Restausscheidung
- Fakira
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Restausscheidung
26 Apr. 2012 12:05Seit ca. einer Woche bin ich wieder an der Dialyse (nach 10 Jahren Ruhe durch Transplantorgan). Die Niere hat immer prima ausgeschieden, Medis wie Lasix habe ich nie genommen. Kurz bevor ich wieder an die Maschine musste, waren wir noch mal im Urlaub. In der letzten Urlaubswoche ging es mir grottenschlecht - egal, was ich zu mir genommen habe, kam direkt (oben) wieder raus. Dadurch hatte ich in der Zeit kaum ein Ausscheidung. Daheim angekommen waren die Werte so schlecht, dass ich gleich ordentlich dialysiert wurde.
Nun hat aber niemand eine Ahnung, wie hoch mein Trockengewicht ist. Geschwollene Beine oder Atemnot habe ich nicht. Das Gewicht für die Dialyse wurde mal auf 56kg angesetzt (ist ca. das Gewicht vor dem Urlaub)
Mittlerweile scheide ich nur noch sehr wenig aus - so ca. 500ml am Tag. Ich trau mich aber auch kaum was zu trinken, um bei den Dialysen kein Wasser ziehen zu müssen.
Wie sollte ich mich da am besten verhalten? Meine Ärzte (die leider während jeder Schicht wechseln) meinen, ich soll halt so viel trinken wie ich ausscheide - das wären dann nur 500ml ?? Mir wäre es natürlich am liebsten, die Restausscheidung so lange wie möglich zu erhalten, was ist denn da zu empfehlen? Mal angenommen, es sammelt sich Wasser - sollte man dann trotz Dialyse Lasix nehmen?
.... das sollte jetzt eigentlich in die Allgemeine Diskussion - keine Ahnung, warum ich hier gelandet bin.
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Re: Re: Restausscheidung
26 Apr. 2012 12:11Bei uns an der Dialyse hiess es immer, Restausscheidung plus 500 ml. Das waere bei dir 1 Liter pro Tag.
Michaela.
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- Krischan
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Re: Re: Restausscheidung
26 Apr. 2012 17:31In meinem Dialysezentrum lasse ich öfter mal eine sog Bodymessung machen. Ist ne Sache von 2 Minuten. Dabei wird auch festgestellt wieviel extrazelluläres Wasser im Körper ist. Wenn Du noch Ausscheidung hast, solltest Du nicht zu trocken dialysiert werden, da dann die Restausscheidung und Restfunktion der Niere schneller nachlässt. Dann lieber nen bischen Lasix. Ich persönlich habe mich in der Situation immer morgens gewogen und soviel getrunken, daß ich pro Stunde Dialyse 500ml Abnahme hatte. Das habe ich ganz locker vertragen. Damit habe ich die Restausscheidung der Transplantatniere noch 2 Jahre halten können. Ich hoffe Du kommst an einen guten Dialysearzt der das vernünftig austarriert
Gruß und Kopf hoch...... Krischan
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- Fakira
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Re: Re: Restausscheidung
26 Apr. 2012 20:02Bei der Dialyse pralle ich leider mit meinen Nachfragen ziemlich ab - scheinbar ist die Transplantniere dort kein echtes Thema mehr - es geht eigentlich nur darum, mich auf möglichst gute Werte zu bringen (was natürlich auch extrem wichtig ist
@Krischan, dass deine Niere noch 2 Jahre mitgemacht hat, gibt mir doch ziemlich viel Zuversicht. Ich dachte, das stellt sich bei Dialyse sowieso innerhalb schnellster Zeit ein (habe keine Erfahrung, da meine erste Niere Probleme machte und direkt entfernt wurde)
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- Krischan
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Re: Re: Restausscheidung
30 Apr. 2012 14:59> Hallo Krischan,
>
> wie funktioniert denn diese Bodymessung?
>
> VG
> Sabine
Hallo,
war heute mal wieder bei der Messung, da ich mein Trockengewicht kontrollieren lassen wollte.
Als erstes wird das Gewicht und die Körpergröße eingegeben.
