Home Bibliothek ASD 0016

 


III.Fachtagung des ASD e.V. Arbeitsgemeinschaft Sozialarbeit in der Dialyse

Professionalisierung von Sozialarbeit - eine offene Entwicklung
  Die generalistische Entwicklung Sozialer Arbeit
  Sozialarbeit in ihrem Verhältnis zu Therapie
  Alltags- und lebensweltorientierte Sozialarbeit
  Betriebswirtschaftliche Fundierung
  Sozialarbeit im Management der Unterstützung
  Der spezifische Versorgungsauftrag im Gesundheitswesen
  Sozialarbeit und Selbsthilfe: zivile Kompetenz
Lebensqualität in der urologischen Onkologie
  Überblick über Lebensqualtitätsmeßinstrumente
  Aktuelle Studien zur Beurteilung von Lebensqualität in der urologischen Onkologie
  Zusammenfassung und Ausblick
 
Aspekte der schulischen und beruflichen Rehabilitation nierenkranker Kinder und Jugendlicher
   
Sozialrechtliche Situation ausländischer Dialysepatienten
  Ausländische Urlauber/Grenzgänger
  Immigranten
  Asylbewerber
  Zusammenfassung
Kurzpflegeeinrichtungen für Dialysepatienten
  Vorteile einer Dialyse-Kurzzeitpflege
Bewältigung von Krisen
  Wie läßt sich Krisen vorbeugen?-- Lösungsansätze --Zusammenfassung der Diskussion
 

 

 3. Fachtagung des ASD e.V.
Immigranten

Unter Immigranten verstehe ich in diesem Fall, diejenigen, die ihren festen Wohnsitz im Ausland aufgeben und in die Bundesrepublik übersiedeln möchten.

Für deutsche Staatsbürger die ihren festen Wohnsitz im Ausland haben, ist dies jederzeit möglich. Sie haben grundsätzlich das Recht, sich in der Bundesrepublik niederzulassen. Auch dann wenn Bedürftigkeit vorliegt und sie Sozialhilfe in Anspruch nehmen müssen. Nichtdeutschen Staatsbürgern wird nach § 7 AuslG die Aufenthaltsgenehmigung nicht erteilt, wenn: "sie ihren Lebensunterhalt einschließlich ausreichenden Krankenversicherungsschutzes nicht aus eigener Erwerbstätigkeit und eigenem Vermögen bestreiten können". :

Beispiel: Eine südamerikanische Frau kam eines Tages zu mir. Sie war verzweifelt. Ihr in Südamerika geborener deutscher Ehemann war Dialysepatient. Es ging ihm sehr schlecht an der Dialyse in Südamerika. Sie hatte seit einem Jahr vergeblich versucht, in Deutschland eine neue Existenz aufzubauen, um dann ihren Mann nach Deutschland zu holen. Allmählich ging ihr das Geld aus. In Deutschland wollte zwar jedes von ihr aufgesuchte Dialysezentrum ihren Mann dialysieren, jedoch nur unter der Bedingung, das er jedesmal bar bezahlen würde. Sie war beim besten Willen nicht dazu in der Lage. Ich habe ihr erklärt, das ihr Mann als deutscher Staatsangehöriger ohne weiteres nach Deutschland einreisen könne und sobald er bei der Behörde gemeldet wäre, Anspruch auf Sozialhilfe habe, bzw. das er krankenversichert war und die Kosten der Dialysebehandlung übernommen würden. Eine Woche später war er da.

Beispiel: Die niederländisch-deutsche Grenze ist offen, so das ein mittelloser Niederländer ohne Einkommen ohne weiteres in die Bundesrepublik einreisen kann. Wenn er sich aber hier niederlassen möchte, wird ihm keine Aufenthaltsgenehmigung erteilt. Das Streben nach einem vereinten Europa umfaßt noch lange nicht die gegenseitige Übernahme der Bedürftigen.

 


zum Seitenanfang

Copyright © 1997-2003 by ASD e.V.
Alle Rechte vorbehalten.

Herausgeber:
"Arbeitsgemeinschaft Sozialarbeit in der Dialyse" (ASD e.V.)
c/o Kurt Hoeke, Mehringplatz 33, 10969 Berlin
Für persönlich gekennzeichnete Beiträge übernimmt der Herausgeber keine Verantwortung.

 

 


© Dialyse-Online ist ein Projekt von Woerpel WebServices