Nierenerkrankung und Ernährung    
 



Texte © Dr. Bettina Schwiegelshohn
   
       

 

 
Phosphat

Überschüssiges Phosphat aus der Nahrung wird beim Gesunden über die Niere eliminiert, sodass es den Normalbereich von 2,5 bis 4,5 mg/dl nicht übersteigt.

Phosphatstoffwechsel bei Nierenfunktionsstörung
Bei fortgeschrittener Erkrankung kann die Niere ihrer Aufgabe innerhalb des Phosphatstoffwechsels immer weniger nachkommen und der Phosphatspiegel im Blut steigt an. Dies wiederum führt zu Störungen der für den Calcium- und Phosphathaushalt verantwortlichen Hormone, zu einer Entmineralisierung der Knochen (Osteoporose) und damit langfristig zu Calcium-Phosphat-Komplexen, die sich in den Gefäßen, aber auch in Weichteilen ablagern und dann die Funktionalität ungünstig beeinflusst.

Maßnahmen bei Anzeichen von Problemen
Der Calcium-Phosphat-Kristallisation sollte unabhängig davon, ob eine medikamentöse Behandlung zur Normalisierung der Phosphatwerte z.B. in Form von Calcium oder Aluminium enthaltenden Medikamenten erfolgt, durch eine phosphatarme Ernährung (tägliche Zufuhr zwischen 800 mg und 1200 mg), das Meiden relativ phosphatreicher Lebensmittel sowie eine ausreichende Versorgung an Kohlenhydraten unterstützend entgegengewirkt werden.