Verzweiflung
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Verzweiflung
26 Nov. 2005 15:41Ich bin verzweifelt, weil es mir nach 10 J. Dialsye nun trotz neuer Niere 2,5 J. nach Transplant nicht besser, sondern z.T. schlechter geht als an der Maschine. Meine Tabletten, vor allem Prograf nehmen mir jeglichen Willen, machmal selbst den letzten und ein Ausweg ist nicht in Sicht. Einzige Alternative wäre Rapamune, doch ich hab gerade gelesen, dass auch das Depressionen als Nebenwirkungen haben kann. Hierfür scheine ich predistiniert zu sein. Wie kann man trotz Depressionen den Mut nicht verlieren? Welchen Sinn macht eine Therapie, wenn via Tabletten tägl. Depressionen ausgelößt, erneuert und/oder aufrechterhalten werden? Keine Lust mehr auf weitere Therapien. Wenig Hoffnung auf Besserung dadurch. Irgendwann geht jegliche Kraft verloren und Resignation nimmt überhand. Ich kämpfe wie ein Stier dagegen, nicht aufzugeben. Manchmal gelingt es, immer öfter nicht. Was mich am Leben hält ist ein Glaube, doch es fällt immer schwerer, ihn aufrecht zu halten.
Nicht mein Frust bei der Arbeit ist das schlimmste. Es ist auch nicht der anhaltende Kummer, nach dem die große Liebe gegangen ist. Währen meiner Krankengeschichte habe ich gelernt mir Schmerzen umzugehen, sodass auch diese nicht das schlimmste sind. Ich leb allein. Das macht mich zwar einsam, doch viele sind allein. Selbst das ist nicht das schlimmste.
Das schlimmste ist den Mut und Willen zu verlieren. Versucht einmal eine Hand voll Sand zu halten. So wie der Sand so schwindet auch mein Mut, die Kraft und vor allem mein Wille.
Schreibt jetzt bitte nicht Dinge wie es kommen wieder bessere Zeiten oder du darfst nicht aufgeben Das weiß ich alles. (warum eigentlich darf man nicht aufgeben???!!!) Überlegt Euch gut, was Ihr schreibt. Ich hab keine Lust mehr zu Müssen oder nicht zu Dürfen ich will endlich wieder Wollen, sonst ...
bitte helft mir
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Re: Re: Verzweiflung
26 Nov. 2005 17:51Bitte,Bitte geh zu einen Psychologen, vielleicht hast du die 10 jahre Dia-Zeit doch nicht so gut wegggwsteckt in deinen inneren wie du glaubst (psychisch gesehen) viellleicht kommst du auch nicht mit der gewonnenen Freizeit nicht klar, ist auch schon alles vorgekommen, wie gesagt alles im unterbewusstsein, daher´meine bitte an dich ,geh sofort zu einen Psychologen. Es gehen sehr viele TX-ler zu einen Psychologen nach einer TX.
Konsentrationstörung habe ich auch manchmal nach 11 jahren tx, da kommt man sich schon echt blöd vor wie schon ein User beschrieben hat.
Dir alles erdenklich Gute und viel Kraft.
blume
PS: bleibe bei uns wir brauchen dich hier,
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Re: Re: Verzweiflung
26 Nov. 2005 23:36Wenn man manchmal Konzentrationsstörungen hat, dann ist das wohl völlig normal. Doch wenn man immer öfter nicht mehr weiß, ob man noch alle 7 Tassen im Oberstübchen hat, oder vielleicht doch die eine oder andere irgendwo vergessen hat, dann ist das nicht echt blöd, sondern unglaublich frustrierend. Verzeih bitte, aber Deine Worte treffen nicht im geringsten, was ich fühle.
Ich bin so viele Wege bisher gegangen. Wenige waren gerade, viele steinig und manch einer eine Sackgasse. Dieser hier ist ebenfalls eine. Und noch dazu geht sie so steil bergauf.
