Bauchfelldialyse
- Meikel
-
Autor
- Offline
- Senior Mitglied
-
- Beiträge: 64
- Thanks: 1
Bauchfelldialyse
06 Dez. 2011 19:30
Hallo Forum-Mitglieder,
ich befinde mich in der Prädialyse-Zeit und in absehbarer Zeit muss ich wieder dialyisieren.
Als Verfahren habe ich mir die Bauchfelldialyse ausgesucht. Hier hätte ich ein paar Fragen, wie das bei euch so war.
Kann man den Hersteller des Katheters verwenden? Gibt es da Unterschiede? Oder kann man hier getrost der Klinik vertrauen?
Sollte man wie bei einer Shunt-Anlage es in einem spezialisierten Zentrum machen, oder reicht ein normales größeres Krankenhaus auch? Wie hat ihr es so gemacht? Eine Fragen an die CAPDler: Spürt man den Katheter innen? Tut er weh?
Wird einem ein Hersteller zugeteilt? Also Baxter, Fresenius, oder kann man da wählen? Gibt hier Vor- und Nachteile,oder sind beide gleichwertig?
Vielen Dank schon mal für Eure hoffentlich zahlreichen Antworten!
Gruß
Meikel
ich befinde mich in der Prädialyse-Zeit und in absehbarer Zeit muss ich wieder dialyisieren.
Als Verfahren habe ich mir die Bauchfelldialyse ausgesucht. Hier hätte ich ein paar Fragen, wie das bei euch so war.
Kann man den Hersteller des Katheters verwenden? Gibt es da Unterschiede? Oder kann man hier getrost der Klinik vertrauen?
Sollte man wie bei einer Shunt-Anlage es in einem spezialisierten Zentrum machen, oder reicht ein normales größeres Krankenhaus auch? Wie hat ihr es so gemacht? Eine Fragen an die CAPDler: Spürt man den Katheter innen? Tut er weh?
Wird einem ein Hersteller zugeteilt? Also Baxter, Fresenius, oder kann man da wählen? Gibt hier Vor- und Nachteile,oder sind beide gleichwertig?
Vielen Dank schon mal für Eure hoffentlich zahlreichen Antworten!
Gruß
Meikel
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Anonym
-
- Noch wenige Beiträge
-
- Thanks: 0
Re: Re: Bauchfelldialyse
06 Dez. 2011 20:10
Hi,
also grundsätzlich spielt das eigentlich keine Rolle von welchem Herstellt der Katheter ist. Auf den Katheter kommt sowieso noch ein Titananschluss mit einer Rollklemme. Erst diese Anschluss entscheidet letztendlich über den Herstellt. Jedoch klärt deine Dialysestation das mit dem Krankenhaus ab und in der Regel beziehen die dann von diesem Herstellt den Katheter. Die Wahl des Herstellers hängt mehr oder weniger von deine Dialysestation ab. Ist es eine kleine mit vielleicht nur 3 oder 4 PD-Patienten wirst du wohl oder übel den Anbieter nehmen den die Station hat. Es ist einfach sehr aufwändige für alle Anbieter alles auf Lager zu haben und für alle geschult zu sein. Auf größeren Stationen kann man öfters auch zwischen mehreren wählen. Ich bin bei einer kleinen KfH-Dialyse und habe Baxter da es dort nur Baxter gibt.
Ein spezielles Krankenhaus muss man eigentlich nicht aufsuchen. Die Operation an sich dauert ca. 30 - 60 Minuten unter Vollnarkose und stellt auch keine größere Herausforderung da. Wenn dein Krankenhaus einen guten Chirugen hat reicht das völlig. Dann muss es nicht groß sein. Ich bin Dienstags in Krankenhaus gekommen und wurde Mittwochs um 8 operiert. Bereits um 10 Uhr hab ich schon wieder Fernsehen gehschaut und telefoniert. Am Freitag Abend wurde ich entlassen.
Den Katheter an sich spürt man eigentlich weniger. Man spürt ihn besonders dann wenn er ungünstig liegt, da er ja immer ein wenig wandert im Bauchfell. Aber wenn du immer Flüssigkeit im Bauchfell hast schwimmt er schön frei und stört dich nicht. Das störenste ist der Kather ausserhalb des Bauches. Besonders am Anfang macht man sich viele Gedanken wie man im am besten verstaut. Ich trage ihne jetzt frei und ohne Pflaster und fixiere ihn durch eine einfach Bauchbinde für Schwangere ^^
Bezüglich der Schmerzen. Also ich sag mal: Es kann schon mal vorkommen das es beim Flüssigkeitswechsel zu leichen Schmerzen kommt wenn man versucht den letzten Rest rauszubekommen. Aber das ist er ein unangehmes ziehen als wirkliche Schmerzen. Wenn du dann evtl. am Cycler sein solltest - hier kommt das hautpsächlich vor - gibt es auch möglichkeiten nur z.B. 80 % der Flüssigkeit zu wechseln. Dann sollte es eigentlich kein ziehen geben.
