ARTE vom 9.8.2007 - Nierenhandel in Teheran
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ARTE vom 9.8.2007 - Nierenhandel in Teheran
10 Aug. 2007 18:52
Hat gestern jemand bei ARTE den Bericht über den in Teheran - dort legalen - Handel mit Nieren lebender Spender gesehen? Das war sehr bestürzend und berührend...
Gruß, Roxanne
Gruß, Roxanne
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Re: Re: ARTE vom 9.8.2007 - Nierenhandel in Teheran
10 Aug. 2007 19:28
am 10.08.07 um 05:00 Uhr und am 17.08.07 um 15:10 Uhr laut Arte online.
vG lolo.
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- huzlwurm
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Re: Re: ARTE vom 9.8.2007 - Nierenhandel in Teheran
10 Aug. 2007 20:51
Hallo Roxanne,
ja hab es gesehen (teilweise) weil mich jemand drauf aufmerksam gemacht hat. Ich fand es total krass!!! Da wird richtig gefeilscht um den Preis wie auf dem Markt und das nur, damit die Leute ihre Schulden bezahlen können, die sie z. T. ja nach der Organentnahme wieder hatten!!!
Echt heftig, aber das war eine sehr gute Doku !!!
ja hab es gesehen (teilweise) weil mich jemand drauf aufmerksam gemacht hat. Ich fand es total krass!!! Da wird richtig gefeilscht um den Preis wie auf dem Markt und das nur, damit die Leute ihre Schulden bezahlen können, die sie z. T. ja nach der Organentnahme wieder hatten!!!
Echt heftig, aber das war eine sehr gute Doku !!!
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Re: Re: ARTE vom 9.8.2007 - Nierenhandel in Teheran
11 Aug. 2007 11:50
Ja, bin auch bestürzt und berührt zugleich vom Schicksal der Spender.
Es war wie auf dem Basar, obwohl staatlich organisiert, versuchte doch jeder Spender immer mehr herauszuschlagen. Besonders die eine Mutter eines Spenders, die 10000 Euro haben wollte und dann fortgeschickt wurde, weil die Transplantation nicht stattgefunden hatte (vermutlich konnten sich Spender und Empfänger nicht einigen).
Der Spender bekommt 800 € vom Staat und 1700€ vom Empfänger (staatlich geregelt), dann versuchen die Spender vom Empfänger doch noch mehr herauszuschinden. Aber auch die Empfänger haben wenig Geld und die Familie verschuldet sich dadurch. Man könnte meinen das dort durch die Verschuldung auch wieder jemand seine Niere spenden muss.
Geschockt war ich wie die Niere des Spenders herausgenommen wurde, gewogen in einer Balkenwaage (hygiene?) und direkt zum fast danebenliegenen Empfänger gebracht wurde. Das ganze Blut war noch in der Niere, man hat nicht gesehen, ob die Niere noch zur Transplantation vorbereitet wurde oder so verpflanzt wurde.
Der Spender und Empfänger kennen sich und so, wie berichtet wurde bleibt der Kontakt auch nach der Transplatation bestehen (weitere Geldzahlungen?).
Insgesamt ein autentischer Bericht.
Uli
Es war wie auf dem Basar, obwohl staatlich organisiert, versuchte doch jeder Spender immer mehr herauszuschlagen. Besonders die eine Mutter eines Spenders, die 10000 Euro haben wollte und dann fortgeschickt wurde, weil die Transplantation nicht stattgefunden hatte (vermutlich konnten sich Spender und Empfänger nicht einigen).
Der Spender bekommt 800 € vom Staat und 1700€ vom Empfänger (staatlich geregelt), dann versuchen die Spender vom Empfänger doch noch mehr herauszuschinden. Aber auch die Empfänger haben wenig Geld und die Familie verschuldet sich dadurch. Man könnte meinen das dort durch die Verschuldung auch wieder jemand seine Niere spenden muss.
Geschockt war ich wie die Niere des Spenders herausgenommen wurde, gewogen in einer Balkenwaage (hygiene?) und direkt zum fast danebenliegenen Empfänger gebracht wurde. Das ganze Blut war noch in der Niere, man hat nicht gesehen, ob die Niere noch zur Transplantation vorbereitet wurde oder so verpflanzt wurde.
Der Spender und Empfänger kennen sich und so, wie berichtet wurde bleibt der Kontakt auch nach der Transplatation bestehen (weitere Geldzahlungen?).
Insgesamt ein autentischer Bericht.
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Re: Re: ARTE vom 9.8.2007 - Nierenhandel in Teheran
11 Aug. 2007 13:16
Ich denke mal, im Iran gibt es keien Krankenversicherung und wer da auf die Dialyse angewiesen ist, ist im wahrsten Sinen des Wortes arm dran. Da kommt es denen günstiger, dem Spender die gesetzlich vorgeschriebenen 1.700 € zu zahlen als auf Jahre zu dialysieren. Ich weiß auch nicht, ob es im Islam ggf. verboten ist, Toten Organe zu entnehmen, so daß von dieser Seite her ggf. keine Organe zur Verfügung stehen.
