Transplantat gehört. Das wird von TX-Medizinern hin und wieder vergessen...
Allerdings würde ich vorher unbedingt alles andere ausschließen – zumal mit einer Umstellung immer ein Risiko für die Niere verbunden ist.
Cortison wäre eine Möglichkeit. Deine angegebenen Störungen sind größtenteils bei Cortison beschrieben. Allerdings finde ich das bei 2mg unwahrscheinlich.
Nimmst Du keine Blutdruckmedikamente?
MaRIO
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Re: Re: depressionen nach tx
20 Mai 2007 23:22habe mir die woche mal den beipackzettel von pro graf durchgelesen und alles was ich hab steht wirklich drin.
allerdings würd ich auch ungern umstellen. was ist wenn es bei anderen medikamenten auch so ist oder die niere was abbekommt? das risiko ist ja schon enorm hoch!
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- RIO
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Re: Re: depressionen nach tx
21 Mai 2007 14:33Auf jedem Fall gibt es heutzutage Alternativen. Ob sie für Dich geeignet sind, kann nur Dein NTZ entscheiden. Ob Du sie verträgst, weis vorher keiner. Ob die Niere durch eine Umstellung Schaden nimmt, können die Ärzte höchstens aus ihrer Erfahrung heraus abschätzen, eine Garantie werden sie Dir nicht geben können.
Sollte es eine Prograf-Nebenwirkung sein, kann ich mir nicht vorstellen, wie da ein Psychologe helfen kann. Denn die Ursache kann er nicht beseitigen – höchstens an den Symptomen „rumdoktorn“.
Es tut mir Leid, wenn ich Dir dazu nichts anderes Schreiben kann. Das ist mit Sicherheit für Dich nicht befriedigend und klingt vielleicht alles etwas hart. Aber leider ist das in meinen Augen die Realität. Und um den heißen Brei reden bringt ja letztlich auch nix...
VG
MaRIO
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Re: Re: depressionen nach tx
21 Mai 2007 15:23
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- Brotspinne
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Re: Re: depressionen nach tx
21 Mai 2007 16:15Herzlichen Glückwunsch zu dieser Einstellung!
Brotspinne
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- trockengewicht
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Re: Re: depressionen nach tx
21 Mai 2007 23:15ich denke dieser Kommentar war für sternchenmaus nicht hilfreich!
Dank an Rio, der immer alles so anschaulich erklären kann und sich dabei offensichtlich viel Mühe gibt, anderen zu helfen oder zum Nachdenken anzuregen.
Sternchenmaus ich wünsche Dir, dass du diese wunderschöne Welt bald wieder mit leuchtenden Augen erleben kannst!
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Re: Re: depressionen nach tx
22 Mai 2007 00:03vielen dank für die guten wünsche das finde ich sehr lieb
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- hemago
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Re: Re: depressionen nach tx
22 Mai 2007 10:09Und - nebenbei gesagt: Nach meiner Erfahrung ist selbstkritische und ehrliche Betrachtung seiner eigenen Situation bei (N)TX`lern gar nicht so einfach, weil nicht sein kann, was nicht sein darf - und das gilt bestimmt auch für mich. Wollte Dir einen Denkanstoss geben, alles Gute hemago
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- Uli
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Re: Re: depressionen nach tx
23 Mai 2007 10:10ich bin seit über 6 Jahren tx und habe immer wieder mit Depressionen zu kämpfen.
Allerdings hatte ich das vorher schon. Der Ursache komme ich jetzt in einer Psychotherapie auf die Spur. Sie liegt in meiner Kindheit begründet. Ich kann jetzt, nach vielen Jahren, endlich daran arbeiten. Die Krankheit hat das immer verhindert. HInzu kommt die Angst, die Niere zu verlieren. Bei mir spielt sie sicherlich eine Rolle. Sie kauert und lauert ....
Ich will damit sagen, dass der Fall bei jedem anders liegt. Es ist wichtig, mit Arzt und Psychologen die Ursachen herauszufinden. Dass Deine Psychologin so etwas zu Dir sagt, kommt mir eher hilflos vor. Das kann doch nur ein Arzt beurteilen, was Nebenwirkungen sind. Gibt es noch jemand anderen in Deiner Nähe?
Mein Hausarzt meint, es könne zusätzlich physiologische Komponenten geben. Seit er mir einen anderen Betablocker gegeben hat, geht es mir besser. Cortison nehme ich nicht, aber als ich es nahm, hatte ich auch bei kleinen Mengen Probleme. Gerade diese Antriebslosigkeit kenne ich von daher.
Bestimmte Antibiotika vertrage ich nicht. Ich weiß das jetzt aus Erfahrung und meide sie.
Antidepressiva sind möglich, aber die Immunsuppresiva müssen dafür neu eingestellt werden. Das ist aufwendig und nicht ohne Risiko. Meine Ärzte trauen sich das nicht.
Wichtig sind soziale Kontakte. Mir hilft Bewegung und im Sommer die Sonne. Gibt es etwas, was die schlimmen Zeiten bei Dir lindert?
Ich wünsche Dir, dass Deine Ärzte Dich ernstnehmen und Dir zuhören, auch wenn sie nicht gleich eine Lösung parat haben. Liebe Grüße, Ulrike
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