Trotzdem Blume, ich dank Dir sehr für Dein PS
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Re: Re: Verzweiflung
26 Nov. 2005 23:47Leider ist es spät und morgen hebe ich auch einige Verpfichtungen, aber ich werde alles versuchen, dir zu antworten!!Laß von dir hören!!!
Liebe Grüße und ganz viel Kraft, Kriemhid
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Re: Re: Verzweiflung
27 Nov. 2005 00:01Ciao, ich werde in Gedanken bei dir sein!!
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Re: Re: Verzweiflung
27 Nov. 2005 00:30ich hoffe, ich hab mich Dir gegenüber nicht im Ton vergriffen. Es ist sehr schwer Depressionen nachzuvollziehen, wenn man selbst nicht davon betroffen ist. Du warst 3 J. an der Dialyse, ich 10. Du hattest CAPD gemacht macht, ich Hämo. (CAPD hatte nur 1,5 J funktioniert) Du nennst Deine Niere Waldtraud, dass find ich klasse. Meine hat keinen Namen, dennoch liebe ich sie ebenfalls. Du schreibst auf Deiner Homepage, du hättest noch nie mit Waldtraud Streit gehabt. Meine Niere wollte mich gleich nach 14 Tagen schon wieder verlassen.
Ich möchte um Gottes Willen nichts aufrechnen, aber glaube mir, ich habe gute Gründe, depressiv zu sein.
lieben Gruß Eulenspiegel
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Re: Re: Verzweiflung
27 Nov. 2005 00:54ja was soll man Dir raten ?
Ich weiss es ehrlich gesagt auch nicht.
Aber ich habe auch schon Erfahrungen mit leichten Depressionen gemacht und kann mir ungefähr vorstellen wie es bei Dir im Moment abläuft.
Das ist schrecklich und fest steht das man da was gegen machen muss, und Du musst was machen.
Da ist zu einem die Chance bei einem Psychologen hilfe zu finden, in dem Fall würde sich eine Psychologische Ambulanz in einem Krankenhaus anbieten um längere Wartezeiten zu vermeiden.
Oder die harte Schiene und nochmal eine Medikamentenumstellung zu versuchen, obwohl Dir wohl niemand mit gewissheit sagen kann ob es an den Medikamenten liegt.
Ein ganz anderer Ansatz wäre eventuel der Versuch die Psychologische Erkrankung oder Nebenwirkung mit alternativen Heilmethoden zu begegnen.
Meditation, Tai Chi oder Yoga.
Egal wie Du meinst daraus zu kommen, wichtig ist das Du noch einen Versuch startest.
Naja das waren meine 50cent zu Deinem Problem.
Ich wünsch Dir Erfolg.
Roland
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Re: Re: Verzweiflung
27 Nov. 2005 01:19Meditation, Tai Chi oder Yoga.
Hi Roland
keine schlechte Idee. z.T. schon probiert. Doch zurzeit ist der Sumpf zu tief, um herauszumeditieren.
> in dem Fall würde sich eine Psychologische Ambulanz in einem Krankenhaus anbieten um längere Wartezeiten zu vermeiden.
guter Tip. Danke!
> Das ist schrecklich und fest steht das man da was gegen machen muss, und Du musst was machen.
siehe Eröffnungs-Thread: Ich hab keine Lust mehr zu Müssen oder nicht zu Dürfen ich will endlich wieder Wollen, sonst ...
Ich danke Dir für Deine 50cent. Dein Hinweis mit der schweizer Hompage zu den Nebenwirkungen in meinem Thread im Transplant-Forum waren sie allemal wert.
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Re: Re: Verzweiflung
27 Nov. 2005 07:50> finden, in dem Fall würde sich eine Psychologische Ambulanz in
> einem Krankenhaus anbieten um längere Wartezeiten zu vermeiden.
