Verhalten nach einer NTX
- GerdGerd
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Verhalten nach einer NTX
11 Dez. 2016 19:42
Hallo,
aus gegebenen Anlass habe ich angefangen mich mit dem Leben nach einer möglichen NTX zu beschäftigen.
Mir ist klar geworden, dass das Leben ohne funktionierendes Immunsystem doch Einschränkungen verlangt. Das Essen von Obst direkt vom Feld, kein ungegartes Fleisch, und generelles vermeiden von Infektionsrisiken.
Ich habe in meiner Persönlichkeit die Tendenz zur Hypochondrie und leichte Veranlagung zur Hysterie. Auch habe ich gern alles geordnet, organisiert und unter Kontrolle.
Das und die Möglichkeit der hohen Infektionsrisiken kann eine nervende Mischung sein.
Ich hoffe, ich habe mein Problem gut genug erklärt.
Meine Fragen an euch Transplantierte:
Esst ihr wirklich keine Erdbeeren vom Busch? Reicht denn das Abwaschen mit Wasser um Obst zu reinigen?
Putzt ihr Besteck, Trinkglasränder und ähnliches vor der Nutzung mit antibakteriellen Mitteln?
Zieht ihr einen Mundschutz über bei Kontakt mir großen Menschengruppen in der z.B. Grippezeit?
Lebt ihr vielleicht völlig normal, ohne euch weiter um diese Sachen zu kümmern?
Hat man nach der TX mehr Infektionen als Vorher?
So. Hoffe ihr könnt mir helfen.
Gruß
gerdgerd
aus gegebenen Anlass habe ich angefangen mich mit dem Leben nach einer möglichen NTX zu beschäftigen.
Mir ist klar geworden, dass das Leben ohne funktionierendes Immunsystem doch Einschränkungen verlangt. Das Essen von Obst direkt vom Feld, kein ungegartes Fleisch, und generelles vermeiden von Infektionsrisiken.
Ich habe in meiner Persönlichkeit die Tendenz zur Hypochondrie und leichte Veranlagung zur Hysterie. Auch habe ich gern alles geordnet, organisiert und unter Kontrolle.
Das und die Möglichkeit der hohen Infektionsrisiken kann eine nervende Mischung sein.
Ich hoffe, ich habe mein Problem gut genug erklärt.
Meine Fragen an euch Transplantierte:
Esst ihr wirklich keine Erdbeeren vom Busch? Reicht denn das Abwaschen mit Wasser um Obst zu reinigen?
Putzt ihr Besteck, Trinkglasränder und ähnliches vor der Nutzung mit antibakteriellen Mitteln?
Zieht ihr einen Mundschutz über bei Kontakt mir großen Menschengruppen in der z.B. Grippezeit?
Lebt ihr vielleicht völlig normal, ohne euch weiter um diese Sachen zu kümmern?
Hat man nach der TX mehr Infektionen als Vorher?
So. Hoffe ihr könnt mir helfen.
Gruß
gerdgerd
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- Geraffel
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Re: Verhalten nach einer NTX
11 Dez. 2016 20:55
Hallo GerdGerd,
wenn man berücksichtigt, dass der Körper eine ganze Weile braucht um sich an das neue Organ zu gewöhnen und in dieser Zeit aufpasst. Das dauert so ca. ein gutes Jahr.
Meine Niere hat im Endeffekt 19 Jahre funktioniert und das obwohl ich Erdbeeren, Äpfel, Tomaten und ähnliches direkt nach dem Pflücken gegessen habe. Ja, ohne waschen! Auch bin ich nie mit Mundschutz durch die Gegend gelaufen und war sicher nicht häufiger krank als andere. Dein Körper gewöhnt sich daran immunsupprimiert zu sein, da reicht eine normale und sinnvolle Hygiene völlig aus.
wenn man berücksichtigt, dass der Körper eine ganze Weile braucht um sich an das neue Organ zu gewöhnen und in dieser Zeit aufpasst. Das dauert so ca. ein gutes Jahr.
