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  Nierenerkrankung und Ernährung    
 



Texte © Dr. Bettina Schwiegelshohn
   
       

 

  
NaCl - Kochsalz    Salzen wie ein Geizhals!

Die Aufgabe des Natriums besteht hauptsächlich darin, den osmotischen Druck der extrazellulären Flüssigkeit aufrecht zu erhalten. Der Bedarf des gesunden Erwachsenen, der lediglich bei 2000 mg bis 3000 mg Kochsalz pro Tag liegt, überschreitet in den industrialisierten Nationen vielfach den oberen Grenzwert von 6 g. Auch wenn nur in geringen Mengen zugesalzen wird, trägt das während der Verarbeitung in Lebensmitteln
versteckte Salz in erheblichem Maß zum hohen Konsum bei.
 

AUSWIRKUNGEN AUF DEN STOFFWECHSEL

Eine hohe Kochsalzzufuhr trägt über das Natrium zu Volumenschwankungen des Körperwassers bei und ist verbunden mit einem verstärkten Durstgefühl. Zudem besteht eine Beziehung zwischen der vermehrten Aufnahme von Kochsalz  und einer erhöhten Belastung des Herz/Kreislaufsystems, die sich in Form der Entgleisung des Blutdrucks äußert. So resultiert Hypertonie u.a. aus einer genetischen Sensitivität gegenüber Salz.

Davon unabhängig begünstigt eine fehlgeleitete Wirkung von Chloridionen die Entstehung von Nierensteinen und behindert das Herausfiltern von Eiweiß aus dem Urin.

Empfehlung: Besser Sie sind ein Geizhals im Umgang mit Kochsalz!

ALTERNATIVEN ZU KOCHSALZ

Durch die Verwendung von Gewürzen und Kräutern in frischer, getrockneter oder gefrorener Form können den  Speisen in vielfältiger Art geschmacklicher Ausdruck verliehen werden, ohne dass Salz vermisst wird.

Wichtig: Kochsalzersatzmittel sind Kaliumsalze und insbesondere bei Niereninsuffizienz wie auch innerhalb der Dialysebehandlung in keinem Fall eine Alternative. Eine exzessive Aufnahme kann zu Hyperkalämie führen.

Geschmacksverstärker (E 621 Natriumglutamat ist der bekannteste Vertreter dieser Substanzklasse) sind innerhalb der Grenzen der sachgemäßen Verwendung sichere Lebensmittelzusatzstoffe. Glutamat kommt natürlicherweise in vielen Lebensmitteln vor. Individuell ist die Verträglichkeit allerdings manchmal unterschiedlich, denn wahrscheinlich in Verbindung mit anderen auslösenden Stoffen kommt es verschiedentlich zu einer pseudoallergischen Reaktion, dem sogenannten China Restaurant Syndrom.


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