Hi Roland
Ich denke das wäre doch keine so tolle Idee. Psychologen, insbesondere in einem Klinikum sind verpflichtet, Dich da zu behalten auch gegen Deinen Willen, wenn Du eine Gefahr für Dich oder Deine Umwelt darstellst. Darauf reagiere ich seeehr allergisch. Ich spreche aus Erfahrtung. Verstehst Du?
> Oder die harte Schiene und nochmal eine Medikamentenumstellung
> zu versuchen, obwohl Dir wohl niemand mit gewissheit sagen kann
> ob es an den Medikamenten liegt.
Das ist ja genau mein Problem. Soll ich wirklich eine harte Schiene fahren, ohne Aussicht (oder zumindest mit sehr wenig Aussicht auf Erfolg), wenn der Zug dabei auch entgleisen könnte. Will heißen, wenn dadurch meine Niere in Gefahr ist?
Zum Teufel, bin seit langem wach, hab kaum geschlafen und sitz schon wieder am Computer. Seit Wochen wache ich in aller Herrgottsfrüh auf und liege wach im Bett. Ich hatte früher 5 J. heftigste Schlafstörungen. Wenn die jetzt auch noch zurückkehren, dann ... Ich brauche meine Nerven im Moment dringender denn je. Der Morgen und die Vormittage sind am schlimmsten.
Ich hab Angst
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Re: Re: Verzweiflung
27 Nov. 2005 10:09Wenn ich deine Sätze lese, dann erkenne ich ganz viel von mir darin, wie z.B. deine Reaktion auf das Wort müssen.Es gab Zeiten, da war ich richtig allergisch dagegen, denn alle Welt sagte ständig. du mußt!Und ich habe ganz viel getan, weil ich angeblich mußte.Inzwischen hab ich gelernt, das zu tun oder auch nicht, was ich möchte oder will.Das gelingt nicht immer und ist verdammt schwer, wenn man Familie hat, aber es gelingt immer besser und hat mir geholfen!!
Du hast Angst...man spürt sie in jedem Satz.Zu helfen ist schwer, doch ganz wichtig ist meiner Meinung und Erfahrung nach, dass du dich mitteilen kannst, auch über deine Ängste sprichst.Ich hatte das Glück, ganz lieben Menschen zu bebegnen, die mich verstehen.Natürlich versteht nicht jeder, irgendwie hat mir mein Gespür gesagt, wem ich mich öffnen konnte...und dann bekommt man ganz viel, kann aber auch selbst viel geben.Verstehst du, was ich meine?
Du mußtest wahrscheinlich ständig stark sein, aber irgendwann glaubt man nicht mehr kämpfen zu können.Aber noch kämpfst du, sonst wärest du nicht hier im Forum.Das ist gut.
Bis später! Kriemhild
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Re: Re: Verzweiflung
27 Nov. 2005 10:23ich lese deine Postings schon seit längerem und bin eigentlich ziemlich ratlos. Du schreibst schon in deinen Fragen, was die Leute bloß nicht antworten sollen. Du lehnst fachliche Hilfe ab und fast jede Antwort ist die falsche. Glaub nicht, dass ich nicht weiß, was Depressionen sind. Aber geholfen ist dir nicht, indem du dich jetzt hinterm PC vergräbst. Such dir professionelle Hilfe, vielleicht in Form von reinen Gesprächstherapien, zieh dir deine Jacke über und geh hinaus in die Natur, schließ dich einem Verein an, such dir ein Hobby, dass dir Spaß macht und setz dir neue Ziele. Ich weiß, dass klingt alles sehr einfach, aber es geht. Auf Dauer wird dir das hier auch nicht helfen, denn ich glaube, du überforderst hier die Leute. Die Tipps sind alle gut gemeint, aber sie helfen dir vielleicht nur für diesen Moment. Auf Dauer musst du dich, mit Unterstützung von Profis (es gibt auch welche,die ohne Medis arbeiten), selbst aus dem Sumpf ziehen müssen. Ich weiß, wovon ich spreche. Ich glaube, das weiß hier fast jeder. Die ganzen Mitleidsbekundungen tun ja gut, aber manchmal hilft der berühmte Tritt viel viel mehr. Tu was, setzt dir ne Mütze auf, mach den PC aus und geh hinaus. Denk einfach mal darüber nach. Man kann sich auch in solche Phasen regelrecht hineinsteigern.