Meine Niere hat im Endeffekt 19 Jahre funktioniert und das obwohl ich Erdbeeren, Äpfel, Tomaten und ähnliches direkt nach dem Pflücken gegessen habe. Ja, ohne waschen! Auch bin ich nie mit Mundschutz durch die Gegend gelaufen und war sicher nicht häufiger krank als andere. Dein Körper gewöhnt sich daran immunsupprimiert zu sein, da reicht eine normale und sinnvolle Hygiene völlig aus.
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- Gerd
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Re: Verhalten nach einer NTX
12 Dez. 2016 15:07
Hallo Gerd (wir sind Namensvettern...),
das was mein Vorredner ("Geraffel") schreibt, kann ich nur unterstreichen. Im ersten Jahr nach NTx ist die Infektanfaelligkeit noch relativ erhoeht; spaeter normalisiert sich das. D.h., sei emtsprechend zurueckhaltend waehrend dieser Phase.
Aber - du schhreibst:
Ich habe in meiner Persönlichkeit die Tendenz zur Hypochondrie und leichte Veranlagung zur Hysterie. Auch habe ich gern alles geordnet, organisiert und unter Kontrolle.
Das und die Möglichkeit der hohen Infektionsrisiken kann eine nervende Mischung sein.
Das sind naruerlich keine guten Voraussetzungn fuer einen positiven, entspannten Umgang mit der neuen Situation. Hier solltest du evtl. mit geeigneten Ansaetzen (moeglicherweise unterstuetzt durch professionelle Hilfe) gegensteuern, sonst besteht die Gefahr, dass du von deiner neuen Freiheit nicht allzuviel profitieren wirst.
Ich hab' ein volles Jahr gebraucht, bis ich wieder "normal" wurde... Schau mal auf meiner Userseite nach...
Alles Gute,
Gerd (z.Zt in Laos, Suedostasien)
das was mein Vorredner ("Geraffel") schreibt, kann ich nur unterstreichen. Im ersten Jahr nach NTx ist die Infektanfaelligkeit noch relativ erhoeht; spaeter normalisiert sich das. D.h., sei emtsprechend zurueckhaltend waehrend dieser Phase.
Aber - du schhreibst:
Ich habe in meiner Persönlichkeit die Tendenz zur Hypochondrie und leichte Veranlagung zur Hysterie. Auch habe ich gern alles geordnet, organisiert und unter Kontrolle.
Das und die Möglichkeit der hohen Infektionsrisiken kann eine nervende Mischung sein.
Das sind naruerlich keine guten Voraussetzungn fuer einen positiven, entspannten Umgang mit der neuen Situation. Hier solltest du evtl. mit geeigneten Ansaetzen (moeglicherweise unterstuetzt durch professionelle Hilfe) gegensteuern, sonst besteht die Gefahr, dass du von deiner neuen Freiheit nicht allzuviel profitieren wirst.
Ich hab' ein volles Jahr gebraucht, bis ich wieder "normal" wurde... Schau mal auf meiner Userseite nach...
Alles Gute,
Gerd (z.Zt in Laos, Suedostasien)
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- herminchen
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Re: Verhalten nach einer NTX
13 Dez. 2016 14:08
Hallo Gerd,
ich habe nur unmittelbar nach NTX und nur, wenn ich mich in der Nähe von vielen Menschen aufgehalten habe, einen Mundschutz getragen.
Klar sollte man vorsichtig sein, ich bin im Ausland sehr vorsichtig mit dem was ich esse und trinke - vor allem in heißen Ländern und dort wo es vielleicht nicht so ganz hygienisch nach unseren Vorstellungen zugeht. Hier in Deutschland esse ich keine Muscheln und kein rohes Fleisch etc.
Mit der größeren Infektionshäufigkeit habe ich nur in den ersten Jahren mit häufigen Blasenentzündungen (meine Schwachstelle) zu tun gehabt. Erkältungen hat z.B. mein Mann öfter als ich.
Ich bin jetzt fast 10 Jahre transplantiert und habe Krea 0,8 und noch nie eine Abstoßung. Aber es ist schon wichtig, zwar aufmerksam auf seinen Körper zu hören aber gleichzeitig auch mit ein wenig Gelassenheit an die Sache ran zu gehen. Dein Namensvetter hat sicher recht, dass in deinem Fall professionelle Hilfe für einen guten Umgang mit den Umständen sinnvoll wäre.