Alles in allem ist das alles halb so wild wie man sich das vorher anstellt.
also grundsätzlich spielt das eigentlich keine Rolle von welchem Herstellt der Katheter ist. Auf den Katheter kommt sowieso noch ein Titananschluss mit einer Rollklemme. Erst diese Anschluss entscheidet letztendlich über den Herstellt. Jedoch klärt deine Dialysestation das mit dem Krankenhaus ab und in der Regel beziehen die dann von diesem Herstellt den Katheter. Die Wahl des Herstellers hängt mehr oder weniger von deine Dialysestation ab. Ist es eine kleine mit vielleicht nur 3 oder 4 PD-Patienten wirst du wohl oder übel den Anbieter nehmen den die Station hat. Es ist einfach sehr aufwändige für alle Anbieter alles auf Lager zu haben und für alle geschult zu sein. Auf größeren Stationen kann man öfters auch zwischen mehreren wählen. Ich bin bei einer kleinen KfH-Dialyse und habe Baxter da es dort nur Baxter gibt.
Ein spezielles Krankenhaus muss man eigentlich nicht aufsuchen. Die Operation an sich dauert ca. 30 - 60 Minuten unter Vollnarkose und stellt auch keine größere Herausforderung da. Wenn dein Krankenhaus einen guten Chirugen hat reicht das völlig. Dann muss es nicht groß sein. Ich bin Dienstags in Krankenhaus gekommen und wurde Mittwochs um 8 operiert. Bereits um 10 Uhr hab ich schon wieder Fernsehen gehschaut und telefoniert. Am Freitag Abend wurde ich entlassen.
Den Katheter an sich spürt man eigentlich weniger. Man spürt ihn besonders dann wenn er ungünstig liegt, da er ja immer ein wenig wandert im Bauchfell. Aber wenn du immer Flüssigkeit im Bauchfell hast schwimmt er schön frei und stört dich nicht. Das störenste ist der Kather ausserhalb des Bauches. Besonders am Anfang macht man sich viele Gedanken wie man im am besten verstaut. Ich trage ihne jetzt frei und ohne Pflaster und fixiere ihn durch eine einfach Bauchbinde für Schwangere ^^
Bezüglich der Schmerzen. Also ich sag mal: Es kann schon mal vorkommen das es beim Flüssigkeitswechsel zu leichen Schmerzen kommt wenn man versucht den letzten Rest rauszubekommen. Aber das ist er ein unangehmes ziehen als wirkliche Schmerzen. Wenn du dann evtl. am Cycler sein solltest - hier kommt das hautpsächlich vor - gibt es auch möglichkeiten nur z.B. 80 % der Flüssigkeit zu wechseln. Dann sollte es eigentlich kein ziehen geben.
Alles in allem ist das alles halb so wild wie man sich das vorher anstellt.
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Rendering Error in layout Topic/Item/Message: The image file does not exist. in /www/htdocs/w01d7ec0/doj6.dialyse-online.de/components/com_kunena/template/nts_kbee/layouts/topic/item/message/default.php on line 18
Layout was rendered in /www/htdocs/w01d7ec0/doj6.dialyse-online.de/libraries/kunena/src/User/KunenaUser.php on line 1430
- Anonym
-
- Noch wenige Beiträge
-
- Thanks: 0
Re: Re: Bauchfelldialyse
07 Dez. 2011 07:05
Hallo Meikel,
da mein Nephrologe einem KfH angeschlossen ist und dieses mit der Uniklinik Würzburg zusammenarbeitet, war das wo der Katheder-OP gar keine Frage, das was auch nicht, zu dem Zeitpunkt wusste ich gar nicht, dass es verschiedene Hersteller gibt. Im Nachhinein bin ich froh, dass ich so mehr zufällig in Würzburg gelandet bin. Nicht nur der Oberarzt und die Schwestern haben mir alles erklärt (und aufgepasst, dass ich drei Tage schön brav liegen bleib), es war auch ein Berater von Baxter da, der mir vor der OP den Katheder gezeigt und erklärt hat und mit mir besprochen hat, wo der Austritt hin soll. Ab dem zweiten Tag nach OP wurde angefangen, den Katheder zu spülen.