Alles Liebe und viel Glück.
Christine
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Re: Re: Verzweiflung
27 Nov. 2005 10:35Ich denke. all das hat eulenspiegel schon versucht, jetzt ist da nur noch Verzweiflung.Natürlich ist professionelle Hilfe angebracht, aber erst einmal soollten wir versuchen, ihn zu verstehen.
Liebe Grüße, Kriemhild
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Re: Re: Verzweiflung
27 Nov. 2005 10:53alles Liebe und allein einen schönen Sonntag
chrisi
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Re: Re: Verzweiflung
27 Nov. 2005 10:55Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Re: Verzweiflung
27 Nov. 2005 13:25ich selbst hatte vor jahren keine grad leicht Depresssion, ich ´weis also was du grad durchmachst.
zu deinen vielen Fragen an mich:
Du hattest in einen Bericht von dir geschrieben das mit 10 jahren Dia es dir besser erginge als jetzt mit einer Transplantation.
Ich weiss sehr gut wie lange es dauert einen Termin zu bekommen bei einen Psychologen, ob du schon bei einen warst oder nicht wollte ich damit nicht sagen, vielleicht war er nicht der richtige. Ich musste damals auch wechseln weil der erste mir nicht helfen konnte.
Auch ich muss tägl. nicht grad wenige Tabletten einnehmen die Depri verursachen unddas nicht grad wenige. Mir hilft meine Familie und mein grosser Bekanntenreis. Ich lebe alleine und wenn es mir nicht gut geht wieder diese Depri habe dann nehmen mich meine Freunde mit raus und reden, reden,reden mit ihnen. Mir hat es bis jetzt immer geholfen. Ansonsten schliese ich mich Chrisis Beitrag an.
Es gab Zeiten in meinen Leben da hatte ich ebenfalls sehr steinige Wege die ich nur mit hilfe der Familie und Freunde geschafft habe. Sonst wäre ich heute nicht mehr hier.
Ich kann mich auch sehr gut in deine lage versetzen, ich weis wie es in dir aussieht. Ich wollte dir nur helfen mit meinen ersten Beitrag so wie man versucht hat mir zuhelfen.
Dir wünsche ich viel Kraft deinen richtigen Weg zu finden.
Ein schönen Advent euch allen
blume
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Re: Re: Verzweiflung
27 Nov. 2005 14:12Depressionen haben viele Menschen und sind auch bei denjenigen vorhanden, denen man es vielleicht nicht ansieht oder bei denen man es nicht erwarten würde. Es ist auch kein Grund, sich damit zu verstecken. In der Deprssion glaubt man nur nicht, dass es auch anders werden kann, oder?
Den einzigen Schritt, den Du jetzt machen musst, ist diese Hilfe anzunehmen. Wir wünschen Dir die Kraft, das zu tun.
Alles Gute, Albertine
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Re: Re: Verzweiflung
27 Nov. 2005 17:30> Einrichtung, z. B. eine mit sog. Krisenintervention (die
> Einrichtungen haben auch keine Wartezeiten), vielleicht auch
> stationär.
Das stimmt leider so nicht ganz. Ich war knapp ein 1/4 Jahr in einer psychosomatischen Klinik und war sehr froh, als ich endlich einen Platz dort hatte. Geholfen hat es nix. War einer meiner Wege.
> Den einzigen Schritt, den Du jetzt machen musst, ist diese
> Hilfe anzunehmen.
sorry, aber das hört sich schon wieder so an, als ob ich keine Hilfe annehmen würde. Ich mach ja Therapie, nur helfen tuts nicht.
