Besser spät als nie...
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Besser spät als nie...
20 Nov. 2006 20:31
Hi Ihr!
Bin neu auf diesem Forum, obwohl ich doch schon ein alter Hase bin. 1987 transplantiert (Lebendspende). Mittlerweile verschlechtern sich langsam meine Werte (Krea 3,0)...
Ich würde mich über Zuschriften und Kontakte sehr freuen, bin dummerweise gerade aufs Land (nahe Itzehoe) gezogen und hab nun meine Kündigung wegen Schließung des Betriebes bekommen. Klasse! Bin (noch) im Gesundheitsbereich tätig und würde mich gern mit anderen austauschen. Wer schreibt mir?
Tom
Bin neu auf diesem Forum, obwohl ich doch schon ein alter Hase bin. 1987 transplantiert (Lebendspende). Mittlerweile verschlechtern sich langsam meine Werte (Krea 3,0)...
Ich würde mich über Zuschriften und Kontakte sehr freuen, bin dummerweise gerade aufs Land (nahe Itzehoe) gezogen und hab nun meine Kündigung wegen Schließung des Betriebes bekommen. Klasse! Bin (noch) im Gesundheitsbereich tätig und würde mich gern mit anderen austauschen. Wer schreibt mir?
Tom
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Re: Re: Besser spät als nie...
21 Nov. 2006 08:35
Hallo Tom,
es tut mir leid, dass für dich jetzt alles so zusammen kommt. In den 20Jahren, wo du transplantiert bist, hat sich aber an der Dialyse viel geändert. Wenn du dich jetzt schon drum kümmerst, hast du ja die Chance dir einen Dialyseplatz zu suchen, der dir möglichst gute Voraussetzungen bietet im Arbeitsmarkt zu bleiben. Z.B. späte Abendschicht oder Nachtschicht oder das Ganze gleich zuhause. ( ich finde es lohnt sich zuhause zu dialysieren, nicht nur wegen der weiten Wege auf dem Lande) In jedem Fall wünsche ich dir viel Glück bei der Arbeitsplatzsuche.
Gruß stjerne
es tut mir leid, dass für dich jetzt alles so zusammen kommt. In den 20Jahren, wo du transplantiert bist, hat sich aber an der Dialyse viel geändert. Wenn du dich jetzt schon drum kümmerst, hast du ja die Chance dir einen Dialyseplatz zu suchen, der dir möglichst gute Voraussetzungen bietet im Arbeitsmarkt zu bleiben. Z.B. späte Abendschicht oder Nachtschicht oder das Ganze gleich zuhause. ( ich finde es lohnt sich zuhause zu dialysieren, nicht nur wegen der weiten Wege auf dem Lande) In jedem Fall wünsche ich dir viel Glück bei der Arbeitsplatzsuche.
Gruß stjerne
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Re: Re: Besser spät als nie...
21 Nov. 2006 23:51
Hallo stjerne,
vielen Dank für die lieben Wünsche!
Du machst wie ich gelesen habe Heimdialyse. Das ist sicherlich eine enorm praktische und Zeit sparende Alternative, gerade für Berufstätige. Allein aber wohl nicht zu realisieren (wie z.Zt. in meinem Fall), d.h. man ist auf die Hilfe einer anderen Person angewiesen. Ist das nicht eine imense psychologische Belastung für eine Beziehung, wenn es z.B. der Partner ist? Oder wäre es doch allein machbar, wenn man einigermaßen medizinisch versiert und angstfrei daran geht?
Für meine berufliche Zukunft habe ich das Problem, dass ich nicht weiß, wie lange ich noch Vollzeit in meinem Beruf werde arbeiten können. Aus meiner Erfahrung heraus weiß ich, dass man vor Beginn der Dialyse und natürlich auch wenn man dialysiert, doch einiges von seiner körperlichen Leistungsfähigkeit einbüßt. Vor 20 Jahren habe ich trotzdem einen Betrieb geleitet, aber nun bin ich halt ein bisschen älter... Für Frührente bin ich noch zu jung, aber andererseits auch auf die Kohle angewiesen. Kennst Du da evtl. eine Möglichkeit der finanziellen Hilfe?
