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  Nierenerkrankung und Ernährung    
 



Texte © Dr. Bettina Schwiegelshohn
   
       

 

  
Mehr Spielraum für Kalium bei der Peritonealdialyse.

Beim Verfahren der Peritonealdialyse kommt es nur selten zu einem Kaliumanstieg im Blut (Normalbereich 3,5 bis 5,0 mmol/l), denn durch den mehrmaligen Beutelwechsel kann dem Körper das Kalium gut entzogen werden. Deshalb kann die Zufuhr auch wesentlich weniger restriktiv gehalten werden, als bei der Hämodialyse.
 

Mögliche Ursachen für erhöhte Blutkaliumwerte

Erhöhte Kaliumwerte (Hyperkalämie) sind nicht ausschließlich auf eine kaliumreiche Kost zurückzuführen. Wird dem Körper zu wenig Energie zur Verfügung gestellt, führt dies zu einem erhöhten Muskelabbau. Das in den Muskelzellen lokalisierte Kalium wird freigesetzt und gelangt ins Blut.
Vor der Zufuhr von Diätsalz (Kochsalzersatzmittel) in dem Natrium durch Kalium ersetzt ist, muss nachdrücklich gewarnt werden, denn es erzeugt bei Patienten, die sich der Peritonealdialyse unterziehen, bedrohliche Blutkaliumwerte.
 

Auswirkungen erhöhter Blutkaliumwerte

Bei erhöhtem Kaliumspiegel des Bluts kommt es hauptsächlich zu Schwächegefühl, abnormalen Gefühlsempfindungen wie Brennen oder Ameisenlaufen und Funktionsstörungen des Herzens. Toxische Zuständen auf Grund erhöhter Blutkaliumwerte können ohne große Veränderungen der Gesamtkaliumwerte des Körpers auftreten, da Kalium vor allem intrazellulär vorhanden ist. Für das Herz toxisch sind unter Umständen bereits Blutkaliumwerte über 6,5 mmol/l, häufig anzutreffen ist Cardiotoxizität bei Werten über 8 mmol/l.


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