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Re: Re: Verzweiflung
27 Nov. 2005 17:50irgendwie steh ich auf der leitung, ich finde die adresse der schweizer homepage bzgl. nebenwirkungen nicht.
kannst du mir noch mal auf die sprünge helfen?
danke!!!
scorpio
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Re: Re: Verzweiflung
27 Nov. 2005 18:12Du schreibst schon in deinen Fragen, was die Leute bloß nicht antworten sollen. Du lehnst fachliche Hilfe ab und fast jede Antwort ist die falsche.
Das stimmt nicht. ich lehne keine Hilfe ab, sondern suche sie. z.T. hab ich sie auch schon gefunden. Kriemhild z.Bsp. hilft mit dem, wass sie sagt
Auf Dauer wird dir das hier auch nicht helfen, denn ich glaube, du überforderst hier die Leute.
Das will ich bei Gott NICHT tun.
Die ganzen Mitleidsbekundungen tun ja gut, aber manchmal hilft der berühmte Tritt viel viel mehr.
Ich wusste, dass genau dieser Satz irgendwann kommen würde. Deshalb schrieb ich zu Beginn, überlegt Euch gut, was Ihr schreibt. Sorry, aber ich will kein Mitleid, sondern Mitgefühl. Das ist ein kleiner aber wesentlicher Unterschied.
Und Mitleid war das letzte, was mir geholfen hat. Hat mich nur noch mehr ins Elend gezogen. Auf diese Art wird Eulenspiegel sich die Mütze nie anziehen, niemals.
Ich möchte Dir wirklich nicht zu nahe treten, aber bitte werfe mir nicht vor, ich würde Mitleid erhaschen wollen.
@ Kriemhild
Hallo Chrisi, kennst du Depressionen, bei denen man nicht mehr in der Lage ist, sich ne Mütze aufzusetzen und einfach rauszugehen?
Ich denke. all das hat eulenspiegel schon versucht, ...
Du hast Recht. Gerade vorhin war ich mit dem Mountainbike unterwegs. Ich war schon so oft in der Sonne Sapzieren und hatte trotzdem heulen müssen. Diese Ablenkungstherapie hilft bei mir nix.
Ich hatte gedacht, ich schreibe mir hier im Forum meinen Frust und meine Ängste vom Herzen. Ich hab nicht damit gerechnet, dass mich jeder verstehen kann. Wie auch, wo mich doch keiner von Euch kennt. Dennoch habt Ihr mir z.T. sehr geholfen. Danke dafür. Am Mittwoch hab ich endlich einen Termin bei einen Therapeuten (nach fast 2 Monaten Wartezeit und einem stat. Aufenthalt) Ob es was bringt wird man sehen. Es ist nicht das erste Gespräch. Doch ich will nicht negativ enden. Als ich diesen Thread begann, hatte ich akute Selbstmordgedanken, im Moment geht es mir besser. Und morgen ist Montag (nur noch 2 Tage dann...)
Eulenspiegel
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Re: Re: Verzweiflung
27 Nov. 2005 18:15Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Re: Verzweiflung
27 Nov. 2005 18:25Ich wünsche dir alles Gute. Vielleicht wirst du irgendwann verstehen
Christine
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Re: Re: Verzweiflung
27 Nov. 2005 18:43aber bedenke bitte, dass es nicht nur dir schlecht geht. ergreife mal die chance was zu ändern und greife die vorschläage auf. setze mal die mütze auf und gehe raus und schau mal, wie es anderen geht. das leben ist schön - sei dankbar, dass du eine neue niere hast. gebe ihr vielleicht auch mal einen namen usw.
carpe diem!
jemand der nicht will, dass ihm /ihr geholfen wird, ist nicht zu helfen.
