Keine Chance für die Protokollbiopsie
- RIO
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Keine Chance für die Protokollbiopsie
14 Okt. 2013 15:38
Damit dürften kaum noch Fragen zum Sinn oder Unsinn von Protokollbiopsien offen bleiben:
KLICK
Am heftigsten finde ich:
Um den Patient, der da gerade auf dem Tisch liegt, scheint es überhaupt nicht mehr zu gehen...
Am heftigsten finde ich:
Und zuguter Letzt könnte mit den Biopsaten eine Probenbank für weitere Forschungen aufgebaut werden.
Um den Patient, der da gerade auf dem Tisch liegt, scheint es überhaupt nicht mehr zu gehen...
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- Truemmerlotte
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Re: Re: Keine Chance für die Protokollbiopsie
14 Okt. 2013 17:38
Ich finde es sowieso abartig wenn einmal im Quartal eine Biopsie gemacht wird. In der Charite läuft zur Zeit eine Studie, wo einmal im Quartal zusätzlich Blut abgenommen wird. Da sollen bestimmte Werte entnommen werden, die anzeigen ob eine Abstossung statt findet oder nicht. Man will sich nicht nur auf einen steigenden Krea-Wert verlassen. Es sollen schon im Vorfeld Möglichkeiten geschaffen werden, eine Abstossung so früh wie möglich zu erkennen. Ohne im Bauch rum zu pieken.
Gruss Cosima
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- Krischan
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Re: Re: Keine Chance für die Protokollbiopsie
14 Okt. 2013 17:46
Hallo Rio,
wie oft hab ich schon erlebt, daß den Patienten zu unnützen und auch gefährlichen Diagnoseeingriffen geraten wurde. Meist wurde da gerade eine Doktorarbeit geschrieben und man brauchte Untersuchungsergebnisse.
Ich habe mir angewöhnt bei solchen Vorschlägen immer zu fragen, was da untersucht wird und wie sich ein eventuelles Ergebniss auf den Verlauf der Behandlung oder die Änderung der Medikamentation auswirkt. Wenn da keine zufriedenstellenden Antworten kamen hab ich sowas immer abgelehnt.
Oft wird dann aber auch versucht den unwissenden Patienten ein schlechtes Gewissen einzureden und so Druck zu machen.
Gruß Krischan
wie oft hab ich schon erlebt, daß den Patienten zu unnützen und auch gefährlichen Diagnoseeingriffen geraten wurde. Meist wurde da gerade eine Doktorarbeit geschrieben und man brauchte Untersuchungsergebnisse.
Ich habe mir angewöhnt bei solchen Vorschlägen immer zu fragen, was da untersucht wird und wie sich ein eventuelles Ergebniss auf den Verlauf der Behandlung oder die Änderung der Medikamentation auswirkt. Wenn da keine zufriedenstellenden Antworten kamen hab ich sowas immer abgelehnt.
Oft wird dann aber auch versucht den unwissenden Patienten ein schlechtes Gewissen einzureden und so Druck zu machen.
Gruß Krischan
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Re: Re: Keine Chance für die Protokollbiopsie
14 Okt. 2013 17:57
Ich bin im Januar 3 Jahre NTx.
In den ersten 6 Wochen hatte ich einmal ein Krea über 5 und das andere Mal über 3. Zweimal wurde eine Biopsie durchgeführt. Zweimal kein klarer Befund.
Kontrollbiopsien kenne ich von meinem Zentrum überhaupt nicht. Ich würde mir auch ohne triftigen Grund nicht in meine Niere pieksen lassen.
Blut kann man mir abnehmen, soviel benötigt wird. Kein Problem.
Aber nicht just for fun in meinen NORBERT pieksen.
In den ersten 6 Wochen hatte ich einmal ein Krea über 5 und das andere Mal über 3. Zweimal wurde eine Biopsie durchgeführt. Zweimal kein klarer Befund.
Kontrollbiopsien kenne ich von meinem Zentrum überhaupt nicht. Ich würde mir auch ohne triftigen Grund nicht in meine Niere pieksen lassen.
