| Das Projekt "Kunst und Pflege" |
Mit einer durch Kunst geprägten künstlerisch anregenden
Umgebung möchten wir anspornen zu eigener Aktivität! Beschäftigung mit Kunst hilft neue Lebensqualität zu gewinnen! Kunst
bietet viele Möglichkeiten, Freude, Ängste und Hoffnungen auszudrücken.
Diese Erfahrungen möchten wir unseren Patientinnen und Patienten näher
bringen, sie und ihre Angehörigen ermutigen, zuversichtlich mit der chronischen
Krankheit zuleben. Wir bedanken uns sehr herzlich beim KUM & LUK Bildungswerk, bei der Jugendkunstschule,
und bei KIK, Kölner Institut für Kulturarbeit und Weiterbildung, für
die Zusammenarbeit in unserem Projekt. KUM & LUK ist ein staatlich gefördertes Bildungswerk mit kulturellen Angeboten für
Erwachsene mit den Schwerpunkten: Kunst und Kreativität, Musik und Tanz,
Enrspannung und Gesundheit, Sprachen und Bildungsurlaub. Prfessionelle Anleitung, handfeste Informationen in kleinen Gruppen, sinnliche
Erfahrung verbunden mit der Bereitschaft der Teilnehmer, sich auf Neues einzulassen,
garantieren Lernen mit Spaß. Alle notwendigen Materialien werden zur
Verfügung gestellt. Das Angebot richtet sich an alle, die Neues erfahren oder Altes revidieren
möchten, Abwechslung oder Ausgleich zur Arbeit suchen, sich qualifizieren
oder andere Menschen treffen wollen oder aber etwas für ihre Gesundheit
tun wollen.
Kontakt: kum-und-luk@netcologne.de
KIK, Kölner Institut für Kulturarbeit und Weiterbildung, bietet in Zusammenarbeit
mit dem staatlich geförderterten Bildungswerk KUM&LUK Angebote zur beruflichen
Qualifizierung und Weiterbildung in den Sparten Kunst-, Theater- und Musikpädagogik,
Kultur, Pflege, Organisationsentwicklung und -management an.
Kontakt: kik-wb@netcologne.de
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| Eröffnugsrede der Bürgermeisterin Frau Spizig (Köln) |
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kinder und Jugendliche!
ich begrüße Sie ganz herzlich im Namen der Stadt Köln zur Ausstellungseröffnung "Kunst
und Pflege" hier im Dialysezentrum Köln-Merheim, und zwar als Bürgermeisterin,
die auch Kulturpolitikerin ist! Ich meine, Farbe in das Leben von Kranken zu
bringen ist eine ausgezeichnete Idee des Pflegedienstleiters, Herrn Petersen.
Die Patientenzimmer sind durch
die regelmäßigen und langen Aufenthalte
für die meisten Dialysepatienten zur zweiten Wohnung geworden. Wir wissen
theoretisch, aber auch rein gefühlsmäßig aus eigener Erfahrung
Bescheid über die Wechselwirkung von Wohlbefinden und Raumgestaltung . Besonders
wenn man sich krank fühlt, ist eine als angenehm empfundene Umgebung entspannend.
Ein Dialysezentrum wird hier also zum Ausstellungsort künstlerischer
Aktivitäten. Das ist ungewöhnlich, denn bei dem Begriff "Dialyse" denken
wir
Laien eher an ein Krankenzimmer mit technischen Gerätschaften, eben der "künstlichen
Niere" - also an einen langweiligen, vielleicht auch bedrückenden Ort.
Diese
Ausstellung im Dialysezentrum zeigt Werke junger und älterer Künstler,
die Kursteilnehmer in der Jugendkunstschule und in dem Kölner Institut für
Kulturarbeit und Weiterbildung sind. Die Ausstellungsbesucher sind in den kommenden
Wochen zum einen die Behandelten
und deren Angehörigen sowie das hier tätige Personal. Ich hoffe, die
Begegnung mit Kunst im Alltag der Dialyse-Station wird die Aufenthaltsqualität
für MitarbeiterInnen und PatientInnen erhöhen. Dies Zimmer als lebensspendende
Räume werden durch die unbefangenen und farbenfrohen Bilder der Kinder regelrecht
vitalisiert, die Atmosphäre wird
dadurch fröhlicher und lebendiger. Ein Gutes hat diese Aktion nebenbei auf
jeden Fall bewirkt. Der Besuch in der Dialyse-Station hat mich persönlich
daran erinnert, meinen Organspenderausweis zu erneuern. Dem ein oder anderen
Besucher wird vielleicht heute erst richtig deutlich, wie viele Menschen es gibt,
die auf die künstliche Niere angewiesen sind, wie viele Stunden sie hier
in diesem Raum verbringen. . . wie lange sie vielleicht auf die positive Nachricht
einer Spender-Niere warten müssen. Schöne, inspirierende Bilder sind
da sicher gut für die Seele - aber für den
Körper ist die Perspektive einer Transplantation wichtig
- und da können wir alle mithelfen, auch die unter uns, die keine Künstler
sind! Die Informationen dazu kann man hier sicher mitnehmen! Abschließend
möchte ich mich bei den Künstlern und Künstlerinnen bedanken,
gerade auch bei den ganz Jungen! Ich danke auch den Initiatoren der Ausstellung,
und
natürlich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Dialysezentrums. Den
Dialysepatienten und ihren Angehörigen wünsche ich einen langen Atem
bis zur Heilung. Allen Anwesenden wünsche ich viel Freude beim Betrachten
der ausgestellten Werke. Uns allen einen schönen 2. Advent. Vielen Dank
für Ihre Aufmerksamkeit!
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