Mehr Spielraum für Kalium bei der Peritonealdialyse.
Beim Verfahren der Peritonealdialyse kommt es nur selten
zu einem Kaliumanstieg im Blut (Normalbereich 3,5 bis
5,0 mmol/l), denn durch den mehrmaligen Beutelwechsel
kann dem Körper das Kalium gut entzogen werden. Deshalb
kann die Zufuhr auch wesentlich weniger restriktiv gehalten
werden, als bei der Hämodialyse.
Mögliche Ursachen für erhöhte Blutkaliumwerte
Erhöhte Kaliumwerte (Hyperkalämie) sind nicht
ausschließlich auf eine kaliumreiche Kost zurückzuführen.
Wird dem Körper zu wenig
Energie zur Verfügung gestellt, führt dies zu
einem erhöhten Muskelabbau. Das in den Muskelzellen lokalisierte
Kalium wird freigesetzt und gelangt ins Blut.
Vor der Zufuhr von Diätsalz (Kochsalzersatzmittel) in dem Natrium durch Kalium
ersetzt ist, muss nachdrücklich gewarnt werden, denn es erzeugt bei Patienten,
die sich der Peritonealdialyse unterziehen, bedrohliche Blutkaliumwerte.
Auswirkungen erhöhter Blutkaliumwerte
Bei erhöhtem Kaliumspiegel des Bluts kommt es hauptsächlich
zu Schwächegefühl, abnormalen Gefühlsempfindungen wie
Brennen oder Ameisenlaufen und Funktionsstörungen des
Herzens. Toxische Zuständen auf Grund erhöhter Blutkaliumwerte
können ohne große Veränderungen der Gesamtkaliumwerte
des Körpers auftreten, da Kalium vor allem intrazellulär
vorhanden ist. Für das Herz toxisch sind unter Umständen
bereits Blutkaliumwerte über 6,5 mmol/l, häufig anzutreffen
ist Cardiotoxizität bei Werten über 8 mmol/l.