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Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

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Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

28 März 2026 23:53 - 29 März 2026 19:17
#
Hallo zusammen,

ich habe die Frage, ob es empfehlenswerte, freiverkäufliche starke Medikamente gegen Kopfschmerzen gibt, die die Niere nicht schädigen?
Bisher wurde immer [ein Kombimittel] intensiv genutzt.
Dabei handelt es sich jedoch um ein Kombimittel. Soweit ich informiert bin, sollen Kombimittel bei Dialysepatienten eigentlich vermieden werden.

Die Tabletten von [dem Kombimittel]intensiv enthalten folgende Wirkstoffe und Mengen:
250 mg Acetylsalicylsäure
250 mg Paracetamol
50 mg Coffein

Paracetamol und über 300 mg Acetylsalicylsäure sollen bei Nierenversagen weniger gut geeignet sein.

Der Arzt wurde schon ziemlich belastet mit Fragen. Ich möchte ihn nicht überlasten.

VG Max

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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

29 März 2026 01:37 - 29 März 2026 01:38
#
Lieber Max

Die Verschreibung und das Abwägen von geeigneten, möglichst wenig nierenschädlichen Medikamenten ist eine sehr wichtige Aufgabe von Ärzten allgemein, nicht nur Nephrologen. Dein Arzt ist dafür dein Ansprechpartner und niemand anderes.
Nierenpatienten sollten keine Medikamente, ob freiverkäuflich oder nicht, einnehmen, ohne dass der Arzt dies abgesegnet hat. Das gilt zB auch für Nahrungsergänzungsmittel, "Heiltees aus China" und Ernährungsumstellungen.

LG Kohana
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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

29 März 2026 08:38
#
Hallo Max,

mein Nephrologe hat mir Metamizol verschrieben als Tbl. Kann man auch als Tropfen bei bei Bedarf einnehmen, schmecken aber scheußlich.
LG lindt23/Bianca

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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

29 März 2026 09:47
#
Metamizolnatrium ist Allgemein bekannt als Novalgiin, das hat soziemlich jeder auf seiner Medikamentenliste von uns.

Allerdings kann Novalgin bei etwa jedem 10ten Patienten die weißen Blutkörperchen zerstören, sollte man wissen, das Zeug kann auch töten wenn man zu den 10% gehört.
Dafür verträgt es sich wiederrum mit Alkohol.

lg
Chris

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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

29 März 2026 10:53 - 29 März 2026 13:13
#
Hallo an alle,

Das ist laut meinem Urologe Und Nephrologe das einzige, alleinige Medikament ,was bei Nierenerkrankung als Schmerzmittel geeignet ist .
Ich nehme es nur im Notfall, wenn ich wirklich starke Schmerzen habe.

Liebe Grüße Lindt 23/ Bianca

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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

29 März 2026 14:23
#
@Christian: jeder 10. (10%!) ist maßlos übertrieben, diese seltene bis sehr seltene Nebenwirkung tritt bei 0,1 bis 0,01% auf, das ist 1 von 1000 bis 1 von 10.000 Anwendern.....
Mein Nephrologe versorgt mich mit Novalgintropfen, wann immer ich sie brauche, ich habe immer eine unangebrochene Flasche als Notvorrat, um meine oft unerträglichen Post Covid-Muskelschmerzen zu lindern. Er hat mich sogar ermutigt, diese häufiger zu nutzen, um das Schmerzgedächtnis nicht zu stark zu triggern. Meine Bedenken wg. der Agranulozytose hat er zerstreut, er hat in den vielen Jahren seiner Berufstätigkeit noch NIE einen Fall gehabt, und Nephrologen haben sicher im Vergleich mit Ärzten anderer Fachrichtungen mit am meisten mit Nutzern von Novalgin zu tun....
Außerdem hat er mir die Warnzeichen für diese seltene Nebenwirkung genau erklärt. Da ich es nur gegen Schmerzen und nie gegen Fieber einsetze, ist es unwahrscheinlich, dass ich die Warnsymptome übersehe.
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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

29 März 2026 19:08
#
Hallo zusammen,

danke für eure Antworten!
Es ist so, dass mir der Nephrologe gesagt hat, dass ich bei nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten in den Beipackzetteln nachsehen soll, was dort steht oder über die enthaltenen Wirkstoffe recherchieren soll.

Er wäre zuständig für verschreibungspflichtige Medikamente, nicht aber für verschreibungsfreie.
Ich habe ihn in den letzten Wochen schon viel beansprucht. Ich will die Beziehung jetzt nicht überstrapazieren.
Es sind noch viele andere Fragen offen, die geklärt werden müssen.
Von daher will ich es selber herausfinden.

Metamizol/ Novalgin wird schon viermal am Tag in Höchstdosis verabreicht, ebenso Tramadol.
Die helfen aber nicht gegen Kopfschmerzen.

Mir geht es hier nur um ein Mittel gegen Kopfschmerzen.
Die Aussagen was Paracetamol betrifft sind unterschiedlich.
Zum Einen wird mitgeteilt dass Paracetamol nierenverträglich ist; zum Anderen wird davon abgeraten.

Acetylsalicylsäure scheint ab einer gewissen Menge ebenfalls problematisch zu sein, was Nieren betrifft.

VG Max

PS: Wieso darf das eine Mittel namentlich genannt werden, das andere aber nicht (Spamverbreiter)?

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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

29 März 2026 19:28
#
[...] PS: Wieso darf das eine Mittel namentlich genannt werden, das andere aber nicht (Spamverbreiter)? [...]

Hallo Max
Du bist dem "manuellen Algorithmus"-Filter aufgefallen. Der erste Beitrag und Nennung einer Medikamentenmarke - meist folgt dann ein paar Stunden später ein Link zu einer Online-Apotheke oder etwas Ähnliches. Die anderen Beiträge stammten von vertrauten Forummitgliedern. Empfehlenswert ist, den Wirkstoff zu nennen, statt die Marke. Manchmal ist auch die Marke ok, wenn nicht noch andere verdächtige Elemente dazukommen.
:cheers:
LG Kohana/Moderatorin
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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

29 März 2026 20:47 - 29 März 2026 20:48
#
Es ist so, dass mir der Nephrologe gesagt hat, dass ich bei nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten in den Beipackzetteln nachsehen soll, was dort steht oder über die enthaltenen Wirkstoffe recherchieren soll. Er wäre zuständig für verschreibungspflichtige Medikamente, nicht aber für verschreibungsfreie. [...]

ich finde den Rat des Nephrologen unverantwortlich.:gr: Medikamentenmissbrauch, unabsichtlich oder absichtlich, ist nach wie vor eine der Ursachen für Nierenversagen und gerade rezeptfreie Schmerzmittel sehen viele gefühlsmässig immer noch als unbedenklich an.

Ich würde, an deiner Stelle, in der Apotheke "andocken". Um Rat fragen. Um Empfehlungen. Was sie in deiner Situation empfehlen.
Wenn man nach dem Beipackzettel geht, steht dort drin, dass man nicht mehr als xy nehmen soll. Dass sie möglicherweise mehr oder weniger stark nierenschädlich sind. Aber was helfen einem diese Infos, wenn man Schmerzen hat? Man kann ja nicht alle Schmerzmittel durchprobieren. Und es gibt Schmerzmittel für ganz bestimmte Schmerzen - Patienten sind damit rasch überfordert.
Heutzutage wird einem auch immer wieder gesagt (zum Beispiel nach einer Operation), dass man sich früh genug melden solle, wenn man Schmerzen verspürt, damit sie etwas geben können - nicht warten, damit man nicht in eine "Welle" von schmerzlos-starkeSchmerzen reingerät. Auch Medikamenten-Kombinationen kann man als Patient schlecht beurteilen.

