NaCl - Kochsalz Salzen wie ein
Geizhals!
Die Aufgabe des Natriums besteht hauptsächlich
darin, den osmotischen Druck der extrazellulären Flüssigkeit
aufrecht zu erhalten. Der Bedarf des gesunden Erwachsenen,
der lediglich bei 2000 mg bis 3000 mg Kochsalz pro Tag
liegt, überschreitet in den industrialisierten Nationen
vielfach den oberen Grenzwert von 6 g. Auch wenn nur
in geringen Mengen zugesalzen wird, trägt das während
der Verarbeitung in Lebensmitteln
versteckte Salz in erheblichem Maß zum
hohen Konsum bei.
AUSWIRKUNGEN AUF DEN STOFFWECHSEL
Eine hohe Kochsalzzufuhr trägt über das Natrium zu Volumenschwankungen
des Körperwassers bei und ist verbunden mit einem verstärkten
Durstgefühl. Zudem besteht eine Beziehung zwischen der
vermehrten Aufnahme von Kochsalz und einer erhöhten
Belastung des Herz/Kreislaufsystems, die sich in Form
der Entgleisung des Blutdrucks äußert. So resultiert
Hypertonie u.a. aus einer genetischen Sensitivität gegenüber
Salz.
Davon unabhängig begünstigt eine fehlgeleitete Wirkung
von Chloridionen die Entstehung von Nierensteinen und
behindert das Herausfiltern von Eiweiß aus dem Urin.
Empfehlung: Besser Sie sind ein Geizhals im Umgang mit
Kochsalz!
ALTERNATIVEN ZU KOCHSALZ
Durch die Verwendung von und in
frischer, getrockneter oder gefrorener Form können den Speisen
in vielfältiger Art geschmacklicher Ausdruck verliehen
werden, ohne dass Salz vermisst wird.
Wichtig: Kochsalzersatzmittel sind Kaliumsalze und insbesondere
bei Niereninsuffizienz wie auch innerhalb der Dialysebehandlung
in keinem Fall eine Alternative. Eine exzessive Aufnahme
kann zu
Hyperkalämie führen.
Geschmacksverstärker (E 621 Natriumglutamat ist der
bekannteste Vertreter dieser Substanzklasse) sind innerhalb
der Grenzen der sachgemäßen Verwendung sichere Lebensmittelzusatzstoffe.
Glutamat kommt natürlicherweise in vielen Lebensmitteln
vor. Individuell ist die Verträglichkeit allerdings manchmal
unterschiedlich, denn wahrscheinlich in Verbindung mit
anderen auslösenden Stoffen kommt es verschiedentlich
zu einer pseudoallergischen Reaktion, dem sogenannten
China Restaurant Syndrom.