Es werden zwei Elektroden am rechten Arm, 2 am rechten Bein befestigt so wie beim EKG. Dann wird der Widerstand gemessen. Die haben da so ein Gerät, nen bischen größer wie nen elektronisches Blutdrucckmessgerät und nen Laptop angeschlossen. Die Messung dauert ca 30 Sekunden und man merkt auch rein gar nichts. Als Ergebniss bekommt man den Körperfettanteil, die Muskelmasse, und eben den Anteil des Wasser im Körper. Da gibt es je nach Größe und Gewicht einen Normbereich und man sieht an dem Messprotokoll, ob man im oberen, unterem Bereich oder eben ausserhalb liegt.
Damit kann man auch sehen wenn jemand körperlich abgebaut hat.
Da die Dialysezentren ja mit dem runtersetzten des Gewichts meist schnell bei der Sache sind, während man ums hochsetzten jedesmal kämpfen muss, mach ich selten ne Anpassung meines Gewichtes ohne vorherige Messung.
Gruß... Krischan
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- Krischan
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Re: Re: Restausscheidung
30 Apr. 2012 19:41Gruß....Krischan
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Re: Re: Restausscheidung
30 Apr. 2012 19:55Gar nichts halte ich von den Ersatzmaßnahmen wie Eiswürfel- lutschen oder so. Die Patienten die solche Maßnahmen durchführten, hatten oft am meisten Wasser im Körper und trotzdem den ganzen Tag Durst.
Ist eben viel auch Kopfsache.
Also keine Panik es wird alles irgendwie.........Gruß... Krischan
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- Fakira
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Re: Re: Restausscheidung
30 Apr. 2012 20:21Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Krischan
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Re: Re: Restausscheidung
30 Apr. 2012 20:46Ich werde immer erstaunt vom Personal gefragt; was sie haben nur 2,5kg nach dem Wochenende, das ist ja vorbildlich.
Es ist natürlich ein Unterschied ob eine 85jährige herzkranke Frau die 45kg wiegt 4 Kilo abnehmen muss oder ich mit meinen 1,89/ 80kg.
Gruß.... Krischan
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- Anni
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Re: Re: Restausscheidung
30 Apr. 2012 23:01Insofern fühle ich mich mit den vorgeschriebenen Trinkmengen auch total überfordert. Anfangs hat es geheißen, 500 ml pro Tag, mittlerweile durfte ich das auf 750 ml steigern. Ist aber immer noch hart genug. Derzeit wird mir zwischen 1,5 und 2 l pro Dia entzogen, wobei die 2 l fast schon zu heftig sind (Krämpfe, Blutdruckabfall). Wir sind eben noch dabei, usn ans ideale Trockengewicht bzw. den idealen Entzug heranzutasten.
Aber heißen eure Antworten jetzt, dass das mit der Trinkkontrolle total überbewertet ist? Dass ich auch durchaus mehr trinken dürfte? Ich bin im Moment halt noch verunsichert und trau mich auch gar nicht, mehr zu trinken.
lg, Anni
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Re: Re: Restausscheidung
01 Mai 2012 23:53denke mir, dass du es selbst rausfinden musst!
Bedenken musst Du nur, dass was du trinkst, wieder raus musst , also ist es schon besser, dass man nicht zuviel trinkt.
Ich selbst mache nun fast 23 jahre dialyse und komme mit 500 ml gut aus. Ich muss mich sogar zwingen, diese 500ml zu trinken, habe immer keinen richtigen durst...
Versuche mal folgendes, auch wenns erstmal komisch klingt: Mache dir ein glas voll und trinke dann in ganz kleinen schlücken und halte die luft dabei an...
Bei mir hats geklapp und hatte dannach nicht so schnell das bedrüfnis, wieder was zu trinken..
Liebe Grüsse Ingo:)
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Re: Re: Restausscheidung
02 Mai 2012 01:33leider wird es nicht überbewertet.
Du hast die Zusammenhänge, zumindest teilweise, selbst benannt.
Je höher die Flüssigkeitsmenge ist die Dir entzogen wird / werden muss, um so grössere Probleme wirst Du möglicherweise mit dem Bludruck haben.
Aus meiner eigenen Erfahrung heraus kann ich Dir nur empfehlen sehr auf Deine Trinkmenge zu achten.
