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Heimdialyse
Wie funktioniert die Heimhämodialyse?
Bei
der Heimhämodialyse wird analog wie bei der Zentrumsdialyse das mit
Schadstoffen (urämische Toxine) belastete Blut und überschüssige
Flüssigkeiten, die sich im Blut und im Körpergewebe angesammelt haben,
außerhalb des Körpers (extrakorporal), entfernt. Das Blut wird dabei
durch eine "künstliche Niere", den Dialysator geleitet. Während der
Behandlung befindet sich immer eine kleine Menge Blut außerhalb des
Körpers, das mit gleichbleibender Geschwindigkeit entnommen und wieder
zugeführt wird. Dieser sich häufig wiederholende und für jeden
Patienten individuell gesteuerte Vorgang wird von einem Dialysegerät
übernommen und überwacht. Dieses automatisch arbeitende Gerät stellt
gleichzeitig die benötigte Dialysierflüssigkeit her und entfernt die
überschüssige Flüssigkeit aus dem Körper.
Dialysator
Im
Dialysator fließen Blut und die Dialysierflüssigkeit durch zwei
Kammern, die durch eine dünne Membran voneinander getrennt sind.
Schadstoffe im Blut gelangen durch mikroskopisch kleine Öffnungen (Membranporen) in die Dialysier- flüssigkeit (Diffusion). Darüber hinaus bewirkt der von dem Dialysegerät erzeugte Unterdruck, dass auch die überschüssige Flüssigkeit im Blut über die Membran entfernt und von der Dialysierflüssigkeit aufgenommen wird (Ultrafiltration).
Schadstoffe im Blut gelangen durch mikroskopisch kleine Öffnungen (Membranporen) in die Dialysier- flüssigkeit (Diffusion). Darüber hinaus bewirkt der von dem Dialysegerät erzeugte Unterdruck, dass auch die überschüssige Flüssigkeit im Blut über die Membran entfernt und von der Dialysierflüssigkeit aufgenommen wird (Ultrafiltration).
Gefäßzugang
Um die Dialyse durchführen zu können, muss am Körper des Patienten ein Gefäßzugang geschaffen werden.
Dafür
gibt es bei der Heimhämodialyse zwei Möglichkeiten, die nach den
jeweiligen Erfordernissen des Patienten individuell angewandt werden:
Fistel
Durch einen kleinen chirurgischen Eingriff, zumeist am Unterarm, wird die Verbindung ( Shunt ) zwischen einer Arterie, die vom Herzen wegführt und einer Vene, die zum Herzen hinführt, hergestellt. Nach dem Eingriff dauert es etwa 3 - 4 Wochen, bis die Vene so erweitert ist, dass die benötigte Blutmenge (200 - 450 ml pro Minute) problemlos entnommen und wieder zugeführt werden kann.Künstliches Gefäß (graft)
Hier wird die Verbindung zwischen Arterie und Vene mit Hilfe eines künstlichen Gefäßes hergestellt, das aus einem bioverträglichem Kunststoff besteht und in den Arm implantiert wird. In selteneren Fällen benutzt man dafür auch den Teil eines körpereigenen Blutgefäßes.
Wo und wie oft wird dialysiert?
Die
Heimhämodialyse findet nach Absolvieren eines intensiven
Patiententrainings im häuslichen Bereich des Patienten statt. Der
Zeitbedarf und die Intervalle einer Behandlung sind von Patient zu
Patient unterschiedlich und werden vom Arzt festgelegt.
Letzte Änderung des Artikels: 2006-10-18 14:04
Verfasser des Artikels: Thomas Woerpel
Revision: 1.3

