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  Nierenerkrankung und Ernährung    
 



Texte © Dr. Bettina Schwiegelshohn
   
       

 

  
Was sind Phytochemicals, oder sekundäre Pflanzenstoffe?

Mit den Begriffen Phytochemicals oder sekundären Pflanzenstoffen werden circa 30000 unterschiedliche bis heute bekannte Pflanzeninhaltsstoffe zusammengefasst. Die Forschung über all diese Pflanzenstoffe ist noch in den Anfängen. Es scheint allerdings, dass eine zu geringe oder fehlende Aufnahme keine direkten Mangelsymtome erzeugt, wohl aber unzählige degenerative Erkrankungen und die Tumorentstehung beeinflusst.

So wird vermutet dass beispielsweise die Diabeteskomplikationen (u.a. Retinopathie, Nephropathie, Neuropathie, Arteriosklerose) langfristig durch Phytochemicals zusammen mit den antioxidativ wirkenden Vitaminen C und E sowie dem Spurenelement Selen, das ebenfalls antioxidative Wirkung zeigt, langfristig reduziert werden kann.
Die sekundären Pflaneninhaltstoffe inaktivieren als sogenannte blocking agents Vorstufen von krebserzeugenden Substanzen oder aktivieren Enzymsysteme, die in der Lage sind, krebserzeugende Substanzen abzubauen (Beispiele für krebserzeugende Substanzen: Aflatoxine (Schimmel), Nitrosamine, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, heterozyklische Amine)
 

Die wirksamen Phytochemicals kommen mengenmäßig sehr unterschiedlich in den pflanzlichen Nahrungsmitteln (Obst, Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen) vor. Hieraus erklärt sich das Gebot der Variation in der Nahrungsaufnahme.

Nach Caragay lassen sich Phytochemicals in 14 Klassen einteilen:
Sulfide, Phytate, Flavonoide, Glucosinolate, Carotinoide, Cumarin, Monoterpene, Triterpene, Lignane, phenolische Säuren, Indole, Isothiocyanate, Phthalide, Poline


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