Überschüssiges Phosphat aus der Nahrung
wird beim Gesunden über die Niere eliminiert, sodass
es den Normalbereich von 2,5 bis 4,5 mg/dl nicht übersteigt.
Phosphatstoffwechsel bei Nierenfunktionsstörung
Bei fortgeschrittener Erkrankung kann die Niere ihrer Aufgabe innerhalb des
Phosphatstoffwechsels immer weniger nachkommen und der Phosphatspiegel im
Blut steigt an. Dies wiederum führt zu Störungen der für den Calcium- und
Phosphathaushalt verantwortlichen Hormone, zu einer Entmineralisierung der
Knochen (Osteoporose) und damit langfristig zu Calcium-Phosphat-Komplexen,
die sich in den Gefäßen, aber auch in Weichteilen ablagern und dann die Funktionalität
ungünstig beeinflusst.
Maßnahmen bei Anzeichen von Problemen
Der Calcium-Phosphat-Kristallisation sollte unabhängig davon, ob eine medikamentöse
Behandlung zur Normalisierung der Phosphatwerte z.B. in Form von Calcium oder
Aluminium enthaltenden Medikamenten erfolgt, durch eine phosphatarme Ernährung (tägliche Zufuhr
zwischen 800 mg und 1200 mg), das Meiden relativ phosphatreicher Lebensmittel sowie eine
ausreichende Versorgung an Kohlenhydraten unterstützend
entgegengewirkt werden.