Nun, bei uns war es die einzige Lösung: meine Großmutter ist 88 Jahre alt und seit acht Monaten an der Dialyse! Ich bin froh, daß sie dreimal pro Woche Fachpersonal und Ärzte um sich hat, die ihr bei Problemen helfen können. Ich selbst habe mir das Zentrum angeschaut, habe meine Großmutter besucht - der Arzt hat mich kurz rumgeführt - ich muß sagen - die Leute dort sind sehr nett! Ich weiß die Oma dort einfach gut aufgehoben und betreut! Das ist bei solch schwerkranken Menschen sehr viel wert !!!
25.03.10
gert:
Ich bin 55 Jahre alt, Software-Entwickler und dialysiere seit knapp 4 Jahren in einem Dialysezentrum. Die Hämodialyse habe ich gewählt, da sie dauerhaft durchgeführt werden kann, so dass eine Umstellung der Dialyseart entfällt. Eine Transplantation (mit Wegfallen der EU-Rente, Wiederaufnahme der Versicherungszahlungen(ca. 400 Euro pro Monat), schwer kalkulierbarem Rückgang der Altersrente und 0%-Chance auf dem Arbeitsmarkt als Software-Entwickler) ist aus finanziellen Gründen bestenfalls in 5 Jahren möglich (unter Auflösung der Renten-Versicherungen). Der Vorteil der Hämodialyse ist, dass ich ca. 5 Stunden ungestört (mit serviertem Frühstück) am Computer verbringen kann. Eine solch lange Zeit der konzentrierten Tätigkeit wäre anders nicht denkbar. Dies und die Möglichkeit, dabei noch etwas Kraftsport zu machen sind die für mich unschlagbaren Argumente für die Hemodialyse.
04.03.10
mikewett:
Hallo, ich dialysere seit fast sechs Jahren in einem Zentrum. Ob man für Pro oder Kontra ist, ist auch abhängig davon, wie gut das Zentrum ist. Ich kann mich da nicht beschweren. Es sind alle sehr nett und zuvorkommend. Wenn man ein komunikativer Mensch ist, der auch gerne "unter Leuten" ist, dann wird es einen in einem Zentrum wohl besser gefallen, als allein bei sich zu Hause zu dialysieren. Meine Dialyse versucht immer alles mölich zu machen, wenn man mal Sonderwünsche hat und einen Termin verlegen will. Auch ist unsere Zimmerbesetzung gut zusammen passend. Es sind sogar schon Freundschaften daraus entstanden. Doch, das es auch anders sein kann, habe ich bei manchen Gastdialysen erlebt. Dann war ich immer wieder froh, "Zuhause" in meinem Zentrum zu sein. mikewett
20.01.09
wireless:
Hallo! ich bin 20 und war ca 2,5 jahre an der dialyse! bis ich vor 2 monaten einen neue niere bekommen habe!
da ich berufstätig bin fiehl meine entscheidung auf die hämodiaylse.. bin immer nach der arbeit von 18 bis 22 uhr gegangen! bis ich dann immer im bett war war es dann immer 11 halb 12.. und am nächsten tag wieder raus in die arbeit um 7!
War nicht immer einfach aber für mich das beste da ich nicht selbst so viel verantwortung übernehmen musste! ich ließ mich mit dem taxi hinbringen verbrachte dort meine 4 stunden und ließ mich wieder heimbringen! und freitag nachmittag bis montag abend hatte ich wieder ruhe! das war für mich sehr wichtig! da konnte ich alles machen was "normale" leute auch machen! da vergisst man zeitweise auch seine krankheit!
jetzt nach 4 jahren wartezeit habe ich eine neue Niere bekommen und bin sehr glücklich darüber!
liebe grüße!
17.06.08
vobbese:
Hallo,hier ist die Frau von Vobbese.Wir haben beide große Schwierigkeiten,den völlig neuen Lebensrythmus zu akzeptieren.Nach akutem Nierenversagen im Sommer 07,schien es mir und ihm besser ,aus der Klinik und der Atmosphäre herauszukommen.Die ZD ist auch m.A.nach sehr viel persönlicher.Er ist auch immer froh, wenn er den "Zwangsaufenthalt" beendet hat und will dann nicht gleich nach Hause,sondern genießt das Leben so wie es sich im/vor dem kleinen Cafe dort in der Nähe abspielt!Eine Heimdialyse käme für uns beide nicht in Frage,da sie für uns ein ständiges "Memento mori"(Erinnerung,daß wir schon fast tot sind)wäre. Wir sind noch nicht so weit ,diesen Gedanken mit Gelassenheit zu ertragen.Vobbese genießt die Zeit von Samstag Nachmittag bis Montag Abend-seine freien Tage.Dann kommt sein Lebensfrohes Temperament voll zur Geltung!und ich kann mich auch wieder entspannen.Allen tapferen" Nieren-streikenden" mein Respekt und trotzdem ein gutes Leben. 17.06.08
05.06.08
pluri:
Mein Meinung zur Zentrumsdialyse:
- .Ich fand dabei gut- die umfassende Betreuung
-dass mir eine ganze Ladung von Arbeit und Verantwortung genommen wurde
-hätte mir nicht vorstellen könne CAPD zu machen, habe schon immer Beschwerden mit dem Bauch Unterleib,Darm. da wäre CAPD eine zusätzliche Belastung gewesen.