Die Nieren dienen nicht nur der Entwässerung, der Entgiftung, der Bildung / Umwandlung von Vitaminen und Hormonen sondern eben auch der Blutdruckregulierung.
Wenn die Nieren nicht mehr da sind, kann der Körper den Blutdruck eben nicht mehr so regeln. Es ist bekannt, dass nach Nephrektomien der Blutdruck sehr oft abfällt und wenn beide Nieren raus sind fällt er dauerhaft ab, mitunter auch sehr stark.
Bedauerlicherweise ist mir kein Medikament bekannt welches dem niedrigen Blutdruck in jedem Fall dauerhaft auf die Sprünge hilft.
Anhaltend, sehr niedrigen Blutdruck zu haben, halte ich nicht wirklich für empfehlenswert. Von Vorteilen eines niedrigen gegenüber eines hohen Blutdrucks reden nur diejeniegen, die nicht dauerhaft an sehr niedrigem gelitten haben.
Wenn Du in Zukunft sehr heftige Blutdruckabfälle vermeiden möchtest, solltest Du versuchen die jeweilige Menge zu entziehenden Wassers, so gering wie möglich zu halten. Das geht natürlich am besten indem Du die Flüssigkeitsmenge die Du zu Dir nimmst begrenzt, was den meisten sehr schwer fällt.
Der Prozess des findens des Trockengewichtes kann eine Weile dauern. Ein guter Arzt wird Deine Krämpfe und Butdruckabfälle sehr ernst nehmen und alles im Blick haben. Gerade der Beginn der Dialyse kann für die Patienten sehr belastend sein.
in diesem Sinne viel Erfolg mit der Dialyse wünscht
Limo
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- Willi
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Re: Re: Restausscheidung
03 Mai 2012 11:17Meine Restausscheidung ist nach fast 7 Jahre Dialyse noch recht gut. Nach dem Sammelurin von 24 Stunden
habe ich noch eine Urinausscheidung von 1500ml und kann noch 500ml dazu trinken (2000ml).Aber man muß
noch beachten was man an Nahrung zu sich nimmt. Es kommt auch darauf an wie man sich bewegt.Dadurch
verliert man ja auch noch Flüssigkeit.Bringe dadurch zur Dialyse meißtens nur 500-1000g mehr Körpergewicht
mit oder manchmal sogar garnichts.Die Restausscheidung sollte solange wie möglich erhalten bleiben.
Viele Grüße
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- Willi
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Re: Re: Restausscheidung
03 Mai 2012 11:21Die bei uns keine Restausscheidung haben raten dia Ärzte Eiswürfel zu lutschen .
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- sonnenschein
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Re: Re: Restausscheidung
03 Mai 2012 14:01Bei mir ging die Restausscheidung nach 1,5 Jahren Dialyse innerhalb von vier Wochen von normal auf Null zurück.
Anfangs war ich wie du unsicher, was und wieviel ich noch trinken darf. Nach der bekannten Faustregel sollten es ja nur noch 500 ml am Tag sein, was ich mir auf Dauer überhaupt nicht vorstellen konnte. Ein paar Tage lang habe ich alle Getränke etc. aufgeschrieben, um den Überblick zu behalten. Das hat aber nichts gebracht, weil ich durchs Notieren immer wieder an den Durst erinnert wurde.
Der Flüssigkeitsbedarf hängt außerdem vom Wetter, Arbeitspensum, Sport etc. ab. Da können im Sommer schon mal zwei Liter Trinkmenge zusammenkommen, ohne dass ich Wasser einlagere. Ich zähle deshalb keine Getränke mehr, sondern stelle mich tagsüber mal auf die Waage, um den Überblick zu behalten. So weiß ich immer, wieviel noch reinpasst.
Falls du noch Tipps gegen den Durst brauchst: ich trinke im Winter gern sehr heißen Tee und im Sommer eiskaltes Wasser (beides schluckweise aus der Thermoskanne). Wackelpudding in 100-Gramm-Portionen finde ich auch toll: davon hat man mehr als von 100 ml Wasser und tut noch was Gutes für die Seele.
Mit der Zeit bekommst du bestimmt ein gutes Gefühl für die Trinkmenge und kannst die Sache etwas entspannter sehen.
Viel Erfolg und alles Gute,
Sonnenschein
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