Alles Gute herminchen
ich habe nur unmittelbar nach NTX und nur, wenn ich mich in der Nähe von vielen Menschen aufgehalten habe, einen Mundschutz getragen.
Klar sollte man vorsichtig sein, ich bin im Ausland sehr vorsichtig mit dem was ich esse und trinke - vor allem in heißen Ländern und dort wo es vielleicht nicht so ganz hygienisch nach unseren Vorstellungen zugeht. Hier in Deutschland esse ich keine Muscheln und kein rohes Fleisch etc.
Mit der größeren Infektionshäufigkeit habe ich nur in den ersten Jahren mit häufigen Blasenentzündungen (meine Schwachstelle) zu tun gehabt. Erkältungen hat z.B. mein Mann öfter als ich.
Ich bin jetzt fast 10 Jahre transplantiert und habe Krea 0,8 und noch nie eine Abstoßung. Aber es ist schon wichtig, zwar aufmerksam auf seinen Körper zu hören aber gleichzeitig auch mit ein wenig Gelassenheit an die Sache ran zu gehen. Dein Namensvetter hat sicher recht, dass in deinem Fall professionelle Hilfe für einen guten Umgang mit den Umständen sinnvoll wäre.
Alles Gute herminchen
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- corinna123
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Re: Verhalten nach einer NTX
09 Jan. 2017 17:56
ciao gerd!
ich bin seit juni 2015 transplantiert und es geht mir sehr gut.
habe mir seinerzeit die genau gleichen fragen gestellt wie du:)
hier in der schweiz ist es so, dass du bereits im spital sehr gut auf dein neues leben vorbereitet wirst. die patienten werden aufgeklärt über ihre medikation, ernährung, sonnenschutz, selbstkontrolle usw. zudem werden zwei broschüren ausgehändigt, die keine fragen offen lassen. sehr professionell!
anfangs war ich noch etwas unsicher, doch dies hat sich rasch gelegt. ich halte mich an die ernährungstips, meide ansteckende menschen und verlasse das haus nie ohne sonnenschutz. ich höre auf meinen körper und frage bei unsicherheiten meine ärztin.
bisher hatte ich zweimal eine magenentzündung von den medis, welche mit esomep gut behandelt werden können. seit oktober 2016 leide ich unter haarausfall. die abklärung ist derzeit noch am laufen, die ärzte tippen auf kreisrunden haarausfall.
freue dich auf den tag, an dem das telefon klingelt!
ich drücke dir die daumen, dass es für dich klappen wird!
liebe gruess, sandra
ich bin seit juni 2015 transplantiert und es geht mir sehr gut.
habe mir seinerzeit die genau gleichen fragen gestellt wie du:)
hier in der schweiz ist es so, dass du bereits im spital sehr gut auf dein neues leben vorbereitet wirst. die patienten werden aufgeklärt über ihre medikation, ernährung, sonnenschutz, selbstkontrolle usw. zudem werden zwei broschüren ausgehändigt, die keine fragen offen lassen. sehr professionell!
anfangs war ich noch etwas unsicher, doch dies hat sich rasch gelegt. ich halte mich an die ernährungstips, meide ansteckende menschen und verlasse das haus nie ohne sonnenschutz. ich höre auf meinen körper und frage bei unsicherheiten meine ärztin.
bisher hatte ich zweimal eine magenentzündung von den medis, welche mit esomep gut behandelt werden können. seit oktober 2016 leide ich unter haarausfall. die abklärung ist derzeit noch am laufen, die ärzte tippen auf kreisrunden haarausfall.
freue dich auf den tag, an dem das telefon klingelt!
ich drücke dir die daumen, dass es für dich klappen wird!
liebe gruess, sandra
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- Anni
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Re: Verhalten nach einer NTX
10 Jan. 2017 16:55
Hallo GerdGerd!
Ich bin seit 5 Jahren Ntx, und könnte nicht sagen, dass ich seither öfter krank war als früher. An Infektionskrankheiten hatte ich in den 5 Jahren einmal eine (echte) Grippe, und einmal eine Gürtelrose. Beide verliefen allerdings ziemlich glimpflich ab.