LG Kohana
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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

29 März 2026 21:01
#
Danke für deinen Tipp bzgl. der Apotheke!
Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob die nicht auch nur den Beipackzettel lesen, den Sie möglicherweise über ihren PC abrufen können.

VG

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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

29 März 2026 21:10
#
[...] Meine Bedenken wg. der Agranulozytose hat er zerstreut, er hat in den vielen Jahren seiner Berufstätigkeit noch NIE einen Fall gehabt... [...].

Ich habe während/nach den Operationen in den letzten paar Jahren (Tx, Nephrektomie und OPs am Kopf) jeweils auch Novalgin erhalten, kombiniert mit Paracetamol. Weil der Leukozyten-Wert zu stark abfiel, musste ich jeweils so rasch wie möglich auf Novalgin verzichten. Zum Glück reichte dann das Paracetamol. Bei den OPs am Kopf bekam ich Fentanyl (auch rasches Absetzen) neben Novalgin und Paracetamol - richtig eingesetzt ist Fentanyl scheinbar auch ok, wie man mir auf meine misstrauische Rückfrage hin versicherte. Novalgin hat bei den KopfOPs zudem Übelkeit ausgelöst. Ich konnte es aber dann rasch absetzen. Ich hatte zum Glück jeweils Ärzte/Ärztinnen, die mir Antworten auf meine Fragen oder Bedenken gaben.
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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

29 März 2026 21:18
#
Danke für deinen Tipp bzgl. der Apotheke!
Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob die nicht auch nur den Beipackzettel lesen, den Sie möglicherweise über ihren PC abrufen können.

VG

Optimal ist, wenn man immer in dieselbe Apotheke geht und bei denen die Medikamente im Dossier eingetragen sind. Apotheker/innen erhalten im System Warnungen, wenn eine Kombination ungünstig ist und sie sind dazu ausgebildet, die Patienten betreffend ihrer Medikamente zu beraten - d.h. auch die Infos für Fachleute (nicht dasselbe wie die für Patienten) zu interpretieren.
Es gibt leider wohl Apotheken und Apotheken.... die einen nehmen sich die Zeit, die andern nur auf Nachfrage / wenn gerade nicht soviel los ist... :hm:
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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

29 März 2026 21:40
#
Hallo Max, ich möchte mich kohana anschließen und ergänzen:

In Deutschland sind Apotheken gesetzlich dazu verpflichtet, zu beraten und zwar bei Abgabe von rezeptpflichtigen sowie frei verkäuflichen Arzneimitteln.

Sie schauen auch nicht in den Beipackzettel, sondern können im PC berufliche Fachinformationen aufrufen.

Aber kohana hat recht, eigentlich ist der Nephrologe erster Ansprechpartner. Weil es bei Dir die Nieren betrifft, egal, um was für ein Präparat es sich handelt.

Aber ich kann Deine Vorsicht verstehen. Manchmal geht mir das mit den Ärzten genauso. Dann frage ich immer in meiner Stammapotheke nach.

Ach so, ich bin transplantiert und habe für Fieber immer Paracetamol da (Fieber habe ich allerdings höchst selten, Schmerzen so gut wie nie). Habe ich auf der Transplantstation nach der OP bekommen. Gegen die Schmerzen und als ich hohes Fieber hatte auch, da sogar als Infusion.

Liebe Grüße, Ulrike
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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

29 März 2026 22:43 - 29 März 2026 23:18
#
Hallo,

danke für die Informationen!
Die Operationen am Kopf hören sich schlimm an, Kohana.
Tx sagt mir nichts.

Sind Apotheken denn überhaupt über die Erkrankungen eines Kunden informiert?

Es gibt jetzt einen neuen Arzt in der Praxis bzw. sogar zwei.
Der alte Arzt ist in den Ruhestand gegangen. Das war für mich der beste Arzt den ich jemals kennengelernt habe. Da waren die Kommunikation und der Ablauf einfach.
Der neue Arzt ist auch wirklich gut, aber es läuft alles komplett anders ab was ziemlich schwierig ist. Ich will mit ihm aber auch nicht zu oft sprechen um ihn nicht zu verärgern.
Ich habe das im Gefühl, wann es zu viel werden könnte.

Viele Grüße

PS.:
Auf dem neuen Medikamentenplan findet sich jetzt auch eine hohe Dosierung von Vitamin D und der Name eines bestimmten Herstellers.
Kann jemand sagen, ob Vitamin D auch verschrieben werden kann, oder ob es sich immer um ein selbst zu zahlendes Mittel handelt?
Beispielsweise wenn dort Dekristol 20.000 oder 30.000 steht.

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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

29 März 2026 23:43 - 29 März 2026 23:55
#
Hallo Max
Sind Apotheken denn überhaupt über die Erkrankungen eines Kunden informiert?
Einerseits entnehmen sie gewisse Infos aus den Rezepten (welche Medikamente hat wer verschrieben / Fachrichtung des/der Verschreibenden) und andererseits sagt man es ihnen einfach. Deshalb ist es gut, wenn man eine Stamm-Apotheke hat und man nicht jedes Mal alles erzählen muss.

LG Kohana

PS:
Tx=Transplantation, hier im Forum normalerweise Nierentransplantation. NTx=spezifisch für NierenTx.
OP am Kopf war Entschärfung von Aneurysmen, bevor etwas passiert. Alles gut verlaufen :) Bekannte mögliche Begleiterscheinung von Zystennieren, eine Erbkrankheit, die über (meist) Jahrzehnte zu Nierenversagen führt.

PS2: zu VitaminD: Ich bin in der Schweiz und da wird es verschrieben und bezahlt, wenn es medizinisch notwendig ist. Deutschland weiss ich nicht. Die Nieren sind an der VitD-Steuerung beteiligt, deshalb ist bei Nierenkranken häufig VitD-Spiegel zu tief.
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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

30 März 2026 07:43
#
Hallo Max,
Dekristol 20.000 nehme ich auch, vom Neph verschrieben und von der KK bezahlt.

LG Sabine
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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

30 März 2026 08:01
#
Hallo Max, ich möchte mich kohana anschließen und ergänzen:

In Deutschland sind Apotheken gesetzlich dazu verpflichtet, zu beraten und zwar bei Abgabe von rezeptpflichtigen sowie frei verkäuflichen Arzneimitteln.

Sie schauen auch nicht in den Beipackzettel, sondern können im PC berufliche Fachinformationen aufrufen.

Man kann in Apotheken sogar ohne Beipackzettel, PC oder Internet beraten werden. Apotheker haben Pharmazie studiert.

Wenn man wiederholt starke Kopfschmerzen hat, wäre es eine gute Idee, die Ursache abzuklären und nicht nur Tabletten gegen die Symptome zu nehmen.

vG
Anja
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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

30 März 2026 08:28
#
Hallo,
Sind Apotheken denn überhaupt über die Erkrankungen eines Kunden informiert?
Du darst es ihnen erzählen.
Wenn Du ihnen Deine Versichertenkarte gibst, sehen Sie Deine anderen Medikamente und falls Du Deine ePA nicht hast deaktivieren lassen, auch die eingestellten Befunde.
Ja, auch Apotheker unterliegen wie Ärzte, der Schweigepflicht.

Apotheker dürfen keine Diagnose stellen, aber Dich zu Medikamenten im Rahmen Deiner Erkrankung(en) beraten.
Und auch dazu, was mit den Medikamenten Wechselwirkungen hat.