Ich sehe das auch eher wie Hati und würde nicht irgendeinen Chirurgen an die Katheder-OP lassen.
Spüren tut man den Katheter nicht und an den äußeren Teil gewöhnt man sich schnell. Das Ding wird mehr oder weniger ein Teil von dir.
Lieben Gruß - lioness
da mein Nephrologe einem KfH angeschlossen ist und dieses mit der Uniklinik Würzburg zusammenarbeitet, war das wo der Katheder-OP gar keine Frage, das was auch nicht, zu dem Zeitpunkt wusste ich gar nicht, dass es verschiedene Hersteller gibt. Im Nachhinein bin ich froh, dass ich so mehr zufällig in Würzburg gelandet bin. Nicht nur der Oberarzt und die Schwestern haben mir alles erklärt (und aufgepasst, dass ich drei Tage schön brav liegen bleib), es war auch ein Berater von Baxter da, der mir vor der OP den Katheder gezeigt und erklärt hat und mit mir besprochen hat, wo der Austritt hin soll. Ab dem zweiten Tag nach OP wurde angefangen, den Katheder zu spülen.
Ich sehe das auch eher wie Hati und würde nicht irgendeinen Chirurgen an die Katheder-OP lassen.
Spüren tut man den Katheter nicht und an den äußeren Teil gewöhnt man sich schnell. Das Ding wird mehr oder weniger ein Teil von dir.
Lieben Gruß - lioness
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Rendering Error in layout Topic/Item/Message: The image file does not exist. in /www/htdocs/w01d7ec0/doj6.dialyse-online.de/components/com_kunena/template/nts_kbee/layouts/topic/item/message/default.php on line 18
Layout was rendered in /www/htdocs/w01d7ec0/doj6.dialyse-online.de/libraries/kunena/src/User/KunenaUser.php on line 1430
- Anka
-
- Offline
- Senior Mitglied
-
- Beiträge: 50
- Thanks: 0
Re: Re: Bauchfelldialyse
07 Dez. 2011 08:38
Hallo, also ich kann dir nur dringend raten eine wirklich erfahrene Klinik rauszusuchen. Als der Katheter bei mir gelegt wurde war meine Bettnachbarin aus einer Klinik gekommen, die ihren Katheter einoperiert hatte, allerdings lief er nicht und schmerzte - so kam sie in meine Klinik, alter Katheter raus, neuer rein und der Arzt teilte ihr mit das der alte völlig falsch gesessen hatte.
Wir mussten nach der OP 3 Tage liegen und dann wurden wir in Ruhe geschult. Sie mit Baxter und ich mit Fresenius, weil unsere Nephrologen jeweils mit denen zusammenarbeiten. Ich denke auch das es keine großen Unterschiede gibt ausser in der Handhabung. Ach ja, und vor der OP sollte ein Arzt oder eine PD-Schwester zu dir nach hause kommen um dort alles in Ruhe abzuklären und aufzubauen damit du gleich loslegen kannst wenn du nach hause kommst. Wenn alles gut läuft spürt man den Katheter nicht innen. Alles gute für dich...
Wir mussten nach der OP 3 Tage liegen und dann wurden wir in Ruhe geschult. Sie mit Baxter und ich mit Fresenius, weil unsere Nephrologen jeweils mit denen zusammenarbeiten. Ich denke auch das es keine großen Unterschiede gibt ausser in der Handhabung. Ach ja, und vor der OP sollte ein Arzt oder eine PD-Schwester zu dir nach hause kommen um dort alles in Ruhe abzuklären und aufzubauen damit du gleich loslegen kannst wenn du nach hause kommst. Wenn alles gut läuft spürt man den Katheter nicht innen. Alles gute für dich...
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Meikel
-
Autor
- Offline
- Senior Mitglied
-
- Beiträge: 64
- Thanks: 1
Re: Re: Bauchfelldialyse
07 Dez. 2011 18:55
An alle schon mal vorab vielen lieben Dank für die hilfreichen Ausführungen.
Nun habe ich, so wie es aussieht noch etwas Glück, die Werte sind etwas besser geworden und stabil (Crea 3,75). Steht also noch nicht in greifbarer Nähe, aber man sollte sich ja vorab damit schon befassen, damt man vorbereitet ist für den Fall der Fälle.
Euere Ausführungen haben wir schon geholfen. Ist schon gut, sich mit anderen betroffenen austauschen zu können.
Vielleicht taucht ja noch die ein oder andere Frage auf, die ich hoffentlich auch stellen darf
Eine besinnliche Adventszeit
Meikel
Nun habe ich, so wie es aussieht noch etwas Glück, die Werte sind etwas besser geworden und stabil (Crea 3,75). Steht also noch nicht in greifbarer Nähe, aber man sollte sich ja vorab damit schon befassen, damt man vorbereitet ist für den Fall der Fälle.