ändere mal was!
chrisi und albertine haben recht.
kaimana
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Re: Re: Verzweiflung
27 Nov. 2005 19:53Ich möchte die anderen Zuschriften nicht herabsetzen, jeder hat seine eigenen Erfahrungen, laß sie einfach so stehen.
Du kämpfst , allein das ist entscheidend und so bin ich sicher, dass du einen Weg finden wirst.
Liebe Grüße, laß von dir hören! Kriemhild
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Re: Re: Verzweiflung
27 Nov. 2005 20:44Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Re: Verzweiflung
27 Nov. 2005 21:11Ich wollte also nichts herabwerten, das steht mir nicht zu.Ich sagte ja ausdrücklich, dass jeder seine eigenen Erfahrungen gemacht hat und dementsprechend seine Antworten schreibt, immer mit dem Bewußtsein, dem anderen weiterzuhelfen, so wie ichs auch versuche.
Ich wünsch dir noch einen schönen Abend!
Kriemhild
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Re: Re: Verzweiflung
28 Nov. 2005 06:59ich habe hier sehr lange mitgelesen und muss mich jetzt auch mal melden. Auch ich habe eine Bekannte, die ist manisch depressiv! Aber anstatt das sie sich Hilfe sucht, geht ihr Mann!!! schon zur zweiten Therapie zu einen Therapeuten weil er es nicht mehr erträgt. Sie nimmt weder ihre Medikamente mit denen sie ein normales Leben führen könnte, noch n immt sie irgendeine andere Hilfe in Anspruch und sieht tatenlos zu, wie ihr Mann regelrecht vor die Hunde geht!
Es kann doch nicht sein das der Betroffene andere Menschen mit in seine Probleme reinzieht, jeder ist für sich selbst verantwortlich, und, ich weiss das klingt sehr hart, aber: wenn jemand Selbstmordgedanken hat und sich umbringen will, dann ist es ganz einfach seine eigene Sache!
Und hier bei DO gibt es keine Psychologen und es kann wohl jeder seine Meinung dazu äussern, ABER wenn man sich nicht helfen lassen will................
Fakt ist: es gibt mehr als genug Hilfe, man muss es auch wollen!
Aber andere mit reinzuziehen (erlebe ich ja hautnah mit mit meinen Bekannten) ist für mich das verantwortungsloseste was es gibt.
@Eulenspiegel: wenn es dir wirklich so dreckig geht, dann lass dir helfen, aber rumjammern bringt nichts aber lass andere Menschen da raus, denk mal an die vielen Krebskranken denen kann man nicht mehr helfen, die MÜSSEN sterben, DU NICHT!!! dir kann man helfen.
Denk mal darüber nach, bitte.
Gruß
Corinna
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- atane
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Re: Re: Verzweiflung
28 Nov. 2005 12:22wenn ich deine Postings lese, glaube ich in das Gesicht meines Mannes zu blicken. Seit wir uns kennen, hat er genau diese Phasen, allerdings ohne Medis. Wir sind seit 1978 zusammen!! Das ist eine lange Zeit, in denen ich immer wieder um das Leben meines Mannes fürchtete. Endlose Tränen habe ich in dieser Zeit vergossen, und wirklich helfen konnte ich ihm nie. Wir haben zwei Kinder, mit absolut keinen Problemen, weder schulischen, noch drogen oder freundschaftmäßig. Er führt seinen Traumberuf aus, uns geht es finanziell gut. Trotz allem werfen ihn diese Depressionen immer wieder in einen dunklen tiefen Keller, aus dem selbst ich ihn manchmal erst nach Tagen wieder rausziehen kann, oder er sich selber wieder rauszieht.