Generell solltest Du Deinen Arzt fragen können, wenn etwas unklar ist. Es gibt Situationen, in denen ein Patient viel Schaden an sich und seine rGesundheit anrichten kann.
Wenn Du Angst hast, es wird zu viel mit der Fragerei, sammel Deine Fragen und schreib sie auf. Das Ausformulieren hilft Dir dabei, auf den Kern der Sache zu kommen. Klär vielleicht auch mit dem Arzt, wie er das handhaben möchte.
Du hast eine Erkrankung, die viele Fragen mit sich bringt. Das weiß er auch. Natürlich kann er sich nicht mehrere Stunden Zeit nehmen, aber es muss einen Weg geben, die Dinge zu klären. Und Ihr müsst diesen Weg finden.
Wir können Dir hier im Forum helfen und Antworten erklären. Wir sind aber keine Ärzte und wir sind nicht Deine Ärzte.

vG
Anja
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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

30 März 2026 09:02
#
Liebe Anja, meine Apothekerin weiß nicht alles aus dem Stegreif. Ist völlig normal. Manche Sachen weiß sie allerdings besser als meine Ärzte.

Mit Immunsuppressiva kennt sie sich nicht aus, da muss sie bei ganz abseitigen Fragen nachschauen. Ich bin in unserem Dorf die einzige Transplantierte.

Neulich wurde mir Pilzcreme verkauft. Im Internet habe ich gesehen, dass die sich nicht zusammen mit Tacrolimus verträgt.
Da war es zu spät. Sie hatte es nicht gewusst. Ich auch nicht.

Am besten, man stellt in der Apotheke gezielte Fragen.

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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

30 März 2026 09:54
#
Am besten, man stellt in der Apotheke gezielte Fragen.
Sowieso ;)

Wenns Clotrimazol ist, kommt es auf den Anwendungsort an. Bei Anwendung auf Schleimhäuten ist der resorbierte Anteil groß genug, um Wechselwirkungen auszulösen.
Bei rein äußerlicher Anwendung, also nur lokal, ist die resorption so minimal, dass sie keine systemischen Wirkungen haben wird.

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Anja
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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

31 März 2026 20:08 - 31 März 2026 20:36
#
@Max
Ich bin einigermaßen schockiert von dem Verhalten Deines Arztes, für frei verkäufliche Mittel sei er nicht zuständig,
Natürlich ist er dafür zuständig, wenn ihn als Nephrologen sein Patient diese Frage stellt. Nur er kennt Deinen Fall und kann Dir eine qualifizierte Auskunft geben, was er aber nicht macht.
Diese Antwort an sich ist eine Unverschämtheit,

Ich bekomme wegen diverser Schmerzen immer dieses Novalnu von dem hier immer gesprochen wurde.
Früher bekam ich auch Iboprofen, aber aus irgend welche Gründen wird das nicht mehr verschrieben , Ist wohl nicht mehr das Mittel der ersten Wahl.
Ich kaufe das ab und an, um einfach mal zu wechseln und weil es besser wirkt.
Um meine Nieren brauche ich mir keine Gedanken machen. Die sind seit jahrzehnten hin.
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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

31 März 2026 20:21
#
Liebe Anja, danke für Deinen Post gestern. Ja, es ist Clotrimazol, das hat fie Apotheke mir für Schleimhäute verkauft. Als ich neulich in der Apotheke nach Clotrimazol für die Füße holen wollte, habe ich den Apotheker gesagt, dass ich frisch transplantiert sei. "Haben Sie Ihre Ärzte gefragt?" meinte er. Er hat mir dann Bifon (oder so ähnlich) gegeben. Habe dann dummerweise im Internet gelesen, dass das nicht für Schleimhäute gedacht ist.

Jetzt brauche ich gar nichts mehr.

Liebe Grüße, Ulrike

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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

31 März 2026 20:23
#
Hallo Krischan, Ibuprofen darf man nicht nehmen, wenn man noch eine Nierenfunktion hat. Das geht an die Nieren.

Als Dialysepatientin sollte ich auch Novalgin nehmen.

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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

31 März 2026 20:29 - 31 März 2026 20:38
#
@Max
Ich bin einigermaßen schockiert von dem Verhalten Dewines Arztes, für frei verkäufliche Mittel sei er nicht zuständig,
Natürlich ist er dafür zuständig, wenn ihn als Nephrologen sein Patient diese Frage stellt. Nur er kennt Deinen Fall und kann Dir eine qualifizierte Auskunft geben, was er aber nicht macht.
Diese Antwort an sich ist eine Unverschämtheit,

Und gefährlich. Wer sonst, außer dem Nephrologen? Der Zahnarzt? Bei Nierenkranken ist der Nephrologe immer die einzige und oberste Instanz.
Ich bekomme wegen diverser Schmerzen immer dieses Novalnu von dem hier immer gesprochen wurde.
Früher bekam ich auch Iboprofen, aber aus irgend welche Gründen wird das nicht mehr verschrieben , Ist wohl nicht mehr das Mittel der ersten Wahl.
Ibuprofen schädigt die Nieren. Es gehört zur selben Wirkstoffgruppe wie ASS oder Diclofenac (Voltaren).
Novalgin ist verschreibungspflichtig, weil es üble Nebenwirkungen haben kann, und es ist ein stärkeres schmerzmittel. (Man wirft es nicht mal eben ein).

Wer transplantiert ist und Tacrolimus nimmt, hat im Prinzip "die Karte". ASS, Ibu, Diclo können die Niere schädigen (transplantierte haben zwar meinst eine gute Nirenfunktion, aber trotzdem nur 50% der funktionierenden Nieren eines gesunden) und haben, genauso wie Novalgin, Wechselwirkungen mit Tacrolimus.
Letzteres steht in der fachinfo nur indirekt, weswegen es beim Überfliegen schnell übersehen wird.

vG
Anja
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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

31 März 2026 21:43
#
Hallo ihr Lieben,

danke für eure ergänzenden Antworten!

kohana:
Die Abkürzung „TX“ kannte ich noch nicht.
Das ist ein schwerer Eingriff, wie wahrscheinlich viele hier ihn bereits hinter sich haben. Man muss wohl ziemlich viel Glück haben um an ein solches Organ zu gelangen.
Wie ich letztens im Krankenhaus gesehen habe, sind auch einige ziemlich junge Menschen betroffen.

Ich habe mich inzwischen noch etwas informiert.
Zum Teil wird Paracetamol, gerade bei Nierenversagen, ab einer gewissen Menge kritisch gesehen, obwohl es nicht über die Nieren abgebaut wird, aber meistens ist der Konsens, dass auch bei Nierenversagen eine höhere Menge Paracetamol genommen werden darf.

Ich glaube nicht, dass die Apotheke, auch wenn da schon seit Jahrzehnten Medikamente gekauft werden, über die Erkrankungen informiert ist.
Ab einem gewissen Alter schafft man es auch nicht mehr persönlich in die Apotheke.
Da wird dann nichts mehr mündlich ausgetauscht.

Jedenfalls habe ich mit der Stammapotheke gesprochen. Wenn es ins Detail geht gibt es da nur wenige oder nur einen, der wirklich Ahnung hat.
Mit dem habe ich jedenfalls gesprochen.
Ich werde es aber dennoch mit dem Arzt abstimmen, da bezüglich eines ziemlich neuen Medikamentenplans noch einige Fragen geklärt werden müssen.

Die Kopfschmerzen gibt es schon seit Ewigkeiten, hatten aber für Jahre ausgesetzt.
Früher wurden deswegen sogar schon Zähne auf Verdacht gezogen, also gesunde Zähne.
Die kaputten Nieren stehen jetzt im Vordergrund.

Ich will den Arzt auch fragen, ob man Magnesium nehmen darf, um damit zu versuchen, Krämpfe zu reduzieren, oder ob das bei Nierenversagen nicht eingenommen werden sollte.

