Übelkeit

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Übelkeit

20 Juni 2002 18:43
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Meine Mutter (vor ca. 1 Jahr transplantiert) leidet seit ein paar Wochen an Übelkeit (ohne Erbrechen), was sie enorm demoralisiert. Die Übelkeit kommt und geht, meistens ist es am Morgen nach Einnahme der Medikamente am schlimmsten, manchmal kommt es erst am Nachmittag. Manchmal geht es ein paar Tage gut, dann kommt es wieder. Verschiedene Ursachen / Auslöser kommen in Frage.

Dabei sind die Nierenwerte befriedigend (sie waren nie supergut). Die Leberwerte sind auch ok (bei Zystennierenbetroffene kann ja auch die Leber Probleme bereiten). Sie konnte sich (unter sanftem aber bestimmtem familiären Druck) heute dazu durchringen, ausserplanmässig in die Kontrolle zu gehen. Unser Hauptargument war: Wenn Du schon so Angst hast, dass etwas nicht in Ordnung ist mit dem Transplantat, dann kannst Du ja gleich zum Arzt gehen, davon wird die Angst auch nicht mehr grösser.

Der Arzt hat auch keine Idee, wovon die Übelkeit genau stammen könnte. Eine Massnahme war, das Cellcept um eine Kapsel zu reduzieren, weil der Kreatinin-Wert eher besser war als das letzte Mal.

Vielleicht hat jemand von Euch eine Idee, hat mit demselben Problem gekämpft (oder kämpft noch). Vielleicht hat jemand einen Tipp, was man vor / mit / nach der Einnahme der Medikamente machen oder eben gerade nicht machen soll.

Auslöser / Verstärker (Vermutungen):

Meine Mutter reagiert grundsätzlich mit dem Magen auf alle Arten von Stress. Das hat sich sehr gut gezeigt, als sie kürzlich den Grauen Star operieren lassen musste. Vor den beiden Operationen ging es ihr jeweils hundsmiserabel, kaum war sie im Spital, hörte es auf. Das ganze ist - seelisch gesehen - ein Teufelskreis: es ist ihr übel, das macht ihr Angst und löst Depressionen aus, davon wird es ihr noch übler. Aber nur das ist es nicht.

Der Grad der Übelkeit hängt davon ab, was sie isst. (Meistens) schlecht ist: stark gewürzt, fettig, Vollkorn, Rhabarber. Wenns ganz schlimm ist, lebt sie ein paar Tage von Birchermüesli.

Die Übelkeit hängt wahrscheinlich auch mit dem Cellcept zusammen. Es scheint, dass es ihr übler geht, je mehr sie nehmen muss.

Sie hat auch Medikamente, um den Magen zu beruhigen: Paspertin - hilft manchmal, aber nicht zuverlässig. Zantic - hat Erbrechen ausgelöst.

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Re: Re: Übelkeit

21 Juni 2002 06:30
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Hallo Johanna,
hatte mal 4 Monate Cellcept, als Versuch, die chronische Abstoßung zu stoppen. War eine Katastrophe, mir ging es nur noch schlecht, konnte kaum was essen etc. Wir haben es dann wieder abgesetzt, neach drei tagen ging es mir wieder blendend. Im Falle Deiner Mujtter müsste es natürlich substituiert werden (Prograf, Sandimmun). Grüße Hans-Dieter

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Re: Re: Übelkeit

25 Juni 2002 00:16
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Hallo Johanna,

ich habe zwar nie Cellzept genommen, weiß aber von den Problemen mit dem Medikament. Angeblich sollen die Tabletten verträglicher sein als Kapseln.

Wenn Deine Mutter auf bestimmte Nahrungsmittel reagiert, sollte sie die nicht essen.

Eine Alternative zu Paspertin ist Pantozol. Die nimmt man ca.10 bis 15 Minuten vor den anderen Tabletten. Dann schützen sie den Magen.

Gruß
Monika

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