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Hämodiafiltration
Die Hämodiafiltration ( HDF ) ist eine Behandlungsform mit diffusivem Stofftransport, der durch einen konvektiven Stofftransport wirkungsvoll ergänzt wird. Dadurch kann die Blutreinigungseffektivität weiter verbessert werden, insbesondere wird die Entfernungsrate größerer Moleküle, zum Beispiel ß2-m, deutlich erhöht. Der konvektive Transportanteil erhöht sich durch zunehmende Mengen an Substitutionsflüssigkeit, die wieder aus dem Blut filtriert wird. Voraussetzung dafür ist die Verwendung von hochpermeablen Membranen. Die Substitutionsflüssigkeit kann dabei vor (Prädilutionsmodus) oder hinter dem Filter (Postdilutionsmodus) in den extrakorporalen Blutkreislauf eingegeben werden.
Gegen pharmazeutisch hergestellte Infusionslösung in Beutelform, die als Substitutionslösung verwendet werden, sprechen sowohl praktische Gründe (Kontrolle der Bilanzierung) als auch die hohen Kosten. Wesentlich kostengünstiger und auch praktikabler ist dagegen die Herstellung direkt (online) von bikarbonathaltiger Substitutionslösung durch das Dialysegerät. Diese wird aus ultrareiner Dialysierflüssigkeit in praktisch unbegrenzter Menge zur Verfügung gestellt.quelle: Gambro
Letzte Änderung des Artikels: 2006-10-22 12:25
Verfasser des Artikels: Thomas Woerpel
Revision: 1.2