Krischan: Bei eingeschränkter Nierenfunktion sollte Ibuprofen nicht genommen werden, da es den Zustand der Nieren sehr verschlechtern kann.
Ich weiß nicht, ob es in Ordnung ist, solche Mittel dann zu nehmen, wenn man schon an der Dialyse hängt.

Was den Arzt betrifft ist es halt so, dass einige der nicht verschreibungspflichtigen Mittel auch zu den Lebensmitteln zählen und dafür sind wahrscheinlich Ärzte nicht zuständig.
Er weiß halt, dass ich mich auch für tiefgehendere Informationen interessiere.
Womöglich hat er mir deshalb den Tipp gegeben, auf bestimmten Seiten von Unis selber zu recherchieren.

Viele Grüße in die Runde
Max

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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

01 Apr. 2026 08:22
#
Hallo Max,

während meiner Dialysezeit habe ich auch unter Krämpfen gelitten, die Einnahme von Magnesium hatte nichts gebracht. Mein Doc hat dann meinen Magnesiumspiegel gemessen, der war top, daran lag es nicht. Er hat mir dann Limptar verschrieben, Chininsulfat, das hat geholfen.
Vor einem guten halben Jahr ging es wieder los, bin jetzt transplantiert. Schlau geworden habe ich erst mein Magnesium messen lassen, diesmal war es viel zu niedrig. Jetzt werfe ich mir jeden Tag Magnesium ein, der Spiegel steigt wieder, die Krämpfe werden weniger.

LG Sabine
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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

12 Sep. 2026 20:56
#
Hallo,

ich möchte mich an euch noch mal mit meiner Frage nach geeigneten Schmerzmitteln zur Bekämpfung von Kopfschmerzen wenden.
Thomapyrin hatte meiner Mutter immer geholfen doch darf sie es eigentlich nicht mehr nehmen.
Die Aussagen verschiedener Ärzte sind hier widersprüchlich.

Meine Mutter kann selber noch Wasserlassen. Deshalb muss sie nur dreimal in der Woche zur Dialyse und das nur für 3 Stunden, wobei die Ärzte eigentlich lieber mehr wollen. Sie hat das wegen ihrer extremen Rückenschmerzen so ausgehandelt, was ich nicht gut finde.

Jedenfalls gibt es die Aussagen von Ärzten, dass da die Nieren sowieso kaputt sind, man auch wieder nierenschädliche Schmerzmittel wie Thomapyrin ( Aspirin ) oder Diclofenac nehmen könnte.

Mein Gedanke ist hier ein anderer und ich würde von euch gerne wissen ob ihr euch meinem Gedanken anschließt, oder ob ihr es so seht, wie es manche Ärzte sehen?
Solange das Wasserlassen noch möglich ist, was ich als nicht kleinen Vorteil sehe, sollten doch möglichst alle nierenschädlichen Mittel nicht eingenommen werden, oder seht ihr das anders?

Weiterhin habe ich also noch mal die Frage, ob ihr vielleicht noch ein anderes Kopfschmerzmittel kennt, was bei den extremen Kopfschmerzen wirken könnte, die immer nach der Dialyse, also ca. 30-60 Minuten später anfangen einzusetzen?

Wie ich vor ein paar Tagen erfahren, habe hat sich meine Mutter jahrelang fast täglich wegen ihrer Rückenschmerzen selber mit Voltaren Forte eingerieben. Voltaren Forte ist Diclofenac.
Ich gehe davon aus, dass diese Vorgehensweise, die Ärzten leider verdeckt bleibt, auch dazu geführt hat dass es zu diesen Nierenschäden gekommen ist.
Seht ihr das auch so?

Eine weitere Frage ist, ob ihr vielleicht ein anderes Mittel kennt was als Ersatz für Diclofenac Salbe eingesetzt werden könnte?
Kytta Schmerzsalbe (Beinwellwurzelextrakt) ist bekannt und wirkt wenig.
Dann gibt es noch Voltaren Voltamed pflanzliche Schmerzcreme ( Pfefferminzöl, Eukalyptusöl, Rosmarinöl ) wurde noch nicht getestet.

Danke euch!

LG

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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

13 Sep. 2026 00:18 - 13 Sep. 2026 17:34
#
Lieber Max

Ich denke, dass wir hier genauso überfordert sind mit der Situation deiner Mutter wie du. Wir sind keine Ärzte, sonderen Patienten, wie deine Mutter. Es ist sehr frustrierend, wenn man sich von den behandelnden Ärzten im Stich gelassen fühlt, man immer nachhaken muss, nie weiss, ob die Ärzte einem wirklich ernst nehmen. Aber Selbstmedikation kann richtig gefährlich werden. Einerseits kann es die Nierenfunktion rascher verschlechtern, es kann auch die Leber belasten, die die Medikamente abbauen muss, die Blutbildung, die Verdauung usw. usw. Und genau so gefährlich kann es werden, wenn man Selbstmedikation verschweigt.
Nur so eine Idee: ein-zwei Wochen lang Tagebuch führen über die Schmerzen, wann, wo, wie stark auf einer Skala von 1-10. Auch andere Einschränkungen notieren - Appetit, Müdigkeit, Schlaf. Vielleicht ändert sich dann die Priorität, die den Schmerzen deiner Mutter beigemessen wird.
Und vielleicht auch mal nachfragen, ob sich ein Schmerzspezialist mal deiner Mutter annehmen könnte.

Folgendes ist keine Empfehlung oder Werbung sondern zeigt die Wirkungen und Nebenwirkungen von Schmerzmitteln auf:
-  Entzündungshemmende Schmerzmittel und ihre Wirkung - 2024
-  Ranking der 10 stärksten Analgetika - 2024

Liebe Grüsse Kohana
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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

15 Sep. 2026 11:02
#
Hallo Max,

so lange noch eigene Nierenfunktion da ist, würde ich die unbedingt schützen wollen. 

Es ist Aufgabe der Nephrologen vor Ort, deiner Mutter ein Medikament zu geben, wenn die Kopfschmerzen nach der Dialyse auftreten. 

Ich bin noch nicht an der Dialyse und habe die letzten 20 Jahre  alles mit Paracetamol bewältigt, auch das Setzen von Zahnimplantaten. 

Seit neuestem habe ich Schulterarthrose und hatte im Juni/Juli starke Schmerzen, gegen die ich eine Zeitlang Novalgin genommen habe. Hat auch nur so mäßig geholfen. Was wirklich hilft,  ist Physiotherapie. 

Meine Nephrologin meinte, Voltaren zum Einreiben geht vielleicht, aber ich riskieren das nicht. 

Was mir ein bisschen hilft, ist Retterspitz Muskelcreme. In der akuten Phase habe ich Umschläge mit Retterspitz äußerlich gemacht, was gut geholfen hat. 

Bei Rückenschmerzen muss ja geklärt werden, woher sie kommen. Einreibungen von außen und Schmerzmittel beseitigen die Ursache nicht. 

