Traurigkeit/Fröhlichkeit
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Traurigkeit/Fröhlichkeit
10 Apr. 2004 20:51
Hallo!
Seit ich erfahren habe, dass es wahrscheinlich nicht mehr sehr lange gutgeht (mit den Nieren) habe ich wahnsinnige Stimmungsschwankungen.
Gehe alle 4 Wochen zur Kontrolle und nur wenn ich gerade wieder von einem Artz komme, bin ich depresiv. In der übrigen Zeit denke ich einfach nicht darüber nach und sehr das ganze deshalb optimistischer. Auch nach den ganzen Forenbeiträgen. Hier gibt es ja viel schlimmere Fälle. Und auch solche die die Dialysen noch lange hinauszögern konnten.
Außerdem tun mir alle leid, die bereits als Kind schon dialisieren müssen. Da kann ich ja mit meinen 36 Jahren wirklich nicht meckern. Aber wenn den jemand aus meinem Bekanntenkreis erzählt, wie schlecht das Leben es mit ihm meint, weil er 2 Tage nicht auf dem Klo war. Dann frage ich mich schon?
Seit ich erfahren habe, dass es wahrscheinlich nicht mehr sehr lange gutgeht (mit den Nieren) habe ich wahnsinnige Stimmungsschwankungen.
Gehe alle 4 Wochen zur Kontrolle und nur wenn ich gerade wieder von einem Artz komme, bin ich depresiv. In der übrigen Zeit denke ich einfach nicht darüber nach und sehr das ganze deshalb optimistischer. Auch nach den ganzen Forenbeiträgen. Hier gibt es ja viel schlimmere Fälle. Und auch solche die die Dialysen noch lange hinauszögern konnten.
Außerdem tun mir alle leid, die bereits als Kind schon dialisieren müssen. Da kann ich ja mit meinen 36 Jahren wirklich nicht meckern. Aber wenn den jemand aus meinem Bekanntenkreis erzählt, wie schlecht das Leben es mit ihm meint, weil er 2 Tage nicht auf dem Klo war. Dann frage ich mich schon?
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Re: Re: Traurigkeit/Fröhlichkeit
11 Apr. 2004 10:47
Hallo drea,
diese Gefühlsschwankungen kenne ich auch nur zu gut. Und ich denke, vielen hier ging es genau so. Auch ich habe ebenfalls so reagiert wie Du. Der Arztbesuch mit den ständigen Blutkontrollen und die Angst, es könnte schlimmer geworden sein - furchtbar! Und dann zwischendurch habe ich einfach nicht daran gedacht. Das ist, denke ich, der beste Weg, damit umzugehen.
Deine Erkrankung habe ich nicht, aber auch bei mir hat es ziemlich lange gedauert von der Diagnose bis zur Dialysepflichtigkeit. Hier gibt es aber ein paar User mit lupus. Bist Du denn schon richtig über die Arten, Vor- und Nachteile der beiden Dialyseformen aufgeklärt worden? Es ist normal, dass man vor dem Dialysebeginn eine riesige Angst hat. Schließlich ändert sich das Leben und man muß sich umstellen. Wenn Du Fragen hast oder Deine Gefühle ausschütten willst, ist hier der richtige Platz. Ich werde mich bemühen, Dich so gut als möglich in die Welt des Lebens mit Dialyse zu begleiten.
LG von Björn, dem beuteltier.
diese Gefühlsschwankungen kenne ich auch nur zu gut. Und ich denke, vielen hier ging es genau so. Auch ich habe ebenfalls so reagiert wie Du. Der Arztbesuch mit den ständigen Blutkontrollen und die Angst, es könnte schlimmer geworden sein - furchtbar! Und dann zwischendurch habe ich einfach nicht daran gedacht. Das ist, denke ich, der beste Weg, damit umzugehen.
Deine Erkrankung habe ich nicht, aber auch bei mir hat es ziemlich lange gedauert von der Diagnose bis zur Dialysepflichtigkeit. Hier gibt es aber ein paar User mit lupus. Bist Du denn schon richtig über die Arten, Vor- und Nachteile der beiden Dialyseformen aufgeklärt worden? Es ist normal, dass man vor dem Dialysebeginn eine riesige Angst hat. Schließlich ändert sich das Leben und man muß sich umstellen. Wenn Du Fragen hast oder Deine Gefühle ausschütten willst, ist hier der richtige Platz. Ich werde mich bemühen, Dich so gut als möglich in die Welt des Lebens mit Dialyse zu begleiten.
LG von Björn, dem beuteltier.
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Re: Re: Traurigkeit/Fröhlichkeit
12 Apr. 2004 11:54
Hi drea,
bin in einer ähnlichen Situation.Seit einem Jahr bin ich auch in regelmäßiger Kontolle,weil meine Nieren versagen.Nach solchen Terminen geht es mir seelisch auch immer schlecht.Weiß auch nicht,wie es weitergehen soll.
Aber die schlimmste Sache ist neuerdings die,daß ich bei Bekannten immer als:Mir gehts ja nicht so gut,aber im Gegensatz zu dir bin ich ja prima dran herhalten muß.
