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  Nierenerkrankung und Ernährung    
 



Texte © Dr. Bettina Schwiegelshohn
   
       

 

  
Kaliumentzug durch Wässern
Wässern von Kartoffeln:
Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden (je kleiner, desto mehr Kalium wird herausgelöst), in der 10fachen Menge Wasser über Nacht stehen lassen, in frischem Wasser am nächsten Tag zum Kochen aufsetzen, Kochwasser wegschütten.
Anmerkungen:Alternativ kann der Vorgang des Kaliumentzugs durch Erwärmen des Einweichwassers auf 70°C, gefolgt von langsamem Abkühlen über circa 3 Stunden verkürzt werden. Die Prozedur des Erwärmens vor der Wässerung über Nacht steigert den Kaliumentzug noch zusätzlich um circa 5% (siehe Tabelle).

Kochen von Gemüse, Reis, Pasta:
Die genannten Lebensmittel jeweils in viel Wasser garen.
Anmerkung: Vollkornreis und Vollkornnudeln enthalten zwar mehr Kalium im Vergleich zu poliertem Reis bzw. Weißmehlteigwaren. Durch Kochen in reichlich Wasser verbunden mit dem Kaliumentzug von bis zu 50%, überwiegt bei den genannten Vollkornprodukten jedoch der positive Einfluss der vermehrt enthaltenen Ballaststoffe zusammen mit der verzögert ins Blut übertretenden Glucose.

Zubereitung von Fleisch oder Fisch:
Je nach Wasserzugabe tritt bis zur Hälfte des Kaliums in den Bratensaft oder Sud über.
Anmerkung: Die Kaliumreduktion gilt nicht für die Garmethoden Dünsten, Dämpfen, Braten oder Fritieren.


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