-ich hätte mir nicht vorstellen können ztu hause zu dialysieren. Musste neben der Arbeit sowieso noch einen haushalt mit 3 kindern organisieren.Da war ich froh dass ich zumindest während der Dialyse meine Ruhe hatte und alle Verantwortung los war.
-eine Sache musste ich lernen, nämlich unliebsame Mitpatienten zu übersehen.
Aber ich kenne ganz unterschiedliche Verfahren von verschiedenen Patienten. Jeder muss für sich das Beste herausfinden Gruß pluri
02.04.08
Christa:
Christa o2.o4.2oo8 (56 J.alt)
Bin seit fast 6 Jahren an der Haemodialyse. Für mich war dabei wichtig,dass ich von Ärzten gut betreut bin und von Freitag Mittag nach der Dialysebehandlung bis Montag früh nichts mit meiner Nierener-
krankung zu tun habe. Da kann ich (fast) ganz normal leben. Ich kann wandern und radfahren, kann mich mit Freunden treffen, meinen Hobbies nachgehen - bis Montag früh.Die Atmosphäre in "meinem" Dialysezentrum ist sehr freundlich und kompetent. Ich fühle mich wirklich optimal versorgt.
Die Untersuchungen für eine Transplantation hatte ich alle abgeschlossen und war auch auf der Liste,
wurde leider wegen einer Brustkrebserkrankung wieder von der Liste gestrichen und hoffe, wenn alles
in Ordnung bleibt, in diesem Sommer wieder aufgenommen zu werden. Das ist für dieses Jahr mein
großes und einziges Ziel. Liebe Grüße an alle Nierenerkrankten und alles Gute.
10.10.07
Bregi:
Hallo
Ich finde HD in einem Zentrum gut, weil ich dann die Dialyse in 4-5 Stunden hinter mich gebracht habe. Ich habe dann 1 oder an Wochenenden sogar 2 Tage Pause zu meiner freien Verfügung. Kann am Wochenende spontan (Freitags Dialyse und nächster Termin ist Montag) von Freitag Nachmittag bis Sonntag wegfahren.
Ferner bin ich beweglich, was Sport (Schwimmen z.B.) betrifft. Kann stundenlang in einer Badewanne liegen und entspannen, ist zwar nicht lebenswichtig aber ich kann es tun!!!!!!
Brauche keine Dialyseflüssigkeit bestellen und lagern, schleppe nichts mit in den Urlaub, was ich zur PD evtl. benötige. Brauche nicht mich selber "behandeln" so alle 4 Stunden (PD), habe somit auch nicht die Verantwortung für das Gelingen bzw. für Fehler. Scheint vielleicht egoistisch aber ich habe mit der Krankheit schon so genug "am Kopf". Da möchte ich es halt bequem haben.
Bin halt etwas bequemer, wenn es denn geht!!!
Grüße von Gerd Bregenstroth
02.10.07 <anonym>
Moin Moin,bin jetzt 3 Jahre an der Dialyse und dialysere 6 Stunden.Mir gefällt es im Krankenhaus sehr gut,den wenn es einen nicht gut geht(mit dem Herzen hat ) sind Fachärtzte vor Ort die eingreifen können.es gibt auch Kehrseiten in einem Krankenhaus,aber die muß man abwägen.
06.09.07
romy:
Ich bin seit bald 3 Jahren an der Dialyse. In meiner Praxis habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Da ich mitunter Kreislaufprobleme und Krämpfe habe, ist die Versorgung für mich ok. Zudem sind meine Gefäße nicht die besten, ich musste schon 2x zur Shuntrevision und vor der Selbstpunktion hätte ich Horror, zumal ich am Tage immer allein bin. In der Praxis lese ich viel, so dass mir die Zeit nicht zu lang wird. Die Schwestern gehen auf mich als "mündige Patientin" ein, da ich mich viel informiere. Das ist nach meiner Meinung das größte Problem, dass nicht mit den Patienten, sondern mit den Maschinen gearbeitet wird, aber durch ständige Information kann man seine Sicht der Dinge einbringen. Jeder sollte sich mit den vielen niveauvollen Beiträgen im Forum beschäftigen, die auch mir sehr geholfen haben.