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III.Fachtagung des ASD e.V. Arbeitsgemeinschaft Sozialarbeit in der Dialyse

Professionalisierung von Sozialarbeit - eine offene Entwicklung
  Die generalistische Entwicklung Sozialer Arbeit
  Sozialarbeit in ihrem Verhältnis zu Therapie
  Alltags- und lebensweltorientierte Sozialarbeit
  Betriebswirtschaftliche Fundierung
  Sozialarbeit im Management der Unterstützung
  Der spezifische Versorgungsauftrag im Gesundheitswesen
  Sozialarbeit und Selbsthilfe: zivile Kompetenz
Lebensqualität in der urologischen Onkologie
  Überblick über Lebensqualtitätsmeßinstrumente
  Aktuelle Studien zur Beurteilung von Lebensqualität in der urologischen Onkologie
  Zusammenfassung und Ausblick
 
Aspekte der schulischen und beruflichen Rehabilitation nierenkranker Kinder und Jugendlicher
   
Sozialrechtliche Situation ausländischer Dialysepatienten
  Ausländische Urlauber/Grenzgänger
  Immigranten
  Asylbewerber
  Zusammenfassung
Kurzpflegeeinrichtungen für Dialysepatienten
  Vorteile einer Dialyse-Kurzzeitpflege
Bewältigung von Krisen
  Wie läßt sich Krisen vorbeugen?-- Lösungsansätze --Zusammenfassung der Diskussion
 

 

 3. Fachtagung des ASD e.V.
Lebensqualität in der urologischen Onkologie

C.W. Biermann

Klinik und Poliklinik für Urologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster,
ab 14.1.1998 Urologische Universitätsklinik Herne

Einführung

Das große Interesse am Thema "Lebensqualität" muß wohl wesentlich darauf zurückzuführen sein, daß eine ausschließliche Berücksichtigung von Überlebenszeiten und Symptomraten zunehmend als unzureichend befunden wird und eine grundsätzliche Diskussion über angemessene Beurteilungskriterien für medizinische Maßnahmen eingesetzt hat.

Medizinische-therapeutische Interventionen verfolgen das Ziel, krankheitsbedingte Verluste zu begrenzen und gleichzeitig sicherzustellen, daß der Nutzen der Behandlung die vermeintliche Beeinträchtigung aufwiegt. Diese allgemeine ärztliche Regel auch im Zeichen des medizinischen Fortschrittes zu realisieren ist Aufgabe einer kontinuierlichen Qualitätskontrolle, die eine Kosten-Nutzen-optimierte Therapie an ihrem Ergebnis mißt. Als Sammelbegriff für eine Reihe von wichtigen Gütekriterien von Behandlungsresultaten hat sich der Terminus Lebensqualität im Rahmen qualitätssichernder Maßnahmen eingebürgert. Betrachtet man einmal die 3 Kategorien von Qualität nach Donabedian (Struktur, Prozeß und Ergebnisqualität) so beschreibt die Ergebnisqualität die dem medizinischen Handeln zuschreibbare Veränderung des Gesundheitszustandes des Patienten bzw. der Bevölkerungsgruppen einschließlich der von diesen Veränderungen ausgehenden Wirkung. Die Ergebnisqualität ist sehr viel schwieriger zu messen als die Struktur- und Prozeßqualität. Zum einen wegen der Vielzahl an Komplexität das Ergebnis beeinflussenden Variablen, zum zweiten wegen einer unvorhersehbaren medizinischen, psychischen und sozialen Reaktion des Patienten. Zur Ergebnisqualität oder auch Outcome und Output genannt, würde man die Lebensdauer, die Patientenzufriedenheit und die Lebensqualität zählen (8, 11, 19, 48, 49).

Aufgrund dieses Stellenwertes der Lebensqualitätsforschung im modernen Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen und der damit verbundenen Popularität dieses Begriffes und dessen inflationärer Gebrauch erfordert es immer wieder, über seine Inhalte nachzudenken. Inflation bedeutet Entwertung; deshalb ist die Erhaltung der Substanz des Konzeptes "Lebensqualität" Bedingung für die Fruchtbarkeit in der klinischen Anwendung, nicht nur in der urologischen Onkologie, sondern auch im Bereich der Transplantationschirurgie und im Bereich der chronischen Erkrankungen. Eine Konkretisierung und letztlich auch eine Umsetzung in wissenschaftliche Meßoperationen dieses aus der politischen Rhetorik nun auch in die Umgangssprache übernommenen Allerweltsbegriffes Lebensqualität, hat nun in den letzten Jahren begonnen.

 

 


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