Er hat vor etwas über einem Jahr etwas sehr Gutes mir gegenüber getan: er hat mir ein Nierchen geschenkt, Moritz, das sich auch, wie deins, allerdings schon auf dem OP-Tisch, von mir verabschieden wollte. Trotzdem haben wir drei es einigermaßen geschafft. Meinem Mann hat seitdem keine schwarze Phase gehabt. (Klopf auf Holz). Vielleicht hat ihm dieses Geben (mein Mann ist vom Sternzeichen her Zwilling und absoluter Egoist) einen Sinn gegeben, einen Weg, den er bis dahin nicht gefunden hatte. Ich weiß es nicht.
Was ich damit sagen will, ist, vielleicht hilft dir Mitgefühl, vielleicht hilft dir ein Tritt, vielleicht eine Behandlung, vielleicht solltest du auch etwas Gutes für andere tun. Vielleicht am Wochenende in einem Altenheim, oder in einem Kinderkrankenhaus helfen, oder etwas in der Art. Vielleicht gibt dir das etwas. Ich weiß es nicht, aber einen Versuch wäre es wert. Ansonsten wünsche ich dir am Mittwoch alles Gute.
Alles Liebe
Renata
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Re: Re: Verzweiflung
28 Nov. 2005 13:30Ich Danke Euch für all Euren Rat. Nicht jeder aber viele haben mir sehr geholfen. Eines möchte ich kurz noch loswerden.
Ich habe mich NICHT hier im Forum zu Wort gemeldet, um Mitleid zu finden. (Es liegt mir viel dran, dass Ihr mir das glaubt) Auch nicht, um mir von Euch einen Tritt in den Hintern geben zu lassen. Ich weiß ja wie Ihr es gemeint habt, aber das besorge ich mir schon selbst, keine Angst.
Ich mache sehr viel gegen meine Depressionen. (Therapie, Sport wann immer es geht, Rausgehen oder die Mütze aufziehen wie Ihr es nennt, Reden etc.pp.) Ich habe mich hierher ans Forum gewendet, weil ich Reden wollte/musste. Nicht mehr und nicht weniger. Und es hat gut getan, ich denke genau dafür sind Selbsthilfehgruppen da.
Gruß Eulenspiegel
P.S.
Manch einer hat direkt mit mir Kontakt aufgenommen. Wenn ich nicht geantwortet habe, dann liegt das nur daran, dass ich NOCH zu doof dazu bin. Bin neu im Forum.
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- scorpio
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Re: Re: Verzweiflung
28 Nov. 2005 14:54die seite ist sehr interessant und verständlich geschrieben, so dass jeder die texte mehr oder weniger verstehen kann.
ansonsten viel glück.
gruss
scorpio
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Re: Re: Verzweiflung
28 Nov. 2005 15:50Für Mittwoch wünsch ich dir alles Gute...du hast nun wieder einen Schritt getan!
Liebe Grüße,Hildegard,bzw. Kriemhild
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Re: Re: Verzweiflung
29 Nov. 2005 16:18Ich habe Deine Artikel mit sehr grosser Anteinahme gelesen und muss sagen das Du mich einige Stunden beschäftigt hast und ich mir echt sorgen gemacht habe. Ich wusste auch garnicht ob ich zu dem Thema überhaupt was sagen soll denn ich hatte Angst was falsches zu schreiben.
Es tut mir leid wenn Du Dich jetzt mit Deiner neuen Niere nicht so wohl fühlst,ich glaube ich möchte keine mehr haben,denn so gehts mir im moment super. Ich bin seit 10 Jahren Dialysepflichtig.
Ich möchte Dir jetzt keine Vorträge halten oder sagen mach das so oder so das musst Du für Dich ganz alleine rausfinden aber bitte versuch einfach das alles mit in deinem Alltag einfliessen zu lassen als einfach selbstverständlich.
Ich kann da nicht wirklich mitreden weil ich so eine Erfahrung nicht gemacht habe....zum Glück aber lass einfach den Kopf nicht hängen und versuch das Beste aus Deinem Leben zu machen.Es ist doch einfach zu kurz.
Denn wenn man sich intensiv umschaut kann man viele Sachen entdecken die man vielleicht noch nie gesehen oder gefühlt hat.
