Was sind Phytochemicals, oder sekundäre
Pflanzenstoffe?
Mit den Begriffen Phytochemicals oder
sekundären Pflanzenstoffen werden circa 30000 unterschiedliche
bis heute bekannte Pflanzeninhaltsstoffe zusammengefasst.
Die Forschung über all diese Pflanzenstoffe ist noch
in den Anfängen. Es scheint allerdings, dass eine zu
geringe oder fehlende Aufnahme keine direkten Mangelsymtome
erzeugt, wohl aber unzählige degenerative Erkrankungen
und die Tumorentstehung beeinflusst.
So wird vermutet dass beispielsweise
die Diabeteskomplikationen (u.a. Retinopathie, Nephropathie,
Neuropathie, Arteriosklerose) langfristig durch Phytochemicals
zusammen mit den antioxidativ wirkenden Vitaminen C und
E sowie dem Spurenelement Selen, das ebenfalls antioxidative
Wirkung zeigt, langfristig reduziert werden kann.
Die sekundären Pflaneninhaltstoffe inaktivieren als sogenannte blocking agents
Vorstufen von krebserzeugenden Substanzen oder aktivieren Enzymsysteme, die
in der Lage sind, krebserzeugende Substanzen abzubauen (Beispiele für krebserzeugende
Substanzen: Aflatoxine (Schimmel), Nitrosamine, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe,
heterozyklische Amine)
Die wirksamen Phytochemicals kommen
mengenmäßig sehr unterschiedlich in den pflanzlichen
Nahrungsmitteln (Obst, Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte,
Nüsse, Samen) vor. Hieraus erklärt sich das Gebot der
Variation in der Nahrungsaufnahme.
Nach Caragay lassen sich Phytochemicals
in 14 Klassen einteilen:
Sulfide, Phytate, Flavonoide, Glucosinolate, Carotinoide, Cumarin, Monoterpene,
Triterpene, Lignane, phenolische Säuren, Indole, Isothiocyanate, Phthalide,
Poline