Alles Liebe, Gruß
Tom
vielen Dank für die lieben Wünsche!
Du machst wie ich gelesen habe Heimdialyse. Das ist sicherlich eine enorm praktische und Zeit sparende Alternative, gerade für Berufstätige. Allein aber wohl nicht zu realisieren (wie z.Zt. in meinem Fall), d.h. man ist auf die Hilfe einer anderen Person angewiesen. Ist das nicht eine imense psychologische Belastung für eine Beziehung, wenn es z.B. der Partner ist? Oder wäre es doch allein machbar, wenn man einigermaßen medizinisch versiert und angstfrei daran geht?
Für meine berufliche Zukunft habe ich das Problem, dass ich nicht weiß, wie lange ich noch Vollzeit in meinem Beruf werde arbeiten können. Aus meiner Erfahrung heraus weiß ich, dass man vor Beginn der Dialyse und natürlich auch wenn man dialysiert, doch einiges von seiner körperlichen Leistungsfähigkeit einbüßt. Vor 20 Jahren habe ich trotzdem einen Betrieb geleitet, aber nun bin ich halt ein bisschen älter... Für Frührente bin ich noch zu jung, aber andererseits auch auf die Kohle angewiesen. Kennst Du da evtl. eine Möglichkeit der finanziellen Hilfe?
Alles Liebe, Gruß
Tom
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Re: Re: Besser spät als nie...
22 Nov. 2006 07:42
Hallo Tom,
die Heimdialyse ist für mich wirklich sehr angenehm. Mein Mann empfindet es auch als gut, dass ich dadurch zuhause bin. Das abendliche Anlegen hat etwas von einem Zubettgehritual und ist ganz unsere Zeit zusammen, wo uns nichts stören kann und wir in Ruhe reden können. Es ist eher der Beziehung förderlich, als belastend. Bei uns ist das jedenfalls so.
Wenn du nicht zu lange wartest mit der Dialyse anzufangen, kommst du wahrscheinlich körperlich auch nicht so runter. Mir tut die lange Dialysezeit sehr gut. Seitdem ich je acht Stunden dialysiere fühle ich mich richtig fit und habe auch Arbeit gefunden, die ich so leisten kann.
Ich kenne zwar niemanden, der alleine zuhause dialysiert, aber hier im Forum sind einige, die das machen. Es gibt dafür spezielle Nadeln mit längeren Schläuchen, so dass man mit beiden Händen schrauben kann. Das muss man mit seinem Zentrum absprechen, ob es das unterstützt. Natürlich kommt es auch auf einen selber an, ob man sich das zutraut und ob die Dialysen in der Regel Komplikationsfrei sind.
Zu den finanzielen Möglichkeiten kann ich nichts sagen, aber meiner Erfahrung nach hilft es mit dn verschiedensten Menschen sachlich darüber zu sprechen. Manchmal wissen Menschen etwas Hilfreiches, von denen man das nie vermutet hätte.
Weiterhin alles Gute
stjerne
die Heimdialyse ist für mich wirklich sehr angenehm. Mein Mann empfindet es auch als gut, dass ich dadurch zuhause bin. Das abendliche Anlegen hat etwas von einem Zubettgehritual und ist ganz unsere Zeit zusammen, wo uns nichts stören kann und wir in Ruhe reden können. Es ist eher der Beziehung förderlich, als belastend. Bei uns ist das jedenfalls so.
Wenn du nicht zu lange wartest mit der Dialyse anzufangen, kommst du wahrscheinlich körperlich auch nicht so runter. Mir tut die lange Dialysezeit sehr gut. Seitdem ich je acht Stunden dialysiere fühle ich mich richtig fit und habe auch Arbeit gefunden, die ich so leisten kann.
Ich kenne zwar niemanden, der alleine zuhause dialysiert, aber hier im Forum sind einige, die das machen. Es gibt dafür spezielle Nadeln mit längeren Schläuchen, so dass man mit beiden Händen schrauben kann. Das muss man mit seinem Zentrum absprechen, ob es das unterstützt. Natürlich kommt es auch auf einen selber an, ob man sich das zutraut und ob die Dialysen in der Regel Komplikationsfrei sind.
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Weiterhin alles Gute
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