​​​​​​Ist das bei deiner Mutter  abgeklärt? Bekommt sie Physio?
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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

02 Okt. 2026 18:24
#
Hallo! 
Haben Sie bei jeder Dialyse die Kopfschmerzen? Es ist schon einige Jahre her, da lag in meinem Raum eine Patientin, die bei jeder Dialyse starke Kopfschmerzen bekam, die Ärzte wussten nicht woran es liegen könnte, deshalb hat sie dann irgendwann selbst im Internet recherchiert und herausgefunden, daß es daher kommen kann, dass das Kalium zu schnell sinkt. Es wurde an der Einstellung der Maschine was geändert und es hat tatsächlich funktioniert, sie hatte keine Kopfschmerzen mehr. 
Viele Grüße 
von Hachiko 
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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

06 Okt. 2026 19:54
#
Ich denke, dass wir hier genauso überfordert sind mit der Situation deiner Mutter wie du. Wir sind keine Ärzte, sonderen Patienten, wie deine Mutter. Es ist sehr frustrierend, wenn man sich von den behandelnden Ärzten im Stich gelassen fühlt, man immer nachhaken muss, nie weiss, ob die Ärzte einem wirklich ernst nehmen. Aber Selbstmedikation kann richtig gefährlich werden. Einerseits kann es die Nierenfunktion rascher verschlechtern, es kann auch die Leber belasten, die die Medikamente abbauen muss, die Blutbildung, die Verdauung usw. usw. Und genau so gefährlich kann es werden, wenn man Selbstmedikation verschweigt.
Nur so eine Idee: ein-zwei Wochen lang Tagebuch führen über die Schmerzen, wann, wo, wie stark auf einer Skala von 1-10. Auch andere Einschränkungen notieren - Appetit, Müdigkeit, Schlaf. Vielleicht ändert sich dann die Priorität, die den Schmerzen deiner Mutter beigemessen wird.
Und vielleicht auch mal nachfragen, ob sich ein Schmerzspezialist mal deiner Mutter annehmen könnte.

Folgendes ist keine Empfehlung oder Werbung sondern zeigt die Wirkungen und Nebenwirkungen von Schmerzmitteln auf:
-  Entzündungshemmende Schmerzmittel und ihre Wirkung - 2024
-  Ranking der 10 stärksten Analgetika - 2024
 



Liebe Kohana,

danke für deinen Beitrag!
Ich habe jetzt noch mal mit dem Arzt gesprochen.
Er hat gesagt, wenn Thomapyrin ab und zu genommen wird, wäre es wahrscheinlich kein Problem.
Andere Dialysepatienten, die beispielsweise einen Stent haben, würden auch ASS nehmen.

Ich bin mir nicht sicher, ob es richtig ist, sich danach zu richten was andere nehmen müssen, da sie davon abhängig sind, obwohl man das selber nicht ist.
Meine Mutter hat jetzt ab und zu mal wieder Thomapyrin genommen.
Es hat wohl etwas besser gewirkt als Paracetamol alleine, aber auch nicht richtig gut.

Es ist leider auch so, dass ich mich mit meiner Mutter kaum noch richtig unterhalten kann. Fast jedes zweite Gespräch endet mit Weinen.

Wegen der Rückenschmerzen:
Diclofenac Salbe habe ich auch wieder besorgt, da sie es wollte.
Dann habe ich noch dieses natürliche Voltaren besorgt, wovon ich aber keine Rückmeldung erhalte und was wahrscheinlich auch kaum wirkt.

Neben ihren 15-18 verschriebenen Medikamenten nimmt sie halt auch noch ca. 8-12 freiverkäufliche ab und zu.

Bei den anderen habe ich nicht nachgesehen, ob diese auch problematisch für die Nieren sind.
Das mit dem Thomapyrin und Voltaren Forte hatte ich alleine herausgefunden.
Der Nierenarzt scheint überhaupt nicht danach gefragt zu haben, welche freiverkäuflichen Mittel der Patient noch nimmt.
Dazu muss ich aber sagen, dass der Hausarzt da meines Wissens auch nicht besonders nachgefragt hat.
Eigentlich müsste da doch jeder Arzt hinterher sein.

Wenn ich jetzt noch ein anderes Medikament oder zwei finde die Nieren belasten und ich meiner Mutter davon abrate, geht das Geschrei und Weinen wieder los.

Wegen des Schmerztagebuch habe ich ihr eben eine E-Mail geschickt mit einer Art von Liste.
ielleicht macht sie das ja, vielleicht auch nicht.

Wegen des Schmerzspezialisten ist es so, dass ich vor einem Jahr schon alles mit einer speziellen Schmerzklinik in der Nähe ausgehandelt hatte.
Mit jeder der drei Schmerz-Schwestern hatte ich guten Kontakt.
Bestimmt 30 Seiten Unterlagen wurden mir geschickt, um spezielle Angaben zu machen, damit sie vorher über meine Mutter genau informiert sind.
Es bestand die Möglichkeit von dauerhafter Aufnahme über einen bestimmten Zeitraum, sowie auch in Form einer Tagesklinik das Krankenhaus zu besuchen.
Leider hat es meine Mutter dann wieder abgelehnt. Die ganze Arbeit umsonst, wie so oft bei anderen Krankenhäusern und anderen Ärzten.

Bei ihrem letzten Krankenhausaufenthalt hat sie wegen ihrer Rückenschmerzen ein neues sehr starkes Schmerzmittel erhalten, das auch auf deiner tollen Liste der sehr starken Schmerzmitteln (Ranking der 10 stärksten Analgetika – 2024) aufgeführt ist.
Es ist jedoch dazu gekommen dass sie zweimal einfach eingeschlafen ist mit diesem Mittel, also beim Sitzen, und dann umgefallen ist. Deshalb hat sie es wieder abgesetzt, was ich auch etwas verstehe, da auch eine Treppe im Spiel ist.

Das habe ich dem Dialysearzt mitgeteilt.
Er hat mich darum gebeten in der Schmerzabteilung einer Uniklinik einen Termin in der Ambulanz zu machen.
Nun bin ich gerade dabei mich dort um einen Termin zu bewerben und hoffe das meine Mutter dann nicht wieder ablehnt.

Die Seite „praktischarzt.ch“, von der auch dein Artikel stammen, scheint eine richtig gute Seite zu sein.

LG

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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

06 Okt. 2026 21:45
#
Hallo Max,

ein paar unsortierte Anmerkungen dazu:

Die Kombination von ASS und PAracetamol ist besonders nierenschädigend, da verstärken sich zwei Mechanismen; Thomapyrin hat diese Kombination

Stent-Patienten bekommen meist 100 mg ASS täglich, die Dosis in Thomapyrin ist 250 mg, ASS als Monopräparat zur Anwendung als Schmerzmittel hat 500 mg; das sind alles verschiedene Hausnummern, insbesondere, wenn man von den Schmerzmitteldosierungen mehrere am Tag nimmt.

Wissen die Ärzte von den nicht verschriebenen Medikamenten? Wenn nicht: das wäre ein totsicherer Weg (Pun intended), ärztliche Bemühungen zu torpedieren

Was ich zwischen den Zeilen lese, ist auch eine sehr schwierige psychische Situation. Für Deine Mutter und auch für Dich. Habt Ihr Unterstützung? Soetwas ist für chronisch Kranke und ihre Angehörigen selten einfach, Hausarzt oder die Krankenkasse können eine erste Anlaufstelle sein.
Gibt es eigentlich noch andere bei Euch im "Team", Bruder, Schwester zB, die dich etwas entlasten können?

Viele Grüße
Anja
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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

07 Okt. 2026 14:59 - 07 Okt. 2026 15:00
#
Max, wie alt ist deine Mutter?

Werden die 15 bis 18 Medikamente alle vom selben Arzt verschrieben bzw. wissen die Ärzte voneinander? Das ist eine extrem hohe Menge an Medikamenten, bei der die Wechselwirkungen nicht mehr abschätzbar sind.

Ich weiß das noch von meiner Mutter, manchmal bleiben da Medikamente auf dem Medikamentenplan, obwohl sie eigentlich gar nicht mehr gebraucht werden. 

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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

08 Okt. 2026 23:55 - 09 Okt. 2026 00:05
#
Hallo Blanja,

danke für deinen Beitrag!
so lange noch eigene Nierenfunktion da ist, würde ich die unbedingt schützen wollen.