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Re: Re: ARTE vom 9.8.2007 - Nierenhandel in Teheran
11 Aug. 2007 15:29
Ja, war eine tief gehende Sendung. War am Durchzappen und blieb bei Arte hängen. Habe gleich meinen Mann gerufen. Sind schon schlimme Schicksale damit verbunden gewesen. Vor allem, wenn sie dann zum Schluß gezeigt haben, dass fast alle wieder verschuldet waren oder noch tiefer in den Schlamassel rein
gerutscht sind.
Liebe Grüße von Beate
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- debi
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Re: Re: ARTE vom 9.8.2007 - Nierenhandel in Teheran
11 Aug. 2007 19:26
Hallo zusammen,
ich habs (noch) nicht gesehen. Grundsätzlich überlege ich mir aber immer wieder, wie das beim Handel überhaupt mit der HLAübereinstimmung gehen soll, was für mich nur ein weiterer Grund zur Ablehnung ist. LG Debi
ich habs (noch) nicht gesehen. Grundsätzlich überlege ich mir aber immer wieder, wie das beim Handel überhaupt mit der HLAübereinstimmung gehen soll, was für mich nur ein weiterer Grund zur Ablehnung ist. LG Debi
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- grille
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Re: Re: ARTE vom 9.8.2007 - Nierenhandel in Teheran
16 Aug. 2007 16:47
Hallo debi,
bei der Nieren-Tx brauchts keine HLA-Übereinstimmung, lediglich präformierte HLA-Antikörper müssen beim Empfänger ausgeschlossen sein, was mit dem Crossmatch ausgetestet wird. Dazu kommt nur noch die Majorkompatibilität der AB0-Blutgruppen.
Die Auswahl HLA-kompatibler Spender stammt aus einer Zeit wo die Immunsuppression die Bildung von HLA-Antikörper und die Entstehung akuter Abstossungsreaktionen noch nicht verhindern konnte. Heutzutage wird sie nur noch als Auswahlkriterium für den scheinbar passenderen Spender bei Leichennieren über Euro-Tx genutzt.
Grüsse Grille
bei der Nieren-Tx brauchts keine HLA-Übereinstimmung, lediglich präformierte HLA-Antikörper müssen beim Empfänger ausgeschlossen sein, was mit dem Crossmatch ausgetestet wird. Dazu kommt nur noch die Majorkompatibilität der AB0-Blutgruppen.
Die Auswahl HLA-kompatibler Spender stammt aus einer Zeit wo die Immunsuppression die Bildung von HLA-Antikörper und die Entstehung akuter Abstossungsreaktionen noch nicht verhindern konnte. Heutzutage wird sie nur noch als Auswahlkriterium für den scheinbar passenderen Spender bei Leichennieren über Euro-Tx genutzt.
Grüsse Grille
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Re: Re: ARTE vom 9.8.2007 - Nierenhandel in Teheran
06 Sep. 2007 08:49
Hallo Grille.
F a s t korrekt, was Deine Angaben zur Notwendigkeiten zur NTX betreffen.
Die ABO-Kompatibilität ist allerdings auch nicht mehr notwendig, wie meine NTX am 8.10.07 erneut bestätigen wird.
Gruss ARI
F a s t korrekt, was Deine Angaben zur Notwendigkeiten zur NTX betreffen.
Die ABO-Kompatibilität ist allerdings auch nicht mehr notwendig, wie meine NTX am 8.10.07 erneut bestätigen wird.
Gruss ARI
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- grille
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Re: Re: ARTE vom 9.8.2007 - Nierenhandel in Teheran
10 Sep. 2007 05:35
Hallo ari,
Major-AB0-inkompatible Nieen-Tx sind tatsächlich inzwichen möglich. Hierzu werden, kurz gesagt, die Antikörper-produzierenden B-Zellen eliminiert indem mit Rituximab behandelt wird, und die zirkulierenden Isoagglutinine (Anti-A, Anti-
werden durch spezielle Blutwäschen (an Poly-A-Säulen) eliminiert. Das Verfahren ist derart teuer,dass es selbst bei uns nur ausnahmsweise (und mit mächtig viel wissenschaftichem oder publizistischem Eigeninteresse der Ärzte) durchgeführt wird. Für unsere Diskussion um die Theheraner Verhältnisse aber bedeutungslos.
Grüsse Grille
Major-AB0-inkompatible Nieen-Tx sind tatsächlich inzwichen möglich. Hierzu werden, kurz gesagt, die Antikörper-produzierenden B-Zellen eliminiert indem mit Rituximab behandelt wird, und die zirkulierenden Isoagglutinine (Anti-A, Anti-
Grüsse Grille
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