Ansonsten - lass dich nicht verrückt machen. Ja, ich esse durchaus mal Obst direkt vom Busch, wasche Obst udn Gemüse nur mit Wasser ab (wenn überhaupt...). Ich gehe in Restaurants, ich esse auf Märkten, bei Grillfesten etc....
Ich verwende keine antibakteriellen Mittel und auch keinen Mundschutz. Menschenansammlungen kann ich schon aus Berufsgründen nicht vermeiden (Öffis und Büro mit Kundenkontakt).
Ich habe Haustiere, Topfpflanzen, mache Gartenarbeit, gehe in Schwimmbäder, Sauna, Meer, Sportstudios etc...
Das einzige, was ich seither anders mache: ich wasche mir wirklich oft die Hände! Und versuche, offensichtlich Kranke zu meiden. Und ansonsten genieße ich die Zeit!
lg, A.
Ich bin seit 5 Jahren Ntx, und könnte nicht sagen, dass ich seither öfter krank war als früher. An Infektionskrankheiten hatte ich in den 5 Jahren einmal eine (echte) Grippe, und einmal eine Gürtelrose. Beide verliefen allerdings ziemlich glimpflich ab.
Ansonsten - lass dich nicht verrückt machen. Ja, ich esse durchaus mal Obst direkt vom Busch, wasche Obst udn Gemüse nur mit Wasser ab (wenn überhaupt...). Ich gehe in Restaurants, ich esse auf Märkten, bei Grillfesten etc....
Ich verwende keine antibakteriellen Mittel und auch keinen Mundschutz. Menschenansammlungen kann ich schon aus Berufsgründen nicht vermeiden (Öffis und Büro mit Kundenkontakt).
Ich habe Haustiere, Topfpflanzen, mache Gartenarbeit, gehe in Schwimmbäder, Sauna, Meer, Sportstudios etc...
Das einzige, was ich seither anders mache: ich wasche mir wirklich oft die Hände! Und versuche, offensichtlich Kranke zu meiden. Und ansonsten genieße ich die Zeit!
lg, A.
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- Mucky
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Re: Verhalten nach einer NTX
17 Feb. 2017 16:45
Guten Tag Gere Gerd,
Die erste Zeit nach einer NTX sollte man große Menschenansamlungen meiden, da die Anstechungsgefahr mit irgendwelchen Keimen und Vieren zu groß ist.
Aber mit der Zeit wird es besser und du machst dir nicht mehr soviel Gedanken.
Das wichtigste ist, dass du deine Medis pünktlich einnimmst und deine Arzttermine einhältst.
ich bin schon lange Nierenkrank ( 1977 ) und habe schon zwei NTX hinter mir, die eine 1979- 1991 und die andere von 1994-2013, also mach Dir keinen Kopf, wenn du eine gute Niere bekommst, wirst du merken was dir gut tut und was nich.
In meinem Haushalt haben immer Tiere wie Hunde und Katzen gelebt, selbst da habe ich mich nie mit irgendwelchen Krankheitserreger angesteckt .
Hör was dein Arzt Dir rät!!!
LG
Mucky
Die erste Zeit nach einer NTX sollte man große Menschenansamlungen meiden, da die Anstechungsgefahr mit irgendwelchen Keimen und Vieren zu groß ist.
Aber mit der Zeit wird es besser und du machst dir nicht mehr soviel Gedanken.
Das wichtigste ist, dass du deine Medis pünktlich einnimmst und deine Arzttermine einhältst.
ich bin schon lange Nierenkrank ( 1977 ) und habe schon zwei NTX hinter mir, die eine 1979- 1991 und die andere von 1994-2013, also mach Dir keinen Kopf, wenn du eine gute Niere bekommst, wirst du merken was dir gut tut und was nich.
In meinem Haushalt haben immer Tiere wie Hunde und Katzen gelebt, selbst da habe ich mich nie mit irgendwelchen Krankheitserreger angesteckt .
Hör was dein Arzt Dir rät!!!
LG
Mucky
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