 
Das sehe ich halt genauso. Auch wenn die Reinigungsfunktion nicht mehr vorhanden ist, sollte man die Funktion, dass noch Wasser gelassen werden kann, unbedingt erhalten.
In Anbetracht dessen was Anja etwas weiter unten geschrieben hat, läuft es mir, seitdem ich den Beitrag gestern gelesen habe, allerdings kalt den Rücken runter, wenn ich an mein Gespräch mit dem Dialysearzt denke.
Es ist Aufgabe der Nephrologen vor Ort, deiner Mutter ein Medikament zu geben, wenn die Kopfschmerzen nach der Dialyse auftreten.


 
Da wird nichts gegeben. Ich will mich bei dem Arzt auch nicht unbeliebt machen bzw. bei dem Ärzteteam.
Noch viel schlimmer ist die Sache mit dem Blutdruck, aber da will ich vielleicht noch mal einen Beitrag aufmachen oder einen Thread suchen, wo ich mich anschließen kann.
Meine Mutter wird oft mit einem irre hohen Blutdruck einfach entlassen weil die das inzwischen dort als „Standard“ meiner Mutter sehen.
Ich bin noch nicht an der Dialyse und habe die letzten 20 Jahre alles mit Paracetamol bewältigt, auch das Setzen von Zahnimplantaten.


 
Du meinst aber doch nach der OP, oder hast du die OP mit Paracetamol überstanden, also ohne Spritze?
Man darf ja auch bei Paracetamol nicht zu viel nehmen da es sonst auch wieder auf die Nieren geht. So habe ich es zumindest gelesen. Auch der Zeitabstand muss eingehalten werden.
Was die Kopfschmerzen betrifft sagt meine Mutter mir aber immer dass ihr das Paracetamol nicht hilft.
Seit neuestem habe ich Schulterarthrose und hatte im Juni/Juli starke Schmerzen, gegen die ich eine Zeitlang Novalgin genommen habe. Hat auch nur so mäßig geholfen. Was wirklich hilft, ist Physiotherapie.


 
Das tut mir leid! Das ist wirklich schlimm und die Schulter wird so sehr gebraucht.
Man muss auch höllisch aufpassen, dass einem kein Band anreißt oder abreißt.
Meine Mama hat auch Schulterarthrose. Vor mehr als drei Jahren bin ich mit ihr schon bei einem Spezialisten gewesen der ein Teilimplantat machen wollte.
Es ist ein ziemlich angesehener Arzt, aber wir, bzw. meine Mutter hat sich dann dagegen entschieden - wegen der Narkose, wegen ihres hohen Alters und da sie auch jemand bräuchte, der dann dauerhaft bei ihr ist.
Ich hoffe, dass du es mit Physio im Griff halten kannst aber an der eigentlichen Arthrose lässt sich ja nichts ändern.
Bei einer OP muss man halt auch bedenken, dass sehr viele Muskeln durchtrennt werden müssen.
Das alles muss langwierig wieder zusammen heilen. So zumindest nach meinem Verständnis.
Ich weiß nicht wie schlimm deine Schmerzen momentan sind.
Metamizol bzw. Novalgin kann in sehr unterschiedlichen Dosen genommen werden.
Toll, wenn die Physio dir so gut hilft, dass du ohne dieses Mittel auskommst.
Meine Nephrologin meinte, Voltaren zum Einreiben geht vielleicht, aber ich riskieren das nicht.


 
Man muss da auch unterscheiden, welches Voltaren.
Da gibt es mehrere verschiedene.
Ich meine Voltaren Forte. Das ist Diclofenac.
Was mir ein bisschen hilft, ist Retterspitz Muskelcreme. In der akuten Phase habe ich Umschläge mit Retterspitz äußerlich gemacht, was gut geholfen hat.


 
Diese Salbe hat meine Mutter, glaube ich, noch nicht getestet.
Bei Rückenschmerzen muss ja geklärt werden, woher sie kommen. Einreibungen von außen und Schmerzmittel beseitigen die Ursache nicht.

Ist das bei deiner Mutter abgeklärt? Bekommt sie Physio?


 
Meine Mutter hat zwei alte Bandscheiben Vorfälle, die immer noch sehr schmerzhaft sind aber das neue Problem, wegen dem sie kaum noch laufen kann, hat einen anderen Grund.
Angeblich ist es das Iliosakralgelenk (ISG), wie es bei dem letzten Krankenhausaufenthalt festgestellt worden ist.

Mir ist natürlich klar, dass da Salben eigentlich kaum helfen.
Meiner Mutter scheint Diclofenac bzw. Voltaren Forte etwas zu helfen, aber vielleicht ist das auch eher, dass sie denkt das es hilft. Jedenfalls hilft das nur minimal.
Das neue sehr starke Schmerzmittel hat etwas geholfen, aber sie kann es momentan nicht nehmen da es zu gefährlich ist. Es geht um Stürze.
Glücklicherweise habe ich aber jetzt einen Termin in einer wohl ziemlich guten Schmerzklinik eines großen Krankenhauses machen können, nachdem ich ein einseitiges Anschreiben per E-Mail geschickt hatte.
Das hatte man mir so empfohlen und nicht anzurufen.
Allerdings habe ich 1 Minute nach Versand dennoch angerufen und das war ganz gut. Der Termin ist schon in weniger als 14 Tagen.
Ich hoffe, dass sie das Mittel für meine Mutter besser einstellen können oder dass sie vielleicht noch eine andere Lösung finden.

Physio wurde vor ein paar Wochen, beim letzten Krankenhausbesuch schon verschrieben und meiner Mutter bzw. auch mir dringend nahegelegt das zu machen.

Ich habe alle Physiotherapeuten in der näheren Umgebung abtelefoniert oder angeschrieben. Bei vielen erhält man schon am Anrufbeantworter die Nachricht dass man sich gar nicht zu melden braucht.
Jedenfalls habe ich nur einen einzigen gefunden und da muss meine Mutter eine große Treppe bewältigen.
Ins Haus kommt auch keiner da die Politik etwas geändert hat.
Sie kommen nur noch zu Fuß ins Haus wenn die Praxis nur 10 Minuten vom Wohnort entfernt ist.

Davon abgesehen möchte meine Mutter das aber auch überhaupt nicht, da sie daran nicht glaubt.
Sie möchte also keine Physio machen. Das finde ich persönlich schlecht, aber ich kann nichts machen.

LG

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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

09 Okt. 2026 09:14
#
Hallo Max,

hat der Arzt denn auf dem Physiorezept angekreuzt, dass Hausbesuche notwendig sind? 

Schade, dass deine Mutter denkt, dass Physio nichts bringt. 

Mein Vater ist 89, hatte im August eine schwere Sepsis und wird aktuell wieder mit Physio mobilisiert (er lebt im Pflegeheim). 

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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

09 Okt. 2026 13:33 - 09 Okt. 2026 13:39
#
Hallo Hachiko,

danke für deinen Hinweis!
Haben Sie bei jeder Dialyse die Kopfschmerzen?

Es ist schon einige Jahre her, da lag in meinem Raum eine Patientin, die bei jeder Dialyse starke Kopfschmerzen bekam, die Ärzte wussten nicht woran es liegen könnte, deshalb hat sie dann irgendwann selbst im Internet recherchiert und herausgefunden, daß es daher kommen kann, dass das Kalium zu schnell sinkt.

Es wurde an der Einstellung der Maschine was geändert und es hat tatsächlich funktioniert, sie hatte keine Kopfschmerzen mehr.




 

Meine Mutter hat die Kopfschmerzen bei jeder Dialyse.
Sie beginnen schon am Anfang und steigern sich bis zum Ende hin.
So ist es jedenfalls meistens.