Da haben diese Menschen mal ein Zwicken und Kneifen und jammern rum,als ginge es um ihr Leben.Ich vermeide es,über meine Erkrankung zu reden.Aber irgendwer benutzt mich immer,um sich besser zu fühlen.
Aber ich glaube,wenn wir uns einmal mit unserer Siutaion angefreundet haben,stehen wir darüber.
Einen frohen Ostermontag noch wünscht
Petra
bin in einer ähnlichen Situation.Seit einem Jahr bin ich auch in regelmäßiger Kontolle,weil meine Nieren versagen.Nach solchen Terminen geht es mir seelisch auch immer schlecht.Weiß auch nicht,wie es weitergehen soll.
Aber die schlimmste Sache ist neuerdings die,daß ich bei Bekannten immer als:Mir gehts ja nicht so gut,aber im Gegensatz zu dir bin ich ja prima dran herhalten muß.
Da haben diese Menschen mal ein Zwicken und Kneifen und jammern rum,als ginge es um ihr Leben.Ich vermeide es,über meine Erkrankung zu reden.Aber irgendwer benutzt mich immer,um sich besser zu fühlen.
Aber ich glaube,wenn wir uns einmal mit unserer Siutaion angefreundet haben,stehen wir darüber.
Einen frohen Ostermontag noch wünscht
Petra
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Re: Re: Traurigkeit/Fröhlichkeit
12 Apr. 2004 18:57
Hallo Zitrone,
eines mussten wir, glaube ich, alle lernen. Dass es auch den Gesunden mal nicht gut gehen darf. Wir haben das Nichtgutfühlen nicht für uns gepachtet. Die Leute die wegen jedem Zwicken und Kneifen jammern, die würden es auch als Dialysepatienten tun. Ich kenne genug. Es ist ja nicht so, als wären wir eine andere Rasse. Wir Diapatienten sind ein großer Kreis unterschiedlichster Menschen, wie es bei den Gesunden auch der Fall ist. Wir sollten das nicht immer so auseinander dividieren. Zudem gibt es noch viel schlimmere Krankheiten, an denen auch du dich hochziehen kannst. Wenn es dann besser geht, warum nicht?
Alles Liebe
chrisi
eines mussten wir, glaube ich, alle lernen. Dass es auch den Gesunden mal nicht gut gehen darf. Wir haben das Nichtgutfühlen nicht für uns gepachtet. Die Leute die wegen jedem Zwicken und Kneifen jammern, die würden es auch als Dialysepatienten tun. Ich kenne genug. Es ist ja nicht so, als wären wir eine andere Rasse. Wir Diapatienten sind ein großer Kreis unterschiedlichster Menschen, wie es bei den Gesunden auch der Fall ist. Wir sollten das nicht immer so auseinander dividieren. Zudem gibt es noch viel schlimmere Krankheiten, an denen auch du dich hochziehen kannst. Wenn es dann besser geht, warum nicht?
Alles Liebe
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Re: Re: Traurigkeit/Fröhlichkeit
12 Apr. 2004 21:00
Ich vermeid es auch jemanden von meiner Krankheit zu erzählen. Denn so ein Gerede wie du es beschreibst möchte ich auch nicht.
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Re: Re: Traurigkeit/Fröhlichkeit
12 Apr. 2004 21:56
...reden sollte jeder drüber können, wer mag. Kranke über ihre Krankheit und Gesunde, wenn sie sich mal nicht wohl fühlen.
Nicht mehr und nicht weniger
LG
chrisi
Nicht mehr und nicht weniger
LG
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Re: Re: Traurigkeit/Fröhlichkeit
19 Apr. 2004 00:02
Hallo,
deine Szimmungsschwankungen kann ich verstehen und zu deinen Bekannten die Probleme mit dem Stuhlgang haben kann ich nur sagen Idiot . Sollte dich das Schicksal ereilen mit der Dialyse versuche dich zu arrangieren mit der Krankheit. Ich weiß nicht zu welcher Art der Dialyse du dich entscheidest aber egal mit welcher ist man nicht so sehr gebunden wie man zuerst meint. Man kann trotz Dialyse ein gutes Leben führen. Einige Patienten in unserem Zentrum zeigen mir dies immer wieder
mfg
Christoph
deine Szimmungsschwankungen kann ich verstehen und zu deinen Bekannten die Probleme mit dem Stuhlgang haben kann ich nur sagen Idiot . Sollte dich das Schicksal ereilen mit der Dialyse versuche dich zu arrangieren mit der Krankheit. Ich weiß nicht zu welcher Art der Dialyse du dich entscheidest aber egal mit welcher ist man nicht so sehr gebunden wie man zuerst meint. Man kann trotz Dialyse ein gutes Leben führen. Einige Patienten in unserem Zentrum zeigen mir dies immer wieder
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Christoph
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- kaimana
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Re: Re: Traurigkeit/Fröhlichkeit
19 Apr. 2004 08:38
Am 24.03.04 bekam ich meinen Shunt; am 13.04.04 hatte ich meine erste HD. Noch im Januar hoffte mein Arzt, wir hätten noch etwas mehr Zeit. Nun ja! Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.