Euere Ausführungen haben wir schon geholfen. Ist schon gut, sich mit anderen betroffenen austauschen zu können.
Vielleicht taucht ja noch die ein oder andere Frage auf, die ich hoffentlich auch stellen darf

Eine besinnliche Adventszeit
Meikel
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Klatschmohnalisa
-
- Offline
- Hyperaktiv
-
- Beiträge: 736
- Thanks: 1
Re: Re: Bauchfelldialyse
07 Dez. 2011 19:24
Hallo Meikel,
ich habe eine lange Krankheitsgeschichte (2mal TX, dazwischen 7 Jahre Hämo und Heimhämo). Als ich letztes Jahr im Oktober wieder zurück an die Dialyse musste, habe ich mich auch für die PD entschieden - zuerst Handwechsel und dann Cycler. Ich bin mit dem System von Fresenius sehr zufrieden und kann es nur weiter empfehlen. Bei mir gab es Anfangs Probleme mit der Ultrafiltration, was sich erst mit dem Umstieg auf den Cycler gebessert hat. Viele Probleme und v.a. Ängste hätten sich vermeiden lassen, wenn ich besser informiert gewesen wäre. Deshalb möchte ich Dich ausdrücklich dazu ermutigen, ganz viele Fragen zu stellen.
Auch ich würde Dir dazu raten, die Katheter-OP in einer Klinik mit viel Erfahrung auf diesem Gebiet machen zu lassen, genauso wie das anschließende Training und die darauf folgende laufende Betreuung.
Nur ein Beispiel: Eine mit PD-unerfahrene Ärztin riet mir dazu, den Katheter wieder entfernen zu lassen und auf Hämo umzusteigen, weil sie mich für die Bauchfelldialyse als ungeeignet hielt. Dabei war nur das von ihr vorgeschlagene Regime ungeeignet für mich. Zum Glück habe ich durchgehalten und mithilfe vieler Tips hier aus dem Forum, sowie mit der Unterstützung einer Trainerin von Fresenius, die sich schließlich um mich gekümmert hat jetzt die für mich optimale Behandlung gefunden.
Ich drück Dir die Daumen, dass Deine eigenen Nieren noch recht lange durchhalten.
Alles Gute und auch Dir eine besinnliche Adventszeit
Klatschmohnalisa
ich habe eine lange Krankheitsgeschichte (2mal TX, dazwischen 7 Jahre Hämo und Heimhämo). Als ich letztes Jahr im Oktober wieder zurück an die Dialyse musste, habe ich mich auch für die PD entschieden - zuerst Handwechsel und dann Cycler. Ich bin mit dem System von Fresenius sehr zufrieden und kann es nur weiter empfehlen. Bei mir gab es Anfangs Probleme mit der Ultrafiltration, was sich erst mit dem Umstieg auf den Cycler gebessert hat. Viele Probleme und v.a. Ängste hätten sich vermeiden lassen, wenn ich besser informiert gewesen wäre. Deshalb möchte ich Dich ausdrücklich dazu ermutigen, ganz viele Fragen zu stellen.
Auch ich würde Dir dazu raten, die Katheter-OP in einer Klinik mit viel Erfahrung auf diesem Gebiet machen zu lassen, genauso wie das anschließende Training und die darauf folgende laufende Betreuung.
Nur ein Beispiel: Eine mit PD-unerfahrene Ärztin riet mir dazu, den Katheter wieder entfernen zu lassen und auf Hämo umzusteigen, weil sie mich für die Bauchfelldialyse als ungeeignet hielt. Dabei war nur das von ihr vorgeschlagene Regime ungeeignet für mich. Zum Glück habe ich durchgehalten und mithilfe vieler Tips hier aus dem Forum, sowie mit der Unterstützung einer Trainerin von Fresenius, die sich schließlich um mich gekümmert hat jetzt die für mich optimale Behandlung gefunden.
Ich drück Dir die Daumen, dass Deine eigenen Nieren noch recht lange durchhalten.
Alles Gute und auch Dir eine besinnliche Adventszeit
Klatschmohnalisa
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Rendering Error in layout Topic/Item/Message: The image file does not exist. in /www/htdocs/w01d7ec0/doj6.dialyse-online.de/components/com_kunena/template/nts_kbee/layouts/topic/item/message/default.php on line 18
Layout was rendered in /www/htdocs/w01d7ec0/doj6.dialyse-online.de/libraries/kunena/src/User/KunenaUser.php on line 1430