Vor zwei Tagen habe ich mit einem von den Angestellten, die die Dialysegeräte bedienen und auch meine Mutter anschließen gesprochen, wie es mit der Absenkung und der späteren Erhöhung des Kaliumspiegels aussieht.
Weiterhin habe ich gefragt, ob an der Einstellung mal etwas verändert worden ist.

Man hat mir nur gesagt, dass der Kaliumspiegel mal anders war (dazu gibt es auch Einträge in einer Liste) und dass er jetzt optimal eingestellt ist. Das beantwortet natürlich nicht die Frage und ich weiß auch nicht inwiefern das Kalium bei der Dialyse wirklich herausgefiltert und später wieder hinzugefügt wird.

Wahrscheinlich müsste ich dazu mit einem der Ärzte sprechen, aber die sind sehr schwer anzutreffen. Meiner Mutter hatte ich das auch schon mal gesagt, dass sie mit einem Arzt darüber sprechen soll aber ich glaube, dass ihr das zu kompliziert ist.
Sie hat es jedenfalls nicht getan.

Weiterhin hat man mich bei meiner Frage vor zwei Tagen darauf hingewiesen, dass alles auf dem 10 l Bottich stehen würde, wo eine bestimmte Flüssigkeit drin ist. Davon habe ich zwar ein Foto gemacht, aber das ist natürlich vollkommener Unsinn auf meine Frage bezogen. Scheinbar hat man mich gar nicht richtig verstanden oder man wollte mich loswerden.

Ich weiß nicht, ob alle Dialysegeräte technisch das gleiche können.

VG

P.S.: Ich verstehe nicht, wieso man nur maximal 100 kB große Fotos hinzufügen darf.
Darauf kann man doch gar nichts zeigen.
Ich habe die Fotos jetzt entsprechend verkleinert und auch eines weggelassen.
 

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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

09 Okt. 2026 14:29
#
Hallo Anja,

besten Dank für deinen Beitrag, der mich mit neuen Informationen konfrontiert hat, mir aber auch vor Augen gehalten hat, dass ich selber nicht richtig nachgedacht habe!
Stent-Patienten bekommen meist 100 mg ASS täglich, die Dosis in Thomapyrin ist 250 mg, ASS als Monopräparat zur Anwendung als Schmerzmittel hat 500 mg; das sind alles verschiedene Hausnummern, insbesondere, wenn man von den Schmerzmitteldosierungen mehrere am Tag nimmt.

 

Ich muss sagen, dass ich überhaupt nicht daran gedacht habe, in dieser Hinsicht nach zu sehen.
Zwar habe ich die Weißkittelgläubigkeit seit 2020 größtenteils abgelegt, aber in diesem Fall, wo mir der Arzt sagt, dass die ganzen Stentpatienten das doch auch nehmen, nicht überlegt, an die Dosierung zu denken.
Allerdings hatte ich noch nachgefragt, ob es da denn auch welche unter den Stentpatienten gibt, die noch eine Restfunktion der Nieren haben. Das wurde bejaht.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie ich damit umgehen soll.
Ich meine, dass das der Arzt schon hätte mitteilen, aber vor allem berücksichtigen müssen. Mir ist nicht bekannt, ob die anderen älteren Dialysepatienten auch jemand haben, der regelmäßig nachfragt und herumstochert. Jedenfalls habe ich da noch keinen gesehen. Womöglich bin ich deswegen schon unbeliebt.
Da muss ich natürlich auch in diesem Punkt an meine Mutter denken.
Wissen die Ärzte von den nicht verschriebenen Medikamenten? Wenn nicht: das wäre ein totsicherer Weg (Pun intended), ärztliche Bemühungen zu torpedieren

 

Abgesehen vom Hausarzt mit dem sicher vor vielen Jahren mit meiner Mutter mal irgendwelche Medikamente besprochen worden sind und der auch mal das eine oder andere Medikament empfohlen hat, was er nicht verschreiben kann, ist kein Arzt darüber informiert.
Auch der Hausarzt wird nur über max. die Hälfte der Medikamente informiert sein.

Der Dialysearzt ist überhaupt nicht informiert, abgesehen davon dass ich ihn jetzt schon mehrfach auf Thomapyrin und Diclofenac angesprochen habe.
Über Paracetamol ist er natürlich auch informiert.

Ich weiß auch nicht, ob die anderen Mittel problematisch sind. Um Schmerzmittel handelt es sich dabei jedenfalls nicht.
Jedenfalls habe ich eine Liste der nicht verschriebenen Mittel angefertigt, die 15 Positionen hat.
Davon werden aber nur ungefähr die Hälfte regelmäßig angewendet, bzw. genommen.
Insgesamt gehe ich also von einer Menge von 21-23 Mitteln aus, die täglich genommen werden inklusive der verschriebenen Medikamente.
Dazu kommen noch die Medikamente, die während der Dialyse gegeben werden, die aber nicht viele sind.
Das ist einfach unglaublich, wie man so etwas in dem Alter noch managen kann.
Ich bin mir aber sicher, dass meine Mutter das alles nimmt also auch die verschriebenen Medikamente.
Die Kombination von ASS und PAracetamol ist besonders nierenschädigend, da verstärken sich zwei Mechanismen; Thomapyrin hat diese Kombination

 

Das habe ich nun überhaupt nicht verstanden.
Mir ist zwar bekannt, dass verschiedene Schmerzmittel nicht zusammen genommen werden dürfen, da sie dieselben „Andockpunkte“ im Körper haben, oder auch aus anderen Gründen nicht zusammen eingenommen werden dürfen, doch warum ASS und Paracetamol zusammen besonders nierenschädigend sind, ist mir nicht bekannt.
Woran liegt das denn?
Ich meine, dass der Arzt darüber auch hätte informieren müssen.
Was ich zwischen den Zeilen lese, ist auch eine sehr schwierige psychische Situation. Für Deine Mutter und auch für Dich. Habt Ihr Unterstützung? Soetwas ist für chronisch Kranke und ihre Angehörigen selten einfach, Hausarzt oder die Krankenkasse können eine erste Anlaufstelle sein.
Gibt es eigentlich noch andere bei Euch im "Team", Bruder, Schwester zB, die dich etwas entlasten können?

 

Ich habe mir auch schon öfter darüber Gedanken gemacht, dass es für meine Mutter möglicherweise eine Hilfe wäre, wenn sie mal mit einem anderen Menschen sprechen könnte, oder auch, wenn sie psychiatrische Unterstützung hätte.
Allerdings lehnt sie so etwas grundlegend ab.

Die Ablehnung ist generell auch bei anderen gesundheitlichen Dingen ein Problem.
Schon zweimal habe ich mir die Arbeit gemacht, sie zu einer Voruntersuchung in ein Krankenhaus zu begleiten. Wegen ihres hohen Augeninnendrucks. Sie hat grünem Star, aber möchte damit nicht konfrontiert werden, wenn ihr Augenarzt das sagt.
Deswegen geht sie auch gar nicht mehr zum Augenarzt, benötigt aber drei spezielle Medikamente die ich dem Augenarzt irgendwie immer aus dem Kreuz leiern muss.
Jedenfalls hatten wir letztens wieder so eine Voruntersuchung im KH und es waren zwei ganz kleine Eingriffe geplant, die möglicherweise dazu geführt hätten, dass sie drei Medikamente weniger nehmen muss und nicht blind wird. Im Krankenhaus hatte sie da noch zugesagt, später, als ich die Termine machen wollte, dann aber keine Lust mehr.
Genauso ist es halt auch bei anderen Dingen.
Vor ungefähr 1,5 Jahren hatte ich alles schon wegen eines Aufenthalts in einer Schmerzklinik geklärt, aber dann wollte sie nicht. Einige Zeit hatte ich da rein investiert.
So auch bei anderen Arztbesuchen.
Vielleicht hat man irgendwann einfach keine Lust mehr, ab einem hohen Alter.