Ich habe dann die Zeit zw. der Shuntop und der ersten Dialyse genutzt, um mich intensiv mit Gastdialysemöglichkeiten zu befassen.
Dem Urlaub sind kaum Grenzen gesetzt. Ich kann ja immernoch verreisen.Es gibt sogar Schiffsreisen mit Dialyse. Hier im Forum haben schon einige berichtet, wie schön diese Dialysekreuzfahrten sind.
Es ist natürlich alles eine Umstellung! Aber sonst geht mein Leben weiter. Zur Zeit dialysiere ich 2 mal wöchentlich. Ich werde aber bald auf drei Dialysen umgestellt werden. Davor und danach habe ich frei. Ich kann sosnst alles machen, wie bisher auch. Mir wird es aber viel besser gehen, und das ist es mir wirklich wert.
Mein Freundeskreis wird sich auch daran gewöhnen. Wenn die mal jammern wollen, lasse ich sie. Haben wir nicht früher auch mal gejammert, als uns nichts wirklich ernstes fehlte!
Noch heute fühle ich mich oft mit einem einfachen Schnupfen kränker als mit allem anderem!
Mein Vorsatz ist es, die Situation zu akzeptieren und sie als meine Rettung zu sehen.
kaimana
Ich habe dann die Zeit zw. der Shuntop und der ersten Dialyse genutzt, um mich intensiv mit Gastdialysemöglichkeiten zu befassen.
Dem Urlaub sind kaum Grenzen gesetzt. Ich kann ja immernoch verreisen.Es gibt sogar Schiffsreisen mit Dialyse. Hier im Forum haben schon einige berichtet, wie schön diese Dialysekreuzfahrten sind.
Es ist natürlich alles eine Umstellung! Aber sonst geht mein Leben weiter. Zur Zeit dialysiere ich 2 mal wöchentlich. Ich werde aber bald auf drei Dialysen umgestellt werden. Davor und danach habe ich frei. Ich kann sosnst alles machen, wie bisher auch. Mir wird es aber viel besser gehen, und das ist es mir wirklich wert.
Mein Freundeskreis wird sich auch daran gewöhnen. Wenn die mal jammern wollen, lasse ich sie. Haben wir nicht früher auch mal gejammert, als uns nichts wirklich ernstes fehlte!
Noch heute fühle ich mich oft mit einem einfachen Schnupfen kränker als mit allem anderem!
Mein Vorsatz ist es, die Situation zu akzeptieren und sie als meine Rettung zu sehen.
kaimana
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- inga
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Re: Re: Traurigkeit/Fröhlichkeit
25 Apr. 2004 08:17
Hallo Drea,
aus Deinem Bericht höre ich, daß Du exact in der gleichen Situation bist wie ich.
Eigentlich war ich sogar bereits im Krankenhaus um die Vorbereitung zur Dialyse durchführen zu lassen. Der Prof. hat mich jedoch wieder nach Hause geschickt. Ich hab noch etwas Schonfrist.
Könnt ich Dir mal direkt mailen oder gar mit Dir telefonieren?
Wäre schön
aus Deinem Bericht höre ich, daß Du exact in der gleichen Situation bist wie ich.
Eigentlich war ich sogar bereits im Krankenhaus um die Vorbereitung zur Dialyse durchführen zu lassen. Der Prof. hat mich jedoch wieder nach Hause geschickt. Ich hab noch etwas Schonfrist.
Könnt ich Dir mal direkt mailen oder gar mit Dir telefonieren?
Wäre schön
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Re: Re: Traurigkeit/Fröhlichkeit
30 Apr. 2004 21:15
Natürlich könnten wir uns mal mailen. Telefonieren ist schlecht weil wir zur Zeit fast nie zuhause sind.
Meine Adresse ist:
ASchlager@t-online.de
Wie alt bist du denn?
Freue mich von Dir zu hören
Gruß
Drea
Meine Adresse ist:
ASchlager@t-online.de
Wie alt bist du denn?
Freue mich von Dir zu hören
Gruß
Drea
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Re: Re: Traurigkeit/Fröhlichkeit
21 Mai 2004 21:35
Hallo,
ich heiße Brigitte und dialysiere knapp 4 Jahre, 3 mal die Woche. Ich hatte zwischendurch auch einen Tiefpunkt und war den ganzen Tag am Heulen. Um aus diesem Tief raus zu kommen, habe ich mir gesagt, das ich ab sofort 3 Tage in der Woche für 4 Stunden arbeiten gehe und danach habe ich frei.
Es hat geklappt. Außerdem gibt es noch viel schlimmere Krankheiten.
Gruß Brigitte
ich heiße Brigitte und dialysiere knapp 4 Jahre, 3 mal die Woche. Ich hatte zwischendurch auch einen Tiefpunkt und war den ganzen Tag am Heulen. Um aus diesem Tief raus zu kommen, habe ich mir gesagt, das ich ab sofort 3 Tage in der Woche für 4 Stunden arbeiten gehe und danach habe ich frei.
Es hat geklappt. Außerdem gibt es noch viel schlimmere Krankheiten.
Gruß Brigitte
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