Blut kann man mir abnehmen, soviel benötigt wird. Kein Problem.
Aber nicht just for fun in meinen NORBERT pieksen.
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- Antonio
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Re: Re: Keine Chance für die Protokollbiopsie
14 Okt. 2013 22:35
Hallo, Rio,
das unterstützt ja meine These, dass es sich dabei um Forschung und nicht um etablierte Verlaufsuntersuchungen handelt, und von daher entsprechend einem Studienprotokoll und Aufklärung durchgeführt werden müsste.
LG Antonio
das unterstützt ja meine These, dass es sich dabei um Forschung und nicht um etablierte Verlaufsuntersuchungen handelt, und von daher entsprechend einem Studienprotokoll und Aufklärung durchgeführt werden müsste.
LG Antonio
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Re: Re: Keine Chance für die Protokollbiopsie
14 Okt. 2013 23:28
Hi RIO,
um den Patienten, der da gerade auf dem Tisch liegt, scheint es überhaupt nicht mehr zu gehen...
Das glaub´ich auch. Als ich transplantiert war, waren meine Krea Werte etwas gestiegen. Also was macht man? -Genau eine Nierenbiopsie war angesagt.
Nach selbiger fragte ich nach dem Ergebnis und mir wurde gesagt, daß der Punkteur ( oder wie man ihn nennt ) kein brauchbares Ergebnis erzielt hat. Sooooo, also punktiert, aber umsonst! Die Biopsie wurde aber auch nicht wiederholt. Was mich wiederum gefreut hat....
War anscheinend nicht so wichtig? oder?, sonst hätten sie ja die Biopsie wiederholen müssen. Versteh´ich nicht.
viele Grüße Littlesmile
um den Patienten, der da gerade auf dem Tisch liegt, scheint es überhaupt nicht mehr zu gehen...
Das glaub´ich auch. Als ich transplantiert war, waren meine Krea Werte etwas gestiegen. Also was macht man? -Genau eine Nierenbiopsie war angesagt.
Nach selbiger fragte ich nach dem Ergebnis und mir wurde gesagt, daß der Punkteur ( oder wie man ihn nennt ) kein brauchbares Ergebnis erzielt hat. Sooooo, also punktiert, aber umsonst! Die Biopsie wurde aber auch nicht wiederholt. Was mich wiederum gefreut hat....
War anscheinend nicht so wichtig? oder?, sonst hätten sie ja die Biopsie wiederholen müssen. Versteh´ich nicht.
viele Grüße Littlesmile
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Re: Re: Keine Chance für die Protokollbiopsie
15 Okt. 2013 09:36
Hallo Antonio,
das eigentlich Schlimme daran ist nach meiner Meinung, dass diese Mediziner ja ziemlich offensichtlich ihre Patienten nicht mehr nur als Patienten sondern auch als legitimes Forschungsobjekt sehen, bei denen eine Einwilligung nicht mehr zwingend eingeholt werden muss. Das zeigt viel über deren Denkweise.
Das Ergebnis ist ein weiterer Vertrauensverlust in die Medizin insgesamt. Das widerum finde ich eine Katastrophe, vor allem den Medizinern gegenüber, die ihre Arbeit und ihr Leben tatsächlich noch ausschließlich dem Wohl der Patienten widmen und zum großen Teil auch opfern.
LG MaRIO
das eigentlich Schlimme daran ist nach meiner Meinung, dass diese Mediziner ja ziemlich offensichtlich ihre Patienten nicht mehr nur als Patienten sondern auch als legitimes Forschungsobjekt sehen, bei denen eine Einwilligung nicht mehr zwingend eingeholt werden muss. Das zeigt viel über deren Denkweise.
Das Ergebnis ist ein weiterer Vertrauensverlust in die Medizin insgesamt. Das widerum finde ich eine Katastrophe, vor allem den Medizinern gegenüber, die ihre Arbeit und ihr Leben tatsächlich noch ausschließlich dem Wohl der Patienten widmen und zum großen Teil auch opfern.
LG MaRIO
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