Ja. ich habe noch ein Geschwisterteil aber die Beziehung ist leider komplett zerbrochen während der C19-Zeit. Derjenige ist für mich inzwischen zu einer Belastung geworden, was meine Mutter betrifft.
Wenn derjenige mal etwas tut dann ist es meist dass er irgendwelche externen Personen zulasten meiner Mutter mit Tätigkeiten beauftragt. Selber mache ich ca. 95 %.
Naja, wie auch immer.
Daran lässt sich nichts mehr ändern. Ich habe es schon mehrfach versucht.

Jetzt muss ich überlegen, was ich mit meiner Ma wegen des Kopfschmerzmittels mache.

VG
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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

09 Okt. 2026 15:01
#
Hallo Blanja,
… wie alt ist deine Mutter?

Meine Mutter ist schon ziemlich alt und inzwischen 88.
Im Krankenhaus habe ich von Ärzten auch schon mal gehört, das dass doch ein ziemlich hohes Alter wäre und dass man damit jetzt auch zufrieden sein könnte oder so ähnlich.
Ich meine aber, dass man jemand trotzdem noch helfen muss und ihn nicht nur dazu benutzen darf seine Rechnungen zu schreiben.
Meine Nachbarin ist noch mal fünf Jahre älter und muss jeden Tag ziemlich viele Treppen steigen.
Zum Glück ist meine Mutter noch im Kopf absolut fit.
Ich selber kenne es aus dem Bekanntenkreis wie schlimm es ist, wenn es losgeht, dass es da stark nachlässt. Wenn man selber nicht mehr von seinen eigenen Eltern erkannt wird, oder dass nur noch temporär.
Werden die 15 bis 18 Medikamente alle vom selben Arzt verschrieben bzw. wissen die Ärzte voneinander? Das ist eine extrem hohe Menge an Medikamenten, bei der die Wechselwirkungen nicht mehr abschätzbar sind.

Sie werden entweder von den Dialyseärzten verschrieben, oder vom Hausarzt.
Ich bin da die Schnittstelle zwischen den Ärzten. Früher, vor nicht allzulanger Zeit, als meine Mutter noch nicht dialysepflichtig war, ging das auch von den Dialysearzt aus, also die Kommunikation zwischen ihm und dem Hausarzt. Das war der beste Arzt den ich in meinem ganzen Leben kennengelernt habe.
Er hat auch Dinge untersucht die gar nicht in sein Gebiet fiehlen. Rein aus Interesse und um Dingen auf den Grund zu gehen. Dazu war er ein Mathematiker und hat vieles vorausberechnet. Auch im Kopf ein Rechenkünstler.
Bei jedem Arztbesuch wo ich dabei war, habe ich etwas dazugelernt.
Bei jeder Änderung der Medikation, sei es auch nur der Dosis, wurde ein neuer Medikamentenplan ohne nachzufragen erstellt und sogar jedes Mal ein Bericht geschrieben, der ungefragt an mich ging und auch an den Hausarzt.
Das alles gibt es jetzt leider nicht mehr, da er nicht mehr da ist. Ein unglaublicher Verlust.

Jedenfalls ist es so, dass bei mir, wie gesagt, alles zusammen läuft.
Im Krankenhaus läuft auch nichts mehr richtig. Berichte, die eigentlich sofort an das Dialysezentrum geschickt werden sollten, sind dort nicht angekommen. Beim Hausarzt ist auch nichts angekommen.
Im Krankenhaus wurde gesagt, dass alles sofort rausgeht.
Bei späterer Nachfrage, als ich auf Station war und dort vorgesprochen habe, wurde dann gesagt, man hätte es doch meiner Mutter mitgegeben. Sie soll das verteilen. Das bei einem so alten Mensch. Unglaublich diese Gedankengänge und vor allem wurde vorher etwas ganz anderes gesagt. Naja, dass ist nur ein Beispiel von vielen.

Sobald ich irgendwas erfahre wird der Hausarzt sofort informiert.
Genauso natürlich der Nephrologe, dem ich selber aber inzwischen alles aus der Nase ziehen muss, also jeden Medikamentenplan. Einen Bericht habe ich noch nie gesehen.

Letztens wurden nicht wenige Medikamente im Krankenhaus umgestellt, aber an der Menge hat sich eigentlich nichts geändert.
Ich weiß das noch von meiner Mutter, manchmal bleiben da Medikamente auf dem Medikamentenplan, obwohl sie eigentlich gar nicht mehr gebraucht werden.

Da sprichst du etwas an.
So etwas habe ich auch schon öfter gehabt.
Ich versuche das immer zu bereinigen.

Was jetzt allerdings passiert ist, ist für mich eigentlich die Krönung.
Viele bekommen ja Silapo, die Medizin aus Gold, früher auch für Radrennfahrer.

Irgendwann wurde es bei meiner Mutter noch vor der Dialysepflichtigkeit umgestellt von Spritzen auf Tabletten.
Was jetzt aber das Problem ist:
Irgendwann, nachdem es mit der Dialyse angelaufen war, hat man das Mittel dann direkt bei der Dialyse gegeben. Bei manchen anderen Medikamenten ist das wohl auch der Fall.
Man hatte meiner Mutter aber keine neuen Medikamentenplan ausgegeben, sondern ihr nur während der Visite im Vorbeigehen gesagt, dass sie das jetzt nicht mehr nehmen soll. Das bei einem so alten Mensch.
Es war wohl bei meiner Mutter nicht angekommen und so hat sie es doppelt bekommen.
Bei der Dialyse verabreicht und zu Hause selber noch genommen.
Eine gefährliche Angelegenheit.
Zum Glück hat meine Mutter das dann bemerkt und mir gesagt.
Den Arzt habe ich aber nicht zur Rede gestellt deswegen. Ich will mich nicht zu unbeliebt machen und auch meiner Mutter nicht schaden, wenn ich zu viel frage oder auch infrage stelle.

Gruß Max

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Re: Geeignete freiverkäufliche Schmerzmittel gegen starke Kopfschmerzen bei Dialyse

09 Okt. 2026 21:22
#
Danke noch mal für deinen Beitrag, Blanja,
hat der Arzt denn auf dem Physiorezept angekreuzt, dass Hausbesuche notwendig sind?

Verordnet wurde die Physio vom Arzt beim letzten Krankenhausbesuch.
Der liegt nur ein paar Wochen zurück.
Es steht auch im Bericht.

Danach hatte ich versucht einen Physiotherapeut zu finden, der am besten auch zu meiner Mama nach Hause kommt.
Bei zweien, die keine Termine mehr frei hatten habe ich aber erfahren, dass das von der Krankenkasse nicht mehr bezahlt wird und zwar seit kurzem.
Deswegen kämen sie nur noch zu Fuß wenn der Patient nicht weiter als 10 Minuten zu Fuß entfernt wohnt.
Ob das so stimmt habe ich nicht überprüft.

Ein Rezept hätte ich mir dann vom Hausarzt ausstellen lassen, aber da meine Mama mir gesagt hat dass sie das nicht will habe ich dann auch kein Rezept besorgt.

Schade, dass deine Mutter denkt, dass Physio nichts bringt.

Mein Vater ist 89, hatte im August eine schwere Sepsis und wird aktuell wieder mit Physio mobilisiert

Ja, das finde ich auch.
Es ist halt so, dass sie früher vor ganz vielen Jahren schon mal eine Physio hatte oder auch zwei, die ihr so gut wie nichts gebracht haben.
So ist sie wohl zu dem Entschluss gekommen, dass es jetzt auch nichts bringen wird.

VG

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