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  Nierenerkrankung und Ernährung    
 



Texte © Dr. Bettina Schwiegelshohn
   
       

 

  

Nephropathie: Die Nierenfunktion ist eingeschrängt.

Aufgaben der Niere

Die gesunde Niere kontrolliert die Zusammensetzung des Blutes und übernimmt die Ausscheidung von wasserlöslichen Abbauprodukten. Sie reguliert den Wasser- und Elektrolythaushalts, sowie das Säure-Basengleichgewicht des Körpers. Daneben fungiert die Niere als endokrines Organ, indem sie Erythropoietin, 1,25-Dihydroxycholecalciferol, Renin und Prostaglandine bildet.

Was ist zu tun bei abnehmender Nierenleistung?

Bei abnehmender Leistungsfähigkeit der Nieren ergeben sich aus den oben zusammengefassten Aufgaben der Niere diätetische Möglichkeiten zur Intervention.

  • Der Proteinversorgung sollte besondere Beachtung geschenkt werden, denn je höher der Proteinkonsum liegt, um so mehr Proteinabbauprodukte fallen innerhalb des Körpers an, die ausgeschieden werden müssen.
  • Da die Niereninsuffizienz vielfach mit erhöhtem Blutdruck gekoppelt ist, muss gegebenenfalls der Kochsalzgehalt der Ernährung kontrolliert werden.
  • Bei fortgeschrittener Nierenerkrankung ist der Gefahr einer Entgleisung des Kalium- und Phosphatgleichgewichtes diätetisch entgegenzusteuern.
  • Eine ausgewogene Ernährung, die innerhalb der durch die Erkrankung vorgegebenen Grenzen nicht allein die Protein- und Mineralstoffzufuhr berücksichtigt, sondern zusätzlich den Energiebedarf, den Verzehr komplexer, Ballaststoffe enthaltender
    Kohlenhydrate genauso berücksichtigt, wie die Qualität und Quantität der Fette, sowie eine großzügige Flüssigkeitsversorgung, verzögert den Untergang von Nierengewebe am effizientesten.


Zusätzlich ist auf die Bedeutung der Senkung des Blutdrucks (idealerweise auf 130/70 mmHg), des Einstellens des Rauchens und eines geringen Alkohlkonsum  (maximal pro Tag je nach Körpergröße zwischen 1 Glas und 1/4 l Wein oder 1/2 l Bier) mit Nachdruck hinzuweisen. Durch die angesprochenen Interventionen kann ein Fortschreiten des Funktionsverlusts der Niere verlangsamt, im güstigsten Fall sogar aufgehoben werden.
 

Die Nierenfunktion ist weitgehend eingestellt.

Übersteigt die Anreicherung an Abbauprodukten einen tolerablen Grenzbereich wird eine
Dialysebehandlung notwendig, die ihrerseits wiederum die Einhaltung von speziellen Ernährungsrichtlinien relevant macht.


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