Ich wünsche Dir alles liebe und schicke viele liebe Grüße zu Dir.Wenn Du magst kannst Du mir gerne mal eine Mail schicken oder so würde mich freuen.
schlumpf0030@web.de
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Re: Re: Verzweiflung
29 Nov. 2005 16:59ich hatte schon mal eine medikamenteninduzierte Depression, allerdings nicht in Zusammenhang mit Dialyse/TX sondern wegen einem Heuschnupfenmedikament, das ich nur absetzen brauchte, und der Quatsch war wieder vorbei. Ich würde den Kram trotz allem systematisch angehen. Also erst mal abchecken, ob nicht dieses andere Medikament, das zwar auch Depris als Nebenwirkung haben kann, dir nicht vielleicht doch besser bekommt. Vielleicht tritt die Nebenwirkung bei dir ja nicht ein. Wenn das nicht hilft, würde ich erst mal nachfragen, ob man nicht mit Antidepressiva was reißen kann. Manchmal ist die Serotoninaufnahme irgendwie gestört, kann aber durch andere Medikamente (Prozac o. ä.) wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.
Bei einer medikamenteninduzierten Depression glaube ich eher weniger an Psychotherapien, schließlich hat die Ursache erst mal nicht mit deiner Psychologie zu tun, sondern mit dem Stoffwechsel. Eine Psychotherapie kann es bringen, wenn man weiß, daß die Depression eben nichts mit dem Stoffwechsel zu tun hat. Eine Zusammenarbeit zwischen einem Nephrologen und einem Neurologen könnte möglicherweise am ehesten weiterhelfen. .
Gruß,
Tom
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Re: Re: Verzweiflung
01 Dez. 2005 16:40ich, sehe es genauso wie du.was,ist das für eine frau die zuschaut wie ihr mann
leidet.kapiere ich nicht!!!wieso,hat er sie noch nicht dazu gebracht sich auch HILFE zu suchen?
jetzt zu eulenspiegel-ich bin auch schon über zehn jahre an der dialyse....aber es gibt IMMER etwas schlimmeres..ja,wie luca schon sagt-krebs...HALLO,es gehen/müssen schon kleine kinder an die dialyse.und schlimmeres!
und mitleid,denke ich will keiner......aber anteilnahme ist ok!
ich ,mache zurzeit auch eine scheiss zeit durch.....ich leide unter unter einem trauma....war deshalb auch zur kur....ich musste zwei jahre drum kämpfen um überhaupt eine kostenübernahme zu bekommen.....habe .mich sehr oft bald augegeben.....habe es aber geschafft...........ich,denke-wir alle sind mal ganz unten
kommen aber irgentwie immer wieder auf die füsse.
es,war für mich auch sehr schwer einen traumatherapeuten in meiner nähe zu bekommen.....habe erst ende februar einen termin.........aber ich bin froh,dass ich einen termin bekommen habe...........bei anderen sollte es bis zur 8 monaten dauern!!!
ich ,bekomme manchmal flasch backs an der dialyse.zuhause,kann ich damit einigermaßen umgehen........aber an der dialyse......NEIN!
alles gute wünscht petra
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Re: Re: Verzweiflung
04 Dez. 2005 19:35Gruß
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Re: Re: Verzweiflung
05 Dez. 2005 18:05das ist sehr nett von Dir. Danke! Und in der Tat, inzwischen gehts wieder. Keine Ahnung woher die Kraft kommt, aber sie kommt (wahrscheinlich von oben wie alles Gute ). Wie ich schon geschrieben hab, es gibt Momente, in denen gar nichts mehr geht. Aber zum Glück sind es nur Momente.
Gruß Eulenspiegel
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Re: Re: Verzweiflung
05 Dez. 2005 23:47Ich wünsch dir weiterhin ganz viel Kraft und viele liebe Menschen!
Hildegard
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